GOTT hat uns erschaffen, wir sind sein Eigentum; dient dem HERRN mit Freude!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 100 (99),2.3.4.5.

Dient dem HERRN mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der HERR allein ist Gott.
ER hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.
.
Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der HERR ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Dient dem HERRN mit Freude!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 100 (99),1-3.4-5.

Jauchzt vor dem HERRN, alle Länder der Erde!
Dient dem HERRN mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der HERRN allein ist Gott.
ER hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.
.
Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der HERR ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Israel: 2000 Jahre alte Siedlung freigelegt – Öllampe mit neunarmigem Leuchter entdeckt

​Die Ausgrabungen einer 2000 Jahre alten Siedlung in Beer Sheva haben die Scherben einer seltenen Öllampe freigelegt, auf der eine neunarmige Menora abgebildet ist (siehe Foto).

Es handelt sich bei dem Fund um eine der ältesten bis jetzt gefundenen, künstlerischen Darstellungen einer Menora. Das Ausgrabungsteam der israelischen Altertumsbehörde und der Ben-Gurion-Universität des Negev war sehr erfreut, als durch das Reinigen der Scherbe die Dekoration einer neunarmigen Menora zu erkennen war.

Wegen einer Anweisung im babylonischen Talmud, nach der nur die Menora im Tempel siebenarmig sein durfte, gibt es bis jetzt keine Funde mit Darstellungen von siebenarmigen Menoras.

Die Archäologen datieren das Bestehen der Siedlung vom ersten Jahrh. nach Chr. bis zum Bar-Kochba-Aufstand 135 n. Chr.

Die Leiter der Ausgrabung, Dr. Peter Fabian und Dr. Daniel Varga, berichten, dass die Siedlung u.a. aus einem großen Wachturm, mehreren Backanlagen, antiken Mülldeponien und einem Untergrundsystem, welches höchst wahrscheinlich als jüdisches rituelles Bad (Mikwe) genutzt wurde, besteht.

Es ist anzunehmen, dass die Siedlung durch ihre Lage entlang der südlichen Grenze des antiken Königreiches von Judäa von großer strategischer Bedeutung war. Dies würde die Notwendigkeit für die Errichtung eines zehn mal zehn Meter hohen Wachturms erklären. In der spätrömischen Zeit wurden die Steine des Turms für den Bau anderer benachbarter Gebäude verwendet.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/2000-Jahre-alte-juedische-Siedlung-entdeckt.aspx  –  Foto: Anat Rasiuk / Israelische Altertumsbehörde


Seltener Fund in Israel: Siegelabdruck und antiker Stempel mit biblischen Namen

Ein Siegelabdruck (siehe Foto) und ein 2600 Jahre alter Stempel mit hebräischen biblischen Namen wurden während der Ausgrabungen des Givati-Parkplatzes im Nationalpark der Davidsstadt gefunden.

Bei dem Ort der Artefakte handelt es sich offenbar um ein antikes öffentliches Verwaltungsgebäude. Dieses wurde anscheinend durch ein Feuer im 6. Jahrh. v. Chr. zerstört – vermutlich im Zuge der babylonischen Eroberung.

Antiker Siegelabdruck

Zu dieser Schlussfolgerung kamen Prof. Yuval Gadot (Universität Tel Aviv) und Dr. Yiftah Shalev (israelische Altertumsbehörde), die Leiter der Ausgrabung, da am Fundort große Mengen Steinreste, verbrannte Holzbalken und zahlreiche verkohlte Keramikscherben entdeckt wurden.

Das Besondere an beiden Funden sind die Namen, die im Siegelabdruck und im Stempel zu lesen sind. Der Siegelabdruck, datiert auf die Zeit des Ersten Tempels, enthält die Wörter „[Eigentum] von Nathan-Melach, Bediensteter des Königs (LeNathan-Melech Eved HaMelech)“. Es handelt sich hierbei um den ersten archäologischen Beweis für den aus dem aus Könige 23:11 bekannten biblischen Namen.

Dem biblischen Text zufolge handelt es sich bei Nathan-Melech um einen Beamten am Hofe von König Josiah. 

Dr. Anat Mendel-Geberovich (Hebräische Universität), welche beide Artefakte entzifferte, erklärt, dass die gefundene Bulla, ein kleines Stück Ton, welches in der Antike verwendet wurde, um Briefe zu versiegeln, um die erste Erwähnung des Namens Ikar handele. Die Siegelinschrift liest sich wie folgt: „[Eigentum] von Ikar Sohn von Matanyahu (Lelkar Ben Matanyahu).“

Die meisten Siegel werden nicht im Laufe von organisierten archäologischen Ausgrabungen gefunden, sondern auf dem Antiquitätenmarkt. Die Tatsache, dass beide Artefakte in einem klaren archäologischen Kontext entdeckt wurden, erleichtert ihre genaue Datierung immens.

Außerdem gibt der Fundort ein klares Indiz für das hoch entwickelte Verwaltungssystems im Königreich Judäa während der Zeit des ersten Tempels. 

Quelle: Außenministerium des Staates Israel – Foto: Eliyahu Yanai / City of David


GOTT verleiht meiner Seele große Kraft

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.4-5.7cd-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.
 

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du verleihst meiner Seele große Kraft.
 

Dich sollen preisen, HERR, alle Könige der Welt,
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn;
denn groß ist seine Herrlichkeit.
 

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde,
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an
und seine Huld währt ewig.
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!


Münster: „Maria Lichtmeß“ im alten Ritus

Christus ist der „Trost Israels“ und das Heil der Welt

In Münster, der katholisch geprägten Metropole Westfalens, wird seit über 20 Jahren in der Innenstadt-Kirche St. Ägidii die überlieferte heilige Messe gefeiert: stets am Sonntag um 9,30 Uhr  (meist auch an den Feiertagen) und am Freitag um 18 Uhr.

Lesungen, Evangelium und Predigt erfolgen auf deutsch, ebenso einige Lieder, die Gesamtliturgie in lateinischer Sprache. Die Gläubigen können in ihrem Schott-Meßbuch alles auf deutsch mitverfolgen.

Früher war erst am 2. Februar die Weihnachtszeit liturgisch zu Ende – und auch heute bleiben die Krippen in vielen Kirchen bis zu Maria Lichtmeß erhalten.

Genau genommen heißt das Fest im amtlichen Kalender „Darstellung“ oder auch“Darbringung des HERRN“, doch im Volksmund ist der alte Name noch geläufig, zumal „Lichtmeß“ daran erinnert, daß eine Kerzenweihe stattfindet und oft auch eine Lichterprozession dazugehört.

In Münster wurde der altrituelle Gottesdienst zu Maria Lichtmeß am heutigen Samstag um 11 Uhr in der Kapelle der Ägidii-Kirche gefeiert, weil die große Kirche von einer koptisch-altorientalischen Gemeinde verwendet wurde.

Unser erstes FOTO zeigt den Beginn der Lichterprozession hin zum Kirchplatz. Dem Priester gingen die Ministranten voraus und die Gläubigen folgten ihm mit ihren Kerzen, die sie zuvor am Altar von Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger erhalten hatten. 

Das Meßgewand des Zelebranten war passend zum heutigen Fest mit einem ansprechenden Madonnenbild bestückt: es zeigt die Gottesmutter, wie sie betend eine Weltkugel in ihren Händen trägt, auf ihrem Haupt eine Krone.

Dieser Feiertag ist auch ein Marienfest, gleichwohl geht es vor allem um ihren göttlichen Sohn, der  – wie dies im Judentum beim erstgeborenen Sohn nach dem Gesetz des Moses Brauch war – dem himmlischen Vater geweiht („dargebracht“) wird.

Im Tempel verehren ihn die Prophetin Hanna und der greise Prophet Simeon, der Christus als den verheißenen „Trost Israels“ erkennt und als das „Heil der Welt“ bezeugt.

„Nun lässt du, HERR, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ 

Das Fest „Darstellung des HERRN“ ist uralt: Bereits im 4. Jahrhundert feierte es die Kirche im Heiligen Land.

Es wurde gleichsam als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet, denn wenn der HERR auch noch ein Kleinkind war, so huldigten ihm bereits zwei bedeutsame Glaubenszeugen aus dem Volke Israel.

Nach der hl. Messe spendete Pater Chrysostomus den Gläubigen den Blasius-Segen mit zwei gekreuzten Kerzen.

 


Juden feiern bald das Chanukka-Fest

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Am kommenden Sonntagabend beginnt bei den Juden das Chanukka-Fest; es wird auch als Lichterfest bezeichnet. Es erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Herrscher 164 v. Chr. 

Es war ein gewaltiger Triumph der kleinen jüdischen Nation gegen das mächtige hellenistische Königreich der Seleukiden und ein geistiger Sieg des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. 

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka.

Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“. 

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage in Israel geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Felizitas Küble