GOTT verleiht meiner Seele große Kraft

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.4-5.7cd-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.
 

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du verleihst meiner Seele große Kraft.
 

Dich sollen preisen, HERR, alle Könige der Welt,
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn;
denn groß ist seine Herrlichkeit.
 

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde,
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an
und seine Huld währt ewig.
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!

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Münster: „Maria Lichtmeß“ im alten Ritus

Christus ist der „Trost Israels“ und das Heil der Welt

In Münster, der katholisch geprägten Metropole Westfalens, wird seit über 20 Jahren in der Innenstadt-Kirche St. Ägidii die überlieferte heilige Messe gefeiert: stets am Sonntag um 9,30 Uhr  (meist auch an den Feiertagen) und am Freitag um 18 Uhr.

Lesungen, Evangelium und Predigt erfolgen auf deutsch, ebenso einige Lieder, die Gesamtliturgie in lateinischer Sprache. Die Gläubigen können in ihrem Schott-Meßbuch alles auf deutsch mitverfolgen.

Früher war erst am 2. Februar die Weihnachtszeit liturgisch zu Ende – und auch heute bleiben die Krippen in vielen Kirchen bis zu Maria Lichtmeß erhalten.

Genau genommen heißt das Fest im amtlichen Kalender „Darstellung“ oder auch“Darbringung des HERRN“, doch im Volksmund ist der alte Name noch geläufig, zumal „Lichtmeß“ daran erinnert, daß eine Kerzenweihe stattfindet und oft auch eine Lichterprozession dazugehört.

In Münster wurde der altrituelle Gottesdienst zu Maria Lichtmeß am heutigen Samstag um 11 Uhr in der Kapelle der Ägidii-Kirche gefeiert, weil die große Kirche von einer koptisch-altorientalischen Gemeinde verwendet wurde.

Unser erstes FOTO zeigt den Beginn der Lichterprozession hin zum Kirchplatz. Dem Priester gingen die Ministranten voraus und die Gläubigen folgten ihm mit ihren Kerzen, die sie zuvor am Altar von Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger erhalten hatten. 

Das Meßgewand des Zelebranten war passend zum heutigen Fest mit einem ansprechenden Madonnenbild bestückt: es zeigt die Gottesmutter, wie sie betend eine Weltkugel in ihren Händen trägt, auf ihrem Haupt eine Krone.

Dieser Feiertag ist auch ein Marienfest, gleichwohl geht es vor allem um ihren göttlichen Sohn, der  – wie dies im Judentum beim erstgeborenen Sohn nach dem Gesetz des Moses Brauch war – dem himmlischen Vater geweiht („dargebracht“) wird.

Im Tempel verehren ihn die Prophetin Hanna und der greise Prophet Simeon, der Christus als den verheißenen „Trost Israels“ erkennt und als das „Heil der Welt“ bezeugt.

„Nun lässt du, HERR, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ 

Das Fest „Darstellung des HERRN“ ist uralt: Bereits im 4. Jahrhundert feierte es die Kirche im Heiligen Land.

Es wurde gleichsam als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet, denn wenn der HERR auch noch ein Kleinkind war, so huldigten ihm bereits zwei bedeutsame Glaubenszeugen aus dem Volke Israel.

Nach der hl. Messe spendete Pater Chrysostomus den Gläubigen den Blasius-Segen mit zwei gekreuzten Kerzen.

 


Juden feiern bald das Chanukka-Fest

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Am kommenden Sonntagabend beginnt bei den Juden das Chanukka-Fest; es wird auch als Lichterfest bezeichnet. Es erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Herrscher 164 v. Chr. 

Es war ein gewaltiger Triumph der kleinen jüdischen Nation gegen das mächtige hellenistische Königreich der Seleukiden und ein geistiger Sieg des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. 

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka.

Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“. 

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage in Israel geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Felizitas Küble


Paulus würdigt Christen aus den heidnischen Völkern als „Hausgenossen Gottes“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Eph 2,12-22:

Brüder! Einst wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt. Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
Denn ER ist unser Friede. ER vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder…
 
Durch IHN haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater. Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Christus Jesus selbst. Durch IHN wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im HERRN. Durch IHN werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

Israel-Museum zeigt älteste antike Inschrift mit dem Ortsnamen „Jerusalem“

​Am vergangenen Dienstag ist im Israel-Museum in Jerusalem die älteste, bisher bekannte Steininschrift des Namens „Jerusalem“ erstmals präsentiert worden.

Die Original-Inschrift und eine Hervorhebung des Wortes „Yirushalaiym“ (Jerusalem)

Bei dem Exponat, das nun Teil der Dauerausstellung ist, handelt es sich um eine etwa hüfthohe Säule mit der Inschrift „Chananiya, Bar Dodalos Mirushalaym“ (Chananiya, Sohn des Dodalos aus Jerusalem).

Die Säule wurde Anfang des Jahres bei Ausgrabungen der Israelischen Altertumsbehörde in einem Handwerkerdorf aus der Zeit der Hasmonäer entdeckt. Das antike Dorf und damit die Ausgrabungsstätte liegen in der Nähe des ICC und damit an der Einfahrt ins moderne Jerusalem, etwa zweieinhalb km entfernt von der Altstadt.

Danit Levi, die Leiterin des Ausgrabungsteams, erzählte gegenüber der Nachrichtenseite Times of Israel über den Anblick der Inschrift: „Mein Herz begann zu klopfen, und ich war sicher, jeder könne es hören. Meine Hände zitterten so sehr, dass ich noch nicht mal ein gutes Foto machen konnte.“

Levi datiert die Säule auf 100 v. Chr.; sie sei typisch für jüdische Handwerkerhäuser aus dieser Zeit. Die Inschrift bedeute entweder, dass jener Chaniniya das Haus finanziert oder dass er es bewohnt habe.

Zwar gehörte die Säule ursprünglich zu einem Haus in einem jüdischen Dorf (es finden sich etwa rituelle Badestellen (Mikwot) und auch weitere hebräische Inschriften), sie scheint jedoch anschließend von der Zehnten Römischen Legion weiterverbaut worden zu sein, die Jerusalem im Jahre 70 zerstörte.

Chananiya war möglicherweise einer der Töpfer des Dorfes, in dem Tongefäße für die Bewohner Jerusalems und die Pilger hergestellt wurden. Es sei typisch, so Levi, dass solche Produktionsstätten außerhalb der Stadtmauern lagen, um die Verschmutzung der Stadt zu vermeiden.

Abgesehen von der Lage am Wasser und Lehmvorkommen in der Nähe lag das Dorf aber auch an einem der Hauptwege, die zum Tempel führten. Jerusalem sei zur Zeit des Zweiten Tempels eine Stadt mit 50.000 Einwohnern gewesen – die während der großen Pilgerfeste um hunderttausende Pilger anwuchs.

Quelle (Text/Foto):http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Alteste-Inschrift-des-Wortes-Jerusalem-auf-Hebraisch-vorgestellt.aspx


Wer auf den Tempel des HERRN vertraut, soll sich auch an Gottes Gebote halten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 7,1-11:

Das Wort, das vom HERRN an Jeremia(s) erging:
Stell dich an das Tor des Hauses des HERRN! Dort ruf dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des HERRN, ganz Juda, alle, die ihr durch diese Tore kommt, um dem Ewigen zu huldigen.
So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euer Verhalten und euer Tun, dann will ich bei euch wohnen hier an diesem Ort.
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Vertraut nicht auf die trügerischen Worte: Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist hier!
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Denn nur wenn ihr euer Verhalten und euer Tun von Grund auf bessert, wenn ihr gerecht entscheidet im Rechtsstreit, wenn ihr Fremde, Waisen und Witwen nicht unterdrückt, unschuldiges Blut an diesem Ort nicht vergießt und nicht anderen Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden, dann will ich bei euch wohnen hier an diesem Ort, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe für ewige Zeiten.
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Freilich, ihr vertraut auf die trügerischen Worte, die nichts nützen.
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Wie? Stehlen, morden, die Ehe brechen, falsch schwören, dem Baal opfern und anderen Göttern nachlaufen, die ihr nicht kennt  – und dabei kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, und sagt: Wir sind geborgen!, um dann weiter alle jene Greuel zu treiben.
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Ist denn in euren Augen dieses Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, eine Räuberhöhle geworden? Also, dann betrachte auch ich es so – Spruch des HERRN.
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Foto: Felizitas Küble

Als Gläubige sind wir Hausgenossen Gottes

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 2,19-22:

Brüder! Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Jesus Christus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im HERRN.

Durch Christus werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.