Nigeria: Immer mehr Entführungen und Morde an Priestern und Ordensleuten

Im afrikanischen Nigeria, das seit vielen Jahren von der radikal-islamischen Rebellengruppe Boko Haram terrorisiert wird, wächst weiterhin die Gefährdung von Christen – besonders von Geistlichen:

„Wir erfahren mit großer Bestürzung von einer Zunahme der Entführungen und in einigen Fällen von Morden an Priestern und Ordensleuten in unserem Land“, heißt es in einer Erklärung, die nach der ersten Vollversammlung der Medienbeauftragten der nigerianischen Diözesen und Orden veröffentlicht wurde, die vom 25. bis 29. März in Makurdi im Bundesstaat Benue stattfand.

Am Tag der Eröffnung am 25. März war ein weiterer nigerianischer Priester, John Bako Shekwolo in seinem Haus in Ankuwai, im Bundesstaat Kaduna ermordet worden. Nur eine Woche zuvor, am 20. März, wurde die Leiche von Clement R. Ugwu, Pfarrer der Kirche von San Marco, in Obinofia Ndiuno im Bundesstaat Enugu gefunden, der am 13. März entführt worden war.

Angesichts der Verbrechenswelle, die das Leben der Kirche bedroht, appellieren die Medienbeauftragten an die nigerianische Bischofskonferenz, mit der Bitte „nach den Ursachen der Entführungen und Morden an Priestern und Ordensleuten zu suchen“.

Quelle: Fidesdienst


Nigeria: Radikal-islamische Terrorgruppe kündigt Ermordung aller Christen an

In Nigeria hat die islamistische Terrororganisation „Boko Haram“ damit gedroht, Kirchen bombardieren und alle Christen ermorden zu wollen. Muslime sollten hingegen nicht mehr getötet werden, kündigte der neue Anführer der Terrorgruppe, Abu Musab al-Barnawi, an. 4077304320

Er wirft westlichen Hilfsorganisationen vor, sich nur vor Ort zu engagieren, um zu missionieren: „Sie nutzen die Lage derjenigen aus, die während des Krieges vertrieben wurden, stellen ihnen Essen und Unterkünfte zur Verfügung und christianisieren dann ihre Kinder.“

Bislang hatte Boko Haram vor allem öffentliche Plätze und Einrichtungen angegriffen. Dabei waren auch viele Muslime ums Leben gekommen.

Die Terrorgruppe kämpft seit sieben Jahren für die Errichtung eines islamischen „Gottesstaats“ im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Mindestens 20.000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet, 2,5 Millionen durch die Gewalt in die Flucht getrieben. Von den 177 Millionen Einwohnern sind etwa 51 Prozent Muslime und 48 Prozent gehören einer christlichen Kirche an.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/nigeria-boko-haram-will-alle-christen-toeten-97784.html


Nigeria: Werden entführte Mädchen als Selbstmord-Attentäterinnen mißbraucht?

Das Schicksal der vor knapp vier Monaten in Nigeria entführten Schülerinnen ist nach wie vor ungeklärt. Jetzt wurden Vermutungen laut, dass einige von der radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram gezwungenermaßen als Selbstmordattentäterinnen geopfert werden.

Boko Haram hatte am 14. April in Chibok (Bundesstaat Borno) ca. 300 Schülerinnen verschleppt. Die meisten gehören der evangelischen „Kirche der Brüder“ an. Einige konnten fliehen; mehr als 200 befinden sich jedoch noch in der Gewalt der Terroristen. kinder_witwe_buzu

Der Sprecher der Hilfsaktion Märtyrerkirche in den USA, Todd Nettleton, weist darauf hin, dass jüngst vier weibliche Selbstmordattentäter Anschläge verübt haben; drei von ihnen wurden getötet, ein zehn Jahre altes Mädchen überlebte. Das werfe die Frage auf, ob Boko Haram ihre minderjährigen Geiseln zu diesen Bluttaten zwinge.

Der nigerianische Rechtsanwalt Paul Ayoade (Lagos) hält das für möglich. Vor der Verschleppung der Mädchen habe es keine Selbstmordattentäterinnen gegeben. Es handle sich um ein Schreckensszenario: Terroristen opfern zehnjährige Mädchen für ihre Zwecke.

Auch müssten christliche Gemeinden doppelt auf der Hut sein und sich fragen, ob Kinder, die zu ihnen kommen, Sprengstoff am Körper tragen. Es sei höchste Zeit, so Nettleton, dass die nigerianische Regierung mit ihren Versprechen ernst mache und die Schulmädchen befreie.

Kinder werden versklavt: „Allah will es so!“

Der Anführer von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte sich in einem Video damit gebrüstet, dass die entführten Schülerinnen für umgerechnet neun Euro als „Sklavinnen“ an Muslime veräußert und zwangsverheiratet würden. Damit gelten sie als Musliminnen.

Shekau: „Es gibt einen Markt für Mädchen. Ich werde sie auf dem Markt verkaufen. Allah will es so.“

Boko Haram will in west- und zentralafrikanischen Ländern mit Gewalt eine islamische Theokratie bzw. „Gottesstaat“ einführen; alle Bürger müssten sich dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen.

Seit fünf Jahren verübt die Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen. Allein in diesem Jahr sind ihnen mindestens 2000 Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: HMK