Israel kritisiert Terror-Finanzierung durch EU

Nach den Ergebnissen der Untersuchung von Shin Bet, die ergab, dass Regierungsgelder aus europäischen Ländern über europäische und palästinensische NGOs (Nichtregierungsorganisationen) an die Terrororganisation PFLP überwiesen wurden, sind die Botschafter der relevanten europäischen Länder zum Außenministerium einbestellt worden und israelische Diplomaten in Europa haben sich mit den Außenministerien ihrer jeweiligen Länder getroffen.

In Diskussionen haben die Vertreter des israelischen Außenministeriums den europäischen Diplomaten die Ernsthaftigkeit, mit der Israel diese Angelegenheit betrachtet, klargestellt und die Ergebnisse der Untersuchung dargestellt.

Diese Ergebnisse enthielten Beweise dafür, dass europäische Regierungsmittel an die PFLP gingen, die als Terrorgruppe in Europa gilt. Vertreter des Außenministeriums forderten, dass die Geldtransfers an diejenigen Institutionen, die unter dem Deckmantel humanitärer Organisationen Mittel für die Terrororganisation rekrutieren, unverzüglich eingefroren werden.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Einstellung%20der%20Finanzierung%20der%20PFLP%20gefordert.aspx


Nordirland: Gewalt gegen Journalisten durch Paramilitärs der probritischen Ulster-UDA

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Reporter ohne Grenzen (RSF) ist extrem besorgt aufgrund der Bedrohung von Journalisten in Nordirland. Laut Polizei soll eine Terrorgruppe konkrete Anschlagspläne gegen Mitarbeitende der Zeitungen Sunday Life und Sunday World verfolgt haben.
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Kaum eine Gruppe von Medienschaffenden in Großbritannien ist so gefährdet wie jene, die über paramilitärische Aktivitäten und organisierte Kriminalität in Nordirland berichten.

Über die Risiken für Journalisten und die Lage der Pressefreiheit in Nordirland allgemein hat RSF kürzlich einen Länderbericht auf Grundlage einer Recherchereise in die Region veröffentlicht. 

„Die Behörden in Nordirland und in ganz Großbritannien müssen diese Drohungen ernst nehmen und dringend Maßnahmen ergreifen, um weitere Gewalttaten wie den Mord an Lyra McKee im vergangenen Jahr zu vermeiden“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr.

Bei den jüngsten Bedrohungen handelt es sich um konkrete Anschlagspläne gegen Mitarbeitende der Zeitungen Sunday Life und Sunday World, die zum irischen Verlag Independent News and Media gehören. Die Polizei suchte die Betroffenen am 8. Mai auf und informierte sie über die Pläne, hinter denen Paramilitärs von der South East Antrim Ulster Defense Association (UDA) stecken sollen.

Die loyalistische UDA kämpft für den Fortbestand der Einheit Nordirlands mit Großbritannien.
In mindestens einem Fall habe die Terrorgruppe eine Autobombe platzieren wollen. Die Drohungen können laut Polizei als koordinierte Einschüchterungskampagne zur Vergeltung gegen Berichte der Zeitungen über Morde und paramilitärische Aktivitäten der Gruppe angesehen werden.

Diese Einschüchterungsversuche sind nur die jüngsten einer langen Reihe von Attacken auf Journalisten in Nordirland. Anlässlich des ersten Jahrestages der Ermordung der Journalistin Lyra McKee hat eine Abordnung des RSF-Büros London auf einer Ländermission im Frühjahr 2020 das besorgniserregende Klima der Pressefreiheit in Nordirland unter die Lupe genommen.

Dabei wurden Journalistinnen, Anwälte und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft in Belfast und Derry interviewt. Auch besuchten die RSF-Vertreterinnen den Ort, an dem Lyra McKee am 18. April 2019 erschossen wurde.
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Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/nordirland-gewalt-gegen-journalisten-beenden/

 

 


Kamerun: Christliche Frauen bei Angriff durch Terrorbande Boko Haram verstümmelt

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Am 29. Juli haben Angehörige der Terrormiliz Boko Haram ein Dorf im Norden Kameruns überfallen, das zum katholischen Bistum Yagoua gehört. Dies berichteten lokale Ansprechpartner gegenüber KIRCHE IN NOT.

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Demnach hätten die Terroristen bei diesem Übergriff eine Gewaltstrategie angewandt, die sich gegen Frauen richtet: „Sie kamen in der Nacht, gingen in die Häuser und entführten ausschließlich die Frauen“, erzählten die Ansprechpartner.

Die Entführten seien an eine zentrale Sammelstelle am Stadtrand gebracht worden. „Die Terroristen schnitten anschließend jeder Frau ein Ohr ab. Sie drohten ihnen, dass dies nur der erste Übergriff sei und sie zurückkommen würden.“

Die verstümmelten Frauen wurden vom Militär aufgegriffen und in ein 260 Kilometer entferntes Krankenhaus gebracht. Die Ohramputation sei ein neues Instrument von Boko Haram, um diejenigen zu bestrafen, „die auf die Regierung und die Stimmen derjenigen hören, die der extremistischen Ideologie nicht folgen“, so die lokalen Ansprechpartner.

Die Bevölkerung des Dorfes sei angesichts des Übergriffs traumatisiert. Flucht sei jedoch für viele Bewohner keine Option, so die anonymen Ansprechpartner: „Sie leben von der Landwirtschaft und warten gerade auf die Ernte. Wohin sollten sie gehen?“

Quelle: https://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2019/08-01-kamerun-frauen-bei-angriff-von-boko-haram-verstuemmelt


Nigeria: Islamische Terrorgruppe „Boko Haram“ entführte über 1000 Kinder

In Nigeria hat die radikal-islamische Terrormiliz Boko Haram seit 2013 über 1000 Kinder entführt. Das meldet das Kinderhilfswerk Unicef.

Anlass war der vierte Jahrestag der Entführung von 276 Mädchen in der Stadt Chibok im Nordosten des Landes am 14. April 2014. Mehr als 100 Mädchen seien bis heute in der Gewalt der Terrormiliz.

Für den Leiter von Unicef Nigeria, Mohamed M. Fall, ist es eine Erinnerung daran, dass Kinder im Nordosten Nigerias in „schockierend hoher Zahl Opfer von Angriffen werden“.

Der jüngste Überfall auf eine Schule in dem Dorf Dapchi (Bundesstaat Yobe) zeige, dass es kaum noch sichere Orte für sie in der Region gebe: „Die wiederholten Angriffe auf Kinder in Schulen sind völlig skrupellos.“  

In Dapchi waren am 19. Februar bei einem Überfall auf eine Mädchenschule 111 Mädchen verschleppt worden. 105 kamen im März wieder frei, fünf starben. Ein Mädchen, Leah Sheribu, befindet sich weiterhin in der Gewalt der Terroristen, weil sie sich weigert, ihrem christlichen Glauben abzuschwören.

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: https://www.idea.de/menschenrechte/detail/unicef-terrormiliz-boko-haram-hat-seit-2013-ueber-1000-kinder-entfuehrt-104955.html


Nigeria: Radikal-islamische „Boko Haram“ ruft Kalifat aus und verübt weitere Greueltaten

Während die im April 2014 entführten Mädchen aus Chibok weiterhin in der Hand der Boko Haram sind, unternimmt die Terrorgruppe weitere Schritte, um ihren Einfluß auszuweiten. In einem Ende August veröffentlichten Video verkündete ihr Anführer Abubakar Shekau die Errichtung eines Kalifats. 76aa47d054

Davon betroffen sind zunächst die Dörfer und Städte im Nordosten Nigerias, die bereits von der islamistischen Miliz erobert wurden. Ein Kirchenleiter warnt davor, dass die Zukunft der gesamten Christenheit in der Region auf dem Spiel stehe.

Die Flagge der Islamisten weht mittlerweile über verschiedenen Orten in den drei nordöstlichen Bundesstaaten Nigerias Borno, Yobe und Adamawa. Mit Bama fiel den Milizionären Medienberichten zufolge jüngst die zweitgrößten Stadt Bornos in die Hände.

Offenbar hat die nigerianische Armee den gut ausgerüsteten Kämpfern oftmals nicht genug entgegenzusetzen, um sie aufzuhalten.

Boko Haram will wie die IS eine islamische Diktatur

Tausende von Zivilisten sind über die Grenze in das angrenzende Kamerun geflohen. Die Ausrufung eines Kalifats untermauert den Herrschaftsanspruch der Boko Haram, die   –   ähnlich wie die IS in Syrien und dem Irak  –  einen eigenständigen islamischen Staat anstrebt.

Dessen Herrscher, der „Kalif“, gilt als Nachfolger Mohammeds und ist sowohl geistliches als auch weltliches Oberhaupt des neuen Reiches. Im Fall der Boko Haram wäre dies mutmaßlich ihr Anführer Abubakar Shekau, der allerdings noch nicht in dieser Funktion aufgetreten ist.

Die im Namen des Islam verübten Grausamkeiten gegen Andersgläubige gelten als legitimer Bestandteil der neuen Rechtsordnung.

Christen von muslimischen Nachbarn verraten

Ein Open Doors-Mitarbeiter vor Ort sprach von 178 zerstörten Kirchen allein in der Gegend der Stadt Gwoza (Borno). „Die Lage gerät außer Kontrolle. Die Kirche in der Stadt Mubi, wo viele Flüchtlinge Zuflucht suchen, kann ihre große Zahl nicht mehr bewältigen.“

Ein katholischer Kirchenleiter der Diözese Maiduguri, welche die drei hauptsächlich betroffenen Staaten umfaßt, schilderte Journalisten gegenüber zahlreiche Gräueltaten gegen Christen und fügt hinzu:

„Lokale Sympathisanten der Boko Haram haben zum Teil Christen verraten, die sich versteckt hielten. Jetzt bewohnen die Islamisten ihre Häuser und fahren in ihren Autos.“

Quelle: Hilfswerk Open Doors


Türkei muß logistische Unterstützung für Terrorgruppe IS endlich unterbinden!

Die Bundesregierung muß die Türkei umgehend dazu drängen, jegliche logistische Unterstützung für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und die ebenfalls islamistische al-Nusra-Front zu unterbinden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). 47006

„Spätestens seit Verabschiedung der Resolution 2170 des Sicherheitsrats der Vereinten Nation am vergangenen Freitag muss von der Türkei endlich ernsthaft verlangt werden, gegen IS-Kämpfer im eigenen Land vorzugehen und zu verhindern, dass islamistische Extremisten weiterhin ungehindert über die Türkei nach Syrien und in den Irak einsickern“, sagte der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido am heutigen Montag in Göttingen.

In der Resolution 2170 des UN-Sicherheitsrates wird verlangt, dass alle Regierungen die Finanzierung und Rekrutierung der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) und der islamistischen al-Nusra-Front verhindern. 

„Es darf nicht hingenommen werden, dass das NATO-Mitglied Türkei Extremisten, die seit mehr als zwei Jahren die Zivilbevölkerung in Syrien und jetzt auch im Irak terrorisieren, als Ruhe- und Rückzugsgebiet dient“, forderte Dr. Sido. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Bisher tauchen im Internet immer wieder Bilder von Islamisten mit IS-Fahnen auf, die in der Türkei auf öffentlichen Plätzen Spenden für den Jihad – den „heiligen Krieg“ – in Syrien sammeln und Propaganda betreiben. 

Dass die Türkei Transitland für Jihadisten aus der ganzen Welt ist, beunruhigt auch die wenigen noch in der Türkei verbliebenen christlichen Assyro-Aramäer und Yeziden.

Christen aus dem südostanatolischen Tur Abdin berichten, dass sie in den vergangenen Wochen etwa 30 „langbärtige Fremde“ in den muslimischen Dörfern Eshtrako und Gundeke Khace im türkisch-syrischen Grenzgebiet gesehen hätten. Diese Dörfer gehören zum Bezirk Midyat.

Türkische, deutsche und internationale Medien meldeten die Anwesenheit von IS-Jihadisten in der Türkei. So sollen am 13. August 13 IS-Mitglieder in Südostanatolien von den „Kurdischen PKK-Rebellen festgenommen“ worden sein.

Kontakt-Daten:
Gesellschaft für bedrohte Völker
Postfach 2024 in 37010 Göttingen
Tel. 0551 499 06-25, Fax 0551 58028
presse@gfbv.dewww.gfbv.de

 


Nonie Darwish – Tochter eines palästinensischen Terroristen – äußert sich islamkritisch

Nonie Darwish (siehe Foto) ist die Tochter von Mustafa Hafez, dem ehem. Chef des Nachrichtendienstes von Gaza zur Zeit der ägyptischen Kontrolle über den Küstenstreifen.

Zu dieser Zeit gründete Hafez die Fedajeen, die erste Terrorgruppe, die zwischen 1951 und 1956 Überfälle an Israels südlicher Grenze verübte. 130531_Nonie

Hafez starb durch eine Briefbombe, welche die israelische Armee ihm zuschickte. Nonie war damals acht Jahre alt. Hafez wurde im arabischen Umfeld zum Shahid (Märtyrer) erklärt.   

In einem Interview mit der christlichen Zeitschrift „Israel heute“ äußert sich Nonie Darwish anders, als man gemeinhin erwarten würde:

„Ich habe immer Israel die Schuld am Tod meines Vaters gegeben, weil mir dies so beigebracht wurde. Ich habe nie darüber nachgedacht, warum Israel meinen Vater eliminiert hat. Sie töteten ihn, weil die Fedajeen Israelis töteten. Sie töteten meinen Vater, während wir Kinder uns selbst einbläuten, Jihad [heiligen Krieg] zu führen.“

Zudem erklärt die Tochter des Terroristen Folgendes über die machtpolitische Vereinnahmung von Palästinensern durch arabische Diktaturen:

„Der Islam kann grundsätzlich nicht mit anderen Kulturen koexistieren. Auf keiner Ebene können Muslime mit Juden oder Christen koexistieren. Es waren die arabischen Staaten, die die Palästinenser in den Krieg mit Israel drängten. Von sich aus hätten sie das nie gewollt. Die Palästinenser sind Marionetten der 1,2 Milliarden Muslime. Sie sind Kanonenfutter der Saudis und des Iran, die den Nahen Osten kontrollieren wollen.“

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels hier: http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/25764/Default.aspx?hp=article_title


Nigeria: Islamische Terrorbande schlägt wieder zu: 50 Christen lebendig verbrannt

Bei lebendigem Leibe verbrannt sind 50 Christen in Nigeria; sie wurden Opfer von Anschlägen der muslimischen Terror-Organisation Boko Haram ( = „Alles Westliche ist Sünde“).

Wie der Informationsdienst Baptist Press berichtet, hatte die Terrorgruppe, die mit dem Netzwerk El Kaida in Verbindung steht, am 7. und 8. Juli 2012 zwölf Dörfer im nigerianischen Bundesstaat Plateau angegriffen.

In der Ortschaft Maseh seien 50 Gemeindemitglieder der evangelischen „Kirche Christi“ in das Haus ihres Pastors geflohen. Doch bewaffnete Kämpfer seien in das Gebäude eingedrungen und hätten es in Brand gesteckt.

Insgesamt wurden rund 100 Christen bei den Anschlägen ermordet.

Die protestantische „Kirche Christi“ mit rund 3,5 Millionen Mitgliedern in Nigeria hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren etwa 40 Pastoren durch Anschläge verloren.

Boko Haram hat sich zu den jüngsten Übergriffen bekannt. Christen würden keinen Frieden finden, wenn sie nicht ihrem Glauben abschwören, erklärte ein Sprecher der radikal-islamischen Terrorgruppe; sie will die Christen aus dem muslimisch dominierten Norden des westafrikanischen Landes vertreiben und einen islamischen „Gottesstaat“ errichten. Fast jedes Wochenende verübt Boko Haram neue Anschläge auf Kirchen.

Nach Angaben von Religionsstatistikern sind 51,3 Prozent der 158 Millionen Einwohner Nigerias Christen. Muslime stellen 45,1 Prozent der Bevölkerung. Hinzu kommen Anhänger von Naturreligionen.

Quelle: www.idea.de


Somalia: Junger Christ von radikalen Moslems enthauptet

Erneut ist im ostafrikanischen Somalia ein Christ brutal ermordet worden. Kämpfer der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab haben Zakaria Hussein Omar bereits am 2. Januar  2012 in der Ortschaft Cee-carfiid nahe der Hauptstadt Mogadischu enthauptet.

Nomaden fanden seinen Leichnam und brachten ihn in die Hauptstadt. Der 26-jährige Akademiker war Christ muslimischer Herkunft und arbeitete für eine christliche Organisation, die von den Terroristen im vergangenen Jahr verboten worden war.

Er hinterläßt seine Frau, seine Eltern sowie einen Bruder und vier Schwestern, wie das christliche Hilfswerk „Open Doors“ berichtet; es bittet darum, in dieser schweren Zeit der Trauer an die Angehörigen zu denken und für sie zu beten.

Islamische Miliz schließt sich Al Kaida an

Erklärtes Ziel der Terrorbewegung Al Shabaab ist eine strikte Anwendung der Scharia, des islamischen Religionsgesetzes. Werden Christen muslimischer Herkunft von ihnen entdeckt, gleicht dies einem Todesurteil. Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens vier Christen regelrecht hingerichtet.

Unterdessen soll Medienberichten zufolge ein Anführer der somalischen Al Shabaab in einer Videobotschaft offiziell den Anschluß der Gruppe an das Terrornetzwerk Al Kaida verkündet haben. Durch diese Verbindung werde der Einfluß der Terrorgruppe in Afrika weiter gestärkt, schreibt „Open Doors“.

Al Shabaab wird auf 3000 bis 7000 Mitglieder geschätzt und kontrolliert den Süden des Landes nahezu vollständig.

 


Nigeria: Christen werden mit Bomben und Terror vertrieben

Panik, Angst und Trauer, so beschreiben einheimische Mitarbeiter des Hilfswerkes Open Doors in Nigeria die Atmosphäre nach den zahlreichen Anschlägen der radikal-islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“.

Ihr blutiger Kampf gegen die Regierung, Sicherheitskräfte und insbesondere Christen hinterläßt eine Blutspur, die sich durch den Norden des Landes zieht.

Viele Familien trauern um Angehörige; Verletzte liegen in Krankenhäusern, Häuser und Gebäude liegen in Trümmern. Mehrere christliche Gemeinden haben ihre Versammlungsstätten verloren.

Unter Christen ist die Stimmung äußerst angespannt: „Wir gehen davon aus, dass der Massenexodus Richtung Süden nun begonnen hat“, erklärte ein Team-Mitglied von Open Doors. Seit Jahren unterstützt das evangelikale Hilfswerk „Open Doors“ Christen und Kirchen im islamisch geprägten Norden des westafrikanischen Landes.

Aufgrund der Gefahrenlage wurden nun einige Dienste wie Schulungen und Nothilfe-Projekte in betroffenen Städten ausgesetzt. So mußten Ende des vorigen Jahres theologische Seminare gestoppt werden. Unter anderem in Maiduguri. Dort hatten „Boko Haram“-Kämpfer innerhalb von drei Tagen zehn Bomben an verschiedenen Plätzen der Stadt gezündet. Zwei Seminarteilnehmer wurden niedergeschossen, als sie in ihr Haus zurückkehrt waren. Einer von ihnen war Pastor einer örtlichen „Church of Christ in Nigeria“ (COCIN).

„Doch trotz der Gefahr haben uns die Teilnehmer gebeten, die Schulungen fortzusetzen. Sie wollen ihre theologische Ausbildung abschließen“, so ein Mitarbeiter.

Christenfreier Norden
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für die nigerianischen Christen. Auf dem aktuellen Weltverfolgungs-Index (WVI) von „Open Doors“ rückte das Land von Platz 23 auf den 13. Negativ-Rang vor. Mindestens 300 Christen wurden im Berichtszeitraum zum WVI aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses ermordet. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1000 und 1500 liegen.

Die Islamistengruppe „Boko Haram“ will ganz Nigeria mittels der Scharia zu einem streng islamischen „Gottesstaat“ machen. Anfang dieses Jahres hatte die Terrorgruppe, deren Name in etwa „Moderne Erziehung ist Sünde“ bedeutet, im Norden lebende Christen ultimativ aufgefordert, die Region zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in den Norden zurückkehren.

„Boko Haram“ lehnt jeden „westlichen“ Lebensstil und vor allem das Christentum strikt ab.  Bereits nach Ablauf des Ultimatums Anfang Januar kam es zur Ermordung von mehr als 50 Christen in Gombe, Adamawa, Maiduguri (Borno) und Tafawa Balewa (Bauchi). In den nördlichen Staaten Kaduna, Niger, Kano und Zamfara wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Anschlagsserie fortgesetzt
An diesem Wochenende hatte die radikale Gruppe erneut zugeschlagen und ein Bild hinterlassen, das von Zerstörungswut und Haß gegen die eigenen Landsleute zeugt. In einem Bekennerschreiben bezeichnete der Führer der „Boko Haram“ die Anschläge als Vergeltungsmaßnahmen nach den jüngsten Verhaftungen einiger ihrer Mitglieder.

Noch immer werden Menschen aus den zerstörten Gebäuden geborgen. Während die Anschläge an Weihnachten vor allem Christen und Kirchen galten, sprengten Autobomben und Selbstmordattentäter in Kano, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, Polizeistationen und öffentliche Einrichtungen in die Luft. Einige der Angreifer sollen Polizeiuniformen getragen haben.

Die Gruppe ist gut organisiert und soll über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, ihren Kampf fortzuführen. Anhänger sollen offenbar bereits kommunale Verwaltungen und Sicherheitskräfte unterwandert und auch Verbindungen zu Al Kaida in den nordafrikanischen Maghrebstaaten unterhalten.

Quelle: Hilfswerk Open Doors