Vom religiösen Unfug der „Teufelspredigten“

Von Felizitas Küble

Seit rund 200 Jahren schon geistert (!) eine sogenannte Teufelspredigt im katholischen Volke herum, die in Büchern und Broschüren vielfach verbreitet wird. Auch in erscheinungsbewegten und wundersüchtigen Webseiten wie Gloria-TV oder „Zeugen der Wahrheit“ darf diese angebliche Ansprache aus der Finsternis nicht fehlen.

Ob in Büchlein des Ruhland-Verlags aus Altötting oder in einer „Gemeinschaft aktiver Katholiken“ aus Stettfeld – erst recht in den zahlreichen Biographien des Niklaus Wolf von Rippertschwand – für den übrigens im Vatikan ein Seligsprechungsverfahren läuft – fast überall taucht diese „Teufelspredigt“ auf.

Der katholische Bauer, Politiker, Exorzist und „Heiler“ Niklaus Wolf von Rippertschwand wirkte vor rund 200 Jahren im Kanton Luzern. Obwohl kein Priester, sondern Laie, betrieb er häufig Teufelsaustreibungen und Krankenheilungen „im Namen Jesu„, was ihm große Bekanntheit im Volk verschaffte.

Kirchlicherseits war die Meinung über ihn nicht einheitlich. Wenn er in seinem „Eifer“ von Bischöfen zu bremsen versucht wurde, gab es eine Menge Fürsprecher zu seinen Gunsten, so daß manche einschränkende Maßnahme recht bald wieder zurückgenommen wurde.

Der Titel „Erleuchteter Laie“ (siehe Foto) in der Biographie von Ida Lüthold-Minder ist typisch für diese Volksreligiösität, die sich nicht selten mit (mindestens) einem Fuß auf dem Boden des Aberglaubens befindet.

So hat der „erleuchtete“ Bauer von Rippertschwand am 26. August 1811 eine „Besessene“ beherbergt, die von einer Pilgerreise zu Bruder Klaus von der Flüe zurückkehrte.

Dabei forderte er den „Teufel“, der in dieser aus dem Schwarzwald stammenden Frau gewirkt haben soll, dazu auf: „Sprich, was dir Gott zu sagen befohlen hat; was er dir nicht zu sagen befohlen hat, darüber schweige.“ Darauf folgte eine stundenlange „Predigt“ gleichsam aus der Hölle damit nicht genug: Am Abend verlangte der Bauer eine Wiederholung des Vorgangs, wobei er sein Hofgesinde einlud, so daß 17 Personen zugegen waren, die dieser „Rede zuhörten“, wie Niklaus Wolf zu Rippertschwand in seinem Protokoll berichtet, das u.a. von einem Kaplan Geißhüsler unterzeichnet wurde.

Die seitenlange „Teufelspredigt“ klingt streckenweise ebenso primitiv im Stil wie scheinbar fromm in der Sache, denn angeblich „mußte“ der Dämon, der aus der besessenen Frau sprach, widerwillig auf Befehl des Höchsten eine theologische Ansprache auf Kindergarten-Niveau halten, sozusagen eine Art „Verkündigung von unten“ bzw. Kellergeist-Katechese.

Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man lachen über dieses Ausmaß an schaurigem Unfug, der hier im Gewande katholischer und „marianischer“ Frömmigkeit einhergeht.

Grundsätzlich sollte in diesen Zusammenhängen Folgendes klar sein:

  1. Laien wie jener Bauer haben keine Vollmacht zum Exorzismus, selbst Priestern ist diese Tätigkeit nur erlaubt mit einer schriftlichen Erlaubnis ihres zuständigen Bischofs.
  2. Christus hat in keinem einzigen Fall bei einer Teufelsaustreibung mit den Dämonen diskutiert oder ihnen gar ellenlang zugehört, geschweige sie zu einer „Predigt“ ans Volk aufgefordert – er hat ihnen vielmehr energisch das komplette Schweigen befohlen.
  3. Es ist überdies geistlicher Mißbrauch, wenn eine (angeblich oder tatsächlich) besessene Frau von über einem dutzend Zuschauer behelligt wird, so daß sie geradezu umringt ist von Schaulustigen – wo bleibt hier das Seelsorgsgeheimnis, das sehr wohl ein Bestandteil des Exorzismus ist, der schließlich keine Volksbelustigung darstellt
  4. Warum sollte Gott denn die Teufel dazu zwingen (!), gegen deren Willen eine Art „Predigt“ zu halten?! Die Hölle existiert doch gerade deshalb, weil Gott den freien Willen seiner Geschöpfe respektiert – und somit auch ein NEIN gegen ihn – und zwar in alle Ewigkeit! Die Hölle ist daher gleichsam von innen verschlossen, nicht von außen.
  5. Es ist geradezu absurd, wenn Gläubige noch Jahrhunderte später in Broschüren, Webseiten und Büchern zur Lektüre dieser „Teufelspredigt“ angehalten werden, so daß sie gleichsam „andächtig“ einer Dämonenrede lauschen, womit der Erzfeind des Menschen zum Verkündiger des Glaubens aufgewertet wird.

Natürlich erzählt der „Kellergeist“ der geneigten Leserschar genau das, was sie hören will, z.B: „Der Rosenkranz ist das vornehmste Gebet“. – Zweifellos ist er gut und sehr zu empfehlen, aber das vornehmste Gebet ist eindeutig das Vaterunser, zumal es von Christus selbst gelehrt wurde.

Ebenso unsinnig ist diese Teufelsweisheit: „Schon viele haben Gnade gefunden, nur weil sie das Skapulier getragen haben.“ – In Wirklichkeit macht eine noch so fromme Andachtsform „allein“ noch lange nicht selig, wenn die sonstigen Voraussetzungen (z.B. Einhaltung der Gottesgebote, gute Werke) fehlen.

Oder der folgende Unfug über die Kreuzigung Christi: „Wir sind in die Juden gefahren und haben einen Haß an ihm ausüben können.“ – In Wirklichkeit haben römische Schergen den Erlöser getötet, nicht „die Juden“ (wenngleich ein großer Teil der jüdischen Elite darauf hinwirkte).

Zudem erklärt der höllische Geist: „Ich hätte schon Hoffnung zur Reue, für mich ist aber ewig keine Hoffnung mehr.“ – Das ist theologisch völlig falsch, die bösen Geister lehnen Gott und damit jedwede Reue von sich aus kategorisch ab. Hier wird aber so getan, als würde der Teufel eigentlich gerne bereuen, wenn er nur „dürfte“.

Zwischendurch sagt der (angebliche oder tatsächliche) Dämon ironisch: „Der Teufel muß euch die Wahrheit predigen. Welch ein Wunderding.“

Allerdings – gar wunderlich geht es zu, wenn der Erzfeind sich zum Prediger mausern darf, dem das besonders „fromme“ Kirchenvolk auch noch aufmerksam lauscht…


Marthe und das „neue Pfingsten“ der Kirche…

Von Felizitas Küble

Der erscheinungsbewegte, gerne auf „wundersame“ Ereignisse fixierte Blogger Hermann Hitthaler veröffentlicht auf seiner Seite „Gott liebt uns“ einen begeisterten Bericht über die bekannte „Mystikerin“ Marthe Robin: http://www.gottliebtuns.com/hl_marthe_robin.htm

Der Titel „Braut des Erlösers“ (gemeint ist damit bei ihm aber nicht die Kirche, sondern Marthe) deutet bereits an, wie hingerissen der Autor von dieser französischen „Stigmatisierten“ ist, deren „Botschaften“ jedoch unlängst von einem Theologieprofessor, den der zuständige Bischof als Zensor eingesetzt hatte, als Betrug bzw. Kopien aus alter Literatur entlarvt wurden. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/10/06/historiker-kritisiert-geistigen-diebstahl-durch-die-visionarin-marthe-robin/)

Aufschlußreich an Hitthalers langer Lobrede auf Marthe Robin sind vor allem die letzten Abschnitte seines Aufsatzes:

Dort heißt es zu ihrer inhaltlichen Richtung:

„Mit etwas Abstand wird immer deutlicher werden, dass Marthe die Sendung hatte, dazu beizutragen, die Kirche für das Neue Pfingsten hervorzubringen, und dass ihre Hingabe der Bedeutung dieses

Ereignisses angemessen war. Denn Maria gab ihr zu verstehen, dass dieses zweite Pfingsten ein Ausmaß annehmen würde, das es in der Geschichte der Kirche noch nie gegeben hat.“

Mit „Maria“ sind die Madonnenvisionen gemeint, die Marthe angeblich des öfteren zuteil wurden.

Freilich sollte man der Gottesmutter keinen theologischen Unsinn in den Mund legen. Für die letzten Zeiten (und die Phase davor) hat uns die Heilige Schrift kein „neues Pfingsten“ angekündigt, sondern das genaue Gegenteil: einen zunehmenden Glaubensabfall – und zwar innerhalb der Christenheit, also genau das, was wir derzeit vor Augen haben.

Typisch charismatische Schwärmereien über eine künftige weltweite Erweckung und einen pentekostalen (pfingstlerischen) Sieg und Triumph der Kirche klingen natürlich angenehmer in den Ohren als das nüchterne biblisch-prophetische „Endzeitprogramm“…

Höchst merkwürdig erscheinen sodann auch die Hitthaler-Hinweise auf das irdische Ende der französischen „Mystikerin“ Robin am 6.2.1981:

„Sie wusste, dass Satan sie bis zum Schluss verfolgen würde…In der Tat, als Pater Finet an jenem Freitagabend Marthes Zimmer betrat, war alles durcheinandergeworfen und Marthe lag mitten im Zimmer leblos auf dem Boden.

Nachdem der Menschenmörder ihr einige Zeit zuvor die Wirbelsäule verbogen hatte, hatte er ihr nun das Leben genommen. Die Rufe des Paters vermochten genauso wenig wie die Medizin.
Als Pater Finet meine Frau und mich später empfing, versicherte er uns nochmals, dass er bei ihrem Leichnam wirklich Marthes Stimme vernommen habe: «Er hat mich umgebracht.»

Zunächst einmal bestimmt GOTT unsere letzte Stunde – und nicht sein Widersacher, der niemanden gegen den Willen des Höchsten „umbringen“ kann.

In der schwärmerischen „Martha“-Biographie von Bruder Ephraim wird ähnlich Schauriges berichtet. Ihrem jahrzehntelangen Seelenführer Pater Finet soll sie kurz vor dem Sterben anvertraut haben: „Diese Nacht hat der Teufel mich zu Fall gebracht und mit dem Kopf auf den Boden geschlagen.“ – Nach ihrem Tod geschah angeblich folgendes: „Hingeworfen vom Teufel und schon ganz erkaltet liegt Martha am Boden.“ (S. 29)

Ganz anders aber heißt es in Hebr 13,7 hinsichtlich der Gerechten und Vorbilder: „Schaut auf ihr Ende und folgt ihrem Glauben nach“ denn diese sind auch beim Sterben in Gottes Hand – und nicht in jener des Teufes.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


P. Bernhard Vosicky und die Charismatik: Warum das Heil wichtiger als die Heilung ist

Von Felizitas Küble

Im ersten Teil unserer Berichterstattung über das seelsorgliche Wirken des Zisterzienserpaters Bernhard Vosicky haben wir uns mit seiner Nähe zur erscheinungsbewegten (vgl. Medjugorje) und zur charismatischen Szene befaßt, z.B. seiner Zusammenarbeit mit der schwarmgeistigen, deutsch-indischen Nonne Sr. Margaritha Valappila.

Der österreichische Mönch, der von seinem Orden selbst „vor allem als Heiler“ angesehen wird, äußert sich in der 2015 erschienenen Biographie „Nur die Liebe heilt“ auch zum Exorzismus und dem sog. „Befreiungsdienst“.

Diesen Punkt wollen wir im 2. Teil weiter vertiefen.

Dabei erwähnte ich bereits die Problematik des charismatischen „Befreiungsgebets“, das zwar formal nicht identisch mit einem Exorzismus ist, jedoch ebenso wie dieser von der Voraussetzung ausgeht, der betreffende Person sei besessen  –  oder zumindest dämonisch „belastet“, so daß unreine Geister ausgetrieben bzw. „okkulte Bindungen“ durch Formelsprüche („Befreiungsgebete“) weggetrennt werden müßten.

Für die auf diese Weise „therapierten“ Gläubigen führt dies nicht selten zu großer Verunsicherung, Verängstigung und innerer Zerrissenheit, bisweilen auch zu psychosomatischen Störungen. Statt „Befreiung“ erfolgt somit das genaue Gegenteil.

Wovon sollen die Betroffenen denn „befreit“ werden, wenn sie (so der Regelfall) gar nicht besessen waren?!

Eine solche wird ihnen in charismatischen und pfingstlerischen Kreisen vielmehr eingeredet, wie ich aus zahlreichen Kontakten mit Aussteigern weiß. Auch „esoterische“ Sünden und Irrtümer  – so traurig sie sind –  führen keineswegs automatisch zu okkulter „Belastung“, wie dies leider ständig in fanatischen Schwärmerkreisen behauptet wird.

In seinem Buch „Nur die Liebe heilt“ schreibt Pater Vosicky, es sei wohl der Beruf seines Vaters (der erfolgreicher Arzt war) gewesen, „der in mir die Liebe zum Heilen wachsen ließ“ (S. 29).

Doch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

Für den Dienst des Priesters steht nämlich nicht die „Heilung“ im Vordergrund (weder die körperliche noch die psychische), sondern das Heil in Christus durch Wort und Sakrament. Dies kann bisweilen zu dieser oder jener Heilung führen, muß aber nicht, denn es gibt hier keinen gleichsam magischen Automatismus.

Daß Pater Bernhard viel zu schnell und leichtgläubig von einer dämonischen Umsessenheit (circumsessio) ausgeht, wenn er bei Menschen bestimmte Phänomene vorfindet, zeigt der Abschnitt „Das hässliche Wesen des Fluches“ (S. 85 ff):

Folgende „seltsame Symptome“ benennt der Mönch: „Sie erleiden unerklärliche seelische, geistige oder körperliche Schmerzen, manchmal mit Versuchungen zum Selbstmord, manche erleben nächtliche Albträume, diffuse Störungen wie Schattensehen, Fratzen, Kältegefühle oder mentale Blockaden“.

Hierbei handle es sich um eine „dämonische Störung“, so der Pater, wobei er sich auf den Pallotiner Jörg Müller (Psychologe und ebenfalls Medjugorje-Anhänger) beruft – genau gesagt auf dessen Buch „Verwünscht, verhext….“, das wir bereits vor vielen Jahren kritisch beleuchtet haben:

Warum sollen nun die genannten Symptome  – mögen sie auch wirklich mehr oder weniger „seltsam“ sein –  eine „dämonische“ Belastung darstellen? Mit dieser „Logik“ könnte man wohl ein Viertel des Volkes – zumindest zeitweise  – als Fall für den Exorzisten zusammenspinnen.

Doch Pater Bernhard, der diese Phänomene als häufige Folge von „Verfluchungen“ ansieht, weiß Abhilfe dagegen im sog. „Kampf gegen die Dämonen“:

„Der Erfolg des Befreiungsdienstes bei dämonischen Störungen hängt allerdings ganz wesentlich vom Charisma des jeweiligen Priesters, von seiner seelischen Verfassung, Glaubenskraft und Demut ab“ (S. 89).

Sicherlich wird der zuständige Bischof für den eher seltenen Fall eines Exorzismus einen bewährten, erfahrenen und soliden Geistlichen beauftragen, nicht etwa einen Junggeweihten oder Alkoholkranken etc. – Dennoch ist das Wort Christi und das kirchliche Ritual mindestens genauso wichtig wie die persönliche Verfassung des Exorzisten.

Aber der Autor stiftet allein schon damit Verwirrung beim ungeübten Leser, indem er mal vom kirchlichen Exorzismus und dann wieder vom charismatischen „Befreiungsdienst“ schreibt, womit diese unkirchliche Schwärmerpraxis aufgewertet wird, zumal keine klare Abgrenzung stattfindet.

Aufschlußreich erscheint auch das Kapitel „Was tun bei okkulten Phänomenen?“ (S. 164 ff):

Er beschreibt den „Fall eines jungen Mannes“, der im Beisein einer Gruppe „von uns Priestern“ regelrecht tobte:

„Der Dämon sprach in einer dem Besessenen nicht vertrauten Sprache mit uns Priestern….Plötzlich fing der Dämon an, der durch den Mund des jungen Mannes sprach, die Sünden der anwesenden Priester detailliert aufzuzählen. Schockierte Blässe oder tiefe Schamesröte breiteten sich auf den Gesichtern der Geistlichen aus.

Daher suchte ich mir ein stilles Eck und stellte mich sofort für Beichtmöglichkeit zur Verfügung.“

Zunächst ist ausdrücklich von „uns“ Priestern die Rede, doch beim Sündenaufzählen fehlt dieses solidarische Wort plötzlich, jetzt sind es die Sünden „der“ anwesenden Priester, auf deren Gesichtern sich Schamesröte ausbreitet etc.

War also demzufolge Pater Bernhards Sündenregister nicht von dem (angeblichen oder tatsächlichen) unreinen Geist ausgeplaudert worden? Oder hatte er schlicht keines aufzuweisen? Immerhin hat der Mönch sich für die anderen (!) Geistlichen gleich als Beichtvater „zur Verfügung gestellt“.

Abschließend  heißt es, dieses Beispiel zeige, wie ernst man die Dämonen nehmen müsse und daß Gott in diesem Dienst Priester benötigt, „die reinen Herzens sind und nach dem Willen Gottes leben“.

Also solche begnadeten Geistlichen wie Pater Bernhard?

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Apostel Petrus: „Seid nüchtern und wachsam!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 5,5 ff

Begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit ER euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist.
Werft alle eure Sorge auf den HERRN, denn ER kümmert sich um euch.
Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!
Wisst, dass eure Brüder in der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen!
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Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen, denn sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.
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Durch die Furcht vor dem Tod sind wir Menschen der Knechtschaft verfallen

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 2,14 ff:
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Da wir nun Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch ER in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel  –  und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
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Denn ER nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt ER sich an.
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Darum musste ER in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen.
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Denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann ER denen helfen, die in Versuchung geführt werden.

Aus jedem Volk sind GOTT die Menschen willkommen, die ihn fürchten und gerecht sind

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Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Apg 10,34:
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In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und das tut, was recht ist.
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GOTT hat sein Wort den Israeliten gesandt, indem ER den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der HERR aller.
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Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.
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Wer ungerecht handelt, ist nicht aus Gott

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 3,7 – 10:
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Meine Kinder, lasst euch von niemand in die Irre führen! Wer gerecht handelt, der ist gerecht, wie ER gerecht ist.
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Wer Sünde vollbringt, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an.
Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören…
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Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der ungerecht handelt und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
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Kritik an Valtortas Visionen ist „Teufelswerk“…

Von Felizitas Küble

Auf einem christlichen Partnersuche-Forum postete ein Leser mit Nicknamen „Honesty12“ einen langen Text aus dem umfangreichen Werk der italienischen „Mystikerin“ Maria Valtorta“: https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/Honesty12/59351/

Es handelt sich um einen Auszug aus ihrem 12. Band „Der Gottmensch“, in dem auch die Himmelfahrt Christi aufgrund ihrer Visionen geschildert wird. Valtortas „himmlische“ Einsprechungen wirken unerträglich sentimental, schwülstig, selbstverliebt (sie schreibt seitenlang über sich selbst und ihre frommen Befindlichkeiten als „Veilchen am Kreuz“ etc), sie sind zudem teils antijüdisch und theologisch unsinnig.

Als ein anderer Leser im Diskussionteil auf einen kritischen Artikel des CHRISTLICHEN FORUM (CF) über Maria Valtorta verlinkt, schreibt jener Blogger „Honesty12“ über das „Christliche Forum“, diese Homepage sei „total gegen die Katholiken“ und derjenige (es müßte eigentlich heißen „diejenige“), der sie betreibe, sei „ein Lügner“. Die Begründung des aufgebrachten Valtorta-Fans lautet:

„PATER IVO PAVIC WIRD AUF DIESER SEITE ZERSTÖRT…..SR. MARGARITHA VALAPPILA (HAUS RAPHAEL) WIRD ZERSTÖRT….MEDJUGORJ WIRD ALS LÜGE BEZEICHNET UND ZERSTÖRET…..ICH KENNE DIESE LÜGNERISCHE HOMEPAGE SCHON LANGE …..SO ARBEITET DER TEUFEL !!!“

Diese Art der „Argumentation“ ist typisch für fanatische, schwarmgeistige und erscheinungsfixierte Kreise  – ich kenne dieses „Muster“ seit Jahrzehnten:

Skeptische Artikel gegenüber bestimmten Sehern, Privatoffenbarungen, Erscheinungen usw. werden kurzerhand als „lügnisch“ diffamiert, ohne sich inhaltlich mit der Sachkritik auseinanderzusetzen, von einer Widerlegung ganz zu schweigen.

Stattdessen wird der Teufel an die Wand gemalt bzw. dem Kritiker dessen Ungeist unterstellt.

Bezeichnend für dieses Umfeld ist auch die übertriebene Hysterie: „Pater Pavic wird zerstört…..Sr. Margaritha Valappila wird zerstört….Medjugorje wird zerstört“ usw.

Solche Schwarz-Weiß-Malereien kennzeichnen ein sektiererisches Denken, das mit einem gediegenen, nüchternen katholischen Glauben nicht vereinbar ist.

Übrigens handelt es sich bei keinem der vom Autor so massiv verteidigten Phänomene (Maria Valtorta, Ivo Pavic, Sr. Valappila, Medjugorje) um kirchlich anerkannte Visionäre oder Erscheinungen.

Aber auch diese kirchliche Vorsicht und Distanz ist vielen Anhängern von Sonderoffenbarungen und „Himmelsbotschaften“ gleichgültig, weil sie sich ihren Glauben bzw. Aberglauben letzlich selber basteln, wenngleich sie sich gerne als „superkatholisch“ präsentieren.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Pfingstbewegte Dämonen-Liste von A – Z

Von Felizitas Küble

Für die meisten Pfingstbewegten und Charismatiker stehen „Heilung und Befreiung“ im Mittelpunkt ihres theologischen Denkens und ihrer „seelsorglichen“ Tätigkeit. Dies gilt sowohl für evangelisch/freikirchliche wie für katholische Gläubige dieser Richtung, wenngleich sich die Formen und Schwerpunkte bisweilen unterscheiden.

Besonders eifrigen Charismatiker ist es ein Herzensanliegen, ständig mit Quasi-Exorzismen zugange zu sein, also Menschen von unreinen Geistern zu befreien.

Dabei werden ihnen in diesen Kreisen vermeintlich „okkulte“ Bindungen und Belastungen oft erst suggeriert bzw. eingeredet (vielleicht eher unbewußt bzw. aus religiöser Verblendung), um sie dann hiervon zu „heilen“.

Ein typisches Beispiel sind die in Büchern und Vorträgen verbreiteten „Dämonen-Listen“, die eine Art Übersicht über die Finsternismächte und deren Wirken bieten wollen.

Zu den diesbezüglichen „Aufklärern“ gehört das Pfingstler-Ehepaar David und Martina Lichtenegger, das eine „Online Bibel-Schule“ betreibt.

Zwar räumen diese protestantischen Heilungsprediger durchaus ein, nicht hinter jeder Krankheit, Charakter- oder Persönlichkeitsstörung müsse unbedingt ein „Dämon“ stecken, doch die Wahrscheinlichkeit scheint recht groß zu sein – das gilt auch für den Schnupfen.

So schreibt David Lichtenegger hierzu aus eigener Exorzistenerfahrung u.a. folgendes (die vielen Kommafehler stehen im Originaltext):

„Ich habe mal bei einem Mann der starken Husten hatte, dem Dämon der diesen Husten erzeugt hat den Kampf angesagt und er wich auch, doch das Husten hörte nicht ganz auf, ich habe dann wahrgenommen in mir, da bin ich noch nicht fertig hier ist noch einer oder mehrere so in etwa war die Wahrnehmung, also sagte ich; alle Dämonen die Erkältung, Schnupfen, Trockenheit usw. erzeugen ich befehle euch auszufahren im Namen Jesus, so in etwa und siehe da, es geschah wieder Befreiung, wir waren dann noch nicht fertig als wir das Gespräch beendet hatten, doch das war so ein Fall.“

(Quelle: Siehe Kapitel: „Woher weis ich welcher Dämon oder Dämonen in mir oder in anderen sind?“: https://online-bibel-schule.com/daemonenliste-n/)

Um die Geduld unserer Leser nicht zu überanstrengen, beschränken wir uns bei Lichteneggers drei-teiliger „Dämonen-Liste“ auf den ersten Teil, in welcher durch Teufel verursachte Probleme von A bis Z, von Angst bis Zorn aufgezählt werden, darunter auch folgendes:

„Krankheit – Schmerzen – Taubheit – Lähmung – Skoliose  – Hautallergie  – Nahrungsmittelallergie –  Schwäche – Müdigkeit -Schizophrenie – Traumas – Kummer – Entmutigung – Enttäuschung.“   (Quelle: https://online-bibel-schule.com/wp-content/uploads/2018/11/D%C3%A4monen-Liste-1.pdf)

Liste zur anti-dämonischen „Hausreinigung“:

Engagierte Charismatiker kümmern sich um fast alles, auch um die „Hausreinigung“.

Gemeint sind damit „verfluchte Objekte“ in den eigenen Räumlicheiten, daher folgt eine Liste mit Dingen die entweder mit Flüchen belastet sind oder sogar Dämonen legales Anrecht geben können in eurem Leben“.

Hier ist natürlich Handlungsbedarf angesagt. Wenn jemand solch üble Gegenstände in seinem Besitz hat, ist klar dass dies eventuell zu Problemen, Sorgen, Krankheiten, Alpträume und vieles mehr führen kann“.

Zu den verfluchten Objekten gehören laut Lichtenegger-Liste „alle Bilder , Figuren, Aufkleber, Tapeten, Figuren und Gegenstände“ mit diversen abergläubischen oder fremdreligösen Motiven, aber auch mit katholischen oder allgemein christlichen Symbolen: „Mutter Maria  – Bilder von Heiligen (…)  –  Rosenkranz  –  Kreuze mit angeblichen Jesus abgebildet  –  Katholische Bibel (Einheitsübersetzung).

(Quelle: https://online-bibel-schule.com/hausreinigung/)

Aus meiner Sicht erübrigt sich hierzu jeder weitere Kommentar.

 


Rom: Bischof und Exorzist Gemma bezeichnete Medjugorje als Lug und Trug

Am Montag, den 2. September, starb in Rom der 88-jährige Bischof Andrea Gemma, der sich seit über 10 Jahren mehrfach kritisch über die umstrittenen Erscheinungen von Medjugorje geäußert hat. Der emeritierte Oberhirte von Isernia-Venafro wirkte gleichzeitig als Exorzist – eine Kombination, die in der Weltkirche selten vorkommt. 

Der Medjugorie-freundliche Journalist David Murgia veröffentlichte gestern auf IlSegnoDiGiona.it Bischof Gemmas letztes Interview, das in Rom aufgenommen wurde. Auf Medjugorie angesprochen, reagierte Gemma eindeutig und bezeichnete das Phänomen als „nicht wahr“ und als „große Lüge“.

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Bereits vor 11 Jahren hatte er sich ähnlich  – sogar noch kategorischer – geäußert, worüber sogar das Medjugorje-schwärmerische Nachrichtenportal „Kath.net“ berichtete:

„Der 77-jährige Andrea Gemma, Bischof und ehemaliger italienischer Exorzist, hat in einem italienischen Magazin schwere Angriffe gegen den Marienwallfahrtsort Medjugorje gestartet und behauptet, dass die Erscheinungen „vom Teufel“ seien.

Gemma meinte: „In Medjugorje geschieht alles im Bereich des Geldes: Pilgerreisen, Übernachtungsstätten und billiger  Schmuck. Diese ganze Schande ist das Werk des Teufels. Es ist ein Skandal.“