Kritik an der Aufführung von Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“ in Berlin

Von Dr. Eduard  Werner

Das Berliner Schlossparktheater führt Rolf Hochuths 55 Jahre altes Drama „Der Stellvertreter“ über das (angebliche) Schweigen des Papstes Pius XII. zum Holocaust und den Opfergang des Paters Riccardo ins KZ wieder auf.

Intendant Dieter Hallervorden begründet seine Entscheidung, dieses Theaterstück auf den Spielplan zu setzen, im Programmheft folgendermaßen: “Zu Zeiten, in denen AfD-Politiker unverblümt ihre dunkelbraunen Reden schwingen, ist es für ein heutiges Theater geradezu eine Selbstverständlichkeit zu zeigen, wohin solche Hetztiraden, solch eine rechtsradikale  „Alternative“ schon einmal geführt haben.“

Hier bedient sich der Berliner Theater-Intendant einer Methode der Geschichtsfälschung, die den Methoden der von ihm zu Recht verabscheuten Nationalsozialisten nicht ganz unähnlich ist. 

Für Historiker ist es traurig, dass Hochhuths Fake News unter dem Namen „Der Stellvertreter“ neu aufgeführt werden, denn dieses Drama verfälscht Geschichte.

Papst Pius XII. war nicht der kaltherzige Judenfeind, den Rolf Hochhuth frei erfunden hat. Das Gegenteil ist wahr. Der Papst hat nicht geschwiegen, sondern im Dezember 1942 in Radio Vatikan erklärt, dass „Hunderttausende ohne eigenes Verschulden nur wegen ihrer Abstammung dem Tode geweiht oder der fortschreitenden Verelendung und Vernichtung preisgegeben sind.“

Er hat vor allem auch gehandelt und nach dem Zeugnis des jüdischen Historikers Pinchas Lapide und des römischen Oberrabbiners Israel Zolli Tausende von Juden gerettet, indem er sie im Vatikan und in den italienischen Klöstern untertauchen ließ.

Vor allem aber hat Pius XII. die Kontakte der deutschen Militäropposition mit der britischen Regierung hergestellt. (Siehe Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jahrg. 22 (1974) S. 299 – 341).

Damit hat der Papst sogar die Existenz des Vatikan-Staates riskiert. Soweit ging sein Kampf gegen Hitler. 

Hochhuths Papstankläger Riccardo im Drama ist frei erfunden, nach dem realen Papsthelfer bei der Judenrettung, Pater Pfeiffer, wurde dagegen aus Dankbarkeit in Rom eine Straße benannt.

Oberrabbiner Israel Zolli schrieb über Papst Pus XII.: „Im Laufe der Geschichte hat kein Held eine solche Armee befehligt, keine Streitmacht ist je kämpferischer gewesen und keine ist je so bekämpft worden wie die von Pius II. im Namen der christlichen Nächstenliebe geführte.“

So fasst ein Jude die Judenrettung des Papstes zusammen. Ehe der Dirigent Leonard Bernstein am Sterbetag des Papstes sein Konzert mit dem New Yorker Philharmonischen Orchester begann, bat er um eine Minute Schweigen „für das Hinscheiden eines sehr großen Mannes, des Papstes Pius XII.“

Und die damalige israelische Außenministerin telegrafierte an den Vatikan: „Wir nehmen an der Trauer der Menschheit über das Hinscheiden Seiner Heiligkeit des Papstes Pius XII. teil. In einer von Kriegen und Uneinigkeit bedrückten Welt vertrat er die höchsten Ideale des Friedens und des Mitleids. Als in dem Jahrzehnt des Nationalsozialistischen Jahrzehnts unser Volk ein schreckliches Martyrium überkam, hat sich die Stimme des Papstes für die Opfer erhoben. Das Leben unserer Zeit wurde von einer Stimme bereichert, die über den Lärm der täglichen Streitigkeiten hinweg deutlich die großen sittlichen Wahrheiten aussprach. Wir betrauern einen großen Diener des Friedens.“

Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“ ist wohl eine der größten Fälschungen der Weltgeschichte. Man möchte hoffen, dass die Zuschauer zwischen einer geschichtswissenschaftlichen Dokumentation einerseits und einer fiktiven Dichtung andererseits unterscheiden können.      

 

 


Münster: Prof. Michael Wolffsohn über Deutschland und Israel in den 50er Jahren

Von Felizitas Küble

Der deutschjüdische, in Israel geborene Historiker Dr. Michael Wolffsohn  – er lehrte jahrzehntelang an der Münchner Bundeswehr-Universität – hielt am vergangenen Montag (3. Juli 2017) einen ebenso tiefschürfenden wie humorvollen Vortrag im Theater von Münster.

Er war prominenter Gast in der Reihe „Gelehrte im Theater“ (siehe Einladungsplakat).

Der  – auch durch Radio und Fernsehen bekannte  – Geschichtswissenschaftler und erfolgreiche Buch-Autor sitzt seit langem „zwischen allen Stühlen“:

Nicht nur, daß er als jüdischer Deutscher  –  so versteht er sich ausdrücklich selber  –  eine christliche Frau geheiratet hat, daß er lebensgeschichtlich sowohl mit unserem Staat wie auch mit Israel verbunden ist; er wird seit Jahrzehnten sowohl von ultrarechten wie von linksradikalen Gegnern attackiert, zumal er in kein Schema paßt.

Die Anti-Wolffsohn-Allergie von linker Seite dürfte damit zusammenhängen, daß dieser unabhängig denkende Historiker dem Zeitgeist durchaus nicht nach dem Munde redet:

Die Wiedervereinigung befürwortet er ebenso (vgl. sein Buch „Keine Angst vor Deutschland“) wie eine klassische Familienpolitik (diesbezüglich übte er in den 90er Jahren z.B. Kritik an Ministerin Rita Süssmuth).

Prof. Wolffsohn würdigt zudem die Friedensliebe der deutschen Heimatvertriebenen und deren „Charta“ des Gewaltverzichts von 1950 (das tat er ausdrücklich auch bei seinem Vortrag in Münster). Er bedauert, daß die palästinensische Seite nicht ebenso gewaltfrei denkt und handelt wie diese deutschen Landsmannschaften.

Er deckt gewisse linke Lebenslügen au und rückt auch geschichtspolitisch einige Stühlchen zurecht, so wenn er z.B. darüber informiert, daß die zahlreichen antisemitischen Aktionen (Friedhofsschändungen, judenfeindliche Drohbriefe etc), die in Westdeutschland Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre weltweites Aufsehen erregten, vom kommunistischen Ostblock (vor allem „DDR“ und Sowjetunion) gesteuert wurden. Darüber klärt er u.a. in seinem Buch „Die Deutschland-Akte“ mit eindeutiger Faktenlage auf  –  auch in Münster ging er auf diese Causa ausführlich ein.

Seine Rede, die neben ersten politischen Themen zugleich mit bewegenden persönlichen Lebenserinnerungen und originellen Anekdoten gespickt war, wurde von den Zuhörern im vollbesetzten Saal mit langanhaltendem Beifall quittiert.

Nach seinem Vortrag war der Autor, der zwischendurch aus seiner soeben veröffentlichten Familiengeschichte („Deutschjüdische Glückskinder“) vorgelesen hatte, gut damit beschäftigt, die vielen Signierwünsche jener Besucher zu erfüllen, die eines seiner Bücher kauften und um ein Autogramm baten  – oder gerne mit ihm persönlich sprechen wollten. Er hatte für alle interessierten Leute ein freundliches Wort und ein offenes Ohr.

Prof. Wolffsohn, der Mitte der 50er Jahre mit seinen Eltern nach Deutschland einwanderte, erlebte seine Kindheit im Heiligen Land, das sich damals als Staat Israel im Aufbau befand. Sein Großvater Karl Wolffsohn war während der NS-Diktatur als Jude verhaftet worden, konnte aber gottlob mit Frau Recha und den Kindern noch rechtzeitig flüchten.

Deutsche Juden, die nach Israel einwanderten und oft in deutschen „Ghettos“ lebten, wurden dort gerne etwas spöttisch als „Jeckes“ bezeichnet – angeblich wegen ihrer korrekt-bürgerlichen Kleidung samt Jacket (Jackentragen auch während der Arbeit in der Landwirtschaft, im Kibbuz etc.)

Wolffsohns Eltern und Großeltern wurden im Heiligen Land nicht so richtig heimisch; die wirtschaftlichen Probleme waren zudem immens, der junge Staat anfangs ziemlich sozialistisch orientiert, was ebenfalls nicht zur bürgerlichen Einstellung der Wolffsohn-Familie paßte.

Zudem gab es vor allem durch die deutsche Sprache noch erhebliche geistige Verknüpfungen mit der früheren Heimat.

Freilich saß auch die Enttäuschung tief in den Knochen und der Seele, zumal gerade die alteingesessenen Juden insgesamt besonders deutsch-patriotisch dachten und lebten; sie waren nicht etwa nur integriert, sondern assimiliert (angeglichen); sie teilten weitgehend das gleiche Lebensgefühl und Kulturempfinden wie die nichtjüdischen Deutschen  – einschließlich der „deutschen Tugenden“ etc.  Die meisten Juden wollten dies so beibehalten und sogar noch steigern.

Doch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft sorgte  – so Wolffsohn  –  für ein Ende dieses Wunschtraums, der zum Alptraum wurde – und damit zum Trauma von Generationen jüdischer Verfolgter und Überlebender.

Die Nachkriegszeit war geprägt vom „Kalten Krieg“ zwischen den Westmächten und der kommunistischen Sowjetunion. Die USA  – und allgemein die NATO, das westliche Verteidigungsbündnis  –  benötigte die Bundesrepublik Deutschland nicht nur als Handelspartner, sondern vor allem als Bollwerk gegen den Ostblock und besonders die „DDR“.

Daher folgte die Einführung der Bundeswehr und die sogenannte „Wiederbewaffnung“, die damals sehr umstritten war, aber von Kanzler Adenauer  – der sich als langfristig denkender Staatsmann erwies – befürwortet und durchgesetzt wurde.

FOTOS: Prof. Wolffsohn signiert seine Bücher und unterhält sich mit Zuhörern

Adenauer sorgte bei seinen Verhandlungen mit dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion zugleich dafür, daß es zu Wiedergutmachungs-Vereinbarungen mit dem jüdischen Staat gekommen ist – dies hatte laut Wolffsohn sowohl „moral- wie realpolitische“ Gründe.

Diese Staatszahlungen wurden in Israel sehr kontrovers und heiß debattiert – besonders deutschlandkritische Politiker wie z.B. Begin sprachen damals von „Blutgeld“. Doch die dortige Staatsführung wußte, daß die Wiedergutmachungsleistungen Deutschlands für den weiteren Aufbau des eigenen Staates lebensnotwendig waren.

Positiv äußerte sich Wolffsohn auch über die freie und soziale Marktwirtschaft, die Ludwig Erhard bzw. CDU und FDP in den 50er Jahren – durchaus gegen Widerstand von linker Seite –  einführten. Diese Wirtschaftsform jenseits von staatsplanerischem Sozialismus und unbeschränktem Kapitalismus habe zum Erfolg geführt und das sogenannte „Wirtschaftswunder“ in Deutschland erheblich begünstigt.

Alte Nazis, das verdeutlichte Prof. Wolffsohn in seinem Vortrag, gelangten keineswegs nur in Westdeutschland in wichtige Stellungen, sondern auch in der „DDR“, wenngleich dies von der dortigen kommunistischen Führung bestritten wurde   – aber die Aktenlage ist eindeutig.

Der Historiker bezeichnete die Wiedereinsetzung von politisch belasteten Personen in ihr Amt grundsätzlich als „funktionale Notwendigkeit“. Naive Vorstellungen von einem kompletten personellen Neuanfang nach einer Diktatur seien illusionär, wie die Weltgeschichte sei jeher aufzeige. Im moralischen Ideal-Sinne sei eine wirklich „erfolgreiche“ Vergangenheitsbewältigung insofern gar nicht möglich.

Der Geschichtsprofessor erklärte abschließend, daß das deutsche Wort „Geschichte“ den Sachverhalt einzigartig gut bezeichne; es sei weltweit der beste Begriff hierfür:  Geschichte bestehe aus mehreren „Schichten“, die gleichsam aufeinander lagern bzw. übereinander liegen. Man könne die obere Schicht nur richtig verstehen, wenn man die darunterliegenden Schichten berücksichtige.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Ultralinke gegen „Demo für alle“: Theater FEAR – Brandanschlag – Morddrohung

Hedwig von BeverfoerdeHedwig_Beverfoerde

Noch unter dem Eindruck der barbarischen Terrorakte in Paris möchte ich vom Fortgang der Ereignisse in unserer eigenen Angelegenheit berichten.

Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf den Geschäftssitz von DEMO FÜR ALLE am 1. November, bei der ein Fahrzeug und ein Gebäudeteil der Firma meines Mannes in Magdeburg zerstört wurden, hat uns eine große Welle der Anteilnahme getröstet und ermutigt. Jedes einzelne Zeichen der Unterstützung hat sehr gut getan.

Nach unserer Pressemitteilung über den Brandanschlag, in der ich auf den zeitlichen Zusammenhang mit dem Berliner Schaubühnen-Theaterstück FEAR hingewiesen hatte, kam einiges in Bewegung. 

Der MDR (Mitteldeutsche Rundfunk) berichtete. Mehreren Journalisten, die sich das Stück selbst angesehen hatten, erschien der Zusammenhang zwischen der aufhetzenden Botschaft des Bühnenstücks und den anschließenden Brandanschlägen plausibel. So brachte der FOCUS in seinem letzten Heft einen Bericht mit dem Titel »Anschläge nach Schaubühnen-Hetzstück«. IMG_0278

Die „Junge Freiheit“ machte das Thema zu einem Schwerpunkt der Ausgabe. Deutliche Worte fand Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung: »Die drei Damen (Anm: Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle und Beatrix von Storch) in die Nähe von Rechtsextremen zu rücken, ist nicht nur absurd, sondern widerlich und geschmacklos« und bekam dafür 90% Zustimmung der Leser. Diverse sehr treffende Besprechungen des Stücks folgten. 

Eine umfangreiche Presseschau finden Sie hier.

Aufgrund der z.T. sehr kritischen Medienberichte bekam die Schaubühne offenbar kalte Füße und sah sich zu einer abwehrenden Stellungnahme genötigt. Darin wird behauptet, das Stück rufe »an keiner Stelle zu Gewalt gegen Sachen oder Personen« auf. Eine dreiste Lüge, denn auch wir haben uns das Stück in der Schaubühne in der Zwischenzeit angesehen:

In einer Szene dreschen die Schauspieler wütend und haßerfüllt auf Pappfiguren ein, die unsere DEMO FÜR ALLE-Shirts tragen. Die Figuren werden zu wilder Musik durch die Gegend geschleudert, zertreten und mit einem Laubbläser weggeblasen. Dazu skandiert eine Schauspielerin: »Haut ab, haut ab, wir woll‘n euch nicht. Wir brauchen euch nicht. Wir woll‘n diese ganze Scheiße nicht noch einmal erleben. (…) Weg mit euch. Weg. … Zurück in die Erde mit euch, ihr blöden Scheißmonster.«Kelle_IMG_9393_RGB_(c)_Foto_Kerstin Pukall

In einer anderen Szene wird, während im Hintergrund in giftgrünes Licht getauchte Fotos und kurze Videosequenzen von Birgit Kelle (siehe Foto), Gabriele Kuby, meiner Person u.a. eingeblendet werden, folgendes gesagt: »Der Zombie stirbt nur, wenn man ihm direkt ins Gehirn schießt und sein Gehirn auslöscht. Das ist die einzige Möglichkeit.« 

Argumentieren  könne man »mit diesen Leuten« nicht, »da braucht man vielleicht ein Laserschwert«, heißt es an einer anderen Stelle. Nach unserem Eindruck zielt das ganze Theaterstück »Fear« des Autors und Regisseurs Falk Richter im Wesentlichen darauf, die DEMO FÜR ALLE zu bekämpfen.

Wenige Tage nach dem Magdeburger Brandanschlag ging eine an mich gerichtete anonyme Drohmail bei DEMO FÜR ALLE ein, in der mir unter Bezugnahme auf den Brand als nächste Stufe mit einem Anschlag auf mein Leben gedroht wurde. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen ausgeweitet. Unterdessen habe ich gegen die verschiedenen Angriffe alle erforderlichen rechtlichen Maßnahmen eingeleitet. Weitere Schritte lassen wir derzeit prüfen.

Die Petitionsplattform CitizenGo hat eine Online-Petition gegen die staatliche Subventionierung und weitere Aufführung des z. Zt. nicht mehr gespielten Theaterstücks FEAR gestartet. Dies war übrigens nicht meine Initiative, wie in einem Medienbericht fälschlich behauptet worden war. Trotz der Brandanschläge hat die Schaubühne ankündigt, das Hetzstück im Januar 2016 erneut aufzuführen. Sie können hier dagegen unterzeichnen.

PS: Die Psychologin Tabea Freitag wird seit Monaten von der LSBTTIQ-Community verleumdet mit dem Ziel ihrer Fachstelle Mediensucht „return“ die Fördergelder zu entziehen. Tabea Freitag hat sich in der Vergangenheit überaus fundiert und kritisch mit dem Thema sexuelle Vielfalt auseinander gesetzt und vertritt stattdessen eine bindungsorientierte Sexualpädagogik. Bitte unterstützen Sie Frau Freitag hier mit Ihrer Unterschrift.


Berlin: Theater-Festival „Playground Israel“ vom 1. bis 5. Juli 2015

Vom 1. bis 5. Juli 2015 veranstaltet das Theater an der Parkaue in Berlin das Festival „Playground Israel“. Gezeigt werden sieben ausgewählte Produktionen, eine Eigenproduktion und ein vielseitiges Rahmenprogramm aus Workshops, Lesungen und Konzerten.

2015 begehen der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland das 50-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen.

„Blickwinkel nicht auf den Holocaust verengen“

Blickt man von deutscher Seite auf Israel, so verengt sich der Blick auf den Holocaust und den israelisch-palästinensischen Konflikt. Diese Reduzierung verdeckt das lebendige, vielgestaltige, multinationale Leben, welches vor allem durch Kunst und Kultur geprägt ist.

Diese sprudelnde Gesellschaft findet sich mit ihren Leidenschaften und Konflikten, mit ihren Sehnsüchten und Träumen, mit ihrem Witz und ihrer Ratlosigkeit besonders im Theater für junge Menschen mit ungewohnt lebendigem Ausdruck wieder.

Das Festival richtet sich vornehmlich an Berliner Familien und ein junges Publikum, welches durch die eingeladenen Produktionen israelisches Kinder- und Jugendtheater hautnah erleben können.

Mit einem Abendprogramm für Erwachsene öffnet sich das Haus allen Generationen und möchte einen Ort der Begegnung auf Augenhöhe mit israelischen und Berliner Künstlern schaffen.

Quelle: israelische Botschaft / Foto bzw. Coverillustration © Ella Cohen