Neue Therapien bei Autoimmunerkrankungen

Immunhemmende Wirkung von Antibiotika entschlüsselt

Bei bestimmten Antibiotika tritt ein immunhemmender Wirkmechanismus auf. Dieser könnte sich auch für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose (MS) eignen.

Das berichten Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universitätsmedizin Mainz in der Zeitschrift „Immunity“. Über diesen Mechanismus konnten im Mausmodell die Symptome der mit der MS vergleichbaren Erkrankung EAE (Experimentelle Autoimmune Enzephalomyelitis) deutlich reduziert werden.

Antibiotika dienen der gezielten Bekämpfung von bakteriellen Infektionen. Ein Antibiotikum, das ausschließlich krankheitsverursachende Bakterien bekämpft, gibt es allerdings nicht. Bestimmte Antibiotika hemmen sogar Bestandteile des Immunsystems.

Im Fokus der Untersuchung stand zunächst das Antibiotikum Linezolid und dessen Wirkungsweise bei MS. Bei dieser und anderen Autoimmunerkrankungen, wie der rheumatoiden Arthritis oder den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, schützt das Immunsystem den eigenen Körper nicht mehr, sondern bekämpft körpereigene Organe und Gewebe, indem es Entzündungsprozesse auslöst.

Das Mainzer Forscherteam konnte zeigen, dass die Wirkungsweise von Linezolid insbesondere die Funktion eines bestimmten Typs von Immunzellen beeinträchtigt: die Th17-Zellen, benannt nach dem von ihnen produzierten Botenstoff (Zytokin) Interleukin-17. Im Rahmen der Studie gelang es den Wissenschaftlern, im Mausmodell zu belegen, dass Linezolid in der Lage ist, die durch die T-Zellen ausgelöste Autoimmunreaktion effektiv zu hemmen.

Das Antibiotikum reduzierte die Anzahl der aktivierten Th17-Immunzellen und der entzündungsfördernde Botenstoff Interleukin-17 wurde weniger ausgeschüttet. In der Folge gingen die Symptome der mit der MS beim Menschen vergleichbaren Experimentellen Autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE) deutlich zurück.

Da Linezolid ein wichtiges Reserveantibiotikum ist, kommt es als Therapie für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen allerdings nicht in Frage. Die Forscher fanden jedoch heraus, dass das Peptid Argyrin C (ArgC) einem ähnlichen Wirkmechanismus wie Linezolid folgt und demnach einen vielversprechenden, alternativen Therapieansatz darstellt.

Beide Substanzen blockieren in einem sehr frühen Stadium die Herstellung von Botenstoffen, die für die Funktion von Immunzellen notwendig sind. Dieser Eingriff in die sogenannte Proteinbiosynthese in den Mitochondrien, also den für die Energieversorgung des Organismus zuständigen Zellbestandteilen, hemmt somit auch entzündliche Autoimmunreaktionen.

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass ein bestimmtes Protein, der sogenannte mitochondriale Elongationsfaktor mEF-G1, für die Proteinbiosynthese unabdingbar ist und eine wichtige Schlüsselrolle bei der Erhaltung der T-Zell-Funktion und der Entstehung von Autoimmunerkrankungen spielt.

Genau diese Auswirkungen auf den mitochondrialen Stoffwechsel und die Funktion der Th17-Zellen könnten auch erklären, warum bei Antibiotikabehandlungen häufig Nebenwirkungen wie Pilzinfektionen auftreten.

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Kann Covid-19-Patienten evtl. mit extra-embryonalen Stammzellen geholfen werden?

Von Dr. med. Edith Breburda

Zu dem extraembryonalen Gewebe zählt man Nabelschnur, Palzenta, Amnion. Es handelt sich also um Gewebe, das ein ungeborenes Kind braucht, um sich zu entwickeln. Oft hört man, dass man diese Zellen den adulten (körpereigenen) Stammzellen zuordnet, was aber nicht zutrifft.

Es gibt drei „Arten“ von Stammzellen:

Embryonale Stammzellen, die erzeugt werden, indem man Embryos zerstört, wenn sie das Blastozystenstadium erreicht haben. Der Embryo hat fünf Tage nach der Befruchtung dieses Stadium erreicht. Er besteht aus einem Trophoblast, der die Plazenta bildet und dem Embryoblast, aus dessen Zellen sich ein Baby entwickelt.

Forscher müssen einen Embryo vernichten, um embryonale Stammzellen zu erhalten. Forscher testen u.a. Medikamente, Impfstoffe usw. in Nähmedien, die aus embryonalen Stammzellen bestehen.

Zu den adulten Stammzellen zählen Knochenmarkszellen, Fettzellen usw.

Extraembryonale Stammzellen, die z.B. aus der Nabelschnur stammen, sind neben adulten Stammzellen sehr erfolgsversprechend, um Therapien zu entwickeln. (Vgl. weiterführend Literatur: E. Breburda, Verheißungen der neuesten Biotechnologien).

Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis man auf extraembryonale Stammzellen zurückgreift, um Covid-Patienten zu heilen.

Am 5. Januar 2021 veröffentlichten Wissenschaftler der Universität von Miami die Ergebnisse ihrer Phase I/IIa Studie, in der sie mesenchymale Stammzellen aus der Nabelschnur heranzogen, um Covid-Patienten zu therapieren.

Wie in Translational Medicine beschrieben, hatte die Anwendung der in dieser Studie beschriebenen Verfahren keine adversen Wirkungen. Im Gegensatz zu 12 Patienten, welche ein Placebo erhielten, konnte die Überlebensrate in mit Nabelschnur behandelten Stammzellpatienten gesteigert werden, wobei weniger inflammatorische Zytokinine vorhanden waren.

Auch wenn es sich nur um eine der mindestens 25 Stammzelltherapien handelt, die bei Covidpatienten mit milden bis mittelstarken Symptomen zum Einsatz kam, ist es die am weitesten fortgeschrittene. Der Zugriff auf Stammzellen aus der Nabelschnur kann relativ schnell erfolgen. Die Nabelschnur würde normalerweise entsorgt werden. E

in Einverständnis, sie zu erhalten, ist nicht erforderlich.

Vorhergehende Studien der Pharmakonzerne Athersys and Orbcel bestätigen, dass mesenchymale Stammzellen direkt in die Lunge wandern, wo sie die massiven entzündungsfördernde Zytokine erfolgreich bekämpfen, welche Covid-Patienten aufweisen und die zu ihrem schnellen Tod beitragen.

Der Erst-Autor der Studie, Camillo Ricordi, deutet darauf hin, dass 31 Tage nach der Infusion die Wirksamkeit 91% betrug. In der Kontrollgruppe waren es hingegen nur 42%.

Der Direktor des Diabetes und Zell-Transplant-Zentrums der Miller School of Medizin von der Universität von Miami will weitere Studien durchführen, wobei er andere Krankheiten wie Typ 1- Diabetes einbezieht, denen auch eine hohe Inflammationsrate zugrunde liegt.

Athrcyl’s Multistammzelltherapie aus adulten Knochenmarkszellen der Linie HLCM051 arbeitet an Phase II/III für Covid-19 Therapien.

Norvatis benutzt Knochenmarkszellen – Remestemcel-L – welche zuvor in Japan zugelassen wurden, um die Graft-versus-Host Disease, eine immunologische Komplikation bzw. Transplantatabstoßung zu behandeln. Im Dezember 2020 wurden vorläufige Daten bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem akuten Lungenversagen, das bei Covidpatienten auftritt, veröffentlicht. Bei 300 Patienten könnte Remestemcel-L nach 30-Tagen die Mortalität wahrscheinlich nicht reduzieren, heißt es. (1)

Die momentane Covid-19-Pandemie mit all ihren Varianten lässt Wissenschaftler nach Alternativen suchen, die nicht nur in der Stammzellforschung liegen.

So ist es schon immer das Ideal der Landwirtschaft gewesen, «Heilkräuter» anzubauen. Die Pflanze Arthemisia-Annua (chinesischer Beifuß) enthält zwei Substanzen, mit denen man in vielen Teilen der Welt erfolgreich Malaria bekämpft. Die in Kenia ansässige Advanced Bioextract Company regt z.B. gezielt afrikanische Bauern an, die hochwertige Artemesia-Annua Pflanze zu kultivieren.

Regierungen entwickeln in den Ländern, die am meisten von Malaria betroffen sind, ein effizientes Gesundheitswesen, das auf einer entsprechenden Infrastruktur aufbaut. Weiterhin werden Extrakte der Pflanze genutzt, um eine gesunde Darmflora zu unterstützen. Man will damit den Widerstand gegen verschiedenartige Mikroorganismen stärken. Sind es doch gerade diese Winzlinge, welche durch eine vermehrte Antibiotikaresistenz in der Darmflora, überhand gewinnen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Darmflora unsere Immunabwher beeinflusst. Forscher sprechen von einem Zusammenhang zwischen schädlichen Organismen im Darm, unserem Immunsystem, und Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Neurogenerative Störungen, Diabetes usw.

BILD: GENTOPIA – das gelobte Land – ist eines von mehreren bioethischen Bücher von Dr. Edith Breburda

Artemisia-Annua Extrakte sollen untere anderem die Darmwand schützen und antiparasitäre, antibakterielle und antioxidante Eigenschaften besitzen. (1)

Eine neuere Studie hebt die Eigenschaften der Pflanze hervor, SARS-COV-2 Infektionen abzuwehren. Obwohl der genaue Mechanismus unbekannt ist, wurden die anitviralen Funktionen bestätigt. Forschungen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass dieses Heilkraut, welches seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verwendet wird, mehrere gesundheitliche Vorteile aufweist.

Im Jahr 2015 erhielt der chinesische Wissenschaftler Tu Youyou einen Teilnobelpreis für Physiologie der Medizin für seine Entdeckung von Artemisinin und Dihydroartemisinin 1, die beide starke Malaria bekämpfende Eigenschaften besitzen. (2)

Quellenhinweise:

  1. Zipkin M.: Umbilical Cord Stem Cells Show Pormise as COVID-19 Therapy. BioSpace, 15, Jan. 2021
  2. Mercola J.: Artemisinin from sweet wormwood inhibits SARS-CoV-2, Mercola Take Control of your health. 4. Jan. 2021

Bundesrats-Beschluß zur verstärkten Bekämpfung des Rauschgiftes Chrystal-Meth

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Der Deutsche Bundesrat hat am 11.7.2014 einen Beschluß gefaßt, in welchem er  – auf Antrag des Bundeslandes Sachsen –  verstärkte Maßnahmen gegen das gefährliche Rauschgift Chrystal-Meth fordert. be2004_38_551
 
Hier der vollständige Text: Bundesrats-Beschluß
 
Daraus zitieren wir folgende Abschnitte, die sich vor allem mit der gesundheitlichen und psychischen Problematik dieser harten Droge befassen:
 
„Crystal ist eine sehr gefährliche Droge. Gründe hierfür sind einerseits das hohe Abhängigkeitspotential, das bereits mit dem Konsum geringster Mengen verbunden sein kann, und andererseits die erheblichen und großteils irreparablen physischen und psychischen Auswirkungen eines relativ kurzfristigen Konsums.
Der Konsum von Crystal hat neben den unmittelbar schädlichen Folgen für die Gesundheit der Konsumenten auch erhebliche Konsequenzen für das persönliche Umfeld sowie gesellschaftliche und fiskalische Auswirkungen.
 
Derzeit liegt der Schwerpunkt der Crystal-Problematik bei den Bundesländern, die an die Tschechische Republik grenzen. Die Entwicklung der Rauschgiftdelikte ist maßgeblich auf einen Anstieg Crystal bezogener Straftaten zurückzuführen. So sind beispielsweise im Jahr 2013 mehr als die Hälfte aller Rauschgiftdelikte auf Crystal bezogene Delikte zurückzuführen.  Wasser-008-2-4-2
 
Analog dazu entwickelten sich die Fallzahlen von 96 Fällen in 2009 auf 1.621 im Jahr 2013. Damit einhergehend erhöhte sich im gleichen Zeitraum die Sicherstellungsmenge von 2,05 kg auf 14,96 kg. Selbst unter Berücksichtigung der Sicherstellungen des Zolls dürften die aufgeführten Betäubungsmittelmengen lediglich einen Bruchteil des tatsächlich verfügbaren Crystals darstellen
 
Die gesundheitlichen Folgen des Crystal-Konsums zeigen sich neben einem steigenden Beratungsanteil in der ambulanten Suchthilfe ebenso in steigenden Fallzahlen der stationären Behandlung, die von 102 Fällen 2009 auf 681 Fälle 2012 für Patienten mit einem Wohnort in Sachsen angewachsen sind, sowie in der Entwicklung abgeschlossener stationärer Rehabilitation-Leistungen.
 
Neben den schädlichen Folgen für die Konsumenten hat die Entwicklung der Crystal-Problematik auch erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen. Genannt seien hier beispielhaft die Kosten für die notwendigen Therapien, ärztlichen Behandlungen, die notwendige Unterbringung in psychiatrischen Einrichtungen und die Betreuung von Personen, die aufgrund ihrer Abhängigkeit dauerhaft nicht mehr in der Lage sind, ein selbständiges Leben zu führen. paragraph_300x3001
 
Vor dem Hintergrund dieser vielfältigen Auswirkungen bedarf es neben einer Verstärkung von repressiven Maßnahmen auch eines länderübergreifenden und gesamtgesellschaftlichen Ansatzes zur Bekämpfung von Crystal, insbesondere zur Suchtprävention.
Crystal wird derzeit überwiegend in östlichen Nachbarländern hergestellt und nach Deutschland geschmuggelt. Durch den Wegfall der regelmäßigen Grenzkontrollen hat sich das Entdeckungsrisiko für Konsumenten und Drogenhändler stark reduziert.
Der Intensivierung gezielter, an Ermittlungen und behördenübergreifenden operativen Lagebildern ausgerichteten polizeilichen Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen, vor allem in grenznahen Gebieten, kommt daher besondere Bedeutung zu.“

Sinnsuchenden jungen Menschen mehr christliche Werte und Ideale vermitteln

Von Christa Meves    

Meves

Da habe ich nun 45 Jahre lang unserer Bevölkerung zu vermitteln versucht, dass eine Gesellschaft, welche die Familie, speziell die Mütter, die Autorität, Hierarchie und christlichen Glauben abzuschaffen sucht und an deren Stelle die Entfesselung der Sexualität setzt, auf dem falschen Weg ist, wenn sie Zukunft haben will.

Doch dann bedarf es nur eines einzigen Terroranschlags im Zentrum von Paris, um in den Medien einen Umstand sichtbar zu machen, der bisher harthörig verschwiegen wurde: Es kommt ans Licht, dass einige tausend junger Männer, ja sogar auch über tausend Mädchen mit unserer „WERTE-Gesellschaft“ wenig zufrieden waren und sind.

Deshalb haben sie sich muslimischen Propheten des „Islamischen Staates“ und seinen Zielen zugewandt. Diese Hassprediger flanieren schon seit Jahren mit Werbeveranstaltungen dafür in vielen Städten unserer Republik. Dadurch haben sich besonders Jugendliche so das Herz wärmen lassen, dass sie in den Jemen umsiedeln mussten, um „Allah“ zu dienen und, wenn nötig, für diesen auch ihr Leben zu lassen  –  im „gerechten“ Krieg eines hohen Kampfes gegen den Feind: gegen eine korrupt geldsüchtige und zur Sittenlosigkeit verkommene Gesellschaft Europas. Logo Christustag

Diese späte Aufdeckung wird vor allem vorangetrieben durch verständige einheimische Muslime, die die deutschen Schul- und Ausbildungsinstitutionen bereits durchlaufen haben. Diese rufen nun den inländischen Instanzen beschwörend zu, bei diesem Problem nicht an den Symptomen zu kurieren, sondern die echten Ursachen in den Fokus zu stellen, nämlich die Anfälligkeit für eine Verführung so vieler junger Menschen; denn es sei zu vermuten, dass diese Deutschen nun vielleicht Terrorakte auch für ihr Heimatland im Gepäck haben, nachdem sie mit solchen Zielen dorthin eingeschleust worden seien.

Auch Rachsucht gegen die Ausbildungsverhältnisse im eigenen Land könnten doch dabei mit im Spiele sein. „Ändert Euer Schulsystem“, rufen diese Mahner unseren Regierenden zu; „denn dort fehlt Euren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu einer klaren geistigen Orientierung, der Anregung zu begeisterter Einsatzbereitschaft für Eure eigene Kultur.“

Diese Kinder haben laut Bericht meist Unverständnis für ihre echten Lebensbedürfnisse erfahren. Sie haben ein sie verwirrendes, keine Behütung, keine Liebe, keinen Halt gebendes Umfeld durch ihre gesamte Kindheit hindurch erleben müssen. Innerlich unzufrieden – meist schon von der ersten Lebenszeit an – müssen sie nun suchen nach dem Echten, dem Eigentlichen, dem Richtigen , ohne auch nur zu ahnen, was das sein könnte. afc127c26a

Und für solche so suchenden Kinder sind die Großfallen umso mehr zum Verschlungen-werden geöffnet, je eher alle unklaren Aktivitäten ihres Suchens vergeblich waren, je öfter sie scheiterten, je mehr sie bei den Gleichaltrigen zu schwarzen Schafen und von den Erwachsenen zu Losern gestempelt wurden. Ich möchte hinzusetzen: In jedem depressiven Amokläufer, in jedem Koma-saufenden Wohlstandsverwahrlosten und deshalb auch in jedem Terroristen steckt unter einer explosionsbereiten Decke des Zorns ein verzweifeltes Kind.

Daraufhin angesprochen antwortete in einer der Talkshows zu diesem Thema in der vergangenen Woche der Angehörige einer Hilfsorganisation: „Aber um ihnen wirklich herauszuhelfen, braucht jeder Einzelne eine Langzeittherapie….“  –  „Woher dann aber (bei den so mächtig angestiegenen Fällen) all die Engel (unter den Therapeuten) nehmen?“, fragte ich – diesen gefährlichen Missstand für das kommende Jahrhundert prognostizierend – in meinen Schriften bereits ab 1970.

Späte Stunde also – aber doch keine ohne Hoffnung. Wären wir alle nur jetzt aufgeschreckt genug, um zu erkennen, dass wir uns schnellstens der geistigen Grundlagen unserer Hochkultur besinnen und bußfertig umkehren sollten – aufwachend und erkennend, dass kein Vorbild-geben von „Werten“ für unsere Kinder geschehen kann, wenn wir die Instanz, die sie für uns Menschen erstellte, hochmütig vernachlässigen. Nur dann können die so unaufgebbaren Werte – vom inkarnierten Gott einst eigenhändig übermittelt – für uns fruchtbar werden. Wir brauchen einen echt christlichen Religionsunterricht als Kopffach an unseren Schulen.


Mögliche Wirkung von Scheinmedikamenten: Placebo- und Nocebo-Effekt

Auch Pillen ohne Wirkstoff können wirksam sein…

Erwartungen, Ängste und Hoffnungen beeinflussen den Erfolg von medizinischen Behandlungen, im Guten wie im Schlechten. Sie können eine Zuckertablette so wirksam wie ein Medikament machen, aber die Wirkung eines Medikaments auch aufheben  –  und sogar Nebenwirkungen verursachen.

Zumindest laut einem Artikel im Standard entscheidet ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch über die Wirksamkeit von Schmerzmitteln.

Bekommt ein Patient ein Medikament vom Arzt verschrieben, erwartet er meist, dass es ihm nach dessen Einnahme besser geht. Die Forschung zeigt, dass schon allein die Erwartung einer Besserung dazu beiträgt, sich gesünder zu fühlen, unabhängig von einem Wirkstoff.

Gibt ein Arzt seinem Patienten ohne dessen Wissen wirkungslose Zuckerpillen als Scheinmedikament (Placebo), wird sich der Patient in vielen Fällen ebenfalls besser fühlen. Mediziner nennen dieses Phänomen den Placebo-Effekt.

Nebenwirkungen durch Nocebo-Effekt

Der hat allerdings einen bösen Bruder, denn die Behandlung mit einem Scheinmedikament kann allein durch die Erwartung genauso wie bei einem echten Medikament auch Nebenwirkungen auslösen.

Wissenschaftler sprechen vom Noceboeffekt. Nocebo heißt übersetzt „Ich werde schaden“, im Gegensatz zu Placebo: „Ich werde gefallen“. Placebo und Nocebo beschränken sich aber nicht nur auf Tabletten ohne Wirkstoff.

Alles, was dem Patienten den Eindruck vermittelt, medizinisch behandelt zu werden, kann Placebo- und Noceboeffekte auslösen: ein Gespräch, Handauflegen, mit Nadeln piksen…einfach alles, was im Auge des Patienten nach Therapie ausschaut.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.medizin-transparent.at/nocebo-wenn-nichts-schadet


Esoterisch beeinflußte, falsche „Erinnerungen“ an sexuellen Mißbrauch in der Kindheit

Aufschlußreicher Bericht der Beratungs-und-Aufklärungs-Webseite  „NRW-Sekten-Info“:

„In unserer Beratungsstelle Sekten-Info Nordrhein-Westfalen hatten wir in den letzten Jahren vermehrt Fälle, in denen es um die Aufdeckung eines angeblichen sexuellen Missbrauchs in der Kindheit durch esoterische Therapieangebote ging.

Da die Folgen sowohl für die KlientInnen als auch für die Angehörigen in der Regel sehr einschneidend sind, soll diesem Phänomen hier nachgegangen werden.

Exemplarisch möchte ich zwei Fälle aus der Beratungsstelle des Sekten-Infos schildern:

Frau R. (40 Jahre) wendet sich aufgrund von Eheproblemen an eine Heilpraktikerin. Bald kommt das Gespräch auf die Scheidung der Eltern zu sprechen, und wie sehr die Klientin als Kind unter dieser Trennung gelitten hat. Die Beraterin gibt sich mütterlich und fürsorglich. Frau R. fühlt sich aufgehoben und fasst schnell Vertrauen zu der Heilpraktikerin.

Nach einiger Zeit erläutert diese ihre Theorie, dass jeder Mensch entweder Täter oder Opfer von sexuellem Missbrauch sei. Ohne dass die Klientin das Thema selbst anspricht oder Erinne­rungen in diese Richtung hat, wird ihr immer wieder suggeriert, dass ein Missbrauch stattgefunden haben muss. Schließlich übernimmt Frau R. den Missbrauchsvorwurf, konfrontiert ihre Eltern und stellt schließlich eine Strafanzeige. Den Kontakt bricht sie ab.

Als Frau R. nach einigen Jahren das Umfeld der Heilpraktikerin verlässt, meldet sie sich in unserer Beratungsstelle. Nach all den Jahren ist sie sich sicher, dass die damaligen Vorwürfe haltlos sind. Vor allem schämt sie sich, dass sie sich hat manipulieren lassen. Große Schuldgefühle gegenüber den Eltern machen ihr zu schaffen.

In den Beratungs­gesprächen werden die damalige Lebenssituation sowie die lebensgeschichtlichen Aspekte zu einem Erklärungsmodell herangezogen, um zu klären, warum die Klientin zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens für diesen Weg offen war. Langsam bringt Frau R. Verständnis für ihre damalige Notlage auf. Ihre Wut verlagert sich weg von der eigenen Person hin zu der unseriösen Beraterin. Diese hat die Bedürftigkeit der Klientin für ihre Zwecke ausgenutzt. Hinsichtlich der Zukunftsplanung wurden Überlegungen angestellt, wie Frau R. wieder Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen kann.

Frau B. (65 Jahre) meldet sich in großer Verzweiflung in unserer Beratungsstelle. Ihre erwachsene Tochter hatte auf Anraten ihres Arztes an einer sogenannten Familienauf­stellung teilgenommen, die von der Ehefrau des Arztes durchgeführt wurde. Diese war ebenfalls Ärztin, praktizierte allerdings nicht mehr als solche. Zu dieser Familienaufstellung hatte die Tochter auch eine ihrer Schwestern mitgenommen.

Die Aufstellung hatte unter anderem ergeben, dass zwei weitere Geschwister angeblich nicht die leiblichen Kinder des Vaters seien. Diese seien nach Vergewaltigungen der Mutter durch deren Vater geboren worden. Dieses Familiengeheimnis sei nun gelüftet worden.

Die Töchter hätten sie nach der Fami­li­enaufstellung völlig fassungslos mit dieser angeblichen Wahrheit konfrontiert. Es sei ihr nicht gelungen, die Töchter vom Gegenteil zu überzeugen. In ihrem Ärger und ihrer Hilflosig­keit sei sie am nächsten Tag mit zu dieser Veranstaltung gegangen, um das Ganze richtig zu stellen. Es habe einen großen Tumult gegeben, die Ärztin habe sie der Lüge bezichtigt und letztendlich aus der Praxis geschmissen. Die Töchter seien noch immer völlig aufgelöst und sie wisse nicht, was sie jetzt tun solle.

Frau B. konnte ihre Töchter motivieren, mit in unsere Beratungsstelle zu kommen. Die Fami­lie war sehr überrascht, dass uns Frau Dr. Sch. von früheren Beratungs­fällen bekannt war. In der Beratung konnten wir zunächst durch Informationen über die sehr unprofessionell durchgeführten Familienaufstellungen die Gemüter beruhigen.

So stellte sich heraus, dass alle Familienaufstellungen an jenem Wochenende um Familien­geheimnisse kreisten, die die Themen Vergewaltigung und sexueller Missbrauch beinhal­teten. Auch wurden Informationen über den Unterschied zwischen einer professio­nell durchge­führten Familientherapie und der Pseudotherapie von Frau Sch. gegeben. Die Glaubwür­digkeit der Ärztin konnte angekratzt werden.

Allerdings blieb bei einer der Töchter ein Rest von Skepsis der Mutter gegenüber. Auf Anregung der Beratungsstelle beschloss die Mutter, einen Vaterschaftstest durch­führen zu lassen. Dieser ergab das eindeutige Ergebnis, dass alle vier Kinder tatsächlich durch den Vater gezeugt wurden. Danach wurde von unserer Seite Anzeige bei der Staatsan­waltschaft Essen erstattet. Frau Sch. musste 3000 Euro Strafe bezahlen.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=200&Itemid=1