Heute Abend beginnt jüdisches Sukkot-Fest

Heute Abend (20.9.) beginnt das jüdische Laubhüttenfest, das an die Wüstenwanderung der Hebräer nach dem Auszug aus Ägypten erinnert.    ​​

Fünf Tage nach Yom Kippur (Versöhnungsfest) wird Sukkot gefeiert, das die Bibel (Lev. 23,34) als das „Fest der Laubhütten“ bezeichnet.

Sukkot ist eines der drei Feste, die bis ins Jahr 70 n. Chr. mit großen Pilgerfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurden und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind. Sukkot erinnert an den Auszug aus Ägypten (13. Jh. v. Chr.), außerdem wird für eine reiche Ernte gedankt.

In einigen Kibbuzim wird Sukkot als Chag Ha-Asif (Erntefest) gefeiert. Hier stehen dann Themen wie das zweite Einbringen des Getreides und die Ernte der Herbstfrüchte, der Beginn des landwirtschaftlichen Jahres und der erste Regen im Mittelpunkt.  

Während der fünf Tage zwischen Yom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende von Haushalten und Geschäften Sukkot–Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt.

Diese Laubhütten sind jenen Hütten nachgebildet, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten.  

Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind.

Im ganzen Land errichtet man Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen. Jede Militärbasis hat ihre Laubhütte. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.  

Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäß der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche – jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag – sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schließen gänzlich oder sind halbtags geöffnet.

Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.  

Die Woche nach dem Laubhüttenfest und somit dieser gesamte Festtagszyklus enden mit Shmini Atzeret, der „heiligen Versammlung am achten Tag“ (Lev. 23,36), der mit Simchat Thora, dem Thorafreudenfest (Fest der Gesetzesfreude), verbunden wird.

Die Feiern an Shemini Atseret/Simchat Thora konzentrieren sich auf die Thora – die Fünf Bücher Mose. Das Fest ist dafür bekannt, dass öffentlich mit den Thorarollen im Arm getanzt wird.

An Simchat Thora werden Schluss und Anfang der Thora gelesen, damit kommt der Jahreszyklus der Thoralesungen zu einem Abschluss und wird sogleich wieder aufgenommen. Nach Sonnenuntergang richten viele Gemeinden meist unter freiem Himmel weitere Festaktivitäten aus, die nicht mehr durch die rituellen Bestimmungen des Feiertages eingeschränkt werden.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/AboutIsrael/Feiertage/Pages/Sukkot.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+20.09.2021#p

Fotos: Konrad Ruprecht


Israelischer Autor und Judenchrist Pülz verteidigt Aussagen von Papst Franziskus

Von Klaus Moshe Pülz

Es handelt sich keineswegs um eine Abfälligkeit gegenüber dem Judentum, wenn Papst Franziskus äußerte, daß das Heilsverständnis im Judentum mit seinen 613 Verboten und Geboten obsolet bzw. durch den Neuen Bund überwunden sei.

Es ist tragisch, daß nach fast zweitausend Jahren der Zerstreuung unter den Nationen als Strafzumessung Gottes gegenüber dem Volke Israel aufgrund der Verwerfung seines Messias in Knechtsgestalt (Jesaja Kap. 53 „Ewed haSchem“) das Judentum noch immer nicht erkannt und anerkannt hat, daß der Messias in der Person Jesu (hebr.: Jeschua) den „Neuen Bund“ repräsentiert.

Er wurde bereits von Jeremia 31,31-34 als „Neuer Bund“ angekündet, da Israel den „Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich es aus Ägypten führte“, nicht gehalten hat. Daher wurde Israel und der Welt universal ein NEUER BUND geschenkt, der ein ERKENNTNISBUND sein werde.

Zwar nennen sich die ultraorthodoxen Juden „Datim“ vom hebräischen „la-da’at“ (wissen, erkennen), aber sie haben noch immer nicht erkannt, daß nur durch das Blut des geopferten Messias am Kreuz von Golgatha Versöhnung mit Gott und Rechtfertigung vor Gott erlangt werden kann.

Unabhängig von allem Versagen der institutionellen Kirche und getaufter Despoten bleibt Gottes universales Heilsangebot bestehen, indem all jene Seligkeit erhalten werden, die in dem Messias Jeschua den einzigen Weg und die einzige Wahrheit erkannt haben, in dem Menschen ewiges Heil erlangen können.

Dies verkündete der Heiland explizit in Joh. 14,6, wonach ER selbst dieser – einzige – Weg sei, der die einzige Wahrheit repräsentiert und damit auch die einzige Wahrheit und damit das ewige Leben konstituiert. Der Messias Jeschua betont unmißverständlich: „Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater kennen“ (Vers 7).

Da die Juden noch immer auf einen Messias warten, der sich auf Einzelvorschriften aus der Torah bezieht, wie Mesusot an den Türpfosten oder den Zizit am Talit (Gebetsschal), die in Wahrheit Gedankenstützen sind, daß der Ewige uns die Zehn Gebote verordnet hat, steht in der Gefahr, einen irdischen Herrscher als Messias anzunehmen, der nur im eigenen Namen aufstehen wird (Joh. 5,43).

Sollte es diesem auch noch möglich sein, den Dritten Tempel zu errichten, würde er nach jüdischem Verständnis die Voraussetzungen des Messias erfüllen (2.Thess. 2,1-4).

So ist es absurd und das Ergebnis des Unglaubens, wenn große Teile vor allem der sephardischen orthodoxen Juden den „Lubawitscher Rebben“ Schneerson als Messias verherrlichen, der weder in Bethlehem geboren wurde (Micha 5,1) noch jemals israelischen Boden betreten hat und 1992 in New York verstarb. Und den ich in einer Zeitungsveröffentlichung in Israel als Nicht-Messias verkündete.

Es ist und bleibt eine Tragik, daß das Neue Testament in jüdischen Augen als „Sündenrolle“ bezeichnet wird. Und während über zwei Milliarden Menschen auf  der Erde an den jüdischen Messias Jeschua glauben, verweigert noch immer das Judentum ihm in seiner Knechtsgestalt die Gefolgschaft.  

Unser Autor ist deutsch-israelischer Leiter des judenchristlichen „Institut für Israels universale Berufung“ (Machon le-cheker am olam) und Herausgeber der Zeitschrift „Bote Neues Israel“

Übersetzung des Beitrags in Englisch:

There is per se nothing derogatory in Pope Francis‘ comments as to Judaism, when he uttered, that the Jewish concept of salvation with its 613 commandments (or Mitzvot) were obsolete.

It is tragic, that even after nearly two thousand years of dispersion amongst all the nations of this world as divine sentence and judgment (according to the Torah) upon the people of Israel further their rejection of His Messiah in the figure of the Lord’s servant (Isaiah c. 53, „eved-hashem“), Judaism still has not recognized nor accepted that the Messiah Jesus (Yeshua) represents the „new covenant“ according to Jeremiah’s prophecy (c. 31:31-34), not be(ing) like the covenant I made with their fathers, when I took them by the hand to lead them out of the land of Egypt, a covenant which they broke„. Hence the necessity of a new – and universal covenant that the LORD grants us, which will be a covenant of insight and intimate cognition of the heart (Hebr. da’at). It is obvious that especially our ultraorthodox religious folks (Hebr. dati’im) do not grasp the LORD’s intentions, when they refuse to acknowledge that solely the blood of the Messianic sacrifice on the cross of Calvary could achieve „atonement“ and justification from the LORD once and for all.

Above and beyond all (criminal!) failure of the institutional Church(es) and baptized despots, His universal offering of salvation persists for each and every one who acknowledges and accepts this exclusive way and sole truth in the Jewish Messiah Yeshua, through whom man achieves eternal redemption. This was also the explicit preaching of the Messiah himself in John c. 14:6, whereby He exclusively is the way, the representative of divine truth and thus also the holder of eternal life. Hence he underscored unambiguously that „if you really know me, you will know my Father as well“ (verse 7).

But while Jews still await a Messiah, who will relate to the specific commandments from the Torah, e.g. to the mezuzah on the doorpost or the tzitzit attached to the four corners of the tallit, the prayer shawl, which in truth are mere „memory aids“ constantly reminding us of the fact that the Lord gave us His commandments, we are left in constant danger of receiving an earthly ruler as Messiah, who will come in his own name (John 5:43). And should he even be able to build and erect a third temple, he would fulfill the all the premises according to the Jewish (Rabbinic) concept of Messiahship (2 Thess. 2:1-4). Hence the absurdity and result of unbelief, when large swathes of (even Sephardic) Jewry glorified the „Lubavitcher Rebbe“ Schneerson as Messiah of sorts who was not even born in Bethlehem (acc. to Micah 5:1) nor ever set foot on Israeli soil and ultimately died in New York in 1994. It was me who at the time proclaimed in a publication in the Israeli press that he was a non-Messiah (and hence a false Messiah).

Thus, the tragedy persists, when the New Testament is still being denounced by Jews as „avon-gilyon“, i.e. as false or sinful revelation. And while already two billion people worldwide believe in the Jewish Messiah Jesus, Jewry continues to refuse allegiance to the Servant of the LORD.

Signed: Klaus Moshe Puelz, Chairman of the „Institute for Israel’s Universal Vocation“

Translation: Micha Owsinski

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Übersetzung (Hebräisch):

אין כהוא זה שום דבר פוגעני כלפי היהדות, כאשר האפיפיור פרנציסקוס התבטא, כי הבנת הגאולה ביהדות על תרי“ג המצוות והאיסורים אבד עליה הכלח. זו טרגדיה אמתית, שגם אחרי כמעט אלפיים שנות גלות בקרב כל אומות העולם שלפי התורה הקדושה אינן אלא גזירה משמיים וביטוי למשפט האלוהים על עמו ישראל בגין סירובו העיקש את משיח-ה‘ בדמותו כעבד-השם (ר‘ ישעיהו פרק נג‘), אין עוד הבנה מעמיקה יותר על תולדות עמנו וגורלנו בעת הזאת.

אין היהדות עדיין משכילה לתפוס ולהכיר בכך, כי בישוע המשיח עצמו מיוצגת ברית חדשה כפי שתוארה בידי ירמיהו הנביא (פרק נא‘ 31-34):

הִנֵּ֛ה יָמִ֥ים בָּאִ֖ים נְאֻם־יְהֹוָ֑ה וְכָרַתִּ֗י אֶת־בֵּ֧ית יִשְׂרָאֵ֛ל וְאֶת־בֵּ֥ית יְהוּדָ֖ה בְּרִ֥ית חֲדָשָֽׁה׃

לֹ֣א כַבְּרִ֗ית אֲשֶׁ֤ר כָּרַ֙תִּי֙ אֶת־אֲבוֹתָ֔ם בְּיוֹם֙ הֶחֱזִיקִ֣י בְיָדָ֔ם לְהוֹצִיאָ֖ם מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם אֲשֶׁר־הֵ֜מָּה הֵפֵ֣רוּ אֶת־בְּרִיתִ֗י וְאָנֹכִ֛י בָּעַ֥לְתִּי בָ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃

ומכאן גם ההכרח לברית חדשה לעם ישראל החובקת עתה זרועות עולם בבני אמונתו של אברהם אבינו:

כִּ֣י זֹ֣את הַבְּרִ֡ית אֲשֶׁ֣ר אֶכְרֹת֩ אֶת־בֵּ֨ית יִשְׂרָאֵ֜ל אַחֲרֵ֨י הַיָּמִ֤ים הָהֵם֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה נָתַ֤תִּי אֶת־תּֽוֹרָתִי֙ בְּקִרְבָּ֔ם וְעַל־לִבָּ֖ם אֶכְתְּבֶ֑נָּה 

ורק אז ובעקבות ההכרה בו יוכל הקדוש ברוך הוא שוב לומר:

וְהָיִ֤יתִי לָהֶם֙ לֵֽאלֹהִ֔ים וְהֵ֖מָּה יִֽהְיוּ־לִ֥י לְעָֽם׃

ורק כך ניתן יהיה „לדעת אותו“ באמת. אלא שנציגי היהדות הרבנית המנכסים לעצמם את מונופול ייצוג „היהדות“ אינם הגיעו עדיין לכדי ההכרה, כי דווקא רק בדמו של הקורבן המשיחי הצלוב על גולגולתא ניתן למצוא פיוס מאת ה‘ וצידוק בפניו (תהילים פרק פא‘ 14-15(.

ומעל כל הפשעים והחטאים מעשי ידי הכנסיות והרודנים המוטבלים עומדת שרירה וקיימת הצעת הישועה של הקדוש-ברוך-הוא, בה כל אלה אשר מכירים בישוע המשיח כדרך והאמת היחידה, בה ניתן לאדם להגיע אל נחלת הגאולה בת קיימא. זאת גם האמת לה נתן המשיח עדות, כאשר בישר, כי הוא עצמו הדרך, פני-האמת ולכן גם מחזיק בחיי האמת (לפי יוחנן יד‘ 6). על כן אף הדגיש כי אִלּוּ הִכַּרְתֶּם אוֹתִי גַּם אֶת אָבִי הֱיִיתֶם מַכִּירִים (שם, פסוק 7).

מכיוון שהיהודים עדיין ממתינים למשיח שממנו מצופה שיתייחס לתרי“ג מצוות כגון המזוזות והציציות בטלית, שלמען האמת אינן אלא מהוות „תזכורות“ תמידיות למתן התורה על ידי הקדוש-ברוך-הוא, הם דווקא מצויים בסכנה תמידית ללכת שבי אחרי שליט ארצי, אשר יופיע „בשם עצמו“, ולקבלו כמשיח מושיע (לפי יוחנן ה‘ 43). ואם יעלה בידו אף לבנות את בית המקדש השלישי אזי גם יוכיח את „משיחיותו“ לשיטתה של היהדות הרבנית (האיגרת השנייה אל התסלוניקים ב‘ 1-4). הנה כי כן, האבסורד ותוצאת האמונה במשיחיות-שקר, כאשר מפארים את הרבי מלובביץ‘ שניאורסון כאילו היה המשיח, שכידוע לא נולד בבית-לחם (לפי מיכה הנביא פרק ה‘ 1), רגליו לא דרכו בארץ ישראל וסופו שנפטר בשנת 1994 בניו יורק בגולה. הייתי הראשון להכריז עליו במודעה בעיתונות הישראלית כמשיח-שקר ולא-משיח.

זוהי טרגדיה, אם כן, שכתבי הקודש של הברית החדשה עדיין נתפסים בגדר „אוון/עוון גיליון“ ביהדות וזאת אחרי שבכל העולם כבר מעל שני מיליארד בני אדם מאמינים בישוע המשיח היהודי. ואילו דווקא היהדות עדיין מתעקשת לסרב ללכת בעקבות „עבד-השם“ ולהשליך עליו את יהבה.

בברכה

המכון לחקר עם עולם

קלאוס משה פילץ, יו“ר ומחבר

תרגום: מיכה אובסינסקי


Heute Abend beginnt das jüdische Wochenfest

Pressemeldung der Israelischen Botschaft:

Heute Abend beginnt Shavuot, das Wochenfest, an welchem der Erhalt der Tora auf dem Berg Sinai gefeiert wird.

Das Fest markiert zudem das Ende der Gersten- und den Beginn der Weizenernte. In den Kibbutzim und Moshavim, die eine bedeutende Rolle in Israels Landwirtschaft haben, bezeichnet Shavuot den Höhepunkt der Ernte des neuen Getreides und der ersten Reife von Früchten, darunter die sieben in der Bibel erwähnten Früchte des Heiligen Landes (Weizen, Gerste, Trauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln).

Die Thora (Lev. 23,22) beschreibt das Fest als Wochenfest (hebr. Shavu’ot) – wegen der Wochenzählung zwischen Pessach und Shavu’ot – und als den Tag, an dem neues Getreide und neue Früchte an die Priester im Tempel übergeben wurden.

Shavu’ot wird von der orthodoxen Bevölkerung mit vielen Stunden kontinuierlichen religiösen Lernens und in Jerusalem mit einer festlichen Gebetsversammlung an der Klagemauer begangen.

Nicht zu vergessen ist der christliche Feiertag Pfingsten, der am Sonntag und Montag begangen wird. Auch hierzu wünschen wir ein frohes Pfingsten!


Israel: Jüdischer Nobelpreisträger betont überragende Bedeutung der Bibel

„Das Bibelstudium formte das Volk Israel zu einer feinsinnigen und hervorragenden Nation“, erklärt Prof. Israel Aumann.

Der 83-jährige Mathematiker deutscher Abstammung mit israelischer und amerikanischer Staatsbürgerschaft erhielt 2005 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Juden gewannen, auch im Vergleich mit den christlichen und islamischen Völkern, die meisten Nobelpreise. Aumann führt dies auf „jüdische Werte“ zurück. IMG_0774

Wie kam es dazu, dass aus dem Mini-Volk von 14 Millionen 187 Juden den Nobelpreis gewannen? Aumanns Antwort darauf: „Es ist gut möglich, dass ein jüdisches Gen Juden dazu bringt, den wertvollen Preis zu erringen. Es ist eine Folge jüdischer Werte, wobei der wichtigste und höchste das Thorastudium ist.“ (Thora = 5 Bücher Moses, AT)

FOTO: Juden mit Gebetsschal und Kippa beim Lesen der Thora

Der israelische Rundfunksender Galei Israel wiederholte immer wieder, wie wichtig es sei, Gottes Wort zu lernen  – und betonte, dass dies sogar ein intellektueller Beruf sei. „Aus der Bibel wissen wir, dass Gott König Hiskia und sein Volk vor dem assyrischen König Sanherib bewahrte, weil sie die Thora gelernt hatten“, erklärte Aumann den Radiohörern:

„Wer diesen höchsten Wert achtet, der erntet in anderen Berufen und Umständen die Früchte davon. Das jüdische Heim ist voll von Büchern. Über alle Generationen hinweg haben die Juden diesen intellektuellen Beruf hoch geachtet.“

Quelle: http://www.israelheute.com


ISRAEL: Hochrangige Rabbis und jüdische Gelehrte schreiben an den Abt des Klosters in Latroun

Bestürzung und Bedauern wegen eines kürzlichen Anschlags auf das Trappistenkloster durch jüdische Extremisten

An P. Renee, Abt
Latroun-Trappistenkloster

Wir jüdischen Mitglieder und Unterstützer des Elijah-Interfaith-Institue, darunter Rabbiner, Lehrer und Gelehrte der jüdischen Studien, möchten zusammen mit anderen Bürgern Israels unsere tiefe Ablehnung der Akte des Vandalismus gegen Ihr Kloster ausdrücken, die ähnlichen Angriffen gegen Kirchen oder Moscheen im Heiligen Land gefolgt sind.

Wir sind sehr bestürzt darüber, dass Sie mit solcher Respektlosigkeit von anderen Mitgliedern unserer Glaubensgemeinschaft behandelt werden.

Nach unserem Verständnis ist die Erschaffung der Menschheit nach Gottes Abbild ein Leitmotiv der Thora.

Wir glauben, dass die Thora vollen Respekt für die unendliche Würde, Gleichheit und Einzigartigkeit jedes menschlichen Lebens vorschreibt, denn wir alle sind nach Gottes Ebenbild geschaffen.

Hier gibt es keinen Raum für Hass oder Bigotterie gegenüber denen, deren religiöses Tun sich von dem unsrigen unterscheidet.

Kirchenoberhäupter durften berechtigterweise fragen, welche Art der Werte-Erziehung unsere jüdischen Kinder erhalten. Das Elijah- Interfaith-Institut teilt diese Sorge, und wir arbeiten zusammen daran, Lehren des Judaismus ans Licht zu bringen, die damit einhergehen, dass die Liebe zur eigenen Gruppe nicht mit dem Hass auf andere gleichgesetzt werden darf.

Die Bürger Israels sind berufen, in Einklang mit dem Wohl der Menschheit zu stehen. Unsere Wege der Thora sind Wege der Güte und all ihre Pfade jene der Liebe. Diese und andere große Prinzipien sind die Richtlinien, mit denen wir unsere Tradition interpretieren und lehren.

In unserem Projekt der Theologie der Religionen sammeln wir Quellen, die mit der „jüdischen Theologie des Nächsten“ zusammenhängen und wertvolle Ressourcen für ein Modell des Judentums darstellen, das mit diesen vorhin genannten Idealen kompatibel ist.

Wir Gelehrten, Studenten und Bürger, die mit dem Elijah-Interfaith-Institut zusammenarbeiten, streben danach, unsere jüdischen Brüder dazu zu erziehen, unserem Schöpfer nachzueifern und sich daran zu erinnern, dass „der Herr gut zu allen ist und seine Barmherzigkeit sich auf alle Geschöpfe erstreckt.“

Wir hoffen, dass Sie unser ehrliches Bedauern über die vorgefallene Entweihung annehmen und unser Engagement begrüßen, uns noch mehr um gegenseitiges religiöses Verstehen im Heiligen Land zu bemühen.

In Freundschaft

Ihr Rabbi Dr. Alon Goshen-Gottstein (ausführender Direktor)

Im Namen der jüdischen Führungspersönlichkeiten und Gelehrten des Elijah-Institutes:

Die Namen der Unterzeichner:

•Rabbi Eliyahu Bakshi Doron, Rishon Letzion, ehemaliger Oberrabiner von Israel
•Rabbi Shear Yashuv Cohen, Haupt der rabbinischen Kommission für interreligiösen Dialog
•Rabbi Michael Melchior, ehemaliger Oberrabiner Norwegens und Israelischer Minister
•Rabbi Shlomo Riskin, Oberrabiner von Efrat
•Rabbi Mordechai Piron, ehemaliger Oberrabiner, IDF
•Rabbi Daniel Sperber, Bar Ilan Universität
•Rabbi Menachem Froman, Tekoa
•Rabbi Yehuda Gilad, Lavi
•Rabbi Shmuel Reiner, Tirat Zvi
•Rabbi David Bigman,  Ma’ale Gilboa
•Rabbi Ronen Lubich, Nir Etzyon

•Rabbi Daniel Kohn, Bat Ayin
•Rabbi Dov Singer, Rosh Yeshiva, Mekor Haim
•Rabbi Youval Cherlow, Rosh Yeshiva, Petach Tikvah
•Rabbi Dov Lipman, Bet Shemesh
•Rabbi Avi Giesser, Ofra
•Gilla Rosen, Jerusalem
•Rabbi Gilles Bernheim, Oberrabiner von Frankreich
•Rabbi Rene Shmuel Sirat, ehemaliger Obberrabiner von Frankreich
•Rabbi Jonathan Sacks, Oberrabiner von Großbritannien
•Rabbi Bengt Melchior, ehemaliger Oberrabiner von Dänemark
•Rabbi Menachem Hacohen, ehemaliger Oberrabiner von Rumänien

•Rabbi Berel Lazar, Oberrabiner von Russland
•Rabbi Michael Schudrich, Oberrabiner von Polen
•Rabbi David Rosen, ehemaliger Oberrabiner von Irland, Direktor des Amerikanisch-jüdischen Komitees für interreligiöse Angelegenheiten
•Rabbi Richard Marker, Vizestellvertreter des Internationalen Jüdischen Komitees für interreligiöse Angelegenheiten
•Rabbi Jonathan Wittenberg, London
•Rabbi Dov Linzer, „Yeshivat Chovevei Torah Rabbinical Seminary“, New York
•Rabbi Avraham Soetendorp, Amsterdam
•Reb Mimi Feigelson, Los Angeles
•Rabbi Eugene Korn, New Jersey
•Professor Reuven Kimelman, Brandeis University
•Professor Yehoyada Amir, HUC

•Professor Stanislaw Krajewski, Universität von Krakau
•Professor Elliot Wolfson, NYU
•Professor Benjamin Sommer, JTS
•Professor Marc Shapiro, Universität von Scranton
•Professor Menachem Kallus, Jerusalem
•Professor Gershon Greenberg, Washington
•David Nekrutman, „Efrat Jewish-Christian center“
•Yehuda Gellman, Ben Gurion Universität
•Professor Menachem Kellner, University of Haifa
•Paul Fenton, Sorbonne, Paris and CNRS, Jérusalem
•Peta Jones Pellach, The Elijah Interfaith Institute
•Professor Raphi Jospe, Bar Ilan University

Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz

Quelle: www.zenit.org