Freue dich, Tochter Zion, denn ich komme und wohne in deiner Mitte!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sacharija 2,7-9.14-15a:

Jerusalem wird eine offene Stadt sein wegen der vielen Menschen und Tiere, die darin wohnen. 
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Ich selbst – Spruch des HERRN – werde für die Stadt ringsum eine Mauer von Feuer sein und in ihrem Innern ihr Ruhm und ihre Ehre.
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Juble und freue dich, Tochter Zion; denn siehe, ich komme und wohne in deiner Mitte – Spruch des HERRN.
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An jenem Tag werden sich viele Völker dem HERRN anschließen und sie werden mein Volk sein und ich werde in deiner Mitte wohnen.

Unser neues schönes WEIHNACHTS-Plakat

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Gemälde: Evita Gründler


Die glaubensfrohe Advents-Liturgie der Kirche in der letzten Woche vor Weihnachten

Von Pfarrer Felix Evers

Die letzte Woche vor Weihnachten (17.-23. Dezember) kennt keine Heiligenfeste, sondern ist in der Liturgie der Kirche in besonderer Weise ausgestaltet, sei es durch die Lesungen der Heiligen Messe, sei es durch drei ausgesuchte Antiphonen zu den Psalmen im Stundengebet, die für Laudes und Vesper gleich sind. 

Vor allem sind hier aber die seit Amalar von Metz (775 – 850 n. Chr.) bezeugten altehrwürdigen O-Antiphonen zu nennen, die als Kehrvers zum Magnificat in der Vesper gebetet werden – und in der Kurzfassung auch als Halleluja-Vers in der Heiligen Messe des jeweiligen Tages.

Die Großen Antiphonen enthalten das ganze Mark der Adventsliturgie; Kardinal Newman nannte sie die „Herolde von Weihnachten“.

Die noch heute von uns gesungenen sieben O-Antiphonen weisen einen Acrostichus auf: Die Anfangsbuchstaben der Antiphonen ergeben, von der letzten zur ersten gelesen, als Antwort auf die letzte lateinische Antiphon: „Ero cras!“ („Ich werde morgen da sein!“).

Ich öffne also die Adventstürchen der letzten Werkwoche vor Weihnachten und bete die Fleh- und Sehnsuchtsrufe in der Vorfreude auf die Ankunft meines und unseres Erlösers.

17.12.       O WEISHEIT   (O  Sapientia…)

hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten –
die Welt umspannst du von einem Ende zum anderen,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht.

18.12.        O ADONAI  (O Adonai…)

Herr und Führer des Hauses Israel –
im flammenden Dornbusch bist du dem Mose erschienen
und hast ihm auf dem Berg das Gesetz gegeben:
O komm und befreie uns mit deinem starken Arm.

19.12.          O SPROSS AUS ISAIS WURZEL  (O Radix…)

gesetzt zum Zeichen der Völker   –
 vor dir verstummen die Herrscher der Erde,
dich flehen an die Völker:
o komm und errette uns,

erhebe dich, säume nicht länger.

20.12.       O SCHLÜSSEL DAVIDS   (O Clavis…)

Zepter des Hauses Israel –
du öffnest, und niemand kann schließen, du schließt,
und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes.

21.12.       O MORGENSTERN  (O Oriens…)

Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und erleuchte,
die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.

22.12.       O KÖNIG ALLER VÖLKER  (O Rex…)

ihre Erwartung und Sehnsucht;
Schlussstein, der den Bau zusammenhält:
O komm und errette den Menschen,
den du aus Erde gebildet
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23.12.       O IMMANUEL  (O Emmanuel…)

Unser König und Lehrer,
du Hoffnung und Heiland der Völker:
o komm, eile und schaffe uns Hilfe,
du unser Herr und Gott.

Die Anfangsbuchstaben der lateinischen Begriffe ergeben, von hinten nach vorne gelesen, den Satz „Ero cras“ – d. h.: „ Ich werde morgen da sein.“

Am 24. Dezember schließlich greife ich im Alten Testament zum Propheten Zefanija. Genau diese Lesung kommt in den katholischen Gottesdiensten immer am 21. Dezember vor, um die Vorfreude auf Weihnachten auszudrücken:

„Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.

Zur selben Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und jauchzend einen Freudentanz aufführen, weil es dich gibt.“

Ein Gott, der mir vergibt und vor Freude tanzt! Das ist Weihnachten! Oder wie es Paul Gerhardt in seinem Adventslied „Wie soll ich dich empfangen“ auf den Punkt bringt – mein Primizspruch übrigens: „Du kommst und machst mich groß.“

 

 

 


MARIA: Jungfrau aus Nazareth, Tochter Israels und Mutter des Messias

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Die selige Jungfrau Maria ist nicht allein ihrer Herkunft nach eine „Tochter Zion“, sondern auch hinsichtlich ihrer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.
tochterzion.
Dies bestätigt auch das Magnificat, ihr Lobgesang auf Gott, sehr schön und deutlich, denn dieses Dankgebet ist zugleich ein Befreiungslied für Israel, das an Gottes Großtaten für sein Volk und an seine Verheißungen erinnert, die in Christus, dem Messias Israels, ihrem Höhepunkt zustrebten.
 .
Dieser Aspekt wird von christlicher Seite nicht immer ausreichend beachtet  – teils auch verdrängt durch einen unausgegorenen religiösen Anti-Judaismus, der sich in der Geschichte allerdings sehr unheilvoll auswirkte. 

Wir verehren Maria, die Mutter unseres HERRN, als Urbild und Leitbild der Kirche. Als „Tochter Zion“ ist sie zugleich die Brücke (!)  – und nicht etwa eine Trennmauer  – vom Alten zum Neuen Bund.

In diesem Sinne schrieb Papst Paul VI. in seinem Apostolischen Schreiben „Signum Magnum“ (= Das große Zeichen) Folgendes:

„Du bist die neue Eva, die erhabene Tochter Zion, der Gipfel des Alten Bundes, die Morgenröte des Neuen Bundes, in der die „Fülle der Zeit“ angebrochen ist.

Du hast in Deinem Lobgesang die Ankunft des Ewigen begrüßt. Wir erbitten von Dir Demut und Großmut, damit wir die Aufgaben erfüllen, die Gott uns stellt.“


MARIA, die Tochter Zion, vom ewigen KÖNIG aufgenommen in den Himmel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 45 (44),11-12.16.18.

Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr,
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit;
ER ist ja dein HERR, verneig dich vor ihm!

Man geleitet sie mit Freude und Jubel,
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht;
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.

 


Heutige liturgische Festlesung zu „Maria Heimsuchung“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Zefanja 3,14-17:tochterzion

Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Der HERR hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der HERR, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten.

An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken! Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. ER freut sich und jubelt über dich, ER erneuert seine Liebe zu dir, ER jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.

 


Juble, Tochter Zion, jauchze, Jerusalem, denn der HERR ist in deiner Mitte!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Zefanja 3,14-17:

Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! TochterZion
Der HERR hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der HERR, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten.

An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken! Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. ER freut sich und jubelt über dich, ER erneuert seine Liebe zu dir, ER jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.