Zu Rolf Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“

Von Dr. Eduard  Werner

Wegen der aktuellen Todesmeldung von Rolf Hochhuth ist nun das Drama „Der Stellvertreter“ wieder in allen Gazetten.

Dieses Theaterstück aus dem Jahre 1963  entwickelte sich zur erfolgreichsten Fälschung der Weltgeschichte. Papst Pius XII. war keineswegs der kaltherzige Judenfeind, den Rolf Hochhuth frei erfunden hat. Das Gegenteil ist wahr.

Der Pontifex hat nicht geschwiegen, wie Hochhuth behauptet, sondern vielmehr in seiner Weihnachtsansprache vom Dezember 1942 erklärt, dass „Hunderttausende ohne eigenes Verschulden, nur wegen Ihrer Abstammung, dem Tode geweiht oder der fortschreitenden Verelendung und Vernichtung preisgegeben sind.“

Pius XII. hat vor allem auch gehandelt. Nach dem Zeugnis des jüdischen Historikers Pinchas Lapide und des römischen Oberrabbiners Israel Zolli hat dieser Papst zigtausende Juden gerettet, indem er sie im Vatikan und in den italienischen Klöstern untertauchen ließ.

Vor allem hat er Kontakte der deutschen Militäropposition zur britischen Regierung hergestellt. Siehe Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 22 (1974) Seite 299 – 341) Damit hat der Papst sogar die Existenz des Vatikan-Staates riskiert. 

Hochhuths Papstankläger Riccardo im Drama ist frei erfunden. Dagegen ist der reale Papsthelfer bei der Judenrettung, Pater Pankratius Pfeiffer, eine nachweisbare Persönlichkeit.  Nach ihm hat der römische Stadtrat aus Dankbarkeit eine Straße benannt. 

Der römische Oberrabbiner Israel Zolli schrieb über Pius XII. und die Judenrettung: „Im Laufe der Geschichte hat kein Held eine solche Armee befehligt, keine Streitmacht ist je kämpferischer gewesen und keine ist je so bekämpft worden wie die von Pius XII. im Namen der christlichen Nächstenliebe geführte.“ 

Ehe der jüdische Dirigent Leonard Bernstein am Sterbetag des Papstes mit dem New Yorker Philharmonischen Orchester begann, bat er um eine Minute Schweigen „für das Hinscheiden eines sehr großen Mannes, des Papstes Pius XII.“ 

Und die damalige israelische Außenministerin Golda Meir  telegrafierte an den Vatikan:

„Wir nehmen an der Trauer der Menschheit über das Hinscheiden seiner Heiligkeit, des Papstes Pius XII., teil….Als in dem Jahrzehnt des Nationalsozialismus unser Volk ein schreckliches Martyrium überkam, hat sich die Stimme des Papstes für die Opfer erhoben.  (Zitat aus: Pinchas Lapide in „Rom und die Juden“, S. 204)

Zudem hat der Protest der niederländischen Bischöfe gegen die Judendeportationen vom 26. Juli 1942 genau das Gegenteil von dem erreicht, was beabsichtigt war (es gab danach eine verstärkte Judenverfolgung, die auch Judenchristen miteinbezog). Aber das wollte Hochhuth nicht wissen.

Hochhuths Drama ist wohl eine der größten Fälschungen in der Weltgeschichte. Man möchte hoffen, dass wenigstens einige Theaterbesucher zwischen einer geschichtswissenschaftlichen Dokumentation einerseits und einer erdichteten Fiktion unterscheiden können.

HIER eine evangelische Würdigung von Pius XII.: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/07/evangelische-wuerdigung-papst-pius-xii-und-seine-rettungsaktionen-fuer-juden/

 


Die Predigt von Papst Franziskus in der Osternacht 2020 im vollen Wortlaut

OSTERVIGIL

HOMILIE VON PAPST FRANZISKUS

Vatikanische Basilika
Karsamstag, 11. April 2020

»Nach dem Sabbat« (Mt 28,1) gingen die Frauen zum Grab. So hat das Evangelium dieser heiligen Osternacht begonnen, mit dem Sabbat. Es ist der Tag des Ostertriduums, den wir am meisten vernachlässigen, weil wir gespannt darauf warten, vom Kreuz des Freitags zum Halleluja des Sonntags überzugehen. Dieses Jahr aber nehmen wir mehr denn je den Karsamstag wahr, den Tag der großen Stille. Wir können uns in den Empfindungen der Frauen an jenem Tag widerspiegeln.

Wie wir hatten sie das Drama des Leidens in den Augen, einer unerwarteten Tragödie, die allzu schnell eingetreten war. Sie hatten den Tod gesehen und sie hatten den Tod im Herzen. Mit dem Schmerz ging die Angst einher: Würden auch sie wie ihr Meister enden? Und dann die Zukunftsängste, alles musste wiederaufgebaut werden. Die Erinnerung war verwundet, die Hoffnung erstickt. Für sie war es die dunkelste Stunde, wie für uns.

Aber in dieser Situation lassen sich die Frauen nicht lähmen. Sie geben nicht den dunklen Mächten des Klagens und Trauerns nach, sie schließen sich nicht in den Pessimismus ein, sie fliehen nicht vor der Wirklichkeit. Sie vollziehen etwas Einfaches und Außerordentliches: in ihren Häusern bereiten sie wohlriechende Öle für den Leib Jesu zu. Sie verzichten nicht auf die Liebe – im Dunkel des Herzens entzünden sie das Erbarmen.

MARIA vertraut auf den Ewigen

Die Gottesmutter betet und hofft am Sabbat, dem Tag, der ihr gewidmet werden wird. In der Herausforderung des Schmerzes vertraut sie auf den Herrn. Ohne es zu wissen, bereiteten diese Frauen im Dunkel jenes Sabbats den »Anbruch des ersten Tages der Woche« vor, des Tages, der die Geschichte verändern sollte. Wie Same in der Erde war Jesus kurz davor, in der Welt ein neues Leben aufkeimen zu lassen; und mit dem Gebet und der Liebe halfen die Frauen der Hoffnung zu erblühen.

Wie viele Menschen haben in den traurigen Tagen, die wir erleben, wie jene Frauen gehandelt und tun es weiter, indem sie Keime der Hoffnung aussäen! Mit kleinen Gesten der Sorge, der Zuneigung, des Gebets.

Bei Tagesanbruch gehen die Frauen zum Grab. Dort sagt der Engel zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! […] Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden« (VV. 5-6). Vor einem Grab hören sie Worte des Lebens … und dann begegnen sie Jesus, dem Urheber der Hoffnung, der die Botschaft bestätigt und sagt: »Fürchtet euch nicht!« (V. 10).Habt keine Angst, fürchtet euch nicht – das ist die Botschaft der Hoffnung. Sie gilt uns, heute. Heute. Es sind die Worte, die Gott uns in der Nacht, die wir gerade erleben, wiederholt.

Heute Nacht erlangen wir ein Grundrecht, das uns nicht genommen werden wird: das Recht auf Hoffnung. Es ist eine neue, lebendige Hoffnung, die von Gott kommt. Sie ist nicht bloßer Optimismus, sie ist nicht ein Schulterklopfen oder eine freundliche Ermutigung, mit einem flüchtigen Lächeln. Nein. Sie ist eine Gabe des Himmels, die wir uns nicht selbst besorgen konnten.

BILD: Papstmesse am Ostersonntag mit wenigen Gläubigen im Petersdom

Alles wird gut, so sagen wir beharrlich in diesen Tagen und klammern uns dabei an die Schönheit unserer Menschlichkeit und lassen vom Herzen Worte der Ermutigung aufsteigen. Aber mit dem Verstreichen der Tage und der Zunahme der Ängste kann selbst die kühnste Hoffnung sich verflüchtigen. Die Hoffnung Jesu ist anders. Sie legt die Gewissheit ins Herz, dass Gott alles zum Guten zu wenden vermag, da er sogar aus dem Grab das Leben hervorgehen lässt.

Das Grab ist der Ort, aus dem nicht mehr herauskommt, wer hineingeht. Aber Jesus ist für uns herausgekommen, er ist für uns auferstanden, um Leben zu bringen, wo Tod war, um eine neue Geschichte einzuleiten, wo ein Stein daraufgelegt worden war. Er, der den Felsen am Eingang des Grabes umgestürzt hat, kann die Felsblöcke, die das Herz versiegeln, entfernen. Geben wir daher nicht der Resignation nach, legen wir nicht einen Stein über die Hoffnung. Wir können und müssen hoffen, denn Gott ist treu. Er hat uns nicht alleingelassen, er hat uns aufgesucht: Er ist in jede unserer Situationen gekommen, in den Schmerz, in die Angst, in den Tod.

Gib nicht auf: GOTT ist größer!

Sein Licht hat das Dunkel des Grabes erhellt, heute will es die dunkelsten Winkel des Lebens erreichen. Schwester, Bruder, auch wenn du im Herzen die Hoffnung begraben hast, gib nicht auf – Gott ist größer. Die Dunkelheit und der Tod haben nicht das letzte Wort. Nur Mut, mit Gott ist nichts verloren!

Mut: In den Evangelien kommt dieses Wort immer aus dem Mund Jesu. Ein einziges Mal sprechen es andere aus, um einem Bedürftigen zu sagen: »Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich« (Mk 10,49). Der Auferstandene, er richtet uns Bedürftige auf. Wenn du auf dem Weg schwach und hinfällig bist, wenn du fällst, dann fürchte dich nicht, denn Gott reicht dir die Hand und sagt zu dir: „Mut!“ Doch du könntest wie Don Abbondio sagen: »Den Mut kann sich einer ja nicht selber geben« (I Promessi Sposi, XXV). Du kannst ihn dir nicht geben, aber du kannst ihn erhalten wie ein Geschenk.

Du brauchst nur das Herz im Gebet zu öffnen, du brauchst nur den Stein vor der Öffnung deines Herzens ein wenig anzuheben, um das Licht Jesu eintreten zu lassen. Du brauchst ihn bloß einzuladen: „Jesus, komm in meine Ängste und sag auch zu mir: Nur Mut!“

Mit dir, Herr, werden wir geprüft werden, doch nicht erschüttert. Und welche Traurigkeit auch immer in uns wohnen mag, wir werden hören werden, dass wir hoffen müssen. Denn mit dir mündet das Kreuz in Auferstehung, denn du bist mit uns selbst im Dunkel unserer Nächte: Du bist Gewissheit in unseren Ungewissheiten, Wort in unserem Schweigen, und nichts wird uns je deine Liebe zu uns rauben können.

Das ist die Osterbotschaft, die Botschaft von Hoffnung. Sie enthält dann einen zweiten Teil, die Sendung. »Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen« (Mt 28,10), sagt Jesus. »Er geht euch voraus nach Galiläa« (V. 7), sagt der Engel. Der Herr geht uns voraus, immer geht er uns voraus.

„Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa“

Es ist schön zu wissen, dass er vor uns hergeht, dass er in unser Leben und unseren Tod gekommen ist, um uns nach Galiläa vorauszugehen, an den Ort nämlich, der für ihn und seine Jünger das tägliche Leben, die Familie, die Arbeit bedeutete. Jesus möchte, dass wir die Hoffnung dorthin bringen, in das Leben eines jeden Tages.

Aber Galiläa war für die Jünger auch der Ort der Erinnerungen, vor allem an den ersten Ruf. Nach Galiläa zurückkehren heißt sich daran erinnern, dass wir von Gott geliebt und gerufen worden sind. Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa. Es ist notwendig, dass wir den Weg wiederaufnehmen, indem wir daran denken, dass wir von einem unentgeltlichen Ruf der Liebe geboren und wiedergeboren werden dort, in meinem Galiläa. Von diesem Punkt aus sollen wir wieder neu aufbrechen, vor allem in Zeiten der Krise und der Prüfung. In der Erinnerung an mein Galiläa.

Da ist aber noch mehr. Galiläa war die von ihrem Aufenthaltsort Jerusalem am weitetesten entfernte Gegend – und dies nicht nur im geographischen Sinne: Galiläa war der Ort in größter Distanz zur Heiligkeit der Heiligen Stadt. Es war ein von unterschiedlichen Völkern bewohntes Gebiet, die verschiedenen Religionen angehörten; es war »das heidnische Galiläa« (Mt 4,15). Jesus sendet sie dorthin, er verlangt, von dort wieder zu beginnen.

Was sagt uns das? Dass die Botschaft der Hoffnung nicht in unsere heiligen Bezirke eingegrenzt werden darf, sondern zu allen gebracht werden muss. Denn alle brauchen es, dass sie ermutigt werden; und wenn es nicht wir tun, die wir »das Wort des Lebens« (1 Joh 1,1) mit Händen angefasst haben, wer wird es dann tun?

Wie schön ist es, Christen zu sein, die Trost zusprechen, die der anderen Last tragen, die ermutigen – Verkünder des Lebens in Zeiten des Todes zu sein! In jedes Galiläa, in jede Gegend der Menschheit, der wir angehören und die uns angehört, weil wir alle Brüder und Schwestern sind, wollen wir das Lied vom Leben bringen!

„Die Abtreibungen…mögen aufhören“

Setzen wir uns dafür ein, dass die Todesschreie verstummen, genug der Kriege! Die Produktion und der Handel von Waffen mögen gestoppt werden, denn wir bedürfen des Brotes und nicht der Gewehre. Die Abtreibungen, die das unschuldige Leben töten, mögen aufhören. Es öffne das Herz, wer hat, um die leeren Hände derer zu füllen, denen es am Nötigsten mangelt.

Die Frauen schließlich »umfassten seine Füße« (Mt 28,9); die Füße Jesu, die uns entgegengekommen sind und dafür einen langen Weg zurückgelegt haben, bis ins Grab hinein und heraus. Sie umfassten die Füße, die den Tod zertreten und den Weg der Hoffnung eröffnet hatten. Wir Pilger auf der Suche nach Hoffnung, heute umklammern wir dich, o auferstandener Jesus. Wir kehren dem Tod den Rücken und öffnen dir unsere Herzen, der du das Leben bist.

Quelle: http://www.vatican.va/content/francesco/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2020/4/11/veglia-pasquale.html


GOTT befreit alle, die dem Tod geweiht sind

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 102 (101), 2-3 ff
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HERR, höre mein Gebet!
Mein Schreien dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!
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Dann fürchten die Völker den Namen des HERRN
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der HERR baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.
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ER wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht ER nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den HERRN lobpreise.
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Denn der Ewige schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;
ER will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind.
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Trotz Corona-Krise: Deutsche denken kaum häufiger über ihren Tod nach

Lediglich elf Prozent der Deutschen denken angesichts des Coronavirus jetzt öfter darüber nach, was nach dem Tod kommen könnte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA-Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Demnach gaben 81 Prozent an, auch jetzt nicht häufiger darüber nachzudenken, was sie nach dem Tod erwartet.

Vor allem muslimische Befragte denken offenbar häufiger (23 Prozent) über das Leben nach dem Tod nach als vorher. Gleichzeitig tun dies 59 Prozent der Muslime nicht.

Sowohl die katholischen wie auch die protestantischen Teilnehmer der Umfrage liegen mit elf Prozent im Gesamtdurchschnitt derjenigen, die nun verstärkt darüber nachdenken, was nach dem Tod kommt. Bei den freikirchlichen Befragten sind es 15 Prozent. Der Anteil der Konfessionslosen, die angesichts der Corona-Krise häufiger als bisher über das Leben nach dem Tod nachdenken, ist mit neun Prozent etwas geringer als der Gesamtschnitt.

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Das „Sterbehilfe“-Urteil öffnet die Tür zur Euthanasie auf Verlangen

Von Birgit Kelle

In der vergangenen Woche entschied das Bundesverfassungsreicht über ein sehr ernstes Thema, das uns alle noch mehr beschäftigen wird, als uns wahrscheinlich lieb sein wird.

Man hat in Karlsruhe das generelle Verbot der gewerblichen Sterbehilfe als verfassungswidrig gekippt und damit die Türe geöffnet zur Euthanasie auf Verlangen und durch Sterbevereine wie sie in der Schweiz, in Belgien oder auch in den Niederlanden aktiv. 

Es ist nur ein kleiner Schritt vom „Recht zu sterben“ hin zur Pflicht zu sterben. Der „Freie Tod für freie Bürger“ ist eine Illusion jener, die denken, man könne die Büchse der Pandora nach Belieben öffnen und wieder schließen. 

Meinen Beitrag zu diesem schwierigen Thema finden Sie hier unter dem Link. Ein Ausschnitt daraus:

„In Kanada entschied sich jüngst ein ALS-Kranker zum assistierten Tod. Die Kostenübernahme zur nötigen 24-Stunden-Pflege zu Hause, damit er sein letztes Lebensjahr in der Nähe seines einzigen Kindes bleiben kann, hatte die staatliche Krankenkasse dem Vater verweigert. Die Kosten für den assistierten Selbstmord hat die Kasse jedoch bezahlt. Freiwilliger Tod?

Last Exit Schweiz war noch nie eine Verheißung, sondern letzte Konsequenz in einer Gesellschaft, die einem lieber beim Sterben als beim Leben helfen möchte.

In den Niederlanden diskutieren Kinderärzte gerade die Forderung, dass die Euthanasie auch für Kinder unter 12 Jahren doch möglich sein muss. Ab 12 Jahren ist es bereits legal. Ja, den Satz muss man erstmal sacken lassen.

In Belgien ist es seit 2014 ohne Altersbeschränkung bereits legal. Und wer genau entscheidet eigentlich über den mutmaßlichen Lebenswillen von behinderten Vierjährigen oder Neugeborenen? Die Ärzte, die Verwandtschaft oder die Krankenkasse, die das teure Leben pflegeintensiver Patienten bezahlen sollte?“


GOTT legt seine Gebote vor: Leben oder Tod, Heil oder Verderben, Segen oder Fluch!

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dtn 30,15 ff:
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Moses sprach zum Volke: Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor. 
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Wenn du auf die Gebote deines Gottes, auf die ich dich heute verpflichte, hörst, indem du den HERRN deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf seine Gebote, Gesetze und Rechtsvorschriften achtest, dann wirst du leben und zahlreich werden, und Gott wird dich in dem Land, in das du hineinziehst, segnen.
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Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst:
Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um es in Besitz zu nehmen.
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Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.

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Schweiz: Glaubensstarker Bischofsvikar Christoph Casetti aus Chur verstorben

Sein Leben für das Leben!

Der glaubens- und kirchentreue Geistliche Christoph Casetti (siehe Foto) starb am Sonntag, den 9. Februar 2020, in der schweizerischen Bischofsstadt Chur.  

Dr. Casetti, der 1974 zum Priester geweiht wurde, war seit 1982 für das Bistum Chur tätig, zuletzt als Bischofsvikar für die Glaubensverkündigung, als Mitglied im Bischofsrat sowie als Domprobst des Domkapitels.

Casetti war außerdem 22 Jahre lang Sprecher des Bischofs bis Ende 2010. 

Der ebenfalls glaubensstarke Bischof Wolfgang Haas berief Casetti 1990 zum Generalvikar für den Kanton Zürich bis 1993. Seitdem war er auch als kirchlicher Richter des Bistums Chur tätig.

Dr. Casetti engagierte sich besonders in der Ehe- und Familienseelsorge. Dabei vertrat er in aller Treue und Klarheit die katholische Lehre, auch in seinem Einsatz für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.

2018 erschien zu seinem 75. Geburtstag eine Festschrift mit dem Titel „Ein Leben für das Leben“. Trotz vieler Verwaltungsarbeiten sei Casetti „immer Seelsorger mit echt priesterlichem Herzen geblieben“, schrieb der damalige Oberhirte von Chur, Vitus Huonder, in seinem Vorwort.

Auch Bischof Huonder wagte es tapfer, dem Zeitgeist zu widerstehen, was ihm vielfache Anfeindungen  einbrachte.

Domvikar Casetti gehörte zu den ersten höheren Geistlichen, die sich bereits im Jahre 2011 für eine Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba („Der Löwe von Fulda“) aussprachen: https://www.aktion-kig.eu/2011/03/unterstutzung-fur-eine-seligsprechung/

Zusätzliche INFOs:

Bericht über einen Vortrag Casettis: https://www.bistum-regensburg.de/news/der-mensch-ist-das-ebenbild-gottes-weiss-er-es-noch-bischofsvikar-msgr-christoph-casetti-sprach-im-st-wolfgangsaal-in-regensburg-4563/

Weitere biographische Details: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2020-02/schweiz-chur-bischofsvikar-casetti-gestorben-vaduz-bistum-glaube.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

Casetti-Foto: Bistum Regensburg