Causa RAF-Grams: „Spiegel“ räumt Fehler ein

Der Spiegel hat schwerwiegende Fehler in seiner Berichterstattung über den Anti-Terror-Einsatz in Bad Kleinen im Jahr 1993 eingeräumt. Die damalige Titelgeschichte unter der Überschrift „Der Todesschuß“ habe auf einer „mangelhaft geprüften und falschen Aussage“ beruht und sei ein „journalistischer Fehler“ gewesen, heißt es im Bericht einer internen Untersuchungskommission, den das Blatt nun veröffentlichte.

Daß der Fall umfassend aufgearbeitet wurde, geht auf eine Forderung des früheren Generalbundesanwalts Alexander von Stahl zurück. Er hatte sich im Dezember 2018 an die Redaktion in Hamburg gewandt, nachdem das Magazin den Fälschungsskandal um seinen früheren Reporter Claas Relotius offengelegt hatte.

Von Stahl forderte, der Spiegel solle nun auch die Vorgänge um einen angeblichen Informanten aufklären, der behauptet hatte, bei der Polizeiaktion im Bahnhof von Bad Kleinen dabei gewesen zu sein. Auf dessen Aussage basierte die – bereits kurz danach als falsch erwiesene – Schilderung durch das Magazin, das Führungsmitglied der terroristischen RAF, Wolfgang Grams, sei von Polizisten in einer Art „Exekution“ getötet worden.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/spiegel-bad-kleinen/