ProChrist-Prediger Parzany gegen Spaltung und Diskriminierung von Ungeimpften

Der bekannte frühere Evangelist von ProChrist, Ulrich Parzany, hat sich in einer öffentlichen Erklärung gegen eine Benachteiligung und Herabsetzung von nichtgeimpften Personen gewandt und er warnt vor Spaltungstendenzen.

Der evangelische Pastor aus Kassel, Theologe, Autor und Gründer des evangelikalen „Netzwerks Bibel und Bekenntnis“, der selber zu den Geimpften gehört, ruft die Bürger und vor allem gläubige Christen zu Toleranz und Fairneß in den aktuellen Corona-Debatten auf.

In seiner aktuellen Stellungnahme heißt es:

„Wir erleben gegenwärtig eine Spaltung nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der christlichen Gemeinden durch unterschiedliche Bewertungen des Virus SARS-CoV-2, der COVID-19-Krankheit und der diesbezüglichen staatlichen Maßnahmen. Nutzen oder Schaden der Impfungen sind strittig.

Wegen der Verwendung von Zelllinien abgetriebener Kinder bei der Entwicklung oder Herstellung einiger Impfstoffe melden einige ethische Bedenken an. Andere sind überzeugt, dass die Nutzung dieser Impfstoffe für Christen vertretbar ist. 

Ich stelle fest, dass Christen nach gründlicher Prüfung der Informationen und Argumente sowie biblischer Maßstäbe zu unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Entscheidungen kommen...Ich meine, wir sollten tolerieren, dass Christen die Pandemie und die diesbezüglichen Maßnahmen unterschiedlich beurteilen…

Bei Anwendung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) werden alle, die sich nicht impfen lassen oder nicht von Covid-19 genesen sind, gezwungen, sich auf eigene Kosten immer wieder testen zu lassen, wenn sie an Versammlungen teilnehmen, Krankenhäuser, Altenheime, Restaurants u.a. besuchen wollen.

Dass Gottesdienste aktuell ausgenommen sind, ändert nichts daran, dass viele andere Veranstaltungen der Gemeinden und christlichen Organisationen von diesen Einschränkungen betroffen sind. Mitarbeiter in Kirchen und Gemeinden, die sich nicht impfen lassen wollen, werden erheblich in ihrem Dienst behindert.

Auch wir in der Fortsetzungsgruppe (Leitungskreis) des Netzwerks Bibel und Bekenntnis haben unterschiedliche Entscheidungen getroffen… Ich selber habe mich impfen lassen. Gemeinsam wenden wir uns aber gegen diskriminierende, sanktionierende und einschüchternde Maßnahmen durch gesellschaftliche Gruppen, staatliche und kirchliche Institutionen gegen Menschen, die ihr Recht wahrnehmen und sich nicht impfen lassen.

Ich hoffe und bete, dass die Pandemie und die damit verbundenen Nöte als Weckruf zur Umkehr zu Gott gehört werden, dass Christen sich nicht durch Angst bestimmen lassen, sich gegenseitig im Vertrauen auf Jesus stärken, zusammenhalten und den Menschen mit der Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus und durch Taten der Liebe dienen...“

Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://www.bibelundbekenntnis.de/aktuelles/zum-aktuellen-corona-konflikt/


Buurmann fordert Toleranz für Nichtgeimpfte

Der Kölner Schauspieler, Regiesseur und Blogger Gerd Buurmann äußert sich in einem gestern veröffentlichten Artikel unter dem Titel „Die Politik eröffent den Gladioatorenkampf“ zur zunehmenden Polemik gegenüber ungeimpften Bürgern, etwa wenn diese öffentlich als „Abschaum“ diffamiert würden, die angeblich „mitschuld“ seien am „Tod vieler Menschen“, wie ein Comedyshow-Veranstalter behauptet habe.

Empört schreibt der Künstler dazu: „Wenn ich sowas lese, möchte ich mir selbst meine Impfung wieder aus dem Körper saugen und sie diesem Typen vor die Füße spucken.“

Grundsätzlich plädiert das FDP-Mitglied Buurmann für Respekt und Toleranz: Unabhängig davon, wie man zu der Frage der Impfung steht, ob man für die Impfung ist oder dagegen, ob man selbst geimpft ist oder nicht, ob man seine eigenen Kinder impfen lässt oder nicht, wer andere Menschen verunglimpft und entmenschlicht, steht nicht auf der richtigen Seite.

Er fährt fort: „Unabhängig von dem medizinischen Nutzen des Impfstoffs wird hier die Impfung zu einer Taufe erhoben, die überhaupt erst dafür sorgt, das jemand als Mensch anerkannt und nicht mehr als „Abschaum“ diffamiert wird. In einem solchen Umfeld ist mir nicht zum Lachen zu Mute.“

Der Autor findet diese „ganze Entwicklung erschreckend“ und erinnert an das „christliche Prinzip der Nächstenliebe“.

Abschließend schreibt er u.a.: „Es gibt keinen Grund, seinen Nächsten zu diffamieren, vor allem dann nicht, wenn man selber geschützt ist, ob nun durch eine Impfung oder durch andere Maßnahmen.“

Quelle für die Zitate: https://tapferimnirgendwo.com/2021/08/11/die-politik-eroeffnet-den-gladiatorenkampf/


Kath. Theologe kritisiert unangemessene „Moralisierung“ gegen die Nicht-Geimpften

Mit einem Appell gegen eine überzogene Moralisierung der Impf-Debatte hat sich der Salzburger Theologe Prof. Andreas M. Weiß zu Wort gemeldet.

Der Ethik-Experte erklärte, ein zurückhaltendes „Anreizsystem“ für mehr Impfbereitschaft verstoße zwar noch nicht gegen individuelle Freiheitsrechte – wohl aber sei der „moralisierende Unterton“ in der Debatte unangebracht.

Wenn Menschen, die eine gewisse Skepsis gegen die – schließlich nur per Notfallzulassung ermöglichten – Impfungen an den Tag legen, durchwegs als „Impfverweigerer“ bezeichnet würden, so unterstelle man ihnen damit zugleich, „irrational und egoistisch“ zu handeln.

Dies lasse außer Acht, dass zum einen sehr wohl gute Gründe gegen eine Impfung – vor allem bei jüngeren Menschen – sprechen, seien die Langzeitfolgen doch bislang nicht absehbar; zum anderen gebe es mit Masken und Testen durchaus Maßnahmen, sich und andere vor Infektionen zu schützen.

Es wäre daher empfehlenswert, so der katholische Theologe, „in dieser Frage das Moralisieren zu lassen, auf Vergeltungswünsche gegenüber Impfverweigerern zu verzichten und ganz pragmatisch den tatsächlichen Gesamtnutzen zu beurteilen: Wird durch das Ende kostenloser Corona-Tests die Impfbereitschaft in nennenswerter Weise erhöht? Oder verschärft sich die Gefahr unkontrollierter Ansteckungen, wenn ungeimpfte Menschen wegen der Kosten auf regelmäßige Tests verzichten?“

„Toleranz gegenüber anderen Positionen und Respekt vor der Selbstbestimmung von Menschen, insbesondere, wo es um Gesundheitsfragen geht, sollten als unverzichtbare Grundwerte unserer liberalen Demokratie außer Frage stehen“, so der Salzburger Ethiker abschließend.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-08/impfdebatte-theologen-oesterreich.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Zur UEFA-Ablehnung der Regenbogencausa: Wie wird es bei der WM in Katar zugehen?

Die UEFA hat die Beleuchtung der Allianz-Arena im Regenbogen-Stil untersagt. Damit entspricht sie einer Intervention des ungarischen Außenministers, der sich zu Recht gegen dieses politische Statement im Rahmen der diesjährigen Europameisterschaft gewehrt hat.

Mariana Harder-Kühnel, familienpolitische Obfrau der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, begrüßt die Entscheidung der UEFA:

„Die Überheblichkeit, mit der Deutschland anderen EU-Mitgliedstaaten inzwischen begegnet, ist völlig fehl am Platz. Ein vielbeachtetes Fußballturnier dafür zu instrumentalisieren, die Politik Ungarns zu kritisieren, steht uns weder zu, noch ergibt sich irgendein Zusammenhang mit der Europameisterschaft.

Ungarn ist stattdessen für seine Politik zu beneiden. Es stellt nicht nur die herkömmliche Familie als Keimzelle der Gesellschaft in den Vordergrund, sondern verfolgt auch in Sachen Migrationspolitik eine völlig andere Agenda, die auch uns gut zu Gesicht stehen würde.

Jeden Einsatz für Vielfalt und Toleranz lässt die deutsche Politik hingegen vermissen, wenn es um die im kommenden Jahr in Katar stattfindende Weltmeisterschaft geht.

Bis heute ist Homosexualität in dem islamischen Land verboten und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft, außerdem werden dort Homosexuelle ausgepeitscht. Spannend ist dahingehend die Frage, ob man auch während der kommenden Weltmeisterschaft eine bunte Beleuchtung der Stadien in Katar fordert, dort ebenfalls mit ‚Respect‘-Emblem auf dem Trikot aufläuft und eine Kapitänsbinde im ‚Rainbow-Look‘ trägt.“


Kardinal Woelki entsetzt vom Antisemitismus

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki reagiert entsetzt auf antisemitische Angriffe wie brennende Israel-Fahnen und Steinwürfe auf Synagogen. Ihn mache diese Eskalation von Gewalt in besonderer Weise traurig, erklärte er in einem „Wort des Bischofs“ auf „domradio.de“.

„Gerade jetzt erstarken wieder antisemitische Kräfte“, kritisierte Woelki auch mit Blick auf die Ausschreitungen vor Synagogen im Erzbistum Köln und in anderen Teilen Deutschlands: „Der Weg in die Gewalt und die Ausgrenzung ist schnell und verführerisch.“

Die Christen wollten ihren Teil zu einem friedlichen Miteinander beitragen. So setze er sich als Kuratoriumsmitglied im Trägerverein für das laufende Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für Toleranz und gegenseitige Wertschätzung ein.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-05/deutschland-kardinal-woelki-entsetzt-gewalt-antisemitisch-not.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Israels Innenpolitik aus der Sicht eines judenchristlichen Gemeindeleiters in Israel

Von Klaus Moshe Pülz

Als Leiter der „Messianischen Bekenntnisgemeinschaft“ in Israel habe ich den Beitrag „Reise nach Jerusalem“ im FOCUS-Nachrichtenmagazin Nr. 15/2021 zur Kenntnis genommen.

Da es sich dabei um eine einseitige Darstellung der innenpolitischen Verhältnisse nicht nur in Israel handelt, ist eine entsprechende Ergänzung notwendig, wobei ich mich dabei kurz fassen möchte:

Das ultraorthodoxe Judentum besteht mit 613 Geboten und Verboten aus einer Gesetzesreligion. Nur wer sich an diese Regeln hält, erfüllt die Auflagen der Torah (5 Bücher Mose).

Ihr Beitrag berichtet davon, daß die streng gläubigen Juden „Türrahmen“ küssen. In Wahrheit handelt es sich dabei um „Mesusot“ (Metallhülsen), in denen das jüdische Glaubensbekenntnis „Schma Israel, Adonai elohenu, Adonai echad“ (Höre Israel, der HERR, unser Gott, ist (nur) einer)“ enthalten ist.

Mein Großvater Eilfeldt trug im Ersten Weltkrieg eine solche „Mesusah“ als Talisman um seinen Hals; meine Mutter nach dessen Tod in ihrer Geldbörse.

Juden küssen sowohl beim Eintreten als auch beim Verlassen eines Raumes die Mesusah am Türrahmen.

Der neutestamentliche Glaube ist ein Rechtfertigungsglaube, der Gnade und ein ewiges Leben für jene verheißt, die an das Opferblut Jesu am Kreuz glauben und dabei Gott von ganzem Herzen; Seele und Gemüte lieben und ebenso ihre Mitmenschen.

Der ultraorthodoxe Teil des Judentum kennt keine Toleranz gegenüber dem Christentum. Erst am vergangenen 1. März wurde ein vierter Brandanschlag auf ein christliches Kloster in Jerusalem verübt. Gegen mich wurde ein Anschlag in der Nacht vom 26. auf den 27. November 2008 verübt.

Andererseits forderten die einstigen Premierminister Itzchak Schamir und Schimon Peres die Bibel mit dem Neuen Testament bei mir in Israel an; dazu gehörte auch Israels Oberrichter Chaim Cohen, der gern mit mir zusammengearbeitet hätte.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, daß es in Israel seit dem 1.April 1978 ein so genanntes „Antimissionsgesetz“ gibt, das eine Person, die das Neue Testament propagiert, mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestrafen kann. Dieses Gesetz fand jedoch bis heute keine Anwendung! Allerdings gibt es die Aktivitäten der Antimissionsliga „Jad le– Achim“ (Hand den Brüdern), die auch für mannigfache Brandanschläge verantwortlich ist.

Wenn demzufolge die Angehörigen des jüdischen Volkes weltweit toleriert werden möchten, so beanspruchen dies auch all jene Israelis, die an die Heilstat des jüdischen Messias Jeschua (Jesus) glauben und wie dies der Prophet Jesaja im 53. Kapitel vorhersagt, wo von dem „leidenden Gottesknecht“ (hebr.: ewed haSchem) die Rede ist.

Darüber hinaus bilden die ultraorthotodoxen Juden bereits 14 Prozent Bevölkerungsanteil. Bei gleichbleibender Tendenz wird im Jahre 2050 die Hälfte des Staates Israel aus ultraorthodoxen Juden bestehen.

Da dieser Personenkreis eine eigene Curricula (Lehrplan) haben, der lediglich auf die Torah beschränkt ist, aber keine naturwissenschaftlichen und neusprachlichen Fächer enthält, sind diese Torah-Juden für den israelischen Arbeitsmarkt untauglich, zumal sie den obligatorischen Wehrdienst verweigern. Keine guten Aussichten für ein Volk und Staat, der seit seinem Bestehen ums Überleben kämpft.

Unser judenchristlicher und deutsch-israelischer Autor Klaus Moshe Pülz leitet u.a. das „Institut für Israels universale Berufung“ – Weitere Infos hier: www.zelem.de


Skandalöse Ereignisse an der Uni Hamburg: Die Freiheit der Wissenschaft ist gefährdet

Pressemeldung der LKR (Liberal-konservative Reformer):

Linksextreme Schreihälse haben heute die Durchführung der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Bernd Lucke an der Universität Hamburg verhindert.

Entgegen anderslautenden Berichten wurde die .Veranstaltung nicht nach einer Stunde abgebrochen. Bernd Lucke (siehe Foto) hat erst mit dem zeitlichen Ende der Vorlesung den Hörsaal verlassen.

Organisiert wurde dieser Anschlag auf die Freiheit der Wissenschaft vom AStA der Uni Hamburg unter dem dreisten Motto „Lucke lahmlegen – keine Lehre am rechten Rand“.

Unterstützt wurde der AStA dabei von der sogenannten „Antifa“, zu der offenbar enger Kontakt besteht. Hunderte Demokratiefeinde brüllten eine Stunde lang „Hau ab!“ bis hin zu „Nazi-Schweine raus aus der Uni!“

Die Kampagne des AStA gegen die Wiederaufnahme der Professur von Bernd Lucke ist unerhört. Wir müssen nach den heutigen Vorgängen feststellen, dass die Freiheit der Wissenschaft an der Universität Hamburg nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet ist.

Skandalös sind auch die Äußerungen des AStA-Vorsitzenden Karim Kuropka bereits zuvor auf einer eher mäßig besuchten, friedlich verlaufenen Kundgebung:

Der ganze AStA stehe dahinter, dass Bernd Lucke nicht lehren dürfe. Lucke habe „auch in der LKR konservative Politik gemacht“ und stehe für wirtschaftsliberale Prinzipien, die entschieden abzulehnen seien. „Solche Leute haben an der Uni nichts zu suchen.“

Er kenne Artikel zwei der Menschenrechtserklärung (Diskriminierungsverbot aufgrund politischer Ansichten), aber das spiele hier keine Rolle.

Dieser Rundumschlag gegen Toleranz, Liberalität, die grundlegenden Prinzipien unserer Demokratie und alles, was auch nur annähernd mit einer offenen Gesellschaft zu tun hat, muss jeden Demokraten alarmieren. Statt eines vernunftgeleiteten Diskurses wird Hass gepredigt und Hass geschürt.

Wer der Meinung ist, dass konservative und wirtschaftsliberale Positionen nicht an eine deutsche Universität gehören befindet sich auf der geistigen Wellenlänge eines Kim Jong Un.

Zu den Grundprinzipien eines Liberal-Konservativen gehört der aufrechte Gang des Menschen. Wir werden uns niemals den Brüllaffen beugen.

Wir erwarten, dass Gleiches auch für das Präsidium der Universität und die etablierten Parteien und Fraktionen gilt, deren demokratische Solidarität mit Bernd Lucke wir bislang vermissen und auf deren zukünftige Haltung wir überaus gespannt sind.

Liberal-Konservative Reformer, Mühlenstraße 8a in 14167 Berlin
E-Mail: juergen.joost@lkr.de 
Facebook:facebook.com/juergenjoost  – Twitter: twitter.com/JuergenJoost
Internet: www.lkr.de


Ist Kardinal Müller eine „störrische Brut“?

Von Felizitas Küble

Das kirchenamtliche Kölner Domradio ist seit vielen Jahren auf einem linksprogressiven Kurs. Das zeigte sich wieder einmal beim Wochenkommentar von Ingo Brüggenjürgen:  https://www.domradio.de/video/papst-heiratet-wuppertal-maria-20

Wenn der Chefredakteur des Papstes umstrittene Äußerung, Kardinal Müller habe gute Absichten, sei aber „wie ein Kind“, ganz toll findet („was für ein wunderbarer Satz“), so kann er das halten wie ein Dachdecker bzw. wie einen Blumenstrauß, also egal, ob so herum oder anders herum.

Doch danach wird es merkwürdig. Zunächst informiert Brüggenjürgen seine Hörer und Leser darüber, daß Müller einer der „mächtigsten Männer der Weltkirche war“ (was auch zutrifft) und zudem „als konservativer Hardliner gilt“ – und das läßt dann wohl Schlimmstes befürchten?

Genau!

Der Domradio-Chef lobt Franzisus, weil er Müller von seinem Posten als oberster Glaubenswächter „souverän abservierte“.  Was daran „souverän“ sein soll, einen theologisch hochkompetenten Gelehrten loszuwerden, nur weil er nicht völlig stromlinienförmig mitschwimmt, erschließt sich nicht ohne weiteres.

Doch für Brüggenjürgen ist der „verdiente große Kurienkardinal“ immer noch für „verrückte Schlagzeilen“ gut und gibt sich „stur und trotzköpfig“. Klar doch: Was bei linken Zeitgenossen Beweis für einen herrlich kritischen, unabhängigen Geist ist, das gerät bei Konservativen ins Zwielicht.

Noch einmal lobt er das Papst-Zitat („herrlich“) – und fügt dann hinzu:

„Der Papst als Papa, der seine störrische Brut nicht vom Hof jagt, sondern – nun ja – liebevoll den Spiegel vorhält.“

Ob es wirklich sonderlich „liebevoll“ ist, eine theologische Kapazität wie Müller öffentlich lächerlich machen zu wollen („wie ein Kind“), sei dahingestellt. Daß es aber unverfroren ist, den einstigen Chef der Glaubenskongregation nur seiner kritischen Gedanken wegen als „störrische Brut“ zu bezeichnen, liegt auf der Hand.

Ja, so sieht sie aus – die besondere „Toleranz“ der Reformkatholischen!


Berliner: Rabbiner Yehuda Teichtal wurde im Beisein seiner Kinder attackiert

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Yehuda Teichtal, wurde vergangenes Wochenende von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt.

Der Angriff fand in der Nähe einer Synagoge im Bezirk Wilmersdorf statt, in der Rabbiner Teichtal zuvor den Gottesdienst geleitet hatte. Nach der Anzeige von Rabbiner Teichtal, der sich während des Angriffs in Begleitung eines seiner Kinder befand, hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

BILD: Eingangshalle der Synagoge von Münster (Foto: Felizitas Küble)

Rabbiner Yehuda Teichtal:

„Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben. Ich bleibe aber weiterhin überzeugt: Die meisten Menschen in Berlin wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen.

Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen, dass Jüdische Menschen ihr Judentum offen leben können, ohne Angst zu haben, beschimpft, bespuckt oder gar geschlagen zu werden. Natürlich werden wir uns jetzt nicht verstecken, sondern bauen weiter auf Liebe, Toleranz, Dialog und Bildung.“

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: http://www.jg-berlin.org/beitraege/details/gemeinderabbiner-bespuckt-und-beleidigt-i962d-2019-07-31.html


Kirchentag – die Intoleranz der „Toleranten“

Vertreter der AfD wurden im Gegensatz zu Repräsentanten anderer Parteien nicht zu Podiumsdiskussionen an dem am Mittwoch beginnenden Evangelischen Kirchentag in Dortmund eingeladen.

Kirchentagspräsident Leyendecker will damit verhindern, „dass eine Veranstaltung des Kirchentags ein Podium für Propaganda für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie bietet.“

Auch EKD-Ratspräsident Bedford-Strom rechtfertigt dies damit, dass „Radikale … kein Podium bekommen sollten“.

Volker Münz (siehe Foto), der kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, kritisiert die Aussagen beider Kirchentagsverantwortlichen:

„Die Erfahrungen, die mit AfD-Politikern auf bisherigen Kirchentagen zu machen waren, widersprechen den vorgeblichen Befürchtungen Leyendeckers und Bedford-Strohms. Weder konnte man der früheren Vorsitzenden der Bundesvereinigung ‚Christen in der AfD‘, Anette Schultner, auf dem Evangelischen Kirchentag 2017 noch mir auf dem Katholikentag im letzten Jahr vorwerfen, die jeweiligen Podien für Hetze oder Propaganda genutzt zu haben.

Diese Erfahrungen und Diskussionen mit anderen AfD-Vertretern zeigen vielmehr: Diese diskutieren kontrovers, aber fair.   

Die Unterstellungen Leyendeckers und Bedford-Strohms grenzen an Verleumdungen und verstoßen gegen das Gebot, nicht falsch Zeugnis wider seinen Nächsten zu reden.

Die Haltung des Kirchentagspräsidiums ist außerdem scheinheilig. Auf der einen Seite wird der Kirchentag von den Veranstaltern als Ort der Vielfalt und Toleranz, wo verschiedene Meinungen aufeinandertreffen sollen, bezeichnet. Auf der anderen Seite wird der Dialog mit Mitgliedern der größten Oppositionsfraktion im Deutschen Bundestag verweigert.

Hingegen bestehen zu Repräsentanten umstrittener Organisation wie dem türkisch-islamischen Moscheeverband DITIB, die in Comics für Kinder sogenannte Märtyrer verherrlicht hat, offenbar keine Berührungsängste.

Leyendecker, Bedford-Strohm und andere Verantwortliche missbrauchen den Kirchentag als Instrument im parteipolitischen Wettbewerb und entwerten ihn damit. Statt der gebetsmühlenartig geforderten Offenheit verweigert der Kirchentag selbst den Dialog, verschließt sich vor Kritik und macht aus dem Kirchentag eine Wagenburg zur Verteidigung der politischen Interessen der etablierten Parteien.

Der Kirchentag hat mit Kirche leider nicht mehr viel zu tun. Hier wird mehr der Zeitgeist als der Heilige Geist verherrlicht. Veranstaltungen wie ‚Vulven malen‘ und ‚Gottes Segen in der Transition (Geschlechtsumwandlung) spürbar erleben‘ sind einfach skandalös.“

Volker Münz, der auch Kirchengemeinderat und Bezirkssynodaler in der Evangelischen Landeskirche ist, lädt zusammen mit anderen AfD-Abgeordneten aus dem Bundestag, dem Europa- und den Landesparlamenten am Donnerstag und Freitag (20. – 21. Juni) außerhalb des Kirchentagsgeländes zu Gesprächen ein. Dazu ist auf dem Sonnenplatz am Rande der Dortmunder Innenstadt ein Informationspavillon der „Christen in der AfD“ eingerichtet.

„Alle interessierten Menschen laden wir herzlich ein, sich über die AfD-Fraktion zu informieren und mit Christen in der AfD zu diskutieren“, bekräftigt Volker Münz.