Archäologische Sensation: 7000 Jahre alte Siedlung bei Jerusalem entdeckt

Neue archäologische Entdeckungen bestätigen, dass seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. in der Region Jerusalem gut entwickelte Siedlungen existierten.

Die Funde wurden bei archäologischen Aufgrabungen der israelischen Altertumsbehörde (IAA) im Vorfeld des Baus einer neuen Straße im Viertel Shu‘fat im Norden Jerusalems gemacht. Die ausgegrabenen Reste der uralten Siedlung stammen aus dem Kupferzeitalter.

„Es ist das erste Mal, dass wir hier solch bedeutsame Überreste von vor 7000 Jahren entdeckt haben“, bemerkte Dr. Omri Baryilai, Leiter der Abteilung für Vorgeschichte der IAA. Bislang seien Funde aus dieser Zeit nur aus der Wüste Negev, der Küstenebene, den Golanhöhen und Galiläa bekannt. In Jerusalem und den judäischen Bergen fehlten diese fast vollständig.

BILD: Ausgrabungsleiterin Ronit Lupo neben den Überresten eines antiken Hauses

Bei den Ausgrabungen wurden zwei Wohnhäuser mit gut erhaltenden Mauerresten und Fußböden freigelegt, die verschiedene Einrichtungsgegenstände wie Tongefäße, Feuersteine und eine Basalt-Schale enthielten  –  alle typisch für die Kupferzeit. Der stufenweise Bau und seine Pflege weisen darauf hin, dass die Gebäude über längere Zeit genutzt wurden.

Die Ausgrabungsfunde zeigen, dass es eine blühende Siedlung in antiker Zeit in der Gegend von Jerusalem gab.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Negev-Wüste: Überreste eines uralten byzantinischen Klosters ausgegraben

Israelische Archäologen haben jetzt interessante Entdeckungen bekannt gegeben, darunter ein sensationeller Fund in der Negev-Wüste. Durch wurde bei Grabungen für den Bau eines Autobahnkreuzes ein byzantinisches Kloster mit einem kunstvollen, komplizierten Mosaikboden entdeckt (siehe Foto). 140403_Mosaik

Dr. Daniel Varga, der leitende Archäologe der Ausgrabungen, erläuterte, dass das Kloster vermutlich Überreste der byzantinischen Stadt Horvat Hora enthalte.

Entdeckt wurde eine Mosaik-Struktur, die 25 mal 35 Meter misst. Ein Teil war wohl eine Art Gebetsraum, diese Mosaikplatten sind mit einem Blattmotiv in starken Farben gestaltet. Der andere Teil war vermutlich der Speisesaal und bietet einen bunten Bilderteppich: Pflanzen, geometrische Muster, Körbe und Vögel sind gut zu erkennen.

Zudem wurden auf dem Areal eine Reihe von Tongefäßen ausgegraben: verschiedene Arten von Kannen, Töpfe und Schüsseln. Außerdem wurden viele Münzen gefunden, was daraus schließt, dass hier reiche Menschen gelebt haben.

Israels Altertumsbehörde beabsichtigt, das Kloster einschließlich der Mosaike in einem nahe gelegenen Tourismuszentrum zu rekonstruieren und für Besucher zugänglich zu machen.

Quelle für Text und Foto: http://www.israelheute.com