Grüne verpflichten sich zur Gendersprache

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Die Grünen haben bei ihrem Parteitag die sogenannte Gender-Sprache in offiziellen Parteidokumenten zur Pflicht gemacht. Im Regelfall soll das sog. Gendersternchen verwendet werden: Terrorist*innen, Räuber*innen, Verbrecher*innen, Mörder*innen usw.  Zugelassen sind Alternativen wie etwa die Erwähnung der weiblichen und männlichen Form: Terroristen und Terroristinnen.

Mit dieser Maßnahme machen sich die Grün*innen zu einer wahren Sprachsekte, die eine eigene Sprache und Schrift erfindet. In allen Kulturen entwickelte sich die Sprache organisch, langsam und ohne eine politisch oder ideologisch motivierte Lenkung. Erst totalitäre Ideologien versuchten, die Sprache zu verunstalten, um eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung herbeizuführen.

Vor allem der Kommunismus führte Sprachregeln ein, anhand derer man sofort feststellte, ob jemand regimekonform dachte oder sich zumindest entsprechend ausdrückte. Im Spielfilm „Goodbye Lenin“ wird diese regelrechte Sprachdiktatur humoristisch dargestellt.

Was aber die Grünn*innen am Wochenende beschlossen haben, ist alles andere als lustig, denn sie wollen eine Stimmung in der Gesellschaft schaffen, in der die Menschen nicht mehr das Gefühl haben sollen, so sprechen und schreiben zu dürfen, wie sie es wollen. Durch diverse Techniken der Massenmanipulation wird man versuchen, die Menschen in eine Art Schizophrenie zu drängen.

Es ist empfehlenswert, das Buch von Stefan Wolle „Die heile Welt der Diktatur“ zu lesen, in welchem die Sprache der DDR beschrieben wird. Die Menschen in der DDR waren praktisch gezwungen, zwei Persönlichkeiten zu haben, um nicht verfolgt zu werden: „Ebenso besaß in der DDR jeder mindestens zwei Gesichter. Der „chronische Dualismus“ betraf jedoch nicht nur die Individuen, sondern auch die Gesellschaft und das gesamte Land. Es gab eine gespaltene Öffentlichkeit, eine „offizielle“ und eine „inoffizielle“ Meinung, ungeschriebene Gesetze, die jeder einhielt, und ein „formales“ Recht, das niemand beachtete.“

Deutschland bewegt sich rapide in diese Richtung, weil sich die Politik – die Grünen vorneweg – nach Ideologien und politischen Vorstellungen orientiert, die der Vernunft und der menschlichen Natur widersprechen. Dies führt zwangsläufig zu einer Diktatur, denn auf eine andere Weise ist ein solcher Zustand in einer Gesellschaft nicht aufrecht zu erhalten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff (Frankfurt) leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt das Webmagazin „Kultur und Medien online“


David Berger verteidigt die Meinungsfreiheit seines Kontrahenten Akif Pirinçci

Homosexueller Publizist beklagt „Rückfall in die Barbarei“

Akif Pirinçcis Ausdrucksweise ist bekanntlich alles andere als stubenrein  – und seine ständige Provokationssucht ist ebenfalls nichts Neues. Der Schriftsteller türkischer Herkunft ist wegen seiner Rede bei einem PEGIDA-Aufritt (wofür er dort übrigens Protest und Pfiffe erntete) in die Schlagzeilen geraten. Pegida_slide

Bei bei aller berechtigten Kritik an seinen zum Teil oberschrägen Auslassungen hat auch dieser Autor wie jeder Mensch einen Anspruch auf Fairneß. Genau diese wurde aber z.B. durch eine gezielte Fehldeutung seiner (zweifellos dennoch unsinnigen) Äußerungen mit Füßen getreten, auch im Wochenmagazin „Der Spiegel“. (Näheres dazu berichtet Dr. Josef Bordat: https://charismatismus.wordpress.com/2015/10/21/der-spiegel-und-seine-missdeutung-der-kz-aeusserung-von-akif-pirincci/

Ebenso verachtet wird in dieser Causa derzeit das Recht auf freie Meinungsäußerung, das gerade dann Geltung haben muß, wenn jemand sich jenseits des üblichen Meinungsklimas artikuliert. Für angepaßte Sprüche ist kein entsprechendes „Recht“ nötig. Wo bleibt jedoch der Anspruch auf Meinungsfreiheit, wenn Buchhändler nicht nur zum Boykott, sondern sogar zum Verschredern von unliebsamen Werken auffordern?!

Akif Pirinçci hat sich auch gegenüber Schwulen bereits sehr scharf ausgelassen; sein neues Buch von der „großen Verschwulung“ verheißt nichts Besseres. Sachkritik an bestimmten Forderungen des homosexuellen Spektrums (etwa hinsichtlich der „Homo-Ehe/-Adoption“) sieht anders aus. Zwischen Kritik, auch harter Sachkritik einerseits und persönlichen Attacken besteht ein himmelweiter Unterschied.
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Auch der homosexuelle Autor und Philosoph Dr. David Berger (siehe Foto) bekam Pirinçcis Polemik bereits zu spüren. Gleichwohl verteidigt Berger jetzt auf der Webseite „Telepolis“ den derzeit von vielen Seiten hart attackierten deutsch-türkischen Schriftsteller – natürlich nicht dessen Ansichten, aber dessen Recht auf Meinungsfreiheit. 

Groß- und Kleinbuchhändler contra Pressefreiheit

In einem Artikel vom 26. Oktober schreibt Dr. Berger:

„Was ich allerdings im Hinblick auf die Meinungs- und Pressefreiheit noch tausendmal unerträglicher finde als die verunglückten Aussagen Pirinçcis ist der derzeitige Umgang der selbst ernannten Hüter der politischen Korrektheit mit seinen Büchern aus der Vergangenheit, besonders aber der Buchgroßhändler mit seiner aktuellen Neuerscheinung „Die große Verschwulung“.

Da gingen nicht nur kleinere Buchhändler aus dem Land der Dichter und Denker am vergangenen Wochenende durch die Presse, die allen Ernstes ein öffentliches Schreddern der Bücher Pirinçcis veranstalten wollten.

Jetzt haben auch die drei wichtigsten Buchgroßhändler Libri, Umbreit und KNV sein neues Buch über den Zustand der bislang noch nicht unter Naturschutz stehenden Homo-Szene aus dem Programm genommen. Auch Amazon und die Buchketten Thalia und Mayersche haben angekündigt, dass das Buch bei ihnen nicht kaufbar sein wird. Mit dieser groß angelegten Blockade wird es dem Endkonsumenten schlicht nahezu unmöglich gemacht, sich dieses Buch zu kaufen und sich selbst ein Bild davon zu machen.

Sogar die Inquisition ging differenzierter vor

Damit erleben wir derzeit einen in Deutschland nach 1945 nie gekannten Vorfall. So schnell kann man gar nicht schauen, wie Deutschlands wichtigste Buchhändler in voraufklärerische Verdammungspraktiken zurückfallen. picture-45

Selbst die katholische Inquisition hat es sich immer zur Devise gemacht, klar zwischen einem konkreten Werk und den anderen Äußerungen des Autors zu unterscheiden. Ob ein Werk auf den „Index der Verbotenen Bücher“ kam, durfte nur von dem abhängig gemacht werden, was in diesem konkreten Buch stand.“

Abschließend beklagt Berger einen „Rückfall in die voraufklärerische Barbarei von Bücherindex und Zensur“.  –  Er wird sogar noch deutlicher: 

„Im Namen der Verteidigung der politischen Korrektheit, stößt man – überheblich lächelnd und sich dabei auch noch lobwürdig glaubend – der Freiheit ein Messer in den Rücken.“

Der Publizist ruft jenen politisch überkorrekten Buchhändlern schließlich zu: „Ihr streicht von Eurem Programm die „große Verschwulung“ und zelebriert ganz offen die totalitäre Verdummung! Schämt Euch!“

Das ist exakt der springende Punkt: Es gibt hierzulande mitunter einen geradezu totalitären Eifer im Kampf gegen (angebliche oder tatsächliche) „Diskriminierung“. Meist bleibt neben der Meinungsfreiheit auch die einfachste Fairneß auf der Strecke. Umso besser, daß Dr. Berger so glasklar gegen eine diese intolerante Gleichschaltung Position bezieht.


Ägypten: EU soll ihre unkritische Beurteilung der Muslimbrüderschaft korrigieren

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat in einem Appell an EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton die Europäische Union aufgefordert, ihre Beurteilung der ägyptischen Muslimbrüder zu überdenken und zu korrigieren. Fokus-menschenrechte-IGFM_2_02

Die aktuellen Entwicklungen hätten bewiesen, dass die Muslimbrüderschaft eine zutiefst antidemokratische und terroristische Vereinigung seien, so die IGFM.

Anlass für die Warnung ist der aktuelle Versuch der in Ägypten inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft, sich unter dem neuen Namen „Brüder ohne Gewalt“ legal registrieren zu lassen. Die IGFM hält dies für „reinen Etikettenschwindel“ den die Bruderschaft schon früher erfolgreich eingesetzt hätte und warnt daher vor Leichtgläubigkeit.

Die Muslimbruderschaft sei eine nach dem Führerprinzip streng hierarchisch organisierte totalitäre Vereinigung, die die einfachen Mitglieder manipuliere und zu Gewalt aufhetze, so die IGFM. Aussteiger auch aus den Führungskreisen der Bruderschaft hätten schon vor der Entmachtung der Muslimbrüder vor den Strukturen und der totalitären Ideologie der Islamisten gewarnt.

Unter anderem müsse jedes Mitglied bei der Aufnahme schwören „den Befehlen Gottes und des Führers der Bruderschaft ohne Fragen und Diskussionen bedingungslosen Gehorsam zu leisten“, so die IGFM. Abweichler und Kritiker der Bruderschaft seien bedroht, gefoltert und getötet worden.

Die gegenwärtige „schockierende Gewalt“ der Muslimbrüder gegen jeden Kritiker, gegen Christen, Journalisten, aber auch gegen völlig unbeteiligte muslimische Ägypter dürfe von der EU nicht weiter ignoriert werden, so die IGFM.

Es sei offensichtlich geworden, dass die Bruderschaft nicht „bloß eine religiöse, konservative Gruppe“ sei. Die Gewalt der Islamisten sei im Norden der Sinai-Halbinsel sogar soweit außer Kontrolle, dass es sich dort nach Ansicht der IGFM de facto um einen Kriegszustand handle. Die EU müsse daraus nun Konsequenzen für ihr Verhalten gegenüber der Muslimbruderschaft ziehen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/


WELT-Redakteur Alan Posener zum Streit um den Hindenburgplatz in Münster: Umbenennungsfuror ist im Kern totalitär

Der Wunsch nach einer geschichtslosen Gesellschaft ist im Kern totalitär – das meint „Welt“-Redakteur Alan Posener zur Diskussion um den Namen „Hindenburgplatz“.

Die Alternativen sind klar: Wer sich für den Hindenburgplatz entscheidet, setzt sich für die Bewahrung von Tradition und Geschichte ein. Wer dagegen votiert, möchte Tradition und Geschichte lieber entsorgen.    

Doch niemand hat diese Alternativen bisher so hervorragend herausgearbeitet wie „Welt“-Redakteur Alan Posener in einem vielbeachteten Artikel vom 21.8.2012.

Dabei nimmt er direkt Bezug auf die Hindenburgplatz-Diskussion in Münster.

Der Artikel trägt den Titel „Wie die Deutschen ihre Vergangenheit entsorgen“.

Posener kommt darin zu folgendem Schluss. „Der deutsche Umbenennungsfuror ist kein Zeichen demokratischer Gesinnung. Er belegt nur den Wunsch, geschichtslos zu sein. Dieser Wunsch aber ist  –  das hat George Orwell in „1984“ gezeigt  –  im Kern totalitär.“

Damit setzt sich Posener klar für den Namen Hindenburgplatz ein.

Eine Umbenennung des Hindenburgplatzes wäre wohl lediglich der Anfang einer umfangreichen Straßennamen-Säuberungsaktion, wie sie sonst nur aus Diktaturen bekannt ist.

Ihr könnte alles, was nicht dem herrschenden Zeitgeist entspricht, zum Opfer fallen – so der Hohenzollern-Ring, die Westfälische Wilhelms-Universität, Straßennamen von der Danziger Freiheit bis zur Moltke-Straße. Selbst Kardinal von Galen wird inzwischen von linken Kreisen in Frage gestellt. Dutzende von Straßennamen wären in Gefahr.

Der Weg führt in eine geschichtslose Gesellschaft, in der auch an viele bedeutende Musiker, Schriftsteller und Künstler nicht mehr erinnert werden darf. In anderen demokratischen Staaten wäre so etwas undenkbar.  

Lesen Sie den kompletten „Welt“-Artikel von Alan Posener hier

Quelle und vollständiger Wortlaut dieses Artikels hier: http://www.kul-tours.de/hindenburgplatz-muenster-tradition-oder-geschichtslosigkeit.htm