Der HERR ist doch kein Gott der Toten, sondern der Lebenden!

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche:Lk 20,27-40:

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn:

Meister, Moses hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterläßt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. 

Dr. Bernd F. PelzNun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos.Da nahm sie der zweite, danach der dritte – und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.

Da sprach Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind.

Daß aber die Toten auferstehen, hat schon Moses in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, worin er den HERRN als den „Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs“ bezeichnet. ER ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.

Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet.  –  Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz