Israel will die restlichen Qumran-Rollen aus der Wüste retten

Die Israelische Antikenbehörde hat in Kooperation mit dem „Kulturerbe-Projekt“ im Jerusalem-Ministerium und Kulturministerin Miri Regev einen nationalen Plan für umfangreiche Ausgrabungen in der Judäischen Wüste entwickelt, der die Höhlen retten soll, in denen die sog. Qumran-Rollen entdeckt wurden.

Der Generaldirekter der Antikenbehörde, Israel Hasson, erklärte:

„Seit Jahren werden unsere wichtigsten kulturellen Güter in den Höhlen in der Jüdäischen Wüste aus Habgier illegal ausgegraben und geplündert. Das Ziel des nationalen Plans, den wir vorstellen, ist es, ein für alle Mal alle Rollen zu finden und auszugraben, die noch in den Höhlen sind, und sie dadurch zu retten und durch den Staat zu konservieren.“

Die Antikenbehörde hat in der vergangenen Woche in einem ersten Schritt in Nachal Tze’elim Ausgrabungen begonnen und sucht dort nach verbliebenen Schriftrollen.

Inspekteure der Antikenbehörde versuchen seit Jahren, Plünderungen in den Höhlen zu verhindern und sind dabei auch immer wieder erfolgreich:

So wurden im November 2014 Plünderer auf frischer Tat ertappt, die gerade dabei waren, wichtige archäologische Artefakte aus der Zeit der Römer vor 2000 Jahren sowie aus der neolithischen Periode vor 8000 Jahren zu entwenden. Die Täter mussten ins Gefängnis und wurden zudem noch zu einer Geldstrafe von 100.000 Shekel (etwa 26.000 Euro) verurteilt.

2009 war bei einer verdeckten Operation bei einem Treffen mit Antiquitätenhändlern ein Papyrus beschlagnahmt worden, der etwa auf 139 n. Chr. datiert wird. Der Händler hatte den Papyrus für 2 Millionen Dollar zum Kauf angeboten; dieser stammt wohl ebenfalls aus Nachal Tse‘elim.

Trotz dieser Erfolge sei der einzige Weg, die Plünderung der Höhlen wirklich nachhaltig zu bekämpfen, eine vollständige Hebung der darin noch verborgenen Schätze, so Hasson. Daher seien die gegenwärtigen Grabungen mit zahlreichen Experten und etwa 500 Freiwilligen so außerordentlich wichtig.

Es handele sich, so Amir Ganor, der Leiter der Einheit zur Verhinderung von Antiquitätendiebstahl, um äußerst komplexe Ausgrabungen in schwierigem Gelände:

„Es gibt Hunderte von Höhlen in den Klippen in der Region, zu denen der Zugang sowohl gefährlich ist als auch eine große Herausforderung darstellt. In beinahe jeder Höhle, die wir untersucht haben, finden wir Spuren illegaler Interventionen, es bricht einem das Herz.“ 

Die zwischen 1947 und 1956 entdeckten „Schriftrollen vom Toten Meer“ (auch Qumranrollen genannt) gehören zu den ältesten schriftlichen Zeugnissen des Judentums.


Abkommen zwischen Israel und Jordanien zur Rettung des Toten Meeres

Der Minister für Regionale Zusammenarbeit, Silvan Shalom, hat am vergangenen Donnerstag das „Meere-Kanal“-Abkommen mit dem jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Hazim El-Naser, unterzeichnet.

Bei der Zeremonie waren Würdenträger beider Seiten sowie Repräsentanten der Weltbank und der US-Botschaften in Israel und Jordanien anwesend.

Das Abkommen sieht u.a.  vor, dass nördlich von Akaba eine Entsalzungsanlage errichtet werden soll, die Wasser in Israels Arava-Region und die jordanische Stadt Akaba liefern soll. Restsalzsolen werden durch eine rund 200 Kilometer lange Pipeline vom Roten Meer zum Toten Meer gepumpt werden.

Damit soll das Tote Meer gerettet werden. Im Rahmen des Abkommens wird auch Wasser aus Nord-Israel nach Amman geleitet werden.

Der jordanische Minister El-Naser sagte, dass Jordanien die Zusammenarbeit begrüße, die zur Stärkung der bilateralen Verbindungen führen und einen gemeinsamen Umgang mit dem Wasserproblem in der Region erleichtern würde.

Der israelische Minister Shalom sagte:

„Ich stehe hier und bin sehr bewegt von dieser historischen Unterzeichnung eines Abkommens zu einem gemeinsamen Projekt für den Bau eines Kanals zwischen den zwei Meeren. Heute realisieren wir die Vision von Benjamin Zeev Herzl, dem Vater des Staates, der im späten 19. Jahrhundert die Notwendigkeit erkannte, das Tote Meer zu beleben.

Dies ist das wichtigste und bedeutendste Abkommen seit dem Friedensvertrag mit Jordanien. Dies ist der Höhepunkt einer fruchtbaren und sehr guten Zusammenarbeit zwischen Israel und Jordanien und wird helfen, das Tote Meer wiederherzustellen und Wasserprobleme in Jordanien und der Arava zu lösen.“

Quelle: israelisches Ministerium für regionale Zusammenarbeit


Kelly-Family: Joey zieht es am 13. Februar zum Marathon ans Tote Meer

Joey Kelly kommt nach Israel: Der irische Tausendsassa und ehemalige Sänger der legendären Kelly Family wird am 13. Februar beim internationalen Ein-Gedi-Halbmarathon entlang des Toten Meeres antreten.  1426245_577880468934571_1029821405_n

Die Teilnahme an dem Rennen ist das jüngste Kapitel in der beeindruckenden Sportkarriere des 42-Jährigen, die 1996 ihren Anfang nahm.

Mittlerweile stehen 47 Marathons, 31 Ultra- Marathons, 13 Ironman-Wettbewerbe sowie zahlreiche weitere Wettkämpfe in seiner Vita. Bis heute unerreicht ist seine Teilnahme an acht verschiedenen Ironman-Wettbewerben innerhalb eines einzigen Jahres.

Sein Sportsgeist hat Joey Kelly bereits zu den exotischsten Plätzen der Erde geführt. Doch auch abseits des Wettbewerbs sucht er stets nach neuen Herausforderungen. Nun entdeckt er eines der wenigen Länder, das noch auf seiner Liste fehlt: Israel.

Für seine erste Reise ins Heilige Land hat er sich gleich eine ganz besondere Region ausgesucht – das Tote Meer, den tiefsten zugänglichen Punkt der Erde, umgeben von der Judäischen Wüste. Während seines bevorstehenden Aufenthalts wird Kelly sich zudem nicht die Gelegenheit entgehen lassen, Land und Leute näher kennen zu lernen.

„Ein Besuch in Israel stand schon seit langer Zeit auf meinem Wunschzettel und ich freue mich sehr auf das Rennen am Toten Meer. Genauso freue ich mich allerdings auf den anschließenden Urlaub und die Möglichkeit, eine Woche zu regenerieren und die Eindrücke des Landes auf mich wirken zu lassen“, so der leidenschaftliche Ausdauersportler im Hinblick auf seine kommende Reise.

Der Ein-Gedi-Halbmarathon ist ein interessantes und herausforderndes Sporterlebnis am Toten Meer und kombiniert diverse Aktivitäten und Attraktionen. Neben dem 21 km langen Halbmarathon umfasst die Veranstaltung einen Handbike-Halbmarathon, einen 10-km-Lauf, ein 10-km-Walking sowie einen Wettbewerb für Kinder. Des Weiteren organisieren die Veranstalter ein Sport-VIP-Wochenende sowie ein Marathonvorbereitungs-Wochenende für die anstehenden Marathons in Jerusalem und Tel Aviv.

Mit 428 Metern unter dem Meeresspiegel ist das Tote Meer der weltweit tiefste zugängliche Punkt. Besondere klimatische Bedingungen, wie zum Beispiel der sehr hohe Sauerstoffgehalt in der Luft, sowie die beeindruckende Landschaft machen das Gebiet rund um das Tote Meer zu einem idealen Austragungsort für sportliche Wettkämpfe. Neben den Radrennen „Veolia Desert Challenge“ und „Gran Fondo Arad“ gehört der Ein-Gedi-Halbmarathon zu den bedeutendsten Sportevents am Toten Meer.

Quelle: Israelisches Verkehrsbüro

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Israel: Junge Deutsche bei der U21-EM, in Jerusalem, Tel Aviv und am Toten Meer

Die Botschaft des Staates Israel verloste zusammen mit der Bildzeitung drei Reisen für zwei Personen zur U21-EM in Israel. Jetzt sind die Gewinner wieder zurück in Deutschland und haben für die Botschafts-Webseite die Eindrücke ihrer zehntägigen Israeltour geschildert…  img_0392

Bereits nach dem ersten Tag erreichte uns die Mail von Tobi: „Unser erster Tag –  hier in Tel Aviv –  ist nun vorüber und ich habe nur ein Wort, um ihn zu beschreiben: WOW!!!dsc_0019

Natürlich standen Fußballspiele in verschiedenen Stadien Israels auf dem Programm, die für die Gewinner teils enttäuschend waren, da sie die deutsche Mannschaft nicht nur anfeuern, sondern gerne auch deren Siege feiern wollten. dsc_0139

Das Rahmenprogramm der Reise konnte sie jedoch darüber hinwegtrösten, dass die deutsche Mannschaft nicht so gut wie erhofft abschnitt  –  sie schied nach der Vorrunde aus.

Großen Spaß hatte die fröhliche Gewinner-Gruppe am Toten Meer, wie auf den Fotos zu sehen ist…

Quelle für Text/Fotos und Fortsetzung des Reiseberichts hier: http://www.botschaftisrael.de/2013/06/17/wow-und-mega-die-u21-em-gewinner-sind-aus-israel-zuruck/?show=gallery


Das Wasser-knappe Israel ist heilfroh: Der Wasserspiegel des „Toten Meeres“ steigt endlich an

Der Wasserspiegel des Toten Meeres ist seit zehn Jahren erstmalig um zehn Zentimeter angestiegen  –  dank der enormen Niederschläge in den ersten Januarwochen, die auch den Pegel des Sees Genezareth um mehr als einen Meter auf nun – 210.97 Meter unter dem Meeresspiegel anwachsen ließen.

Der Grund für den Anstieg des seit Jahren austrocknenden Salzmeeres: Wegen der heftigen Regenstürme waren die Syrer gezwungen, ihren Jarmuch-Damm zu öffnen. Via Jordanien floß nun das Wasser in Strömen in den Jordanfluß, der wiederum ins Tote Meer mündet.

Hinzu kommt Wasser aus den Flüssen zu beiden Seiten des Gewässers am tiefsten Ort der Welt. Sollte der See Genezareth zu voll werden  –  dazu fehlen noch rund zwei Meter  –  würde dort die Degania-Schleuse geöffnet werden und dieses Wasser über den Jordan auch ins Tote Meer fließen.

Quelle: http://www.israelheute.com