Frankreich: Vor 70 Jahren protestierte Erzbischof Saliège gegen Judendeportationen

Toulouse würdigt den tapferen Hirtenbrief der Kirche

Die frz. Stadt Toulouse erinnert mit mehreren Gedenkveranstaltungen an den Hirtenbrief, den Erzbischof Jules-Géraud Saliège vor  70 Jahren, am 23. August 1942, an alle Pfarreien seiner Erzdiözese schickte.

Darin protestierte der Oberhirte öffentlich gegen die Deportation der Juden im NS-besetzten Frankreich.

Auch heute habe dieser Hirtenbrief  „nichts von seiner Aktualität eingebüßt“, heißt es in einer Mitteilung der Erzdiözese Toulouse. Dies erkenne man auch an der Tatsache, daß verschiedene Organisationen, die Präfektur und die Stadtverwaltung von Toulouse Gedenkveranstaltungen organisiert hätten.

„Der Hirtenbrief von Erzbischof Saliège war seinerzeit ein so einschneidendes Dokument, daß die Erinnerung daran auch heute noch sehr lebendig bleibt“, erklärte der heutige Erzbischof von Toulouse, Robert Le Gall, in einem Rundschreiben an die Gläubigen seiner Diözese.

Die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem würdigte den mutigen Kirchenmann schon vor Jahrzehnten als „Gerechter unter den Völkern“.

Quelle: www.zenit.org

WEITERE INFOS  zudem auf VATICANISTA: http://www.vaticanista.info/2012/08/24/toulouse-gedenken-an-mutigen-protest-gegen-deportation-der-juden/


Toulouse: Jüdische Schule wird mit Haßpost und Drohungen attackiert

Seit dem Anschlag hat die jüdische Schule in Toulouse zahlreiche Hass-E-Mails erhalten. Ein Großteil beinhaltet Aufrufe zum Mord an Juden. Gleichzeitig kündigte der Vater des Terroristen eine Anzeige gegen den französischen Staat an, weil sein Sohn beim Schußwechsel mit der Polizei getötet wurde.

Der jüdischen Schule Ozar Hatorah bleibt seitens fanatischer Islamisten und Judenhasser nichts erspart. Eine Woche nach dem Angriff des Attentäters Mohamed Merah, der drei kleine Kinder und einen Rabbi kaltblütig ermordete, hat nun die Leitung der Schule Anzeige wegen antisemitischer Drohungen eingereicht.

Zwar war die Toulouser Schule nach Angaben des Dachverbands jüdischer Einrichtungen in Frankreich (CRIF) schon vor der Attentatsserie Ziel verbaler Attacken  – seit der Bluttat aber werde die Schule damit regelrecht überhäuft, schreibt „Focus.de“.

Die Staatsanwaltschaft hat nun polizeiliche Ermittlungen angekündigt. Ein Großteil der E-Mails beinhaltet Aufrufe zum Mord an Juden. Die meisten E-Mails und Haßanrufe beziehen sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt und enthalten antisemitische Äußerungen, erläutert die Webseite „IsraelNetz“.

Der Vater jenes islamischen Terroristen, der sieben Menschenleben auf dem Gewissen hat, setzte den Dreistigkeiten noch eine Krone auf,  indem er Anzeige gegen den französischen Staat ankündigte, weil der seinen Sohn getötet habe.

Quelle: Webseite „Kopten ohne Grenzen“ (www.koptisch.wordpress.com)


Immer mehr Juden flüchten aus Frankreich ins Krisengebiet Israel

Immer mehr französische Juden kaufen sich Wohnungen in Israel  –  schon lange vor den jüngsten radikal-islamischen Mordattacken fühlten sie sich mit ihren Familien in der alten Heimat nicht mehr sicher. Der Anschlag von Toulouse könnte die Auswanderungswelle verstärken.

Tausende Juden in Frankreich fällen jedes Jahr einen dramatischen Entschluß: sie packen ihre sieben Sachen und ziehen ins Krisengebiet Israel. Dort fühlen sie sich immer noch besser aufgehoben als in Frankreich, das zunehmend vom Terror eines Teils der islamischen Einwanderer und Einwohner geprägt wird.

Laut Angaben des israelischen Einwanderungsministeriums siedeln derzeit jedes Jahr rund 2000 französische Juden nach Israel über, rund 100.000 sind es bereits insgesamt.

Der israelischen Regierung ist das durchaus recht: Sie freut sich über die kaufkräftigen, gebildeten Einwanderer.

Im Jahr 2004 löste solch ein offener Aufruf zur Auswanderung von Premierminister Ariel Scharon in Paris Empörung aus und kühlte die bilateralen Beziehungen ab. Doch die Einwanderungswelle hielt an. Teils sind es auch religiöse oder persönliche Gründe, dennoch kommen viele Juden auch angesichts der heiklen Lage vor Ort zum Schluß “dass die Zukunft jüdischer Kinder dort nicht mehr sicher ist.”

Laut einer Studie im Jahr 2004 erwägt jeder vierte der rund 500.000 Juden Frankreichs, nach Israel auszuwandern – aus Angst vor Antisemitismus.

Quelle: Webseite „Kopten ohne Grenzen“


Premierminister im Westjordanland, Salam Fajjad, gegen Terroraktionen im Namen der Palästinenser

Extremisten sollten terroristische Aktionen nicht mit der Situation der Palästinenser rechtfertigen. Das sagte der Premierminister im Westjordanland, Salam Fajjad, in einer Stellungnahme zu der tödlichen Schießerei in Toulouse (Südfrankreich):

„Es ist an der Zeit aufzuhören, terroristische Aktionen im Namen der Palästinenser durchzuführen und vorzugeben, damit für die Rechte der palästinensischen Kinder einzutreten, die sich nur nach einem ordentlichen Leben sehnen“, sagte Fajjad am Mittwoch.

Davon berichtet die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“.

Damit nahm der Premier Bezug auf die Schießerei vor einer jüdischen Schule in Toulouse, bei der am Montag vier Menschen ermordet wurden. Der Tatverdächtige hat nach Angaben des französischen Innenministers Claude Guéant gesagt, er habe mit seiner Tat den Tod palästinensischer Kinder rächen wollen.


Vier jüdische Opfer von Toulouse heute in Jerusalem beigesetzt

Die Opfer des Anschlages vom Montag an einer jüdischen Schule in Toulouse sind heute in Jerusalem beigesetzt worden.

Tausende nahmen am Morgen an der Beerdigungsfeier teil. Auch zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik waren anwesend.

Der Vorsitzende der Knesset (israelisches Parlament), Reuven Rivlin (siehe Foto), erklärte:

MK Reuven Rivlin עברית: ח"כ ראובן ריבלין&...

„In Toulouse und Jerusalem, in New York und in Buenos Aires stehen heute Juden aller Herkunftsländer und aller Strömungen zusammen und empfinden tiefen Schmerz. Wieder stehen wir vor kleinen blutenden Leichnamen, vor kleinen Gräbern, vor Mördern, die ohne Unterschied und Erbarmen töten. (…) Doch wir werden nicht zulassen, dass sie uns besiegen. […] Der Staat Israel muss sicherstellen, dass überall auf der Welt jüdisches Leben möglich ist.“

Bei der Trauerfeier anwesend waren auch der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat, Diasporaminister Yuli Edelstein, Innenminister Eli Yishai und Oberrabbiner Shlomo Amar.

Zuvor hatte Vize-Außenminister Danny Ayalon die Leichname der Opfer, ihre Familienangehörigen und den französischen Außenminister Alain Juppé am Flughafen empfangen.

Ayalon und Juppé nahmen an der Kaddish-Rezitation (jüdische Gebete für Verstorbene) beim Ausladen der Särge aus dem Flugzeug teil.


Mohammed Merah, der Terrorist von Toulouse, ist von Polizei umzingelt

Präsident Sarkozy hat höchste Terrorwarnstufe ausgerufen

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat gestern die Terrorwarnstufe in der südfranzösischen Region auf die höchste Gefährdungsstufe angehoben.  Die mörderischen Anschläge auf eine jüdische Schule in Toulouse (4 Tote) und auf drei Soldaten im 50 km entfernten Montauban hatten eine Großfahndung ausgelöst.

Bereits gestern wurde in der deutschen Mainstream-Presse ein „rechtsradikaler“ Hintergrund vermutet – wie so oft. Auch die Tageszeitung „Die Welt“ bewegte sich auf dieser medientypischen Ebene:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13931499/Ist-ein-rechtsradikaler-Ex-Soldat-der-Moerder.html

Von den Spekulationen zur Wirklichkeit:

Heute früh begann der Polizeieinsatz in einem Viertel von Toulouse: seit 3 Uhr umzingeln ca dreihundert Beamte das mehrstöckige Gebäude, in dem sich Mohammed Merah verschanzt hat, jener Attentäter, der u.a. für den brutalen Mordanschlag in der  –  hiervon nur 3 km Luftlinie entfernten  –  jüdischen Schule verantwortlich ist, die vier Todesopfer (1 Lehrer, 3 Kinder) zu beklagen hat.

Wie auf der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft bekannt wurde, soll der Serienmörder für den heutigen Mittwoch neue Anschläge auf Polizisten und Soldaten geplant haben. Heute früh hatte er bereits zwei Polizisten angeschossen, wobei ein Polizist nur wegen seiner schußsicheren Jacke überlebte, der andere erhielt einen Schuß ins Knie.

Wie der  frz. Oberstaatsanwalt François Molins sagte,  habe Merah im Gespräch mit Polizisten bedauert, nicht noch mehr Opfer ermordet zu haben.

Der radikal-islamische Killer erklärte als Motiv für seine Verbrechen, er habe „palästinensische Kinder rächen“ und überdies ein Zeichen „gegen den französischen Einsatz in Afghanistan“ setzen wollen.

Offenbar ist er dem Terrornetzwerk al-Quaida verbunden. Der gebürtige Algerier, der seit längerem in Toulouse lebt, ist 24 Jahre alt und besitzt die französische Staatsangehörigkeit.

Frankreichs Innenminister Guéant sieht Anlaß zu der Vermutung, daß weitere Gewalttaten auf Merahs Konto gehen: „Dieser Mann hat bereits mehrere Straftaten auf französischem Boden begangen, einige mit Gewalt. (…) Er spricht viel, er ist dabei, seinen gesamten kriminellen Weg zu erzählen.“

Wo bleibt die Entschuldigung der EU-Kommissarin gegenüber Israel ?!

Wie wir gestern berichteten, hat sich die britische EU-Kommissarin Catherine Ashton  nach dem Attentat auf die jüdische Schule geradezu unverfroren geäußert, indem sie diesen blutrünstigen Angriff mit dem israelischen Militäreinsatz im Gaza-Streifen in direkten Zusammenhang brachte:

https://charismatismus.wordpress.com/2012/03/20/ermordete-kinder-von-toulose-werden-in-israel-beigesetzt/

Israel reagierte empört auf diese skandalöse Entgleisung der EU-Kommissarin für Außenpolitik,  denn die israelische Armee kämpft  g e g e n  den Raketen-Terrorismus der Hamas und sonstiger islamischer Dschihadisten, während es sich beim Anschlag von Toulouse um brutalen Terrorismus gegen Zivilisten handelt  – und eben nicht um einen Abwehrkampf zum Schutz von Zivilisten.