Orden spendet 100-j. Eichen für Notre-Dame

Der Trappistenorden La Trappe, spendet zwei hundertjährige Eichen aus seinen Wäldern für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame.

Bereits im Mittelalter seien Mönche sehr aktiv am Bau von Kathedralen beteiligt gewesen, erinnert der Ordensmann. Es sei schön, dass die mönchische Tradition auf diese Weise auch im religiösen Erbe Notre-Dame fortdauern könne.

Die Trappisten sind „Zisterzienser der Strengeren Observanz“ (Ordensregelbeobachtung). Seit 1892 bilden sie einen eigenständigen Orden neben den Zisterziensern; ihre Anfänge im französischen La Trappe liegen aber bereits im 17. Jahrhundert.

Vor genau zwei Jahren hatte ein Großbrand Dachstuhl und Vierungsturm sowie weitere Teile der weltbekannten Pariser Kathedrale zerstört. Sie ist seither für sämtlichen Besucherverkehr geschlossen.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-04/frankreich-trappisten-spende-eichen-wiederaufbau-notre-dame.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


„Tagespost“ nennt vielfältige Ursachen für die Schließung der Abtei „Mariawald“

Von Dr. Gero Weishaupt

Vor allem enttäuschte Traditionalisten werfen der römischen Religiosenkongregation die Schließung der Trappistenabtei Mariawald bei Aachen zu. Doch vor dieser einseitigen Schuldzuweisung warnt Regina Einig in der „Tagespost“. 

Die Frustration in diesen Kreisen sei auch daher zu erklären, dass sie französische Verhältnisse auf deutsche übertrügen:

„Der Glanz französischer Klöster wie Le Barroux oder Fontgombault war in Mariawald … nie zu erwarten. Tradition funktioniert in Frankreich milieugebunden. Es sind überwiegend Sprößlinge einer spirituell eng zusammengeschweißten gesellschaftlichen Sicht, die sich nach Pfadfinderlage und Privatschule im geistlichen Stand wiedersehen.“

Einig schreibt weiter: „Man suche in Deutschland erst einmal die dazu gehörenden Familien, die unter großen persönlichen Opfern sechs bis acht Kinder im Glauben erziehen und es als Ehre betrachten, eines der ihren im Kloster zu wissen. Ein vergleichbares Milieu existiert hierzulande nicht. Daher sind auch die Erfolgskriterien französischer Tradionalistenklöster nicht übertragbar.“

Außerdem sei zu berücksichtigen, dass die Liebe zur alten Messe das eine ist, ein ganzes Leben in einem Kloster nach strenger Observanz das andere. „Liebe zur traditionellen Liturgie, gepaart mit einer monastischen Berufung“, so Einig, „bedeuten noch nicht, dass jemand der vorkonziliaren Lebensweise der Trappisten lebenslang gewachsen ist.“

Auch die strenge Disziplin habe dazu beigetragen, dass die Zahl der Interessenten klein gewesen sei.

Erstveröffentlichung des Beitrags von Dr. Weishaupt hier: http://www.kathnews.de/vorsicht-bei-schuldzuweisungen-an-die-religiosenkongregation


Abtei Mariawald wird bald geschlossen

Das Kloster Mariawald in der Eifel wurde 1486 als Priorat der Zisterzienser von Bettenbroich gegründet und im Jahr 1909, als dort an die 100 Zisterzienser der strengeren Observanz lebten, als Trappistenabtei errichtet.

Unter Napoleon, Bismarck und Hitler war das Klosterleben zeitweise erloschen. Die Pietá, das originale Gnadenbild von Mariawald, wird heute in der Heimbacher Salvatorkirche verehrt.

Am 15. September 2018 wird das Kloster zum vierten Mal in seiner Geschichte geschlossen werden. 2006 wurde Dom Josef Vollberg OCSO von einem geschrumpften und überalterten Konvent zum 9. Abt gewählt, in der Hoffnung, die Mönchsgemeinschaft auf den Höhen des Kermeter in der Eifel möge sich durch ihn erneuern.

Das wäre wahrscheinlich der Fall gewesen, wenn man ihn bis zum altersbedingten Ende seiner Abtszeit im Jahr 2038 im Amt belassen hätte. Gerade von Schweigemönchen, die zum Faktor Zeit ein Verhältnis haben sollten, das näher an der Ewigkeit ist, hätte man soviel Geduld erwarten können. Bindungsangst und die fehlende Bereitschaft, in größeren Zeiträumen zu denken, sind aber leider Kennzeichen unserer Zeit. 

2008 gewährte Papst Benedikt XVI. auf Dom Josefs Bitte hin der Abtei das Privileg, in Liturgie und Disziplin zum Usus (Meßritus) von Monte Cistello – einer 1964 im Trappistenorden eingeführten ersten Reformstufe, die in Mariawald nie umgesetzt wurde – zurückzukehren.

Die Nachfrage nach einem altrituellen Mönchskloster in Deutschland war und ist durchaus vorhanden. Allerdings standen die Konventsmehrheit in Mariawald, der Generalrat der Trappisten in Rom, die Diözesanleitung in Aachen und die vatikanische Ordenskongregation einer solchen konservativen Reform ablehnend gegenüber.

Quelle und vollständiger Beitrag von Pater Thomas Achatz hier: http://www.kathnews.de/schliessung-der-altrituelle-abtei-mariawald-im-speptember

Ergänzender Hinweis: Die Tagespost sieht die Ursachen anders: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/01/tagespost-nennt-vielfaeltige-ursachen-fuer-die-schliessung-der-abtei-mariawald/