Evangelische Ex-Präses und grüne Spitzenkandidatin trennt sich von Ehemann

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat sich von ihrem Ehemann Michael Göring getrennt. Ihr neuer Partner ist der Theologische Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, Thies Gundlach.

Das bestätigte Göring-Eckardt gegenüber „Bild am Sonntag“. Beide seien sich über ihr Engagement in der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) nähergekommen, sagte die Politikerin, die bis 2013 Präses der EKD-Synode war: „Irgendwann haben wir beide gemerkt, dass da mehr zwischen uns ist.“

Die Trennung von ihrem Ehemann, einem pensionierten Pfarrer, sei ohne Streit verlaufen. Über das Scheitern ihrer Ehe sagte die 50-Jährige: „Als Protestantin weiß ich: Das Scheitern gehört im Leben dazu. Manchmal kann man nicht einhalten, was man eigentlich einhalten wollte.“

Gundlach ist bereits von seiner Ex-Frau Birgitta, einer früheren Pastorin, geschieden. Zur Flickenteppichfamilie des neuen Paares gehören die beiden Kinder aus Gundlachs Ehe sowie die beiden Söhne, die drei Stiefkinder und die fünf Enkel von Göring-Eckardt.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/politik/detail/goering-eckardt-gibt-offiziell-trennung-von-ihrem-ehemann-bekannt-100649.html

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Kitas und Kortisol: Vom inneren und äußeren Streß vieler Kleinkinder

Die CPÖ (Christliche Partei Österreichs) veröffentlichte folgenden Text von Prof. Steve Biddulph über die psychologischen Nachteile von Kinderkrippen:

Um herauszufinden, welche Art von Interaktion Kindern durch Betreuer/innen in Kitas zuteil wird, hat man in Betreuungszentren weltweit genaue Beobachtungsstudien durchgeführt: Mithilfe von Videokameras und Einwegspiegeln haben geschulte Beobachter die Qualität der Interaktion zwischen Betreuern und Kindern bewertet. Bedauerlicherweise sind die Ergebnisse nicht gut.  Mutter-Kind

Selbst wenn Betreuer/innen wissen, dass sie bei der Arbeit beobachtet werden (wenn sie also vermutlich ihr Bestes geben), machen sie ihre Sache nicht so gut wie die Eltern. Es gibt weniger vertraulichen Austausch zwischen Betreuern und Kindern als zwischen Kindern und ihren Eltern, und die Interaktionen sind mechanischer, brüsker und kürzer.

In Krippen stellen die Beobachter fest, dass mehr als 50% der Kontaktversuche durch die Kinder von den Betreuern nicht wahrgenommen werden. Folglich gibt das Kind auf, starrt lustlos vor sich hin oder spielt stattdessen stur mit seinem Löffel oder einem Spielzeug. Bald versucht das Kind gar nicht mehr, einen sozialen Kontakt herzustellen. Ein geschulter Beobachter würde ein solches Kind als »deprimiert« bezeichnen.

Die Situation in der Kinderkrippe ist niemals ein 1:1-Verhältnis von Betreuern zu Babys. Das verbietet sich aus Kostengründen. Häufig ist das Verhältnis 1:5 oder 1:6.

Steigende Streßhormone durch Krippen

So bekommt das Kind nur einen Bruchteil der Zeit und Energie, die es idealerweise braucht. Die Umgebung einer Krippe ist belastend für Babys und Kleinkinder. Wir wissen das, weil es sich durch Kortisoltests messen lässt. Ein Baby, das den Tag in der Krippe verbringt, zeigt häufig deutlich höhere Kortisolwerte, als wenn es zu Hause bleibt:

Babys können nicht verstehen, dass ihre Mutter »in acht Stunden« wiederkommt. Sie sind so programmiert, dass sie annehmen, sie sind in Gefahr, wenn ihre geliebte Betreuungsperson sie verlässt. Ihr Körper steigert sich in eine Panik hinein. Baby

Eine empfängliche und aufmerksame Betreuungsperson kann das Baby beruhigen und dafür sorgen, dass der Kortisolspiegel wieder sinkt, aber das setzt eine gute Beziehung und reichlich Zeit voraus.

Kleinkinder, die neu in die Krippe kommen, erleben in den ersten Wochen nach der Trennung von ihren Eltern vermehrten Stress. Der Spiegel sinkt mit der Zeit, aber nach fünf Monaten ist er immer noch deutlich höher als bei einem Kleinkind gleichen Alters, das zu Hause geblieben war.

Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie bestand darin, dass man nach fünf Monaten das Gefühl hatte, die Kinder hätten sich gut eingelebt, weil sie äußerlich keine Anzeichen von Stress erkennen ließen. Die Kortisolwerte aber zeigten, dass sie innerlich verängstigt waren und sich nicht wohlfühlten. 

Professor Michael Lamb wies warnend darauf hin, dass Kinder, die den Tag in der Krippe verbringen, am Ende des Tages mehr Zeit zur Beruhigung und Rückversicherung brauchen, um ihr Stressniveau wieder zu normalisieren. Ohne den entsprechenden Trost durch einen Elternteil kann es passieren, dass sie den nächsten Tag völlig überdreht beginnen.

Vollständiger Artikel hier: http://www.cpoe.or.at/Inhalt/de/2017-02-17-1487323242/Home

 


Trennung bzw. Scheidung: Wo bleibt die Würdigung der treubleibenden Ehepartner?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Wie wird sich das päpstliche nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ auf das Eheverständnis der Katholiken auswirken? Die Interpretationen, die geschiedene Wiederverheiratete zum sakramenten Empfang zulassen wollen, füllen mittlerweile ganze Bände. gindert

Von denen, die nicht wieder heiraten, weil sie sich an das sakramentale Eheversprechen gebunden fühlen, spricht kaum jemand.

Bei denen, die in kirchlichen und säkularen Medien die Zulassung zu den Sakramenten fordern, geschieht dies häufig mit einem anklagenden Unterton über die unbarmherzige Kirche. Zu kurz kommt dabei die Frage nach der Wahrheit und Gerechtigkeit für beide Partner.

FOTO: Unser Autor leitet das „Forum deutscher Katholiken“ und den Kongreß „Freude am Glauben

Geschiedene Wiederverheiratete sind bei der heutigen hohen Scheidungsquote zu einem Massenphänomen geworden. Die Kirche ist herausgefordert und zu einem Wort der klaren Orientierung gezwungen, wenn sie nicht ihren Rang und ihre Hirtenaufgabe verlieren will.

Wenn die Kirche ihrem Auftrag treu bleiben will, muss dieser Hinweis im Einklang stehen mit dem Wort Christi und der ständigen Lehre der Kirche.

Die säkulare Welt sieht das ganz anders. Eine Ehe auf Lebenszeit wird dort, wo das Modell einer Lebensabschnittspartnerschaft favorisiert wird und Bindungen auf Dauer generell als Zumutung empfunden werden, als vorgestrig angesehen. Geschiedene, die keine „Zweitehe“ eingehen, weil sie sich an das Eheversprechen gebunden sehen, sind für säkulare Menschen heute eine Randerscheinung der Gesellschaft, die sich dem Verständnis entzieht. Sie stehen quer zum Mainstream. Sie sind kein Medienthema. Kann das aber auch für Kirche gelten?

Die Kirche spricht in der aktuellen Diskussion nicht mehr mit einer Zunge. Verunsicherung und gegensätzliche Meinung herrscht auch unter Bischöfen und Kardinälen. Sie überträgt sich zwangsläufig auch auf die Ebene der Pfarrer. Die Folge ist eine „faktische Spaltung“ (Guido Horst) der Kirche in dieser Frage. 120505416_B_Judy und Mike in der Kirche

Mittlerweile melden sich auch Konvertiten aus dem anglikanischen Bereich zu Wort. Denn für ihre Konversion zur katholischen Kirche war auch die katholische Ehelehre ein Motiv gewesen.

Wie sehen sich Katholiken, die geschieden wurden, aber bewusst nicht mehr geheiratet haben, in dieser verworrenen Situation? Für die Kirche müssten gerade sie ein Anliegen sein, weil sie in besonderem Maße Zuspruch, Ermutigung und Anerkennung brauchen. Wie empfinden jene, die „geschieden, aber treu geblieben“ sind, ihre Situation?

Dr. Rainer Beckmann drückt das so aus (Tagespost, 14.1.17, S. 15):

„Vor sieben Jahren hat sich meine Frau einem anderen Mann zugewandt und ist ausgezogen. Knapp drei Jahre später hat sie ihren neuen Partner standesamtlich geheiratet. Für mich war das – nach fast 25 Jahren Ehe – die größte Katastrophe meines Lebens…

Wer mit einem neuen Partner wie in einer Ehe zusammenlebt, bricht jeden Tag aufs Neue sein Treueversprechen gegenüber seinem sakramentalen Ehepartner. Das gilt auch für den am Scheitern der Ehe tatsächlich oder vermeintlich ‚unschuldigen‘ Ehepartner. Auch er ist gebunden, weil er es vor Gott – besiegelt im Sakrament der Ehe – versprochen hat… Für Christen kann es kein definitives und korrigierbares Scheitern geben.“

Ermutigen die deutschen Bischöfe Geschiedene, die an ihrer Ehe festhalten wollen, durchzuhalten?

Beckmann erinnert daran, was die deutschen Bischöfe für die Familiensynode angeregt haben, nämlich „zivilgeschiedene und wiederverheiratete Gläubige dann zum Sakrament der Buße und zur Kommunion zuzulassen, wenn das gemeinsame Leben in der kanonisch gültigen Ehe definitiv gescheitert ist, die Verbindlichkeiten aus dieser Ehe geklärt sind, die Schuld am Zerbrechen der ehelichen Lebensgemeinschaft bereut wurde und der aufrechte Wille besteht, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben und die Kinder im Glauben zu erziehen“ („Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“, 16.4.2015, S. 14).

Dr. Beckmann begründet seine Haltung mit dem Satz „Christsein bedeutet für mich nicht primär das Fürwahrhalten einer Lehre, sondern tatsächlich gelebte Nachfolge“.


Zerstrittene AfD-Fraktionen in Stuttgart einigen sich – Prof. Meuthen bleibt Chef

Die AfD wird künftig wieder mit einer Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg vertreten sein. Am Dienstagabend (13.9.) einigten sich die Angehörigen der Fraktion „Alternative für Baden-Württemberg (ABW)“ und die in der AfD-Fraktion verbliebenen Abgeordneten auf einen Zusammenschluß. k-DSC_7131-160x200

Auf einer Klausurtagung in Titisee-Neustadt hätten sich die 22 Abgeordneten „einvernehmlich“ auf eine gemeinsame künftige Fraktionsführung geeinigt, hieß es am heutigen Mittwoch in einer wortgleichen Mitteilung beider Fraktionen.

Zum gemeinsamen Fraktionsvorsitzenden wurde Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) gewählt, der dieses Amt bereits bis Anfang Juli 2016 bekleidet hatte.

Auf dem Höhepunkt der sogenannten Gedeon-Affäre war der Co-Bundesvorsitzende der AfD von seinem Amt zurück–  und aus der Fraktion ausgetreten. Mit ihm hatten 13 weitere Abgeordnete die Fraktion verlassen und gründeten eine neue Fraktion unter dem Namen „Alternative für Baden-Württemberg“. Wolfgang Gedeon verließ nach einer Intervention von Dr. Frauke Petry später freiwillig die Fraktion.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/meuthen-fuehrt-wiedervereinigte-afd-fraktion/


Jetzt wird sogar im „Spiegel“ eine bundesweite CSU gefordert – der Demokratie zuliebe!

Von Felizitas Küble

Schon seit den 70er Jahren hat der Gründer unseres Christoferuswerks, Günter Stiff, eine bundesweite CSU  –  damals auch als „Vierte Partei“ bezeichnet – empfohlen und als den „Königsweg“ bezeichnet, um bürgerlichen Konservativen in ganz Deutschland eine politische Heimat zu bieten, denn schon immer stand die CDU links von der CSU. 400px-Csu-logo.svg
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Unter dem CDU-„Übervater“ Helmut Kohl verstärkte sich diese Tendenz, unter der Kanzlerschaft Merkels geht diese Partei fast komplett den linken Bach herunter und nähert sich zunehmend grün-roten Positionen, zumal die CDU-Chefin ohnehin unverhohlen eine Koalition mit den Grünen anstrebt.
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Somit ist eine deutschlandweit wählbare CSU nicht nur fällig, sondern längst überfällig, wie wir im CHRISTLICHEN FORUM in zahlreichen Artikeln erläutert haben, wobei wir seit vorigem Herbst zudem betonen, daß viele AfD-Denkzettel-Wähler „eigentlich“ lieber für die CSU gestimmt hätten, wie sich aus etlichen Umfragen klar ergibt.
SPIEGEL ONLINE.
Allerdings standen wir mit unserem Vorschlag bislang weitgehend allein.
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Interessanterweise hat sich jetzt „Spiegel“-Redakteur Stefan Kuzmany des Themas ausführlich angenommen. In seinem Artikel vom 13. September 2016 lautet schon der Titel: „Zerrüttete Union – Trennt euch, bitte“:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/union-cdu-csu-in-der-krise-trennt-euch-bitte-kommentar-a-1112135.html
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Der Autor schreibt gleich eingangs genau das, was auch aus unserer Sicht „Sache“ ist:
Rechtskonservativen Bürgerlichen fehlt die politische Heimat, sie wenden sich der AfD zu. Dabei wäre die CSU die bessere Alternative – sie sollte sich auf ganz Deutschland ausdehnen und den Bruch mit der CDU riskieren.“  image
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Sodann erwähnt er die „modernisierte CDU unter Angela Merkel“, welche ihre „vormals rechtskonservativen Positionen Stück für Stück aufgegeben“ habe, wobei der Verfasser treffend sogar von einer  „Kompletträumung“ schreibt.
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Dadurch habe die Kanzlerin die „erzkonservative Anhängerschaft“ ihrer Partei „heimatlos gemacht“. Dieser Effekt sei durch die „progressive Flüchtlingspolitik noch verstärkt“ worden – und genau dies habe den Aufstieg der AfD ermöglicht, weil diese eine „politische Marktlücke“ besetzen konnte.

Also ist eine bundesweite CSU das Gebot der Stunde (aber nicht erst jetzt!).

Auch der „Spiegel“-Redakteur fragt daher: „Wen kann ein rechtskonservativer Bürgerlicher denn außerhalb von Bayern noch wählen? Die CDU nicht mehr. Es bleibt ihm nur die AfD“, selbst wenn er, wie Kuzmany schreibt, dabei wegen „ultrarechter Parolen“ aus der AfD vielleicht „Bauchschmerzen“ habe.

Der Verfasser fährt fort: AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

„Weil Seehofer sich auf Bayern fokussiert, verspielt er den Erfolg der Union. Ist ihm alles egal, was jenseits der Zementierung der eigenen Mehrheit in Bayern geschieht, dann mag er so weitermachen.

Wenn er aber doch so etwas wie Verantwortung für ganz Deutschland spüren sollte, dann muss er sich jetzt von der CDU trennen – und bundesweit mit der CSU antreten.“

Das ist seit eh und je unser Argument gegen die Bayern-Kleingeisterei der CSU: Die CSU sollte Verantwortung für ganz Deutschland übernehmen  – und damit für das Wohl unserer Demokratie, zu der seit eh und je auch die bürgerlichen Konservativen gehören und ernst genommen werden sollten.

HIER unsere bisherigen 17 Artikel pro BUNDESWEITE CSU: https://charismatismus.wordpress.com/category/bundesweite-csu-kreuther-geist/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Bemerkenswerter ZDF-Beitrag zum schwelenden Konflikt zwischen den beiden C-„Schwester“-Parteien: http://www.heute.de/csu-gegen-cdu-der-traum-von-der-spaltung-der-unionsfraktion-45208300.html

Artikel aus dem Berliner „Tagesspiegel“ zur Kritik Heiner Geißlers (CDU) an der CSU: http://www.tagesspiegel.de/meinung/fluechtlinge-gut-dass-es-die-csugibt/14547080.html


Unionsfraktion verteidigt den Auskunfts-Anspruch von Scheinvätern als sachgerecht

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch beschlossen, einen Gesetzentwurf zur Neuregelung des Auskunfts- und Regressanspruchs des Scheinvaters in den Bundestag einzubringen. Dazu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Ein Scheinvater muss die Möglichkeit haben, seinen Anspruch auf Erstattung des gezahlten Unterhalts gegen den wahren Vater durchzusetzen. Dies kann er nur, wenn er im Regelfall das Recht hat, von der Mutter zu erfahren, wer der biologische Vater sein könnte. shutterstock_114300748-140x94

Der gesetzliche Auskunftsanspruch darf aber in einer Trennungssituation nicht dazu missbraucht werden, die Mutter darüber hinaus auszuforschen. Daher muss der Auskunftsanspruch eng begrenzt sein. Die Auskunftsverpflichtung darf zudem nicht gelten, wenn sie für die Mutter in einem besonderen konkreten Fall unzumutbar wäre.

Mit dem Entwurf wird im Kern nur die Rechtslage wiederhergestellt, die bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 24. Februar 2015 galt. Der Gesetzgeber hat dem Scheinvater schon seit langem einen Regressanspruch gegen den biologischen Vater zugebilligt, der seinen eigentlich bestehenden Unterhaltsverpflichtungen nie nachgekommen war. Es wäre widersprüchlich, wenn der Scheinvater diesen Regressanspruch praktisch nie durchsetzen könnte. euros

In diesem Zusammenhang ist es richtig, den Regressanspruch zeitlich zu begrenzen. Es wäre nicht angemessen, einen Unterhaltsregress unter Umständen über Jahrzehnte zuzulassen. Dies würde dem Umstand nicht gerecht, dass der vermeintliche Vater mit dem Kind typischerweise über die längste Zeit ein normales Familienleben geführt hat. Es muss zudem vermieden werden, dass die gelebte soziale Beziehung zum Kind durch solche Rechtsstreitigkeiten im Nachhinein entwertet wird.

Die Rechtsordnung kann solche Lebenssituationen nur begrenzt regeln. Es geht hier um einen Zahlungsanspruch, nicht aber darum, in einer Trennungssituation „schmutzige Wäsche zu waschen“ oder eine verständliche Enttäuschung zu kompensieren.“


Bundesweite Willkommenskultur für die CSU

Von Felizitas Küble

Die Idee einer bundesweiten Ausdehnung der CSU wird von unserer Seite und von vielen Gleichgesinnten bereits seit vier Jahrzehnten vertreten.

Diese Option ist derzeite alles andere als nur eine gedankliche Spielwiese, sondern geradezu notwendig (die Not wendend)  – nicht zuletzt angesichts des Merkel-Desasters in der Flüchtlingskrise und der seit langem anwachsenden Politikverdrossenheit weiter Kreise, zumal des bürgerlichen Lagers.

Es geht zudem strategisch schlichtweg darum, das bürgerliche Wählerpotential voll auszuschöpfen.CQuO900WcAAmE8O

In unserem CHRISTLICHEN FORUM wurden bereits Ende Juni realistische Artikel zur Asylsituation veröffentlicht; bald folgten klare Warnungen von Rainer Wendt, dem Chef der Polizeigewerkschaft, vor einer konzeptionslosen Politik. Die Balkan-Einwanderung wurde von Polizeiseite schon im Januar 2014 kritisch angesprochen.

Die KARIKATUR zeigt begeisterte CDU-Massen, die um „Asyl“ in Bayern bitten. Auf die erstaunte Frage Seehofers „Sind die alle aus Syrien?“, antwortet sein Pressesprecher: „Nein, aus der CDU“ (Quelle: Junge Freiheit)

Im Juli und August schwelgten Medien und Politik vielfach in einer von der Kanzlerin herbeigerufenen, denkbar naiven „Willkommenskultur“, als befände wir uns mitten auf einer sonnigen Trauminsel  –  und nicht in einem hochverschuldeten Staat (dies auch dank diverser EU-Krisen), der ohnehin mit zahlreichen Problemen belastet ist. Dabei hatte die Polizeigewerkschaft bereits Anfang August 2015 Grenzkontrollen gefordert.

Die CSU bzw. die bayerische Landesregierung hat sich zunächst kaum mit merklicher Kritik an Merkels Politik bemerkbar gemacht, aber immerhin im Juli 2015 ein Maßnahmenpaket zur Migrantenschwemme verabschiedet, das wegen seiner Begrenzung auf Bayern aber nur bedingt wirksam werden konnte. 

Seehofer: Stratege oder Papiertiger?

Wenn Seehofer nicht als unser aller Papiertiger enden möchte, muß er seinen markigen Worten Taten folgen lassen. Das Abziehen von CSU-Ministern aus der Bundesregierung wäre zwar ein aufsehenerrender Beschluß, über den sich Merkel und Co. aber herzlich freuen würden, weil sie auf diese Weise die lästigen „Bremser“ bequem loswerden könnten.

Da hilft nur alter Wein in neuen Schläuchen, nämlich eine bundesweite Ausdehnung der CSU. Was Franz Josef Strauß vor fast 40 Jahren in Wildbad Kreuth mit seinen CSU-Mannen (und Frauen) beschlossen hatte, nämlich das bundesweite Antreten seiner Partei, ist heute das Gebot der Stunde  –  nicht nur für die CDU, sondern auch für die Demokratie und eine solide Stabilität unseres parlamentarischen Systems. shutterstock_114300748-140x94

Dieses ist von innen her gefährdet, wenn bei immer mehr Bürgern die Überzeugung wächst: „Unsere Volksvertreter vertreten alles Mögliche, nur nicht mehr das eigene Volk!“  – Manche erinnern sich auch an den ironischen Spruch von Bert Brecht, wenn die Regierung mit dem Volke unzufrieden sei, solle sie sich doch ein neues Volk wählen (immerhin zweifelte Merkel öffentlich daran, ob Deutschland noch „ihr Land“ sei).

„Geschichtlicher Fehler“ von FJS

Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Franz Josef Strauß (FJS) hat den Kreuther Trennungsbeschluß von 1976 nicht in die wahlpolitische Wirklichkeit umgesetzt, weil der durchaus machtbewußte CDU-Vorsitzende Helmut Kohl damals mit dem „Einmarsch“ der CDU in Bayern drohte. Die Sorge um bayerische „Pfründe“ war vielen Christsozialen im Freistaat wichtiger als die bundespolitischen Chancen.

Dieses Einknicken angesichts einer historischen Chance wurde sogar von namhaften konservativen CDU-Persönlichkeiten kritisiert, zB. von Gerhard Mayer-Vorfelder: „Ich hätte es begrüßt, wenn sich die CSU bundesweit ausgedehnt hätte“, erklärte der ehem. baden-württembergische Kultusminister; daß dies nicht geschah, bezeichnete er als „geschichtlichen Fehler“.

Die heutige Situation spricht noch mehr als damals für eine deutschlandweite Wählbarkeit der CSU:   image

Angela Merkel hat die CDU bis zur Unkenntlichkeit inhaltlich entleert, sozialdemokratisiert und geistig heruntergewirtschaftet; sie ist die Totengräberin der Partei.

Der frühere CDU-Chef Helmut Kohl, unter dem der Abnabelungs-Beschluß von Strauß anno 1976 stattfand, war zwar kein ausgeprägter Konservativer, doch die Partei war immerhin noch nicht nach links abgedriftet, sondern bewegte sich in der bürgerlichen Mitte  – also etwa dort, wo sich heute die CSU befindet. 

Nach dem Kreuther Beschluß hatte Helmut Kohl mit dem Eindringen der CDU in Bayern „gedroht“. Wenn eine angeschlagene Kanzlerin Merkel mit ihrer abdriftenden Partei heute dasselbe ankündigen würde, könnte die CSU sich gemütlich hinter den Ofen zurücklehnen.

Während die CSU nämlich außerhalb Bayerns bei Millionen von enttäuschten CDU-Wählern (und wohl auch so manchen bürgerlichen SPD- und FDP-Wählern) hochwillkommen wäre, gäbe es im Freistaat bestimmt keine massenhaft begeisterten Hurra-Rufe, wenn die Merkel-CDU dort mit dem Aufbau von Ortsgruppen beginnen würde. Kaum ein bayerischer Hahn würde danach krähen.

Getrennt marschieren, vereint schlagen

Deshalb ist die Situation von 1976 und die Lage hier und heute völlig anders. Das sollte sich der bayerische Ministerpräsident hinter die Ohren schreiben. Vielleicht bekäme Merkels Mantra „Wir schaffen das!“ endlich einen vernünftigen Sinn, wenn die CSU sich aufraffen würde: „Das schaffen wir!“ be2004_38_551

Dabei sollte eine bundesweite CSU auf das Ziel hinstreben: „Getrennt marschieren, vereint schlagen!“ – Das bürgerliche bis konservative Lager soll nicht etwa zersplittert, sondern in seiner politischen Wirksamkeit gestärkt werden. Insofern wäre es am besten, die CSU würde außerhalb Bayerns nur mit der Zweitstimme antreten, also keine Direktkandidaten aufstellen, damit der CDU-Direktkandidat im Wettstreit mit dem SPD-Konkurrenten das Rennen macht.

Zumindest sollte die CSU, wenn sie aus „Imagegründen“ deutschlandweit ihre Direktkandidaten aufstellt, wie einst die FDP eine Zweitstimmen-Kampagne durchführen, damit der geneigte Bürger erkennt, daß es für die Christsozialen auf die Zweitstimme ankommt. Viele C-Wähler werden dann aus strategischen Gründen ihre Erststimme dem Direktkandidkaten der CDU geben (um damit den Sieg eines SPD-Kandidaten zu verhindern)  –  und ihre Zweitstimme der CSU.

Siehe dazu ergänzend unser voriger Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2015/11/01/wann-kommt-der-kreuther-geist-endlich-aus-der-csu-flasche/
Dieser wurde auch hier veröffentlicht: http://journalistenwatch.com/cms/bundesweite-csu-wann-kommt-der-kreuther-geist-endlich-aus-der-flasche/
Ebenso hier: https://conservo.wordpress.com/2015/11/02/bundesweite-csu-wann-kommt-der-kreuther-geist-endlich-aus-der-flasche-bei-trennung-stimmengewinn-fuer-die-csu/

FANS einer bundesweiten CSU auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/CSU-Bundesweit-in-2017/439686522887459