Gottes Wort an den Propheten Jeremia(s)

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 7,23-28:

So spricht der HERR: Ich gab meinem Volk folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. Geht in allem den Weg, den ich euch befehle, damit es euch wohl ergeht.
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Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern folgten den Eingebungen und Trieben ihres bösen Herzens. Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht.
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Von dem Tag an, als eure Väter aus Ägypten auszogen, bis auf den heutigen Tag sandte ich zu euch immer wieder alle meine Knechte, die Propheten. Aber man hörte nicht auf mich und neigte mir nicht das Ohr zu, vielmehr blieben sie hartnäckig und trieben es noch schlimmer als ihre Väter.
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Auch wenn du ihnen alle diese Worte sagst, werden sie nicht auf dich hören. Wenn du sie rufst, werden sie dir nicht antworten. Sag ihnen also: Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, hörte und sich nicht erziehen ließ. Die Treue ist dahin, aus ihrem Mund verschwunden.

Der HERR hat Erbarmen und wirft unsere Sünden in die Tiefe des Meeres

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Micha 7,14-15.18-20:

HERR, unser Gott, führe mit deinem Stab dein Volk auf die Weide, die Schafe, die dein Erbbesitz sind, die einsam lagern in einer Wildnis mitten im fruchtbaren Land.
Sie sollen wieder im Baschan und in Gilead weiden wie in den Tagen der Vorzeit.
Wie in den Tagen, als du aus Ägypten auszogst, lass uns deine Wunder schauen!
Wer ist ein Gott wie du, der du Schuld verzeihst und dem Rest deines Erbvolkes das Unrecht vergibst?
Gott hält nicht für immer fest an seinem Zorn; denn ER liebt es, gnädig zu sein.
ER wird wieder Erbarmen haben mit uns und unsere Schuld zertreten. Ja, du wirfst all unsere Sünden in die Tiefe des Meeres hinab.
Du wirst Jakob deine Treue beweisen und Abraham deine Huld, wie du unseren Vätern geschworen hast in den Tagen der Vorzeit.

GOTT ist im Recht, aber wir waren treulos

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dan 9,4b-10:

HERR, du großer und ehrfurchtsgebietender Gott, du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade. Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.
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Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.
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Du, HERR, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht, den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstoßen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen.
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Ja, HERR, uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern; denn wir haben uns gegen dich versündigt.
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Aber der HERR, unser Gott, schenkt Erbarmen und Vergebung.
 

Ich will Dir danken für Deine Huld und Treue

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.7cd-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.
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Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du gabst meiner Seele große Kraft.
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Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an.
HERR, deine Huld währt ewig.
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!

Hochzeitsbräuche: Der tiefere Sinn des Kranzes

Von Felizitas Küble

Manches Brauchtum um Ehe und Hochzeit ist nicht nur altehrwürdig, feierlich und volkstümlich, sondern hat auch einen tieferen Sinn. Dazu gehört das „Kränzen“ vor der Heirat, das in vielen Gegenden Süddeutschlands, aber auch im Münsterland, Emsland und Ostfriesland weit verbreitet ist.

Dabei wird die Haustür der Brautleute mit Tannenzweigen geschmückt und oben in die Mitte ein  – rundes oder rechteckiges –  Schild gesetzt mit den Worten: „Gott segne euren Einzug“ oder (wie hier auf dem Foto): „Gott segne das Brautpaar“.

Dieser Spruch ist rund oder viereckig und ebenfalls von grünen Zweigen oder manchmal von Blumen umrahmt.

Das „Kränzen“ wird meist von den Nachbarn – manchmal auch von Freunden oder Angehörigen – übernommen. Dabei binden Männer die Tannenzweige zu einem Kranz, während Frauen ihn mit Rosen und farbigen Schleifen dekorieren. Meist wird der Kranz am Vorabend der Trauung über der Hauseingangstür angebracht. 

Dieser grüne Kranz ist letztlich eine Ableitung aus dem Siegeskranz der römischen Kaiser und auch der späteren Regenten.

Im antiken römischen Reich erhielt jeder Mann eine „Krone“ aus Eichenlaub, wenn er einem Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet hat. Es war also eine militärische Auszeichnung. Diese Bürgerkrone hieß „corona civia“.

Erstmals erhielt mit Augustus – der zur Zeit Christi regierte – auch ein römischer Kaiser diese Eichenlaubkrone. Der Grund lag darin, daß er durch die Beendigung des Bürgerkriegs viele Menschenleben gerettet hat und für Recht und Ordnung sorgte. Er wurde als gerechter, treuer und zuverlässiger Herrscher gewürdigt und geachtet.

Die Eichenlaubkrone trug er bei festlichen Anlässen teils auf dem Haupt, meist hing sie aber über seiner Haustür.

Auch in Preußen wurde diese Symbolik des Siegeskranzes bei bürgerlichen oder militärischen Auszeichnungen übernommen. Bekannt ist aus jener Zeit das Volkslied „Heil Dir im Siegerkranz“, das zugleich eine Art Königs- und Kaiserhymne war, wenngleich keine offizielle Nationalhymne.

Was nun die Ehe damit zu tun hat? – Erstens bilden auch Mann und Frau, wenn sie sich zur Familie erweitern, gleichsam ein „kleines Königreich“, in dem sie gerecht und verläßlich „regieren“ sollen zum Wohl ihrer Kinder.

Zweitens übernehmen sie Verantwortung füreinander und verpflichten sich zu Treue und lebenslanger Verbundenheit. Damit sind sie nicht nur äußerlich, sondern auch geistig-seelisch erwachsen, haben jugendliches Ungestüm („Sturm und Drang“) oder pupertäre Launen hinter sich gelassen – und treten in den Ernst des Lebens bzw. in den „Ehestand“ ein. Für die Hochzeit gibt es auch das Wort „Trauung“ – die Brautleute „trauen“ sich etwas (zu)…

Bei jüdischen und bei orthodoxen Hochzeiten wird die Braut sogar mit einer Krone geschmückt. Der Brautkranz über der Haustür soll eine Art Ersatz für diese Krönung darstellen.


Der Gerechte wächst wie die Zedern empor

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 92 (91),2-3.13-14.15-16.

Wie schön ist es, dem HERRN zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue.
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Der Gerechte gedeiht wie die Palme,
er wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Hause des HERRN,
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.
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Sie tragen Frucht noch im Alter
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Gerecht ist der HERR;
mein Fels ist ER, an ihm ist kein Unrecht.

GOTT verleiht meiner Seele große Kraft

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.4-5.7cd-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.
 

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du verleihst meiner Seele große Kraft.
 

Dich sollen preisen, HERR, alle Könige der Welt,
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn;
denn groß ist seine Herrlichkeit.
 

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde,
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an
und seine Huld währt ewig.
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!