Peter Hahne kritisiert TV-Talk-Einseitigkeit

Der frühere ZDF-Moderator Peter Hahne hat den öffentlich-rechtlichen Talksendungen eine einseitige Gästeauswahl vorgeworfen. Politiker der AfD als größte Opposition im Bundestag würden dort ausgegrenzt, sagte er der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT:

„Daß Talkshows zu Regierungs-Hochämtern trotz völligem Versagen in der Corona- und Impfpolitik mutieren, beweist, daß die Parallelgesellschaft der Medienmacher keinen Sensus für die Lebenswelt der AfD-Wähler hat: Lehrer, Polizisten, querdenkende Wissenschaftler, Soldaten, Arbeiter.“

Hintergrund ist die Auswertung der Gästelisten der Talksendungen „Anne Will“, „Maischberger“, „Hart aber fair“ und „Maybrit Illner“ nach Parteizugehörigkeit in 2020. Häufigste Vertreter waren bis Mitte Dezember Politiker von CDU/CSU (94), gefolgt von SPD (83), Grünen (32), FDP (28) und Linkspartei (19). Die AfD als größte Oppositionspartei im Bundestag lag abgeschlagen mit sechs Auftritten auf dem letzten Platz.

Noch deutlicher fiel die Diskrepanz in der ZDF-Gesprächsrunde von Markus Lanz in 2020 aus. Hier war in den 134 Sendungen kein einziges Mal ein AfD-Politiker zu Gast. – Zum Vergleich: Die Grünen, die im derzeitigen Bundestag die kleinste Fraktion stellen, kamen auf 21 Einladungen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/peter-hahne-talkshows-mutieren-zu-regierungs/


Wie die ex-grüne Jutta Ditfurth gegen Polizei, Lebensrechtler und den Rechtsstaat agitiert

Von Felizitas Küble

In einem Web-Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom heutigen Donnerstag (13. Juli) heißt es über die einstige grüne Spitzenpolitikerin Jutta Ditfurth und ihren „Zynismus“, der auch beim gestrigen Maischberger-TV-Talk deutlich geworden sei: 

„So kritisierte sie vehement den Polizeieinsatz in Hamburg, um aber gleichzeitig die Gewaltbereitschaft der Linksradikalen als ein legitimes politisches Mittel zu verteidigen.“

Selbst im linksliberalen Berliner „Tagesspiegel“ werden die Äußerungen Ditfurths  –  die den „Schwarzen Block“ verharmloste und die Polizei diffamierte  – eher kritisch beleuchtet:

„Ditfurth hatte unter anderem gesagt, in Hamburg seien Menschen in ihren Grundrechten verletzt und nicht-vermummte Journalisten verprügelt worden, weil anderswo „einige Leute schwarz gekleidet“ waren. Ditfurth nannte das Einschreiten der Polizei „eine der übelsten Reaktionen, die ich je erlebt habe“.

Das anspruchsvolle Debattenmagazin „The European“ schreibt am 13. Juli über die „Linksextremistin“ Ditfurth:

„Wolfgang Bosbach führt in der ARD-Talkshow Maischberger die Grüne Jutta Ditfurth vor. Die beleidigt ihn daraufhin hemmungslos…Maischberger ist bis auf die Knochen blamiert; Ditfurth ist als Linksextremistin, die den Boden des Grundgesetzes suchen müßte, enttarnt.“

FOCUS: „Beleidigungen sind ein Stilmittel Ditfurths“

Im Magazin FOCUS wird dazu folgendes geäußert:
„In der Maischberger-Sendung blaffte sie ihre Gesprächspartner teilweise ziemlich respektlos an. So herrschte sie den Polizeigewerkschafter und Hamburger CDU-Politiker Joachim Lenders neben sich an, er solle aufhören, ständig vor sich hin zu blubbern. Beleidigungen des politischen Gegners sind ein Stilmittel Ditfurths.“

Angesichts der vielen verletzten Polizisten als Folge der Hamburger Krawallnächte erscheint solch eine sarkastische Haltung besonders menschenverachtend. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach war infolgedessen derart entnervt, daß er vorzeitig die TV-Gesprächsrunde verließ.

Die neomarxistische Frau Ditfurth war in den 80er Jahren bereits von einer entsprechenden Gesinnung erfüllt  –  damals amtierte sie als Bundessprecherin der Grünen und vertrat die Partei 1987 sogar in der TV-„Elefantenrunde“, wobei sie sich vor allem mit CSU-Chef und Unions-Kanzlerkandidaten Franz-Josef Strauß anlegte.

Otto Schily: „Wahnhaft verzerrte Wahrnehmung“

Als Vorstandssprecherin behauptete die grüne Vorzeigefrau z.B. betreff der damaligen Volkszählung, eine solche sei unter den Nazis „Grundlage für die späteren Massenvernichtungen“ gewesen, so daß ihr sogar der grüne Realo-Parteikollege Otto Schily „wahnhaft verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung“ vorhielt.

Auch der damalige grüne Fraktionschef in Hessen, Joschka Fischer, attestierte ihrer Fundi-Politik eine „Fortsetzung des Kommunistischen Bundes mit anderen Mitteln“.

Ähnlich wie sie dachte Thomas Ebermann, in den 80er Jahren Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Er bekannte sich unumwunden dazu: „Ja, ich bin ein Kommunist.“  –  Es waren übrigens jene turbulenten Zeiten, als sich diese Partei für die Straffreiheit von Sex mit Kindern stark machte.

Ditfurth: Lebensrechtler sind „sexistische Arschlöcher“

1988 erklärte Ditfurth im Alter von 36 Jahren, ihre zwei Abtreibungen seien für „ein lustvolles, knapp zwanzigjähriges Geschlechtsleben relativ wenig.“  – Später beklagte sie, daß es so „wenige“ Abtreibungen in Deutschland gäbe („eine auf verrückte Weise niedrige Zahl“). Sogar mit der Feministin Alice Schwarzer von der Frauenzeitschrift „Emma“ legte sie sich öffentlich an, weil diese ihr in puncto Abtreibung nicht radikal genug war  –  und das will etwas heißen!

In einem am 30.6.2015 veröffentlichten Gespräch mit dem „Deutschlandradio“ bezeichnete sie Lebensrechtler nicht nur als „rechtspopulistische Bewegung“ , sondern beleidigte Abtreibungskritiker als „sexistische Arschlöcher“.

1991 gab die grüne Spitzenfrau ihrer Partei den Laufpaß, weil sie ihre ultralinke Linie nicht mehr durchsetzen konnte. Danach betätigte sie sich als Publizistin, Gewerkschafterin und tiefrote Kommunalpolitikerin.

Auf ihrem Twitter-Account (https://twitter.com/jutta_ditfurth) agitierte sie tagelang gegen die Polizei hinsichtlich der Hamburger Krawall-Bekämpfung. Auf dem Portal stellt sich selber folgendermaßen vor:

„Public Intellectual, Autorin, Soziologin, politische Aktivistin, Ökologische Linke, Stadtverordnete von ÖkoLinX – Antirassistische Liste in Frankfurt/Main“

 

 


TV-Talk mit Peter Hahne: „Stirbt die deutsche Sprache aus?“

Stirbt die deutsche Sprache aus?  –  Über diese Frage diskutierten am 20. Juli in der Sendung „Peter Hahne“ der Sprachwissenschaftler Prof. Horst Haider-Munske (Erlangen) und der Internetaktivist Sascha Lobo (Berlin). IMG_1061

Einig waren sich die beiden darin, dass sich die Sprache angesichts von „Twitter, Gender und Denglisch“ wandle. Was das für die Gesellschaft bedeutet, darüber gingen die Meinungen jedoch auseinander.

Nach Ansicht von Haider-Munske, der auch dem Verein Deutsche Sprache angehört, ist das Deutsche gefährdet. Dafür seien im Wesentlichen drei Entwicklungen verantwortlich. Zunächst wendeten sich sowohl in der Wirtschaft als auch in der Musikszene viele von der deutschen Sprache ab.

Hinzu komme das Bestreben der Gender-Bewegung, Unterschiede zwischen den Geschlechtern auch sprachlich einzuebnen.

Und schließlich lernten Kinder in den Schulen nicht mehr, richtig deutsch zu schreiben. Es sei kein Fortschritt, dass Jungs und Mädchen an Grundschulen immer häufiger so schreiben dürften, wie sie die Worte hörten. Haider-Munske war zunächst Mitglied der Kommission für die Rechtschreibreform gewesen, hatte diese dann aber verlassen.

Zur Begründung erklärte er, er habe den Eindruck gehabt, dass Leute, die die inneren Regeln der deutschen Sprache nicht verstanden haben, „einfach wild darauf los reformieren wollten“.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Konrad Ruprecht


TV-Kontroverse bei „Anne Will“ zum Karlsruher Urteil und zum Adoptionsrecht für Homo-Partnerschaften

Erika Steinbach und Baronin Beverfoerde verteidigen die klassische Ehe

Am Mittwoch-Abend (12.6.) befaßte sich die ARD-Talkshow „Anne Will“ bis nach Mitternacht mit dem Karlsruher Urteil zum Homo-Splitting (Ausdehnung des Ehegattensplittings für Homo-Partner) und mit dem Thema Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.

Die Moderatorin Anne Will  –  sie ist bekennende Lesbe  –  hatte auf der einen Seite zwei CDU-Vertreterinnen zugunsten der klassischen Ehe und Familie (Mann/Frau/Kinder) eingeladen:

Die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach und die dreifache Familienmutter Freifrau Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto),  Vorsitzende der „Initiative Familienschutz“.  Hedwig_Beverfoerde

Die Gegenposition hierzu nahm FDP-Parlamentarier Michael Kauch ein, der in einer „eingetragenen Partnerschaft“ lebt.  Neben ihm saß der   –  wie er sich selber nennt  –  „schwule Theologe“ Dr. David Berger, seit kurzem Chefredakteur des Homosexuellen-Magazins „Männer“.

Frau Steinbach (siehe Foto) stellte gleich eingangs ihre Position klar: „Jeder kann leben, wie er möchte, aber der Staat muß nicht alles finanziell fördern, sondern speziell das, was seiner Zukunft dient“  –  und das sei die herkömmliche Ehe mit natürlicher Nachkommenschaft. Das ist tatsächlich ein logisch zu Ende gedachtes, einleuchtendes Prinzip.

Zudem verdeutlichte die insgesamt sehr fundiert argumentierende CDU-Politikerin die realen Größenverhältnisse, wonach nämlich ohnehin nur 1% der Homosexuellen hierzulande in einer „eingetragenen Partnerschaft“ leben  – und selbst von dieser minimalen Minderheit wiederum nur wenige an einer Adoption interessiert seien.

Karlsruher Urteile pro Familie wurden nicht umgesetzt!

Freifrau von Beverfoerde äußerte sich zu Recht befremdet darüber, daß die Politik es jetzt so eilig hat, den Spruch des Bundesverfassungsgerichts ruckzuck in Gesetzesform zu gießen  – während andere Urteile aus Karlsruhe seit Jahrzehnten links liegen gelassen würden, nämlich Entscheidungen zugunsten einer stärkeren Förderung der Familie. Damit hat die sympathisch wirkende Baronin ins Schwarze getroffen.

Hierzu gehört zB. das BVG-Urteil vom 29.6.1990, das den Familien Steuerfreiheit auch für das Existenzminimum ihrer Kinder zusichert (BVerfG 82,60). Das war vor sage und schreibe 23 Jahren  –  und harrt heute noch der Umsetzung!10

Man hätte zur Sachlage zudem erwähnen können, daß dieselben linken Parteien, die sich noch vor wenigen Monaten gegen das Ehegatten-Splitting äußerten und es als „überholt“ bezeichneten, jetzt plötzlich  –  wenn es um homosexuelle Paare geht  –  voll für diese Steuererleichterung  im Sinne eines Homo-Splittings eintreten…

David Berger wetterte sodann gegen Erika Steinbach und vor allem gegen Freifrau von Beverfoerde; beide Damen würden sich, wie er meinte, „selbst entlarven“ und eine „biologistische“ Engführung betreiben, als ginge es gleichsam um „Hühnerzucht“; er bezeichnete die engagierte Familienvertreterin Beverfoerde als „sehr reaktionär“.

Im Vergleich mit diesen Tiraden äußerte sich sein Gesinnungsgenosse  – der FDP-Politiker Michael Kauch  – weitaus sachlicher.

Natürlich lobte Berger erwartungsgemäß das Karlsruher Urteil und behauptete: „Das Bundesverfassungsgericht hat sich für die Zukunft entschieden.“

Die CDU-Menschenrechtsbeauftragte Steinbach blieb dabei, daß daraus genau umgekehrt ein Schuh wird:

Die Zukunft liege in der Unterstützung der klassischen Ehe und Familie, die auf Nachkommenschaft angelegt sei.

Zudem wies die Parlamentarierin darauf hin, daß es in Deutschland weitaus mehr adoptionswillige Ehepaare gibt, als Kinder zur Adoption freigegeben werden. Weshalb, so fragte sie mit Recht, sollen denn homosexuelle Partnerschaften ein Adoptionsrecht erhalten, wenn es ohnehin schon einen Überhang an Adoptionswilligen gibt?!

Hedwig von Beverfoerde erinnerte zugleich an die EU-Sozialcharta von 1995, in der das grundsätzliche Recht jedes Kindes auf Vater und Mutter proklamiert wurde.

Die Sendung agierte  –  in fernsehüblicher Manier  –  einseitig pro Homo-Fraktion, was vor allem durch die drei hinzugezogenen Beispiele mit glücklichen Kindern, die bei Homo-Eltern aufwachsen, verdeutlicht wurde. Als ob Einzelfälle (die man immer findet!) irgendeine objektive Beweiskräft hätten.

Diese typisch manipulative TV-Vorgehensweise erstaunt wenig, zumal die Gesprächsrunde von Anne Will geleitet wurde, die sich bereits vor über drei Jahren mit ihrer lesbischen Partnerschaft „outete“.

Zum Schluß der  – auch von der Publikumspräsenz her einseitig geprägten  –  Talkshow brachte die Moderatorin ausnahmsweise ein Argument pro klassische Ehe und Familie: Anne Will erwähnte eine Allensbach-Umfrage aus dem Vorjahr, wonach satte 97 % der Deutschen auf die Frage, was sie sich unter einer „Familie“ vorstellen, die ganz normale Antwort gaben: „Ein verheiratetes Ehepaar mit Kindern“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Hier das TV-Video der Sendung zum Nach-Sehen: http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3833.html

Weiterer ARTIKEL hierzu mit Leserkommentaren: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/13/zur-homo-ehe-es-geht-nicht-um-diskriminierung-sondern-um-differenzierung/

Sachlicher Talk-Bericht des Medienmagazins PRO: http://www.pro-medienmagazin.de/?id=fernsehen&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6741