Kritik an der Ideologisierung des Sports

Pressemitteilung des FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN:

In München fand am 23. Juni im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft das Spiel Deutschland gegen Ungarn statt. Der OB der Stadt forderte die Beleuchtung des Stadions in den Regenbogenfarben. Ein klares Signal für sexuelle Willkür gegen Ehe und Familie!

In freiheitlichen Gesellschaften wird der Sport von Aktionen politischer Ideologie freigehalten. Die Ideologisierung des Sports für ihre Zwecke praktizieren totalitäre Systeme.

Der Protest wurde auch von öffentlich-rechtlichen Medien mit dem Vorwurf von Homophobie mitgetragen. Er richtet sich gegen ein Gesetz der ungarischen Regierung, das ein Verbot von Büchern und Filmen in der schulischen Aufklärung  vorsieht, in denen alle Formen von Sexualität als gleichwertig dargestellt werden.

Die Aufklärung heranwachsender Kinder und Jugendlicher gehöre ins Elternhaus, sagt Orban: „Wir schützen die Aufgabe der Eltern“. Die ungarische Regierung kann sich auf eine klare demokratische Mehrheit im Parlament stützen.

In der Münchner Regenbogeninitiative zeigt sich, dass der Relativismus, der keine verbindlichen Werte anerkennt, in einen neuen Dogmatismus umschlägt, der die Grundordnung der Gesellschaft deformieren will. Er wird von Medien mitgesteuert und er versucht in einer Art von Pseudo-Aufklärung, „alle dem Überdogma des Relativismus zu unterwerfen“ (Joseph Ratzinger).

Wenn das Institut für Demoskopie Allensbach geäußert hat, „etwas weniger als die Hälfte  der Deutschen glauben, man könne seine politische Meinung noch frei äußern … auffallend viele Bürger (klagen) über eine starke soziale Kontrolle und haben den Eindruck, dass versucht werde,  ihnen bis ins Detail vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten hätten“, dann sehen wir, wieweit wir schon entmündigt sind. „Der Druck geht nicht von der Mehrheit, sondern von der Minderheit aus„. – Wehren wir uns gegen diese Form der Diktatur!

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken