Angriff von Fulani-Nomaden in Nigeria: neun ermordete und vier verletzte Christen

Im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau sind neun Christen erschossen worden. Die Ermordeten befanden sich gerade auf dem Rückweg von einem Markt im Regierungsbezirk Riyom, als sie in ihrem Wagen in einen Hinterhalt gerieten. Sieben waren sofort tot, zwei starben später im Krankenhaus, vier überlebten verletzt.

Der Fahrer des Wagens, Samson Dagwom, stellte sich tot und wurde deswegen nicht erschossen, berichtet der christliche Informationsdienst „World Watch Monitor“.

Dagwom zufolge trugen die Angreifer zerschlissene Kleidung und unterhielten sich auf Englisch und auf Fulfulde – der Sprache der Fulani-Nomaden.

Angriffe auf Christen durch Fulani forderten in der Vergangenheit zahlreiche Opfer. Die meisten Fulani sind Viehhirten und teils in den vergangenen Jahren von Islamisten unterwandert worden.

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/neun-christen-in-nigeria-ermordet-103153.html

 


Prälat Scheipers verstorben: letzter überlebender Priester des KZ Dachau

Der letzte überlebende Priester aus dem NS-Konzentrationslager Dachau ist tot. Am 2. Juni ist Prälat Hermann Scheipers im Alter von 102 Jahren in seiner Geburtsstadt Ochtrup verstorben.afc127c26a
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Während seiner Kaplanzeit in Hubertusburg bei Leipzig wurde der Geistliche von Nationalsozialisten 1940 ins KZ Dachau deportiert. Sein „Vergehen“: Er hatte Seelsorge für polnische Zwangsarbeiter betrieben und mit ihnen die Heilige Messe feiern wollen.
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Dank des mutigen Einsatzes seiner Zwillingsschwester wurden Scheipers und weitere Priester 1942 vor dem Abtransport in die NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz bewahrt. Am 27. April 1945, zwei Tage vor der Befreiung des KZ Dachau durch US-Streitkräfte, floh Kaplan Scheipers während eines Todesmarsches.
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Angesichts des dortigen Priestermangels kehrte er 1946 ins Bistum Meißen zurück. In den folgenden Jahren wirkte er als Kaplan in Radebeul, Berggießhübl, Dresden, Freital und Wilsdruff  –  und scheute dabei nicht die Auseinandersetzung mit der kommunistischen DDR-Diktatur.
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In Wilsdruff wurde er 1957 Pfarrer, 1960 Pfarrer in Schirgiswalde und 1973 Ehrendomkapitular des Kathedralkapitels St. Petri in Bautzen. 1983 kehrte Scheipers als Vicarius Cooperator nach Münster (Amelsbüren) in sein Heimatbistum zurück.
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2013 wurde in Ochtrup der 100. Geburtstag des Geistlichen gefeiert.Damals sagte der em. Weihbischof Friedrich Ostermann über Scheipers Leben, dies sei ein „lebendiges Zeugnis des Glaubens und der Macht der Liebe gewesen“. Trotz aller Verfolgung habe er seinen Glauben an Gott nicht verloren. Einer Welt, die von Gott nichts wissen wollte, habe Scheipers  –  auch in der DDR  –  die neue Welt des Glaubens entgegengestellt, in der Christi Liebe Wurzeln schlägt.Quelle: Radio Vatikan

HINWEIS: Allein im KZ-Dachau waren über dreitausend katholische Geistliche inhaftiert