Israelis bringen eine Bibel auf den Mond

Anfang 2019 schickt Israel das erste unbemannte Raumschiff zum Mond. Dieses enthält eine Zeitkapsel mit bedeutenden israelischen Objekten. Dazu gehört auch eine hebräische Bibel (AT), die somit für unbestimmte Zeit auf dem Erdtrabanten erhalten bleibt.

Da nicht erwartet wird, dass das Raumschiff zur Erde zurückkehrt, ist es wahrscheinlich, dass seine Informationen auf unbestimmte Zeit auf dem Mond bleiben und von zukünftigen Generationen gefunden und angesehen werden können.

Die Zeitkapsel wird nationale und traditionelle Symbole wie die Bibel, die Unabhängigkeitserklärung Israels, die israelische Flagge, die «Tfillat Haderech» – also das vor der Reise verlesene Gebet –, israelische Lieder, eine Sammlung von Gemälden israelischer Kinder und andere Materialien, die in den letzten Jahren von der Öffentlichkeit gesammelt wurden, enthalten.

Die Verantwortlichen kündigten an, dass sie auch planen, Enzyklopädien und Wörterbücher in 27 Sprachen an Bord zu beizulegen, als Symbol für Informationen, die von der gesamten Menschheit gesammelt wurden.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.jesus.ch/magazin/international/asien/338168-israeli_schiessen_bibel_auf_den_mond.html


„Sturheit“ in puncto Moral ist realistisch…

Von Prof. Dr. Hans Schieser

Eine Bitte an den Heiligen Geist in der bekannten Pfingstsequenz lautet: „Flecte quod est rigidum…“  – „Biege, was erstarret ist…“

Ja, das wäre doch notwendig, die Erstarrung („Sturheit“) in der Katholischen Kirche bei Themen wie z.B. der Ehemo131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72cral endlich „flexibel“ zu machen  –  das fordern heute viele Leute.

Auch wenn es Viele meinen und sogar glauben, lässt es doch eher auf eine Erstarrung der Intelligenz dieser „Vielen“ als auf  Sturheit der Kirche in Sachen der Moral schliessen.

Wie oft soll man noch erklären, was der Begriff „Moral“ bedeutet?  –  Die lateinische Sprache bezeichnet „mores“ als etwas, das „üblich ist“.  –  im Griechischen heisst es „Ethos“  =  So ist es einfach („realistisch“).

Ja, so ist das einfach, auch in der Moral: Dass es Dinge gibt, die „selbst-verständlich“ sind. Wie die Amerikaner in ihrer Unabhängigkeitserklärung sagen: „We hold these truths to be self-evident…“  –  Das heisst: es gibt Dinge, die keiner Erklärung bedürfen, sondern „einfach so sind“. Zum Beispiel, dass zweimal zwei vier ist, und alle Menschen gleich sind als Geschöpfe Gottes. image001

Es ist neu in der Menschheitsgeschichte, dass auch das „hinterfragt“ wird: „Wer sagt das überhaupt, dass zweimal zwei gleich vier ist?“

Wenn etwas selbstverständlich ist, bedarf es keiner Erklärung, aber man kann zeigen, welche Folgen eintreten, wenn die Wirklichkeit nicht angenommen, sondern falsch interpretiert oder gar ignoriert (= nicht zur Kenntnis genommen) wird.

Bei Gesetzen, die von Menschen gemacht wurden (zB. dass man bei uns auf den Straßen rechts fährt), kann man von Fall zu Fall „Ausnahmen“ zulassen, wenn es notwendig erscheint und man dadurch Schaden vermeiden kann. In der Moral enden jedoch die „Ausnahmen“ immer in der Sackgasse: „No exit!“ – Da gibt es keinen „Ausweg“!  – Also doch starr und stur?

Wer von der (katholischen) Kirche verlangt, die Moral „zu lockern“ oder vielleicht sogar eines der Gebote Gottes (zB das sechste) abzuschaffen, leidet vermutlich unter einer (unheilbaren) „Geisteskrankheit“ (→lateinisch „Stupor“ = Erstarrung / → „Stupiditas“ = Dummheit); es wäre genauso unsinnig, vom Papst zu verlangen, das Einmaleins zu ändern.

Unser Autor Prof. Dr. Hans Schieser lehrte die Grundlagen der Humanwissenschaften an der DePaul-University in Chicago (USA)