Grußwort der AfD zum Marsch für das Leben: Abtreibung ist Krieg gegen ungeborene Kinder

Am Samstjag, den 18. September 2021 findet in Berlin zum 17. Mal der Marsch für das Leben statt. Veranstalter ist der „Bundesverband Lebensrecht“, der sich als Zusammenschluss deutscher Lebensrechtsorganisationen für den Schutz des Menschenlebens einsetzt – von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.

Der Bundesvorstand der AfD hat zum diesjährigen „Marsch für das Leben“ ein längeres Grußwort verfasst, aus dem wir hier die wichtigsten Abschnitte dokumentieren:

Am 4. September 2016 wurde Mutter Teresa von Papst Franziskus heiliggesprochen. Sie hatte sich mit ihrer Arbeit um die Armen, die Kranken und Sterbenden verdient gemacht und dabei wahre Nächstenliebe praktiziert. Für Mutter Teresa war jedes Leben von unschätzbarem Wert. Sie wusste außerdem: „Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder“.

Doch ihre Weisheit droht mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.

Viele werdende Mütter fühlen sich von unserer Gesellschaft offenbar so sehr im Stich gelassen, dass sie nur in der Abtreibung die Lösung ihrer Probleme sehen.

Die AfD ist die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen will und sich stattdessen für die Rechte ungeborener Kinder stark macht. Andere Parteien mögen es vergessen haben, aber Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Das ist das Versprechen unseres Grundgesetzes, das wir hochhalten.

Der Staat muss endlich seine familien- und kinderfeindliche Haltung aufgeben und jungen Menschen Perspektiven zur Familiengründung geben, damit schwangere Frauen eine Abtreibung gar nicht mehr in Erwägung ziehen müssen. Wir wollen eine Willkommenskultur für Kinder – und zwar für alle Kinder!

„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt“. Dieser Satz, Gustav Heinemann zugeschrieben, verdeutlicht die Mission des Marsches für das Leben: ob christlich oder weltlich begründet – wir als Gesellschaft müssen die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen achten.

Das muss auch für die künftige, noch ungeborene Generation gelten.

Es grüßt Sie in dankbarer Verbundenheit,

Ihr Bundesvorstand der Alternative für Deutschland:
Prof. Dr. Jörg Meuthen, Tino Chrupalla, Dr. Alice Weidel, Stephan Brandner, Beatrix von Storch, Carsten Hütter, Christian Waldheim, Joachim Kuhs, Dr. Sylvia Limmer, Joachim Paul, Jochen Haug, Stephan Protschka, Dr. Alexander Wolf, Joana Cotar


ALfA kritisiert Biden: Sein fataler Kurs kostet zahllosen ungeborenen Kindern das Leben

Zu der Aufhebung der sog. „Mexico-City-Policy“ und der Title X Reform durch US-Präsident Joseph Biden erklärt die Bundesvorsitzende Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Die Aufhebung der 1984 von US-Präsident Ronald Reagan erlassenen „Mexico-City-Policy“ durch sämtliche Präsidenten der Demokratischen Partei gehört in den USA genauso wie deren Wiederaufnahme durch republikanische Präsidenten zur eingespielten und daher erwartbaren Symbolpolitik.

Die „Mexico-City-Policy“ schließt diejenigen Nicht-Regierungsorganisationen außerhalb der USA von der Entwicklungshilfe aus, die Abtreibungen durchführen bzw. bewerben. Sie rettet damit buchstäblich ungeborenen Kindern das Leben. Damit ist nun Schluss.

Biden begründete seine Unterschrift unter eine Reihe von Verfügungen, die den Zugang zu Abtreibungen in den USA und in der Welt erleichtern, mit der Aussage, er wolle damit den Schaden, den Trump angerichtet habe, wieder gut machen.

Es muss erschrecken, dass ein Katholik, der erst vor wenigen Tagen seinen Amtseid auf eine Ausgabe der Heiligen Schrift abgelegt hat, die sich seit 127 Jahren im Besitz seiner Familie befindet, nun

Bestrebungen, Kinder vor Abtreibungen zu bewahren, als „Schaden“ bezeichnet und per Dekret dafür sorgt, dass einer der Hauptsponsoren seines Wahlkampfs – Planned Parenthood – auf diese Weise Spendenzahlungen zurückbekommt, die dieser nun wieder für vorgeburtliche Kindestötungen aufwenden kann.

Ferner gilt: Auf den Leichen wehrloser und unschuldiger Kinder lässt sich kein Land einigen.

Der 46. Präsident der USA hat eine historische Chance verspielt. Genauso, wie er es versäumt, verzweifelten schwangeren Frauen eine Alternative zur Tötung ihres eigenen Kindes anzubieten, versäumt er es, den Pro-Life eingestellten Trump-Anhängern einen Präsidenten anzubieten, hinter dem sie sich sammeln könnten.

Biden setzt die vielfach kritisierte Politik des „America-First“ seines Vorgängers durch eine „Kultur des Todes“ fort. Es ist traurig, aber wahr: die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft wird so nicht überbrückt, sondern vertieft und zementiert. Schlimmer wiegt jedoch, dass diese Kultur zahllose Leben kosten wird.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


US-Bischofskonferenz protestiert gegen Bidens Proklamation für das „Recht“ auf Abtreibung

Kurz nach seiner Amtseinführung feierten Präsident Biden und seine Vizepräsident Harris den Jahrestag des verhängnisvollen Grundsatzurteils „Roe vs. Wade“, das 1973 unter dem Vorwand des „Selbstbestimmungsrechts“ der Frau eine allgemeine Abtreibungsfreiheit in den USA einführte.

Die nordamerikanische Bischofskonferenz, die sich anläßlich von Bidens Vereidigung kritisch hinsichtlich seiner zügellosen Abtreibungsagenda geäußert hat, hat jetzt die Tonlage deutlich verschärft.

Auf der amtlichen Webseite wurde eine Erklärung von Erzbischof Joseph F. Naumann aus Kansas City veröffentlicht, der in den USA für Lebensrechtsfragen in der Kirche zuständig ist: https://www.usccb.org/news/2021/us-bishops-pro-life-chairman-responds-president-and-vice-presidents-statement-anniversary

Hier folgt nun die deutsche Übersetzung des kirchlichen Protestes:

„Es ist zutiefst beunruhigend und tragisch, dass der Präsident ein Urteil des Obersten Gerichtshofs lobt, das ungeborenen Kindern ihr grundlegendstes Menschenrecht – das Recht auf Leben – verweigert – und dass er sich dazu verpflichtet, es zu kodifizieren.

Ich ergreife diese Gelegenheit, um alle Katholiken daran zu erinnern, dass der Katechismus festhält: „Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche das moralische Übel jeder erfolgten Abtreibung bestätigt. Diese Lehre hat sich nicht geändert und bleibt unveränderlich.“

Beamte sind nicht nur für ihre persönlichen Überzeugungen verantwortlich, sondern auch für die Auswirkungen ihrer öffentlichen Handlungen.

Roes“ Aufwertung der Abtreibung zu dem Status eines geschützten Rechtes und die Abschaffung staatlicher Einschränkungen ebneten den Weg für den gewaltsamen Tod von mehr als 62 Millionen unschuldigen ungeborenen Kindern und für unzählige Frauen, die unter dem Kummer von Verlust, Verlassenheit und Gewalt leiden.

Wir fordern den Präsidenten nachdrücklich auf, die Abtreibung abzulehnen und lebensbejahende Hilfe für bedürftige Frauen und Gemeinschaften zu fördern.“


Die CSU auf Abwegen: Wo bleibt das „C“?

Von Peter Hahne

„Da vom ,C‘ ja nicht mehr viel übrig ist, gehts jetzt anders himmelwärts!“, mailte mir eine Kollegin nach der traditionellen Klausur der CSU. Einer der Beschlüsse grenzt an Gaga oder Größenwahn: ein Weltraumbahnhof für Satelliten in der Nordsee.

Nein, es war nicht der 1. April oder „Fastnacht in Franken“, als das „zukunftsweisende Projekt“ der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert wurde.

Ich weiß nicht, was Corona mit Hirnen macht, aber ich habe eine Ahnung davon, was – biblisch gesagt – „zur Zeit oder zur Unzeit“ stattfindet.

Während rings herum das normale Leben zum Erliegen kommt, eine Pleite-Lawine rollt, Impfstoff-LKW heiße Luft statt tiefgekühltes Serum transportieren, Alte ungeschützt und ungetröstet sterben müssen und Kinder in die Verhaltensstörung getrieben werden, befasst sich die Christlich(!)-Soziale(!)-Union mit einem Weltraumbahnhof.

Eine Partei, die noch vor Jahren als letztes Bollwerk gegen all das stand, was „die da in Berlin“ dem wehrlosen Bürger überstülpen wollen, beispielsweise „Asyltourismus.“ Auf München war immer Verlass, sei es gegen Gender, Islamisierung oder „Ehe für alle“. Ging es um das Kreuz oder das Leben ungeborener Kinder: die CSU war zur Stelle.

Meine Eltern wählten die westfälische CDU, weil es den bayerischen „Franz Josef“ gab. Und als der Markus das Ruder übernahm, startete er mit dem „Kreuzerlass“ und widerstand zunächst allen Anfeindungen, selbst denen der klerikalen Kreuzleugner vom Tempelberg. Auch als Herr Marx zu meinen glaubte, „der Begriff Abendland hat etwas Ausgrenzendes“, gab es noch ein Mucken und Zucken in der CSU-Spitze.

Doch dann ging es im Affenzahn auf die Rutschbahn Richtung Nordsee mit Zwischenstopp Berlin: Das mit dem Kreuz in den Amtsstuben sei ein Fehler gewesen, die „Ehe für alle“ etwas ganz Tolles, die Grünen echt sympathisch. Und Klima-Greta wurde zur Göttin in einer Partei, die Gott offenbar verloren hat.

Der einstige Anwalt der Pendler hat sich in CO2-freier Luft aufgelöst. Die Benzinpreise explodieren. Man könnte noch unzählige Themen nennen. Und das alles in rasendem Tempo.

Im Schatten von „Corona“ wird die Abrissbirne gegen die Fundamente von Ethik und Werten geschwungen — wie drohende Drohnen vom parteieigenen Nordsee-Bahnhof. Wissen die Christen in der Union nicht mehr, was auf dem Spiel steht? Wird dem schnellen (Umfrage-)Erfolg auch der letzte Markenkern für das Linsengericht einer Grünen-Koalition geopfert?

Selbst Wirtschafts-Laien wissen: Das führt langfristig in die Pleite. Und jeder Christ weiß: Darauf ruht kein Segen. Aber die Kollegin oben hat ja recht: Wenn das „C“ unter den Wanderdünen des Zeitgeistes
verschwunden ist, braucht man Ersatzdrogen, um Polit-Karrieren zu sichern.

Unvergessen: Ich lud einen der prominentesten CSU-Politiker in meine Sonntagssendung. Antwort: „An dem Tag haben wir im Wahlkreis die Segnung der Felder. Wenn ich da nicht dabei bin, brauche ich erst gar nicht wieder zu kandidieren…..“
Das war erst vor knapp zehn Jahren. Da blickte man noch himmelwärts.

Wir danken Peter Hahne für die freundliche Abdruckerlaubnis dieses Beitrags, der zuerst in der katholischen Wochenzeitung „Tagespost“ vom 21. Januar erschienen ist. Hahne ist evangelischer Theologe, ehem. ZDF-Moderatur und Bestsellerautor – u.a. mit dem Buch „Seid ihr noch ganz bei Trost! Schluß mit Sprachpolizei und Behördenterror“ (Lübbe-Verlag).


Babysöckchen stricken für das Leben!

Söckchen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Babygarderobe: sie halten die kleinen Füßchen warm und sorgen dafür, dass sich die Beinchen nicht im Strampler verheddern.

Besonders schön sind Unikate (Einzelstücke), meint Monika Friederich, Vorsitzende des ALfA-Regionalverbandes Hamburg und Beraterin von Vita-L (einer Initiative dieser Aktion Lebensrecht für alle / ALfA).

Ihre Idee: Babysöckchen stricken und schwangeren Frauen schenken. Viele der von ihr beratenen Frauen haben bereits ein Paar solcher Söckchen bekommen.

„Jede Schwangere freut sich darüber, wenn ihr Kind von anderen schon wahrgenommen wird“, sagt Monika Friederich. „Zu jeder Frau, die ich persönlich berate, nehme ich ein Paar mit. Es berührt die Frauen sehr zu sehen, dass es Menschen gibt, die für ihr ungeborenes Kind Söckchen stricken.“

Monika Friederich hofft, dass noch mehr Frauen diese Idee aufnehmen und zu den Stricknadeln greifen. Die fertigen Söckchen können entweder selbst verschenkt oder an die Geschäftsstelle der ALfA geschickt werden, wo sie dann von jedem, der nicht selber stricken kann, bestellt und an Schwangere verschenkt werden können.

Portal der ALFA: https://www.alfa-ev.de/


Deutschland wird Vorreiter im Tierschutz, aber nicht im Menschenschutz

Zum Gesetzesentwurf von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU), der ab 2022 das Kükenschreddern in Deutschland verbieten wird, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Bauernpräsident Joachim Rukwied sehnt den Tag herbei, an dem keine männlichen Küken mehr gleich nach dem Schlüpfen geschreddert werden müssen. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft möchte den Ausstieg aus dem Kükentöten lieber heute als morgen.

Die Bundesagrarministerin fordert alle Bürger auf, auf Eier aus dem Ausland zu verzichten, falls dort weiterhin Küken geschreddert würden, denn das Töten von männlichen Eintagsküken sei ethisch nicht vertretbar. Für nur 2 Cent pro Ei könne man bereits kurz nach der Befruchtung das Geschlecht feststellen.

Renate Künast, Bundestagsabgeordnete der Grünen und vehemente Kritikerin des Schredderns, ist nun „voller Hoffnung“, dass keine Küken mehr getötet werden müssten.

Ohne Zweifel wird hier eine grausame Praxis beendet und der Verbraucher darauf hingewiesen, dass dies ein fairer Preis dafür sei, dass in Zukunft dieses Tierrechte missachtende Verfahren ein Ende findet.

Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr durchschnittlich 236 Eier. Das macht bei Mehrkosten von 2 Cent pro Ei 4,72 € pro Person aus, bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland fast 400 Millionen Euro, die uns das Wohl der Küken wert ist.

Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Schutz von Küken vorlegt und die Bürger dazu auffordert, Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Es ist jedoch unfassbar tragisch, dass die grausame Tötung ungeborener Kinder dagegen schulterzuckend hingenommen wird.

Deutschland werde durch dieses Gesetz zum weltweiten Vorreiter in Sachen Tierschutz, hieß es aus dem Agrarministerium.

„Wünschenswert wäre jedoch, Deutschland würde sich zum weltweiten Vorreiter in Sachen Menschenschutz aufschwingen und wirksame Maßnahmen ergreifen, um das massenhafte Töten ungeborener Kinder zu beenden“, so Kaminski. „Aber hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Wer wie Renate Künast zwar Werbung für Abtreibung erlauben will, das Töten von Küken hingegen als ethisch nicht vertretbar bezeichnet, ist auf mehr als einem Auge blind.“

 

 


Kenia: Katholische Bischöfe fordern die Schließung von Abtreibungskliniken

„Wir können nicht sagen, dass Gott unter uns ist, wenn wir in Wirklichkeit dem Bösen, dass einigen Menschen innewohnt, erlauben, die Tötung unserer ungeborenen Kinder gesetzlich zu regeln“, erklären die katholischen Bischöfe von Kenia, die zugleich die Regierung auffordern, alle Kliniken und Gesundheitseinrichtungen zu schließen, die Abtreibungen durchführen und Minderjährigen  künstliche Verhütungsmittel verschreiben.

In diesem Sinne äußerte sich der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz von Kenia (KCCB), Bischof Philip Anyolo, am 29. August während der Bischofsweihe von Bischof Joseph Mwongela von Kitui.

Die Bischöfe kritisieren das neue Gesetz über „reproduktive Gesundheit“, dessen grundlegende Absicht es ist, Abtreibungen zu ermöglichen.
„Es ist äußerst besorgniserregend, dass in einem Land, das an die Heiligkeit des menschlichen Lebens und der Menschenwürde glaubt, Ideologien verbreitet werden dürfen, die diese Würde im Namen der Entscheidungsfreiheit herabsetzen“, so die Oberhirten weiter.

Die Bischöfe forderten Eltern auf, sich an ihre Hauptverantwortung zu erinnern, ihren Kindern gute moralische Prinzipien und Gewohnheiten zu vermitteln, indem sie genügend Zeit mit ihnen verbringen.
„Verantwortliche Elternschaft ist die größte Investition, die Eltern tätigen können, und sie erfordert Geschicklichkeit, Engagement, Ausdauer und Geduld“, betonen sie.

Quelle: Fidesdienst


Baden-Württemberg: Landesregierung will Uni-Ärzte zu Abtreibungen zwingen

Zu dem Vorhaben der Baden-württembergischen Landesregierung, zu prüfen, inwieweit Ärzte an Unikliniken zur Durchführung von Abtreibungen verpflichtet werden können, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto), heute in Augsburg:

Noch mehr Möglichkeiten bereit zu stellen, ungeborene Kinder vor ihrer Geburt zu töten, stellt offensichtlich eine der größten Sorgen der baden-württembergischen Landesregierung dar – so groß, dass nun sogar erwogen wird, die Beteiligung von Ärzten in Universitätskliniken, die direkt dem Land unterstellt sind, verpflichtend zu machen.

Dieses Vorhaben ist aus mehreren Gründen verwerflich.

Ärzte auch nur ansatzweise zu nötigen, an Abtreibungshandlungen in irgendeiner Form mitzuwirken, widerspricht zutiefst dem hippokratischen Eid. Ärztliches Handeln ist immer darauf ausgerichtet, Krankheiten zu heilen, Leben zu schützen und zu bewahren – aber niemals darauf, Tötungshandlungen durchzuführen.

Insbesondere dann nicht, wenn der zu tötende Mensch ein wehrloses Kind ist. 

Mit gutem Grund sinkt die Zahl der Ärzte, die dies tun wollen, kontinuierlich: jeder, der ein ungeborenes Baby im Mutterleib schon einmal per Ultraschall hat beobachten können, der gesehen hat, wie es strampelt und am Daumen lutscht, hat ein Problem damit, es einfach abzusaugen, zu zerstückeln oder tot zu spritzen.

Darüber hinaus gilt, dass im Einzelfall mit solchen Nötigungen von Ärzten auch ein Straftatbestand vorliegen kann, wenn Ärzte bspw. zu unethischen oder Tötungshandlungen genötigt werden. Nach wie vor und aus gutem Grund handelt es sich bei Abtreibungen um Straftaten, die lediglich unter bestimmten Bedingungen ausnahmsweise straffrei gestellt sind.

Es ist nahezu grotesk, dass eine Landesregierung nun prüft, inwieweit Ärzte zu solchen Handlungen verpflichtet werden sollen und verstößt darüber hinaus gegen die europäische Menschenrechtskonvention, die in Artikel 9 ausdrücklich die Gewissensfreiheit gewährleistet.

Das Vorgehen der baden-württembergischen Staatssekretärin im Landessozialministerium, Barbara Mielich (Die Grünen), die dieses Vorhaben der Landesregierung in einem Interview mit der taz dargelegt hat, reiht sich ein in eine lange Kette von gleichgelagerten Versuchen, Ärzte zum Teil auch gegen deren Willen mit den Mitteln des Arbeitsrechts gefügig zu machen und entspricht ganz der Linie der grünen Partei, die zwar den Klima- und Umweltschutz als ihr ureigenstes Thema begreift, den Schutz des ungeborenen Lebens jedoch für einen Anachronismus hält, den es zu beseitigen gilt.

Diese Haltung wirft es ein Schlaglicht auf die Ignoranz, mit der Frauen in Not seitens der Grünen und nun offensichtlich auch der baden-württembergischen Landesregierung insgesamt begegnet wird: eine Abtreibung ist für die allerwenigsten Frauen die Lösung ihres Problems, sondern nur der Beginn einer neuen Phase des Leidens.

Echte Hilfe und finanzielle Unterstützung von jungen Müttern und Familien, die ihnen Mut machen und eine Perspektive für ein Leben mit Kind ermöglichen, wären die wirkliche Aufgabe einer Landesregierung. 

Es ist bedauerlich, dass eine Landesregierung die Hilfe und Unterstützung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt Organisationen wie der ALfA überlässt, die umfassend für Frauen in Not da sind, und stattdessen erwägt, Ärzte notfalls unter Zwang dazu zu verleiten, gegen ihr Berufsethos zu handeln und anstatt Menschen zum Leben zu verhelfen, sie gezielt tötet.“

Die ALfA fordert die Landesregierung daher eindringlich auf, jegliche Pläne zur Verpflichtung von Ärzten, an Abtreibungshandlungen mitzuwirken, umgehend auf Eis zu legen.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


CDL: Vorstoß der Linkspartei gefährdet das Leben ungeborener Kinder

Hubert Hüppe (siehe Foto), stellv. Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) und ehem. Behindertenbeauftragter der Bundesregierung kritisiert einen Antrag der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag:

Der Antrag der Fraktion „Die Linke“, die Beratungspflicht bei Abtreibungen während der Corona-Pandemie gesetzlich auszusetzen, ist ein menschenverachtender Angriff auf das Recht auf Leben und den Rechtsstaat. „Die Linke“ nutzt die durch das Virus entstandene Situation auf perfide Art, um den Rest von dem vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich vorgeschriebenen Schutz ungeborener Kinder abzuschaffen.

Die Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt soll u.a. dazu dienen, die schwangere Frau bei der Geltendmachung von Ansprüchen, bei der Wohnungssuche, bei der Fortsetzung der Ausbildung und Problemen der Kinderbetreuung zu unterstützen. Diese Hilfen dürfte gerade in der jetzigen Zeit, in der viele Menschen Angst um Ihre Zukunft haben, notwendiger denn je sein.

Die Beratung dient auch nicht selten als Schutz gegenüber anderen, die die Schwangere unter Druck setzen, Ihr Kind nicht weiterleben zu lassen. Das Bundesverfassungsgericht hat ausdücklich klargestellt, dass ein Verzicht auf die Beratung dem Grundrecht auf Leben widersprechen würde. Damit ist der Antrag der Linken verfassungswidrig. In diesem Licht erscheint auch schon die jetzt zum Teil praktizierte Onlineberatung verfassungsrechtlich bedenklich.

Letztendlich verfolgt die Nachfolgepartei der SED die Freigabe der Abtreibung bis zurGeburt, wie sie in der DDR Praxis war. Bis dahin wollen sie die Beratungspflicht abschaffen („aussetzen“) und spekulieren darauf, dass sie auch nach der Pandemie nicht wieder eingeführt wird.

Gleichzeitig fordern und behaupten sie, dass die Tötung von ungeborenen Kindern sogar eine notwendige und nicht etwa elektive medizinische Leistung im Sinne der Pandemiebestimmungen sei.

Während zahlreiche andere Operationen und medizinische Leistungen, die dem Leben und der Gesundheit dienen, zurückgestellt werden, sollen ausgerechnet rechtswidrige Eingriffe privilegiert werden. Damit werden medizinische Ressourcen für Abtreibungen genutzt, die dringend im Kampf gegen Corona gebraucht werden.

Der  Antrag der Linken wurde in den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verwiesen, dessen Vorsitzende pikanterweise Sabine Zimmermann  von „Die Linke“ ist, die auf die Unterstützung ihrer Stellvertreterin Ulle Schauws von „Bündnis90 / Die Grünen“ bauen kann.


Gegen Abtreibungserleichterung wg. Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie und der mit ihr einhergehenden Ausgangsbeschränkungen fordern Vertreter der Abtreibungslobby eine Senkung der Hürden für die Tötung ungeborener Kinder.

Hierzu erklärt Mariana Harder-Kühnel, stellv. familienpolitische Sprecherin und familienpolitische Obfrau der AfD-Fraktion im Bundestag:

,,Die Corona-Pandemie als Momentum auszunutzen, um eine Abtreibungs-Agenda zu forcieren, ist perfide und schamlos. Weniger Respekt kann man ungeborenem Leben kaum entgegenbringen.

Die Abtreibungslobby bagatellisiert Abtreibungen zu einem bloßen Akt der Selbstverständlichkeit, ja rückt diese in ihrem lebensfeindlichen Bestreben sogar in ein positives Licht. Doch es gibt kein Recht auf Abtreibung, und es ständig einzufordern, fördert eine Moral der Verantwortungslosigkeit.

Frauen, die abtreiben, leiden häufig unter langanhaltenden Schuldgefühlen, psychosomatischen Beschwerden oder Depressionen – die Abtreibungslobby kümmert das nicht. Die AfD steht für eine Kultur des Lebens. Bei der Schwangerenkonfliktberatung ist entsprechend der Schutz des ungeborenen Lebens vorrangiges Ziel.

Eine Senkung der Hürden für Abtreibungen lehnen wir unabhängig von der Corona-Pandemie ab.’’