Neuer Abtreibungsstreit in USA: Erzbischof Cordileone will eine Entschuldigung von Pelosi

Von Felizitas Küble

Nancy Pelosi ist eine katholische Demokraten-Abgeordnete des linken Flügels und zugleich Sprecherin des Repräsentantenhauses der USA. Für Provokationen ist sie gerne zu haben, etwa als sie Vizepräsident Mike Pence unlängst aufforderte, Präsident Trump sofort abzusetzen (was dieser natürlich ablehnte, zumal es keinerlei Rechtsgrund hierfür gab).

Schon im Vorjahr gefiel es ihr, als Parlaments-Vorsitzende das Manuskript einer Trump-Rede öffentlich zu zerreißen (siehe Foto). Dergleichen erdreistet sich hierzulande nicht einmal die grüne Claudia Roth gegenüber politischen Gegnern.

Nun hat Frau Pelosi den gerechten Zorn eines hohen katholischen Würdenträgers erregt, nachdem sie katholische Lebensrechtler, die Trump wählten, als „Verräter“ diffamierte. Sie warf ihnen vor, für ihre Anti-Abtreibungs-Agenda „die gesamte Demokratie zu verkaufen und zu verraten“ usw.

Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, der Heimatdiözese von Pelosi, sprach jetzt Klartext: „Unser Land ist mit dem Blut der Unschuldigen getränkt, und das muss aufhören.“ – Der Oberhirte forderte Pelosi zu einer Entschuldigung gegenüber den Trump wählenden Lebensrechtlern auf und erklärte am 22.1.2021 wörtlich:

„In der Frage der gleichrangigen Würde des menschlichen Lebens im Mutterleib steht sie in direktem Widerspruch zu einem grundlegenden Menschenrecht, das die katholische Lehre seit 2000 Jahren konsequent vertritt“.

Die von Pelosi propagierte „Entscheidungsfreiheit“ (in puncto Abtreibung) sei in Wirklichkeit „ein Deckmantel für die Aufrechterhaltung einer ganzen Industrie, die von einem der abscheulichsten Übel profitiert, die man sich vorstellen kann.

Quelle für die Zitate: https://de.catholicnewsagency.com/story/kein-katholik-kann-guten-gewissens-fur-abtreibung-sein-cordileone-antwortet-pelosi-7703?


Fristentötung in Argentinien eingeführt

Der argentinische Kongress hat am 31. Dezember 2020 Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche allgemein straffrei gestellt. Bisher waren in Argentinien die Fälle von Vergewaltigung und Gesundheitsgefährdung der Mutter zulässige Gründe für eine Abtreibung. Auf eine sonstige Tötung ungeborener Kinder standen bis zu 4 Jahre Haft.

Kritik kam von argentinischen Priestern, Papst Franziskus und der argentinischen Bischofskonferenz: „Die argentinische Kirche wird sich weiter mit Entschlossenheit und Leidenschaft für den sorgsamen Dienst am Leben einsetzen. Dieses Gesetz wird die Spaltungen in unserem Land weiter vertiefen. Wir bedauern zutiefst, dass die politische Führung sich so weit von den Gefühlen des Volkes verabschiedet hat.“

Quelle: Jugend für das Leben (Österreich)


Zwei Chemie-Nobelpreisträgerinnen und die Problematik des Genschere CRISPR

Trotz aller Hoffnungen, die die Entdeckungen von Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna wecken, darf die von ihnen eingesetzte Genschere aber keinesfalls dort eingesetzt werden, wo ein Mensch gegen seinen Willen manipuliert werden kann.

Der Chemie-Nobelpreis braucht daher ethische Leitplanken!

Im Namen des Fortschritts auf „Designer Babys“ zu setzen ist ethisch höchst bedenklich.

Hierzu folgt die ausführliche Erklärung der Vorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL) im Landesverband Bayern, Christiane Lambrecht:

Die bahnbrechenden wissenschaftlichen Erfolge von Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, die erstmals als Frauen gemeinsam einen Chemie-Nobelpreis erhalten haben, sind zweifellos eine großartige wissenschaftliche Leistung.

„Trotz aller Hoffnungen, die ihre Entdeckungen wecken, darf die von ihnen eingesetzte Genschere aber keinesfalls dort eingesetzt werden, wo ein Mensch gegen seinen Willen manipuliert werden kann“, gab Christiane Lambrecht zu bedenken.

Die beiden Forscherinnen waren seit 2015 mit zahlreichen Preisen für ihre Forschungsarbeiten geehrt worden. Sie führten dazu, dass Genomsequenzen zielgenau lokalisiert, mit Hilfe eines chemischen Verfahrens herausgeschnitten und ersetzt werden können.

Damit hatten sie nicht zuletzt in der Medizin- und Pharmaforschung große Hoffnung geweckt, dass es potenziell möglich ist, auch genetische Krankheiten zu heilen, ohne aber Genaueres über die Auswirkungen solcher Eingriffe in späteren Generationen und über Missbrauchsmöglichkeiten zu wissen.

„Trotz aller vielleicht berechtigter Erwartungen gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen. Die CDL Bayern möchte darauf hinweisen, dass die Unvorhersehbarkeit der Folgen eines solchen Eingriffs unvereinbar ist mit dem Wert und der Würde eines Menschen. Die bemessen sich nicht an seiner körperlichen Erscheinung und an seiner Leistungsfähigkeit, sondern sind in seinem Menschsein begründet sind“, erklärte Lambrecht.

Bei einem Erwachsenen, der selbst entscheiden kann, ob er sich der Ungewissheit aussetzen möchte, kann sich die Sachlage anders darstellen. Bei Ungeborenen jedoch, die mit den Konsequenzen der Entscheidungen leben müssen, die andere für sie getroffen haben, ist im Sinne der Menschenwürde und des Rechts auf körperliche Unversehrtheit besondere Vorsicht geboten.

Denn ein ungeborener Mensch kann sich zu einer Veränderung seines Erbguts nicht äußern. Gleichwohl mögen Ärzte und Eltern eine Chance darin sehen, durch ein möglichst frühes Eingreifen spätere große gesundheitliche und auch soziale Belastungen von ihrem Kind fernzuhalten. Mit einer Behinderung sind schließlich nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern oft leider auch gesellschaftliche Stigmata verbunden.

Die Genschere CRISPR verspricht zwar, dies zu ändern. In letzter Konsequenz lassen sich jedoch die Folgen nicht absehen: Ein Genom steht nie für sich allein, sondern ist angegliedert an weitere Genome und damit Teil eines komplexen Systems – das des Menschen zählt zu den komplexesten überhaupt. Somit können Folgen auch für andere Genomsequenzen nicht ausgeschlossen werden.

Dies zeigt nicht zuletzt die Debatte um die Kennzeichnungspflicht von genveränderten Nahrungsmitteln, deren Einfluss auf das menschliche Erbgut ebenfalls noch nicht geklärt ist und Fragezeichen aufwirft. „Zumindest in der Fachwelt scheinen Bedenken vor den möglichen Folgen des Eingriffs in das menschliche Erbgut beim Ungeborenen vorhanden zu sein, und die sollten sehr ernst genommen werden“, betonte die Vorsitzende der CDL Bayern.

Schließlich wird im Zusammenhang der Forschung der Nobelpreisträgerinnen die Frage nach dem „perfekten Designerbaby“ aufgeworfen, da nicht nur Gendefekte repariert, sondern auch Wünsche erfüllt werden können. Haar- und Augenfarbe, Intelligenz oder Körpergröße sind nur einige Merkmale, die sich verändern lassen.

Besonders im Kontext der oben genannten unbekannten Folgen der Manipulation eines Genoms lassen sich die Folgen der Änderung mehrerer Genome umso weniger abschätzen. „Sich einen Menschen nach seinen eigenen Wünschen zu erschaffen, dürfen wir aus Verantwortung für unsere Nachkommen niemals zulassen“, bekräftigt Lambrecht.

Christiane Lambrecht
Landesvorsitzende der CDL Bayern


USA: Wichtigstes Thema für Trump-Wähler ist das Lebensrecht der Ungeborenen

In einem heute online erschienenen Artikel der FAZ (Frankfurter Allgemeinen Zeitung) geht es um die Gründe, die dazu geführt haben, daß Trump bei der Präsidentschaftswahl weitaus besser abschnitt als gemeinhin erwartet: https://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/zehn-millionen-neue-waehler-fuer-trump-wie-konnten-sie-nur-17054345.html

Der Beitrag von Andreas Ross beginnt mit den Worten:

.Slogan: „GERECHTIGKEIT für UNGEBORENE“

„Der abgewählte Präsident bekam gut zehn Millionen Stimmen mehr als 2016. In fast der Hälfte aller Landkreise gewann Trump mit mehr als 40 Prozentpunkten Vorsprung vor Biden. Warum halten ihm so viele Amerikaner die Treue?“

Der Autor versucht dann in 10 Punkten eine mehr oder weniger gelungene Antwort auf diese Frage zu finden.

Interessant ist freilich eine Grafik unter dem Titel „Was ist Amerikas größtes Problem?“

Dabei geht es darum, „was den Wählern der beiden Kandidaten am wichtigsten war“, was also auch ihre Abstimmung geprägt hat.

Daraus ergibt sich Folgendes:

Für Biden-Anhänger war das Corona-Thema entscheidend, für Trump-Wähler hingegen das Abtreibungs-Problem. (Der amtierende Präsident nahm z.B. am „Marsch für das Leben“ in Washington teil und beschloß mehrere staatliche Maßnahmen gegen Abtreibung.)
Danach folgt bei den Republikanern das Einwanderungsthema, dann Wirtschafts und Arbeitsplätze.
Bei den Demokraten-Fans liegt auf Platz 2 der Punkt Wirtschaft/Arbeitsplätze und danach folgt die Gesundheitsvorsorge.

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Linksradikale Randale gegen den Kreuze-Gebetszug für das Leben in Münster

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 10. Oktober 2020, veranstaltete der Verband „EuroProLife“ den 18. Gebetszug für die ungeborenen Kinder in Münster.

Die von meditativen Gesängen geprägte Lebensrechtler-Prozession wird seit 14 Jahren massiv von linken und radikalen Gruppen gestört und teils auch blockiert, so daß die Teilnehmer ihr Versammlungsrecht nur durch die Hilfe von Hundertschaften Polizeibeamter wahrnehmen können.

Die Kundgebung beginnt stets auf dem Aegidii-Kirchplatz in der Innenstadt von Münster mit einer Ansprache des Veranstalters Wolfgang Hering aus München.

Dabei betonte er erneut, daß es sich nicht um eine politische Demonstration oder einen „Marsch“ handle, sondern um einen Gebetszug mit Fürbitt-Charakter. Um unsere Trauer für die getöteten Ungeborenen zu verdeutlichen, würden weiße Holzkreuze durch die Straßen der Stadt getragen.

BILD: Die Mauer der Aegidii-Kirche wurde von Chaoten mehrfach mit Parolen beschmiert, hier „Gegen 1000 Kreuze“

Der EuroProLife-Leiter berichtete aus seiner Gesprächserfahrung über die inneren Leiden der Frauen nach einer Abtreibung, die sich teils noch nach vielen Jahrzehnten in erschütternder Weise bemerkbar machten.

Nicht dieser Gebetszug „klage an“, sondern das eigene Gewissen. So könne man sich teils auch den erbitterten Widerstand gegen diese Kreuze-Initiative erklären.

An der diesjährigen Pro-Life-Prozession nahmen ein halbes Dutzend katholische Geistliche aus Westfalen teil, Gemeindepriester ebenso wie Ordensleute.
Auch Vertreter von Lebensrechtsverbänden beteiligten sich, darunter Reinhard Dörner vom Kardinal-von-Galen-Kreis sowie Cordula Mohr (siehe Foto), ALFA-Vorsitzende des Münsterlands und CDL-Vorständlerin in NRW.

Sowohl bei der Kundgebung wie beim Gebetszug wurde von Veranstalter und Teilnehmern auf den Corona-Mindestabstand von 1,5 m geachtet. Das Maskentragen wurde von Herrn Hering empfohlen, doch da die Versammlung im Freien stattfand, bestand keine Verpflichtung dazu.

Schon kurz nach dem Start der Prozession, die durch die City Münsters und an mehreren Kirchen sowie an der Synagoge vorbeiführte, begann das Schrei-Konzert der Linksradikalen. Wie jedes Jahr ertönte wieder der Dauerspruch: „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat.“

Es ging aber noch dreister: „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“. Dieser wüste und makabre Slogan wurde auch auf Plakaten herumgetragen (siehe Foto oben mit einer Antifa-Aktivistin).

Auch die anderen ständig gegröhlten Parolen wiesen ein unterirdisches Niveau auf, darunter die seltsame Eigenwerbung: „Kondome – Spirale – Linksradikale!“ oder: „Wir sind die Perversen, wir gehen euch auf die Nerven!“ – Minutenlang riefen die Chaoten im Chor: „Halt die Fresse!“, obwohl der Gebetszug sich auf sanfte Gesänge beschränkt hat.

Neben staatsfeindlichen „autonomen“ Gruppen beteiligte sich vor allem die Linkspartei und deren Solid-Jugend mit zahlreichen Fahnen an den Protesten – hier z.B. mit diesem Transparent (Für ein selbstbestimmtes Leben), das den Untertitel trägt: „Stoppt den Marsch der Frauenfeinde!“

Zwischendurch gab es einige Rangeleien mit der Polizei, wenn die Beamten gewalttätige Störenfriede auf dem Boden festhielten – während die Lebensrechtler ruhig und besonnen mit ihren Kreuzen weiterzogen (siehe Foto).

Der Gebetszug erregte großes Interesse und Aufmerksamkeit zahlloser Passanten, die verwundert die „Ereignisse“ verfolgten und sich wohl die Augen rieben, warum eine harmlose Prozession von linken Randalierern derart angegriffen wird.

Teils kamen Kellner und Geschäfte-Inhaber aus ihrem Laden heraus und staunten fassungslos über diese Vorgänge, zumal die radikalen Abtreibungsbefürworter mit ihrem staatsfeindlichen Parolen gewiß keine Sympathie von normalen Bürgern gewinnen können (und als Provokateure wohl auch gar nicht wollen).

Der Gebetszug erinnerte sodann an Kardinal von Galen, den seliggesprochenen Oberhirten von Münster, der sich der NS-Diktatur widersetzte und das Menschenrecht auf Leben gegen die Nazi-Euthanasie einforderte (siehe Foto mit einem Galen-Porträt).

Der Gebetszug endete auf dem Domplatz in der Nähe des Denkmals dieses heldenhaften Bischofs, wobei hier die Proteste der Linken und Antifa-Aktivisten noch heftiger wurden. Teils rüttelten und zerrten die Störeran den Absperrgittern, die sie durchbrechen wollten, aber die Polizeipräsenz war stärker und ziemlich energisch im Auftreten (siehe dieses Foto mit hunderten Beamten auf dem Domplatz).

Unserem Veranstalter Wolfgang Hering wurde in der Ludgeristraße von einem Gegner mit der Faust aufs Ohr geschlagen.

Dieses letzte Bild hat wohl gewissermaßen Symbolcharakter: Wir sehen hier das eindrucksvolle Galen-Denkmal, wobei der Kirchenmann gleichsam mahnend in Richtung der Abtreibungsfanatiker zeigt – und neben ihm steht ein Polizist. (Der „Nebel“ stammt übrigens von den vielen Stink- und Platzbomben, mit denen die Linksradikalen gerne um sich warfen.)

Einst verteidigte der Kardinal das Lebensrecht der bedrohten Behinderten – und diesmal beschützte die Polizei die Versammlungsfreiheit der Lebensrechtler in Münster.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


„JA zum Leben“ als großes FILM-Thema

Abtreibung ist ein Thema –  auch im Film. Aber anders als der inzwischen in der Gesellschaft und insbesondere in der Politik zum „Konsens“ erhobenen Meinung, dass Abtreibung zwar ein Drama, aber unvermeidlich sei, entscheidet sich die überwiegende Mehrheit der in Spielfilmen dargestellten, ungewollt Schwangeren für das Kind.

Seit Jason Reitman, dessen Film „Juno“ (2007) mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde, eine 16-jährige Schwangere eine Abtreibungsklinik aufsuchte, es sich dann aber doch anders überlegte, wurden eine ganze Reihe Filme gedreht, in denen sich junge, ungewollt schwanger gewordene Frauen allen Schwierigkeiten zum Trotz gegen die Abtreibung entscheiden.

Dies haben sowohl klischeehafte Hollywood-Komödien – „Beim ersten Mal“ („Knocked Up“, 2007) oder „Jennas Kuchen“ („Waitress“, 2007) – mit ausdrücklich an 14- bis 18-Jährige gerichteten Filmen gemeinsam, als auch der schwedische „Ciao Bella“ (2007), in dem eine 17-Jährige von ihrer Umgebung so sehr zur Abtreibung gedrängt wird, dass sie in einem bestimmten Augenblick eine „Pille danach“ in den Mund steckt, dann aber schleunigst wieder herausnimmt.

Noch eindrücklicher nehmen sich Dokumentarfilme aus, etwa Cornelia Grünbergs „Vierzehn – Erwachsen in 9 Monaten“ (2013), in dem die Regisseurin vier Mädchen begleitet, die mit 14 Jahren schwanger wurden und sich die Abtreibungsfrage stellten, dann aber sich doch für ihr ungeplantes Kind entschieden.

Für ihr ungeborenes Kind entscheidet sich gegen das Drängen ihrer Mutter im deutschen Spielfilm „Am Himmel der Tag“ (2012) eine 25-Jährige, die kurz vor Studienabschluss schwanger wird, genauso wie die von Annette Frier dargestellte Frau im Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ (2016), die ihr Kind austrägt, obwohl es an „Trisomie 18“ („Edward-Syndrom“) leidet und nur wenige Tage zu leben hat.

Im französischen Spielfilm „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ (2016) ist es gar eine 49-jährige Großmutter, die unerwartet schwanger wird. Auch sie stellt sich die Frage nach einer Abtreibung ernsthaft, entscheidet sich jedoch für das ungeplante Kind.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags von José García hier: http://i-daf.org/fileadmin/Newsletter-Druckversionen/Filmempfehlung/iDAF_Filmempfehlung__September_2020.pdf


So erlebte ich den „Marsch für das Leben“

Von Lucia Tentrop

In Berlin war wieder der „Marsch für das Leben“. Meine Freundin Maria hat bei den Vorbereitungen mitgearbeitet. Sie hatten auf 1.500 Mitgänger gehofft, aber es waren ca. 3.000. Auf der einen Seite des Brandenburger Tors waren die eigentlichen Demonstranten – auf der anderen die Gegendemonstranten.

Letztere verweigerten jede Meinungsäußerung an den Reporter. Die kommen nur zum Stören und werden fürs Sitzblockaden und Dabeisein bezahlt, können und dürfen aber keine Auskünfte geben.

Die Störungen waren wegen der Trennung durch das Brandenburger-Tor nicht so schlimm wie früher. Da mussten die Gegendemonstranten aus dem Marsch polizeilich herausgeholt werden

Ich habe das mal selbst direkt hinter mir erlebt und hatte ziemliche Angst. Man durfte sich ja nicht wehren, weil immer die Gefahr besteht, dass die Christen in der Presse als Randalierer dastehen. In Münster war das mal ganz schlimm.

Foto Axel Nickolaus

Der Berliner Erzbischof Koch und ein paar andere Oberhirten wie der Regensburger Bischof waren dabei. Natürlich auch jede Menge Polizisten.

Der zwischendurch eingeschaltete Radio Horeb Sender berichtete, dass in den USA bereits eine Gruppe anstrebt, die Tötungserlaubnis über die Geburt hinaus zu verlängern, sofern das Wohlergehen der Eltern durch das Kind gefährdet ist. – Was dazu treibt, ist wohl der Konflikt zwischen der zunehmenden Bevölkerung und Zerstörung unserer Erde durch den Menschen – und seinem Wunsch, für die bereits Situierten den Wohlstand zu erhalten.

Die Fernsehübertragung erfolgte nur über RTDeutsch (Russland)  und EWTN (USA). In den Berlin-Nachrichten von RBB um 19 Uhr wurde die Demo für einige Sekunden erwähnt, in den ARD-Nachrichten um 20 Uhr – wie üblich – totgeschwiegen. Trotzdem wächst die Gruppe von Jahr zu Jahr weiter.

Ich komme mir in Berlin manchmal vor wie in einer Neuauflage des Nazi-Regimes – nur dass die Diktatur von links zu kommen scheint, weil da auch die Feministinnen sind. Die moderne Selbstabwertung des Menschen, die mir heute wieder bewusst wurde, ist mir unheimlich. Vielleicht profitiert von diesem Versinken unserer eigenen Kultur eine ganz andere Macht.

Es war aber auch etwas sehr Positives dabei: Eine sehr natürliche und weibliche Frau um die 40 berichtete öffentlich von ihrem Schicksal, dass ihr 4. Kind, das sie erwartete, mit einem fehlgebildeten Kopf zur Welt kommen und nicht lange leben würde. Da schien eine Abtreibung nahezuliegen.

Aber die Ärztin und ihr Mann standen zu ihr, damit sie das Kind austrug. Sie nahm die Situation an, obwohl sie wusste, dass das Kind bald nach dere Geburt sterben würde – was dann auch geschah.

Das war so beeindruckend, wie diese durch und durch beseelte und blühende Frau ihr Leiden schilderte und verkraftet hat, dass ich das nie vergessen werde. Gut, dass es auch solche Menschen gibt. Was sind dagegen diese ewig unzufriedenen Emanzen!

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist katholische Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin  –  hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de


Deutschlandpremiere des Anti-Abtreibungs-Filmes „Unplanned“ in Fulda

Zur Deutschlandpremiere von Unplanned, dem Film, der in den USA zu hitzigen Kontroversen und vollen Kinokassen führte, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski:

Vieles wurde im Vorfeld unternommen, um den Erfolg des Films in den USA zu verhindern: Der Twitter-Account des Films wurde gesperrt, in den meisten großen TV- und Radiostationen durfte keine Werbung gebucht werden, der Film wurde mit „R“ bewertet, was bedeutet, dass Jugendliche unter 17 Jahren ihn nur in Begleitung Erwachsener sehen durften.

Morddrohungen gegen eine Kinokette in Kanada führten dazu, dass diese den Film wieder aus dem Programm nahm. All das konnte jedoch nicht verhindern, dass Unplanned zum drittgrößten Erfolg der Produzenten wurde.

Dass nun in Fulda die Deutschlandpremiere dieses Films stattfinden konnte und sämtliche Premierenkarten für den großen Kinosaal vergeben waren, ist ein großer Erfolg und spricht für die Botschaft, die der Film vermittelt.

Er erzählt die wahre Geschichte von Abby Johnson, der Leiterin einer Abtreibungseinrichtung, die selbst zwei Abtreibungen hatte und davon überzeugt war, mit ihrem Engagement den 22.000 Frauen, die sie beriet und bei ihren Abtreibungen betreute, zu helfen.

Ihr Arbeitgeber ernannte sie sogar zur Mitarbeiterin des Jahres, forderte sie aber ebenfalls dazu auf, ihre Abtreibungszahlen zu steigern, da dies dem Konzern viel Gewinn einbringen würde.

Sowohl diese Aussage wie auch die Tatsache, dass nun bis zum 6. Monat abgetrieben werden sollte, fand Abby Johnson absurd, arbeitete aber weiter – bis sie sah, was bei einer Abtreibung wirklich passiert.

Das sind keine schönen Bilder, aber „es sind die medizinischen Fakten,“ so ein Arzt aus Fulda nach der Vorführung:

„Ich habe Abby Johnson persönlich kennen gelernt, als ich bei einer Veranstaltung für sie gedolmetscht habe. Der Saal war mit über 400 Menschen besetzt, aber man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Abbys Lebensgeschichte ist spannend, berührend, schockierend. Der Film geht unter die Haut, öffnet Augen und berührt die Herzen – das war heute Abend deutlich spürbar“, so ALfA-Vorsitzende Cornelia Kaminski (siehe Foto), die sich für die Premiere in Fulda eingesetzt hatte.

Veranstalter des Abends war der Bundesverband Lebensrecht, dem die ALfA angehört.


Irland meldet 6.666 Abtreibungen in 2019

2019 wurden in Irland nach Regierungsangaben erstmals 6.666 ungeborene Kinder getötet. Das berichtet das Internetportal „kath.net“. Dem Bericht zufolge erfolgten 6.542 der 6.666 vorgeburtlichen Kindstötungen binnen der ersten 12 Wochen. Innerhalb dieses Zeitrahmens bedarf die Vornahme einer Abtreibung in Irland keiner Begründung mehr.

24 Abtreibungen seien damit begründet worden, dass eine Fortsetzung der Schwangerschaft Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährdet hätten. Weitere 100 Abtreibungen seien erfolgt, weil nach Einschätzung der Ärzte das ungeborene Kind jeweils spätestens vier Wochen nach der Geburt gestorben wäre.

Bis 2018 waren Abtreibungen in Irland per Verfassung verboten. Am 25. Mai 2018 stimmten zwei Drittel der irischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung dafür, die Verfassung diesbezüglich zu ändern. Die irische Regierung legte im Anschluss daran ein Gesetz vor, das die Einführung einer Fristenregelung vorsah und brachte diese anschließend durch das Parlament.

Das entsprechende Gesetz, genannt „Health (Regulation of Termination of Pregnancy) Act 2018“, wurde am 20. Dezember 2018 vom Präsidenten Irlands, Michael D. Higgins, unterzeichnet.

Liam Gibson, Politischer Direktor der britischen „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC) zeigte sich dem Bericht zufolge schockiert von den Zahlen.

„Wir dürfen nie die Tatsache aus den Augen verlieren, dass jede dieser 6.666 Abtreibungen ein vorsätzlicher Akt tödlicher Gewalt war, der sich gegen ein völlig unschuldiges und einzigartiges menschliches Wesen richtete.“

„Keine Regierung, kein Staat kann, trotz einer Volksabstimmung, das gottgegebene Recht auf Leben auch nur eines Mitglieds der Menschheitsfamilie aufheben. Jedes Kind hat das Recht, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, seinen Behinderungen oder den Umständen seiner Empfängnis geboren zu werden“, so Gibson weiter.

Quelle: ALFA-Newsletter


Kenia: Katholische Bischöfe protestieren gegen umstrittenes Abtreibungsgesetz

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Das Ungeborene ist menschliches Leben und seine Beendigung ist Mord.
Das hebt die Bischofskonferenz von Kenia in einer Erklärung hervor und fordert den Gesetzgeber auf, über die moralischen Folgen des neuen Gesetzes nachzudenken.

Der Wortlaut des Gesetzes sei „absichtlich zweideutig“. Das Gesetz spreche von „sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten“, doch in Wirklichkeit seien diese Begriffe von UNO-Organisationen neu definiert worden, „um umstrittene Sexual- und Abtreibungsrechte  –  auch für Kleinkinder –  einzubeziehen“, sagten die Bischöfe in einem Brief, der an katholische Parlamentsmitglieder gerichtet ist.

In dem von Erzbischof Philip Anyolo, dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz unterzeichneten Schreiben heißt es, dass die Oberhirten zu Fragen, die das Leben betreffen, nicht schweigen würden.

Man solle die Probleme beseitigen, nicht die ungeborenen Kinder:

„Wir können Wege finden, unsere Jugend über die grundlegenden Entscheidungen zum Familienleben aufzuklären. Wir können jene Strukturen unterstützen, die bereits jetzt gefährdeten Minderjährigen und Frauen Schutz und Geborgenheit bieten“, schreiben die Bischöfe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-06/kenia-kirche-ruft-zum-nachdenken-ueber-folgen-abtreibung-gesetz.html