Kolumbien: Kath. Bischöfe protestieren gegen Euthanasie auf Verlangen

Die Kirche Kolumbiens hat sich besorgt über die weitere Legalisierung der Euthansie in ihrem Land geäußert. Dies stelle einen „schweren Verstoß gegen die Würde der menschlichen Person“ dar und leiste „der Zersetzung der Grundwerte der sozialen Ordnung Vorschub“, schrieb der Vorsitzende derBischofskonferenz, Luis Jose Rueda Aparicio.

In Kolumbien hat das Verfassungsgericht vorige Woche über eine Ausweitung des Rechts auf „Sterbehilfe“ entschieden. Der „Straftatbestand der Tötung aus Gnade“ treffe nicht auf Euthanasie an einem Patienten zu, der „infolge einer Körperverletzung oder einer schweren und unheilbaren Krankheit schwere körperliche oder seelische Leiden erleidet“, hieß es im Urteilsspruch. Der Eingriff müsse von einem Arzt und mit der „freien und informierten Zustimmung“ des Patienten durchgeführt werden.

Die Bischöfe schreiben, die Entscheidung des Gerichtshofs stelle „eine große Gefahr für die schwächsten und verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft“ dar. Werde Druck auf ihr Leben ausgeübt, beschränke dies ihre Freiheit deutlich. Als Gegenmaßnahme sei dringend eine „solidarische Haltung gegenüber der Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit des Menschen“ nötig.

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