Gegen die Willkür des iranischen Regimes

Zum interfraktionellen Antrag „Menschenrechte ins Zentrum der Iranpolitik stellen“ erklärt die stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Katja Leikert:

„Zum Abschluss der Wahlperiode setzen wir fraktionsübergreifend ein Zeichen in Sachen Iran – ein Zeichen auch gegenüber dem neuen iranischen Präsidenten, der wie kein Zweiter für das Unrecht im Land steht.

Wir hören nicht auf anzuprangern, dass Menschen wie die iranische Anwältin Nasrin Sotudeh unschuldig im Gefängnis sitzen. Mit seiner unheilvollen Rolle in der Region und seiner Missachtung für jede Art von Minderheit steht das Regime in Teheran für vieles, was wir in der CDU/CSU bekämpfen: Autoritarismus, Intoleranz, Gewalt.“


HERR, ich lechze nach deinen GEBOTEN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 119 (118),129-135.

Deine Vorschriften sind der Bewunderung wert;
darum bewahrt sie mein Herz.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung,
den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.

Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab‘ ich Verlangen.
Wende dich mir zu, sei mir gnädig,
wie es denen gebührt, die deinen Namen lieben.

Festige meine Schritte, wie du es verheißen hast.
Lass kein Unrecht über mich herrschen!
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
und lehre mich deine Gesetze!


Wir sind von Gottes Geboten abgewichen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dan 9,4b-9:

HERR, du großer und Furcht erregender Gott, du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade
Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.
Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.
Du, HERR bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht, den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstoßen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen.
Ja, HERR uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern; denn wir haben uns gegen dich versündigt.
Aber unser Gott schenkt Erbarmen und Vergebung.

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Das ist ein Fasten, wie GOTT es liebt: Wenn wir die Fesseln des Unrechts lösen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesaja 58,3-9a.

So spricht Gott, der HERR: Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Lass deine Stimme ertönen wie eine Posaune!
Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.

Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt?
Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: Die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen,
an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Wunden werden schnell vernarben.

Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des HERR folgt dir nach.
Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird ER sagen: Hier bin ich.

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Groll und Zorn sind abscheulich, nur der Sünder hält daran fest

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Jesus Sirach 27,30.28,1-7.

Groll und Zorn, auch diese sind abscheulich,
nur der Sünder hält daran fest.
Wer sich rächt, an dem rächt sich der HERR;
dessen Sünden behält ER im Gedächtnis.
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Vergib deinem Nächsten das Unrecht,
dann werden dir, wenn du betest, auch deine Sünden vergeben.
Der Mensch verharrt im Zorn gegen den andern,
vom HERRN
aber sucht er Heilung zu erlangen?
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Mit seinesgleichen hat er kein Erbarmen,
aber wegen seiner eigenen Sünden bittet er um Gnade?
Obwohl er nur ein Wesen aus Fleisch ist,
verharrt er im Groll, wer wird da seine Sünden vergeben?
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Denk an das Ende, lass ab von der Feindschaft,
denk an Untergang und Tod, und bleib den Geboten treu!
Denk an die Gebote, und grolle dem Nächsten nicht,
denk an den Bund des Höchsten, und verzeih die Schuld!
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Zwangsadoptionen in der „DDR“ aufarbeiten

In der Nacht zum vergangenen Freitag hat der Haushaltsausschuss die Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 abgeschlossen. Hierzu erklären der rechtspolitische Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, und der für bildungspolitische Vize-Vorsitzende, Arnold Vaatz:

Die politisch motivierte Adoptionsvermittlung in der ehemaligen DDR ist wahrscheinlich eines der letzten nicht aufgearbeiteten Kapitel des SED-Unrechtsregimes.

Daher sorgt dieses Kapitel auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer noch immer für viele Fragezeichen. Viele Menschen leiden unverändert unter dem Erlebten, unter bestehender Unsicherheit und der fehlenden Anerkennung erfahrenen Leids.

Mit dem Sechsten Gesetz zur Änderung zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR haben wir jetzt für die Opfer dieser Zwangsmaßnahmen endlich die Möglichkeit zur Aufarbeitung gesichert.

Hierzu wird unter der Federführung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat eine Studie das Kapitel „DDR-Zwangsadoptionen“ umfassend wissenschaftlich aufarbeiten. Darüber hinaus werden eine Vermittlungsstelle und eine DNA-Datenbank als Anlaufstelle für betroffene Personen dienen.

Wir freuen uns, dass wir in den Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses die Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro sichergestellt haben. Hierdurch kann die notwendige Aufklärungsarbeit zügig angegangen werden, um weiter Licht in dieses dunkle Kapitel der DDR-Geschichte zu bringen und Betroffenen zu Sicherheit, Recht und Anerkennung zu verhelfen.


Altes Testament, Buch Levitikus: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lev 19,1-2.11-18:

Der HERR sprach zu Moses:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen.
Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR.
Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.
Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR.
Ihr sollt in der Rechtsprechung kein Unrecht tun. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Landsmann richten.
Du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Leben deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR.
Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.

Regensburger Bischof zur Eröffnung der neuen jüdischen Synagoge am 27. Februar 2019

„Das Abendland steht auf jüdisch-christlichem Boden“

Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten für die neue jüdische Synagoge am heutigen Mittwoch (27.2.) in Regensburg übermittelte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ein Grußwort an die Versammelten.
Der katholische Oberhirte beginnt seine Stellungnahmen mit dem Wort aus Psalm 84,2: „Wie liebenswert ist Deine Wohnung, HERR der Heerscharen“.

In seiner Gratulation zum „neuen Gotteshaus“ erinnert er auch an schmerzliche Ereignisse:

„Am 21. Februar dieses Jahres jährte sich zum 500. Mal die Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus Regensburg durch den Magistrat der Stadt. Der Ausweisung der Menschen folgte die Zerstörung des jüdischen Viertels.“

Sodann kommt der Bischof auf die Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. gegenüber den Juden aus dem Jahr 2000 zu sprechen und zitiert daraus. Zugleich bat er auch seinerseits um Vergebung für damaliges Unrecht, das ihnen durch Christen – auch durch Vertreter der Kirche –  angetan wurde. 

Er fügt hinzu: „Wie froh bin ich, dass wir heute, einträchtig versammelt, diese neue Synagoge eröffnen dürfen. Die jüngere Vergangenheit ist gerade auch in Regensburg reich an Zeichen der Verbundenheit zwischen katholischer Kirche und jüdischer Gemeinde.“

Sodann berichtet der Regensburger Oberhirte über gemeinsames Wirken etwa angesichts des Besuches von Papst Benedikt oder anläßlich des Katholikentags in der Bistumsstadt.

Dr. Voderholzer erklärt sodann: „Das europäische Abendland steht auf jüdisch-christlichem Boden, und wer heute die einen gegen die anderen auszuspielen versucht, verkennt unsere gemeinsame Heimat und stärkt nur unsere Solidarität untereinander.“

Zudem schildert der Bischof, was ihn besonders bewegt hat:

„Es hat mich tief beeindruckt, als Sie gleichsam als offizielles Zeichen der Eröffnung der Synagoge die Thora-Rollen in den dafür vorgesehenen Schrein getragen haben. Sie haben die Rollen umarmt wie ein geliebtes Kind. Die Rollen sind gekrönt wie ein König, wie die Königin Ester. Welch ein Zeichen!“

Abschließend betont der katholische Würdenträger:

„Wir leben in einer Zeit der Säkularisierung, die die Wirklichkeit Gottes und seines Wortes meint entbehren zu können. Viele unserer Zeitgenossen unterstellen eine Konkurrenz zwischen der Wirklichkeit des Herrn und der Freiheit des Menschen.

Lassen Sie uns gemeinsam bezeugen, dass das Gegenteil wahr ist. Erst wo der Mensch den Herrn – baruch ha schem – anerkennt, groß sein lässt und aus ganzem Herzen liebt, wird er wirklich frei und selber groß.

Mit dem Propheten Jeremia gesprochen: „Dein Wort war mir Glück und Herzensfreude“ (Jer 15,16). Oder mit einem Psalm-Wort, das sowohl der heilige Augustinus, Martin Buber und Papst Benedikt besonders lieben: „Dir nahe zu sein, das ist mein Glück“ (Ps 73,28).“

Quelle für die Zitate: https://www.bistum-regensburg.de/news/grusswort-bei-der-eroeffnungsfeierlichkeit-der-neuen-juedischen-synagoge-in-regensburg-6604/


CHRISTUS ist unser Beistand beim Vater

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 1,5-10.2,1-2:

Brüder! Das ist die Botschaft, die wir von Jesus Christus gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm.

Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis leben, lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Wenn wir aber im Licht leben, wie ER im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander  –  und das Blut seines Sohnes reinigt uns von aller Sünde.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist ER treu und gerecht; ER vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.

Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner – und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt.

Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. ER ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.

 


GOTT reagiert gnädig auf die Umkehr Ninives

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jona 3,1-10:

Das Wort des HERRN erging zum zweiten Mal an Jona:
Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.

Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der HERR es ihm befohlen hatte.

Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!

Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, groß und klein, zogen Bußgewänder an. Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.

Er ließ in Ninive ausrufen:
Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Rinder, Schafe und Ziegen, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken.
Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.
Wer weiß, vielleicht reut es Gott wieder, und er lässt ab von seinem glühenden Zorn, so dass wir nicht zugrunde gehen.

Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.