Die Apostel wurden vom Volk hochgeschätzt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 5,12-16:

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.
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Immer mehr wurden im Glauben zum HERRN geführt, Scharen von Männern und Frauen.
Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.
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Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit  – und alle wurden geheilt.

Christus verwehrt dem unreinen Geist die Offenbarung seines Wesens

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mk 1,21-28:

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn ER lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.

In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: Der Heilige Gottes.

Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!

Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

HINWEISE auf das Schweige-Gebot des HERRN:

Diese Episode aus dem Markus-Evangelium ist sehr vielsagend und bedeutsam – und dies vor allem aus drei Gründen:

  1. Christus befiehlt einem unreinen Geist, der sich beim Exorzismus zu Wort meldete, energisch, er solle schweigen. Unser HERR läßt sich auf keinen „Dialog“ mit der Unterwelt ein – auch dann nicht, wenn der Teufel durchaus  – formal gesehen – die „Wahrheit“ spricht, also gleichsam theologische Richtigkeiten verkündet. 
  2.  Natürlich ist Christus gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören – das hat der unreine Geist zutreffend erkannt. Zudem ist Jesus der „Heilige Gottes“, der Allheilige des Höchsten. Aber unser göttlicher Erlöser bedarf keiner „Bestätigung“ von unten – und ER möchte auch nicht, daß die Umstehenden einer Art „Teufelspredigt“ zuhören, selbst wenn der Erzfeind sich rein äußerlich als besserer „Schriftgelehrter“ erweist als die Pharisäer. Die Unterwelt hat eben ein übernatürliches Wissen; aber man kann richtig wissen – und trotzdem hassen.
  3. Die hier zum Ausdruck kommenden Prinzipien sind für alle Exorzismen zu beachten (werden aber nicht selten dreist übergangen – übrigens auch im Fall der Anneliese Michel): Keine Gespräche mit dem Kellergeist, keine Debatten bzw. Frage-Antwort-Spiele, geschweige Verbreiten von „Protokollen“ solcher Dialoge, einmal abgesehen davon, daß derartige Vorgänge dem Seelsorgsgeheimnis widersprechen. (Auch wenn eine Teufelsaustreibung keine Beichte ist, so gilt hier sehr wohl ein allgemeines Seelsorgsgeheimnis!)  

 

 


Christus verbietet unreinen Geistern das Wort

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 4,38-44:

In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. ER trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie.

Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle.

Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Da fuhr ER sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass ER der Messias war.

Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern, wegzugehen.
ER sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und ER predigte in den Synagogen Judäas.

HINWEIS:
In gewissen charismatischen oder extrem-traditionalistischen Kreisen kommt es zu Exorzismen oder sog. „Befreiungsgebeten“, in denen die
(angeblichen oder tatsächlichen) Dämonen nach Strich und Faden ausgefragt werden – so war dies leider seinerzeit auch in der aufsehenerregenden Causa „Anneliese Michel“ der Fall.

Es wurden damals sogar Kassetten und Abschriften jener „Dialoge“ verbreitet  –  so daß die Hörer dem, was aus der (vermeintlichen oder wirklichen) Finsternis gesagt wurde, gleichsam andächtig lauschten. Zudem wurde dabei das Seelsorgsgeheimnis gebrochen, denn ein Exorzismus ist kein öffentlicher Vorgang, sondern ein seelsorglicher Akt. 

Wie dieses Ereignis aus dem Leben Christi zeigt, hat ER den unreinen Geistern strikt befohlen, sie sollten schweigen – auch als sie gerade etwas durchaus Richtiges sagten, nämlich ER sei der „Sohn Gottes“. Der HERR hat es aber nicht nötig, sich „von unten“ bestätigen zu lassen  –  ER läßt sich überhaupt auf keinerlei Gespräch mit den Finsternismächten ein. Daran haben sich auch alle Gläubigen zu halten!

Weitere Infos siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/16/der-fall-klingenberg-ist-durch-geisterfotos-wieder-in-aller-munde/


Christus schickt seine Apostel zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 10,1-7:

In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, Jakobus und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.

Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

 


Christus übergab seinen zwölf Aposteln die Vollmacht zum Exorzismus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 9,35-38.10,1.6-8:

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich Gottes und heilte alle Krankheiten und Leiden.  1523

Als ER die vielen Menschen sah, hatte ER Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach ER zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Dann rief ER seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.  ER gebot ihnen: Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!  – Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

HINWEIS: Christus gab allen zwölf Aposteln die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben, also auch Judas, dem späteren Verräter. Dies ist ein biblisches Beispiel dafür, daß eine bestimmte außergewöhnliche Gnadengabe, ein besonderes Charisma (wie etwa jene des Exorzismus) nicht automatisch bedeutet, daß der Betreffende gut oder gar heiligmäßig ist.