Katholische Geistliche protestieren gegen Unterdrückung in Venezuela

Priester und Diakone aus der Diözese Ciudad Guayana (Venezuela) wenden sich in einem Schreiben an das “pilgernde Volk unseres geliebten Landes und an alle Menschen guten Willens”. In dem Schreiben lehnen sie mit Nachdruck jede Form der Gewalt ab und prangern die Situation der wehrlosen Bevölkerung an, die gegen die staatliche Unterdrückung protestiert. 

Das Schreiben mit dem Titel “Wir dürfen angesichts der Unterdrückung nicht schweigen” wurde am Sonntag, den 28. Mai, in allen Gemeinden des Bistums verlesen.

In Übereinstimmung mit der Venezolanischen Bischofskonferenz erinnern die Geistlichen daran, dass die Verfassung des Landes respektiert werden muss:

“Ein bevorzugter Weg, der für die Verwirklichung der demokratischen Prinzipien unverzichtbar ist, sind Wahlen, wie sie von der Verfassung vorgesehen sind. Dieser Wahlprozess kann nicht durch eine verfassungsgebende Versammlung ersetzt werden… Es müssen deshalb innerhalb kürzester Zeit Neuwahlen stattfinden“.

Die Priester und Bischöfe erinnern auch an das Schreiben von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der die Erfüllung der beim jüngsten Dialog nicht berücksichtigten vier Punkte gefordert hatte: die Öffnung humanitärer Kanäle, die Freilassung politischer Häftlinge, die Anerkennung aller Kompetenzen der Nationalversammlung und die Organisation von Wahlen zur Lösung der Probleme.

„Wir prangern eine progressive Verschlechterung der allgemeinen Lage in Venezuela an, die vor allem durch die Zunahme von Morden und Hunger sichtbar wird. Nach Angeben der Caritas leiden 11% der venezolanischen Kinder an schwerer Unterernährung“, heißt es in dem Schreiben abschließend.

Quelle: Fidesdienst  –  Foto: IGFM


Unionsfraktion mahnt: Kirchen sollen zu Ostern an verfolgte Christen erinnern

Für gläubige Christen in aller Welt ist das Osterfest einer der höchsten kirchlichen Feiertage.

Hierzu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Heribert Hirte:

Dr. Franz Josef Jung: „Die fürchterlichen Anschlägen auf koptische Christen in Ägypten in der heiligen Woche vor Ostern zeigen einmal mehr, wie sehr das Recht auf Religionsfreiheit weltweit bedroht ist. Anschläge auf Angehörige egal welcher Religion sind feige Taten gegen die Menschlichkeit und gegen unsere Freiheit.

Feiertage wie Ostern gehören zum Fundament christlicher Kultur. Wenn dieses verletzt wird, verletzt man alle Christen weltweit. Es wäre zu wünschen, dass die Kirchen in Deutschland ein Zeichen der Solidarität setzten und in ihren österlichen Fürbitten an bedrängte und verfolgte Christen weltweit erinnerten.

Wir fühlen in diesen Tagen mit den Kopten, den Angehörigen der Opfer und allen Menschen in Ägypten, die sich gegen religiösen Terrorismus stellen. Es ist wichtig, dass die Regierungen der betroffenen Länder begreifen, dass die Religionsfreiheit ein Schlüssel für ein friedliches Zusammenleben ist und entsprechende Signale in die Bevölkerung senden. Es ist daher richtig, gemeinsam konsequent gegen Extremisten vorzugehen. Der Papst-Besuch Ende April in Ägypten wird angesichts der Anschläge nun eine besonders vielsagende Bedeutung erhalten.“

Heribert Hirte: „Wir stehen fest an der Seite unserer Glaubensbrüder und -schwestern, die in diesen Tagen nicht ohne Angst in eine Kirche gehen können und sich nicht trauen, ihre Freude über die Auferstehung Jesu Christi auf offener Straße zu zeigen. Das geht nicht nur koptischen Christen in Ägypten so, sondern vielen, die in ihrer Heimat einer religiösen Minderheit angehören.

Zum einen stehen die staatlichen Einrichtungen in der Verantwortung, diesen Gläubigen mehr Sicherheit zu bieten. Zum anderen muss die Bevölkerung in diesen Staaten noch stärker für das Menschenrecht der Religionsfreiheit sensibilisiert werden. Das gilt vor allem für die junge Generation im Nahen Osten, die unter dem Eindruck des islamistischen Terrors steht, der zwischen Christen und Muslimen einen tiefen Graben zieht.

Wir müssen dem gezielt mit interreligiösen Bildungsprogrammen entgegenwirken. Das gilt im Übrigen auch für Deutschland: Sowohl junge Muslime, als auch Deutsche müssen akzeptieren, dass in einem freien demokratischen Land wie unserem Platz für mehrere Glaubensüberzeugungen ist.“

Gemälde: Evita Gründler


Christenverfolgung im kommunistischen Laos

Im kommunistischen Laos werden immer wieder Christen vertrieben und ihrer Existenz beraubt. Neben der generell verstärkten Überwachung durch die Behörden trägt dazu die massive Ablehnung der Christen durch weite Teile der Bevölkerung bis hin zur eigenen Familie bei.

Am 20. Januar 2017 wurde das Haus von Pastor Yeng um 1 Uhr nachts durch eine Brandstiftung völlig zerstört. Die Familie von Yeng war an dem Abend unterwegs und konnte das Feuer deshalb nicht rechtzeitig löschen. Der Brand vernichtete die ganze Existenz der Familie inklusive ihres Motorrollers und des Reisvorrats. Das Einzige, was ihnen blieb, war die Kleidung, die sie trugen.

Im September letzten Jahres wurden 10 christlichen Familien von anderen Dorfbewohnern sowie einigen Familienmitgliedern aufgefordert, ihren Glauben zu verleugnen. Hierfür bekamen die Christen drei Tage Bedenkzeit. Am zweiten Tag wurde der Bruder des Gemeindeleiters erschossen, woraufhin die Entscheidung noch hinausgezögert werden konnte. Die Christen spüren deutlich, dass ihre Anwesenheit nicht erwünscht ist, und stehen unter starkem Druck, das Dorf zu verlassen.

In der Stadt Kham Gerd wurden sieben christliche Familien ebenfalls aufgefordert, ihren Glauben zu verleugnen. Die Familien flohen aus ihren Häusern und suchten Schutz bei Verwandten und Freunden. Einige der Christen entschieden sich schließlich dafür, in ihr Dorf zurückzukehren, wo sie ihre ganze Existenzgrundlage zurückgelassen hatten. Sie sagten: „Wenn wir sterben müssen, dann lieber zu Hause.“

Letztendlich nahmen drei der Familien ihren buddhistischen Stammesglauben wieder an, um unbedroht in ihrem Dorf leben zu können.

Im Sommer 2016 wurde ein Lehrer in der Provinz Luang Prabang schwer krank. Nach seinen eigenen Worten ging es ihm besser, nachdem er die Entscheidung traf, an Christus zu glauben. Zwei Monate darauf erfuhr dies der Schulleiter dieses Lehrers und forderte von ihm, seinen Glauben zu verleugnen oder seine Stellung aufzugeben. Der Lehrer blieb treu und wurde daraufhin von der Polizei verhaftet.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nimmt Laos den 24. Platz ein und gehört damit zu den Ländern in Asien, wo Christen einem sehr hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt sind.

Quellen: World Watch Monitor, Open Doors


AT: „Bei all deinen guten Werken zeig ein frohes Gesicht“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Jesus Sir 35,1-15:

Viele Opfer bringt dar, wer das Gesetz befolgt;
Heilsopfer spendet, wer die Gebote hält;
Speiseopfer bringt dar, wer Liebe erweist;
Dankopfer spendet, wer Almosen gibt:
Abkehr vom Bösen findet das Gefallen des HERRN:
als Sühne gilt ihm die Abkehr vom Unrecht.

Erscheine nicht mit leeren Händen vor dem HERRN,
denn das alles muss geschehen, weil es angeordnet ist.
Die Opfergabe des Gerechten macht den Altar glänzend von Fett,
und ihr Wohlgeruch steigt zum Höchsten auf.

Das Opfer des Gerechten ist angenehm,
sein Gedenkopfer wird nicht vergessen werden.

Freigebig ehre den HERRN, nicht gering sei die Gabe in deinen Händen.
Bei all deinen guten Werken zeig ein frohes Gesicht,
und weihe deinen Zehnten mit Freude!

Wie Gott dir gegeben hat, so gib auch ihm, freigebig und so gut, wie du kannst.
Denn ER ist ein Gott, der vergilt, siebenfach wird ER es dir erstatten.

Versuche nicht, ihn zu bestechen, denn ER nimmt nichts an;
vertrau nicht auf Opfergaben, die durch Unterdrückung erworben sind.
ER ist ja der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung.

 


Verrät der Vatikan die romtreue katholische Untergrundkirche in China?

Von Dr. Edith Breburda

Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, der frühere Bischof von Hongkong, ruft jetzt auf, für die Untergrundkirche Chinas zu beten. Er sagt in einem Interview mit der katholischen Nachrichtenseite „LifeSiteNews“: “Der Vatikan verrät chinesische glaubenstreue Katholiken.” dr-breburda

Kardinal Zen, ein ehem. Seminarprofessor, spricht Mandarin, Kantonese, Shanghainese, Englisch, Italienisch, Latein und er versteht Französisch. Er ist die höchste Autorität in der katholischen Kirche Chinas.

Inständig  bittet er den Vatikan, mit den Kommunisten Chinas nicht zusammenzuarbeiten.

„Dies würde de fakto den Kommunisten die Leitung der Kirche überlassen, was nicht den Regeln und Prinzipien der Kirche entspricht. Es schadet auch ihrer Glaubwürdigkeit.

Chinas Regierung könnte bestimmen, welcher treue Kommunist Bischof wird, und dem Papst bliebe nichts anderes übrig, als dem zuzustimmen. Die Chinesische Regierung verlangt von der Kirche, sich ihnen total auszuliefern. Man erweckt zwar den Eindruck, als ob der Papst ein gewisses Mitspracherecht hätte, aber der Schein trügt. Im Grunde kann der Papst gar nichts tun.“

Die romtreue katholische Kirche Chinas arbeitet im Untergrund, während die chinesische „patriotische Kirche“ nur Priester zulässt, die der Partei genehm sind und die sie streng überwacht. Bischöfe der rechtgläubigen Kirche, die dem Papst gegenüber loyal sind, müssen viele Jahre im Gefängnis verbringen. p1060215_810_500_55_s_c1

Kardinal Zen (siehe Foto) erklärt [i]:

„Wenn man einer Regierung die Möglichkeit gibt, Bischöfe zu ernennen, könnte das ein Signal für andere Staaten sein, dem nachzufolgen. Ich habe große Sorge, dass der Vatikan mit der Regierung zusammenarbeiten will. Für ihn ist die Untergrundkirche ein lästiges Übel. Und um der Einheit Willen tut man alles, um sich zu arrangieren.

Der Papst selber versteht wahrscheinlich nicht die Hintergründe. Ich kann seine Gutgläubigkeit, die fast schon an Naivität grenzt, über die chinesische Regierung nachvollziehen. Er verlässt sich auf seine Mitarbeiter. Schuld an der Lage ist eigentlich nicht der Papst. Es sind seine Berater.

Ich habe Angst, sie verkaufen die Untergrundkirche. Das wäre für uns sehr schlecht. Aber wir können nichts tun außer beten. Chinesen, die mich aufsuchen, ist es verwehrt, ihre Meinung frei zu äußern. Sie bitten mich inständig, meine Stimme zu erheben.

So kontaktiere ich den Vatikan unablässig. Nur dieser scheint nicht auf mich hören zu wollen. Ich habe Papst Franziskus vor zwei Jahren getroffen. Er hörte mir 40 Minuten lang zu. Er schien meine Ansicht zu teilen. Ich kann so nicht sagen, was nun passieren wird.

Foto: HMKMan teilte mir jedoch mit, dass ich nur noch dann in den Vatikan kommen soll, wenn ich eine Einladung habe.“

Offenbar hat sich die Situation zwischen Vatikan und Chinas Kirche seit dem Rücktritt von Papst Benedikt geändert. Kardinal Zen jedenfalls beklagt, dass eine kompetente römische Kommission aus jener Zeit nun nicht mehr existiert: 

„Unter Papst Benedikt XVI. gab es eine vatikanische Kommission, deren sehr kompetente Mitglieder genau wussten, wie man mit chinesischen Kommunisten zu verhandeln hatte. Unter Papst Franziskus ist diese Kommission verschwunden.

Die Untergrundkirche in China ist sehr verunsichert über die äußerst verwirrenden Anweisungen des Vatikans. Priester der „Patriotischen Kirche“ sind der Regierung verpflichtet. Wenn sie in die Untergrundkirche kommen, werden die Untergrundpriester nach einiger Zeit von der Polizei verjagt. Sie verlieren ihre Pfarrei.

Die Regierung hat die Untergrundkirche in der schlimmsten Form  tyrannisiert. Man kann mit den Kommunisten, die uns verfolgten, nicht plötzlich zusammenarbeiten und sie kirchenrechtliche Dinge entscheiden lassen, nur weil der Vatikan, der die Zusammenhänge nicht kennt, es so bestimmt.

Es gehört zu meinen Prinzipien, den Papst nicht zu kritisieren. Wenn es wirklich zu einem Deal zwischen der Regierung und dem Vatikan kommen sollte, werde ich schweigen. Aber bis es soweit ist, werde ich meine Stimme erheben, um meine Opposition kundz tun.“

[i] Claire Chretien, Exclusive: Cardinal Zen says ‘Naïve’ Pope and bad advisors are betraying underground Church in China. LifeSiteNews, 21. Feb. 2017bookcoverimage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Foto von Kardinal Zen: LifeSiteNew


Burma/Myanmar: Systematische staatliche Verfolgung der muslimischen Rohingyas

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi versagt hier

Die Rohingya sind eine in Myanmar – auch Burma genannt – massiv verfolgte und unterdrückte sunnitisch-muslimische Volksgruppe, deren größter Teil in Myanmar lebt, vor allem im Bundesstaat Rakhine an der Westküste.

IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859Die Vereinten Nationen haben diese Bevölkerungs-gruppe als die wahrscheinlich „meist verfolgte Minderheit“ bezeichnet.

Da sie im buddhistisch-dominierten Land seit dem sog. „Staatsbürgerschaftsgesetz“ von 1982 nicht als Staatsbürger anerkannt – und somit de facto zu Bürgern zweiter Klasse degradiert wurden – und ihnen grundlegende Menschenrechte verweigert werden, lebt etwa die Hälfte von ihnen als Flüchtlinge im Ausland.

Rohingya werden Opfer systematischer Verfolgung und oftmals tödlicher Gewalt durch buddhistische Nationalisten und Armeeangehörige. Vergewaltigungen und Erniedrigungen sind an der Tagesordnung. Zehntausende vegetieren in menschenunwürdigen Lagern. Im Jahr 2015 gewann die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi überraschend die landesweiten Wahlen und konnte so die Militärregierung ablösen.

Hier folgen Auszüge aus einem Gespräch mit  dem Medienbeauftragten des European Rohingya Council (ERC), Mohammed Ibrahim. Die Fragen stellten Maya Robinson und Daniel Holler von der IGFM-Deutschland.

Können Sie uns etwas zur aktuellen Menschenrechtssituation in Myanmar sagen?

Zusammengefasst kann man sagen, dass die aktuellen Menschenrechtsverletzungen der myanmarischen Armee seit dem 9. Oktober 2016 genau das zeigen, was die UN offiziell als „ethnische Säuberung“ bezeichnet. Die myanmarische Armee vertreibt in Kya Gaung Taung (auch Rabailla genannt) weiterhin Rohingya-Männer aus ihren Dörfern und jagt deren Frauen und Kinder auf offene Felder in die glühende Sonne, ohne Wasser und Nahrung. Frauen und Kinder leiden Hunger und Durst. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Wir erhalten immer wieder Berichte von Massenvergewaltigungen und -verhaftungen. Das Gebiet ist vollkommen abgeriegelt, der Zugang für unabhängige Medien und humanitäre Hilfe wird unterbunden. Die Bewegungsfreiheit der Leute ist massiv stark eingeschränkt. Die Regierung belügt die internationale Gemeinschaft, wenn sie sagt, dass es dort keine Menschenrechtsverletzungen gebe, aber gleichzeitig unabhängigen Medien den Zugang verweigert.

Zehntausende Rohingya sind 2016 nach Bangladesch geflohen. Wie bereits erwähnt, gibt es alarmierende Berichte von hunderten Vergewaltigungen und willkürlichen Verhaftungen; auch wurden hunderte Rohingya getötet. Laut der UN sind 3000 Rohingya-Kinder stark unterernährt; die Hälfte von ihnen wird verhungern, wenn keine Nothilfe geleistet wird.

Haben Sie noch immer Hoffnungen auf die Unterstützung durch Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi? Oder denken Sie, dass sie keine positive Auswirkung auf Ihre Situation haben kann?

Um ehrlich zu sein haben wir keinerlei Hoffnungen auf Unterstützung durch Aung San Suu Kyi. Sie verleugnet Verbrechen, die am helllichten Tag von der Armee begangen werden, ohne jemals die Tatorte zu besuchen oder die Verbrechen zu untersuchen. Sie weist die Vorwürfe einfach zurück. Deshalb haben wir jede Hoffnung verloren, dass sie für uns Partei ergreifen würde. Sie könnte natürlich einen positiven Einfluss haben, wenn sie sich dafür entscheiden würde. Aber leider sehen wir keine Anzeichen dafür, dass sie das machen möchte.

Myanmar öffnet sich der internationalen Gemeinschaft. Viele Politiker und Geschäftsleute kommen in das Land. Kann ein solcher Öffnungsprozess den Rohingya und anderen Minderheiten helfen? Wenn ja, warum?

Myanmar öffnet sich in Richtung der internationalen Gemeinschaft. Die westlichen und nicht-westlichen Unternehmen wetteifern miteinander um die bisher nichtgenutzten Ressourcen des Landes. In der Konsequenz ignorieren westliche Politiker gerne Myanmars Verbrechen gegen die Rohingya und andere Minderheiten, da sie negative Auswirkungen auf ihre Interessen – wirtschaftlich und politisch – befürchten. Myanmars Militär nutzt dies als einen Vorwand um ihren vorab geplanten Kriegszug gegen die Rohingya voranzutreiben.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.igfm.de/myanmar/interview-verfolgung-der-rohingya/


Türkei: Evangelische Gemeinden dokumentieren wachsende Unterdrückung

Die protestantischen Kirchengemeinschaften in der Türkei veröffentlichten einen Bericht zu den Einschüchterungsversuchen und Übergriffen gegen die Gemeinden auf türkischem Staatsgebiet im Jahr 2016. Über dass Dossier berichtet auch die türkische Presse. csm_igfm_poster_art-09_6946dac2d0

Es dokumentiert u. a. einen Anstieg bei der Zahl der von der Regierung und von lokalen Behörden beschlagnahmten Kirchen und Gebetsräume, die evangelische Gemeinden nicht mehr nutzen dürfen.

Auch die Schikane christlicher Studenten durch Altersgenossen soll zugenommen haben. Außerdem erinnert das Dossier an den evangelischen Pastor Andrew Craig Brunson in Izmir (Smirne Diriliş Kilisesi), der 64 Monate in Untersuchungshaft verbrachte, weil seine Aktivitäten angeblich “die Staatssicherheit gefährden”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst