Der HERR vergab seinem untreuen Volk voller Erbarmen die Schuld

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 78(77), 1-2.34-35.36-37.38ab.39.

Mein Volk, vernimm meine Weisung!
Wendet euer Ohr zu den Worten meines Mundes!
Ich öffne meinen Mund zu einem Spruch;
ich will die Geheimnisse der Vorzeit verkünden.
 .
Wenn ER dreinschlug, fragten sie nach Gott,
kehrten um und suchten ihn.
Sie dachten daran, dass Gott ihr Fels ist,
Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
.
Doch sie täuschten ihn mit falschen Worten,
und ihre Zunge belog ihn.
Ihr Herz hielt nicht fest zu ihm,
sie hielten seinem Bund nicht die Treue.
.
ER aber vergab ihnen voll Erbarmen die Schuld
und tilgte sein Volk nicht aus.
Oftmals ließ er ab von seinem Zorn
und unterdrückte seinen Groll.
.
Denn ER dachte daran, dass sie nichts sind als Fleisch,
nur ein Hauch, der vergeht und nicht wiederkehrt.

Israel beklagt seine Untreue vor Gott

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 106 (105),6-7a.13-14.21-22.23:

Wir haben zusammen mit unseren Vätern gesündigt,
wir haben Unrecht getan und gefrevelt.
Unsere Väter in Ägypten begriffen Gottes Wunder nicht,
sie vergaßen schnell seine Taten,
wollten auf seinen Ratschluß nicht warten.

Sie wurden in der Wüste begehrlich
und versuchten Gott in der Öde.
Sie vergaßen den HERRN, ihren Retter,
der einst in Ägypten Großes vollbrachte,

Wunder im Lande Hams,
furchterregende Taten am Schilfmeer.
Da faßte Gott einen Plan  – und ER hätte sie vernichtet,
wäre nicht Moses, sein Erwählter, für sie in die Bresche gesprungen,
so daß Gott sie im Zorn nicht vertilgte.