Wir sind alle Dein Eigentum, HERR, Du bist ein Freund des Lebens!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Weish. 11,22-26.12,1-2.

HERR, die ganze Welt ist vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage, wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt. Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie sich bekehren.
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Du liebst alles, was lebt, und verabscheust nichts von allem, was du erschaffen hast; denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen.
Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?
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Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, HERR, du Freund des Lebens. Denn in allem ist dein unvergänglicher Geist. Darum bestrafst du die Sünder nur nach und nach; du mahnst sie und erinnerst sie an ihre Sünden, damit sie sich von der Schlechtigkeit abwenden und an dich glauben, HERR.

Der „Menschensohn“ und sein unvergängliches Reich, das niemals untergeht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dan 7,9-10.13-14:

Ich, Daniel, sah in einer nächtlichen Vision: Throne wurden aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer.

Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz und es wurden Bücher aufgeschlagen.

Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

 


Heute glauben, morgen sehen: Gott den Vater, Sohn und Geist

HERR,

Dein Wort ist unvergleichlich,

Menschenworte taugen nichts.

Deine Kraft wirkt immer reichlich,

wie Du redest, so geschieht’s.

Bricht der Himmel, dieses stehet,

tobt die Hölle, Dein Wort bleibt;

wenn dereinst die Welt vergehet,

fällt kein Jota, das Gott schreibt.

HERR,

wir danken Deiner Gnade,

die uns durch Dein Wort geschenkt,

welches auf dem Lebenspfade

uns das Herz zum Himmel lenkt.

Laß es Dir zum Lob geschehen,

daß wir, wie Dein Wort verheißt,

heute glauben, morgen sehen

Gott den Vater, Sohn und Geist.  

(Philipp Friedrich Hiller, 1762)