Der US-Senat bestätigt Lebensrechtler Neil Gorsuch für den Obersten Gerichtshof

Nach tagelangen zähen Debatten hat der US-amerikanische Senat gestern dem konservativen Bundesrichter Neil Gorsuch (siehe Foto) die erforderliche Zustimmung für den Supreme Court (den obersten Gerichtshof) erteilt.

Der christliche Abtreibungsgegner war von US-Präsident Trump für dieses Amt nominiert worden, bedurfte aber noch der Bestätigung durch den Senat.

In den Vereinigten Staaten werden die Richter für den Obersten Gerichtshof auf Lebenszeit gewählt, daher ihre überragende Bedeutung. Gorsuch tritt nun die Nachfolge des verstorbenen Richters Antonin Scalia an. Nächste Woche soll der 49-jährige Lebensrechtler vereidigt werden.

Zuletzt stimmten 54 der 100 Senatoren für Gorsuch. Am vergangenen Donnerstag hatten die Republikaner die eigentlich nötige Mehrheit von 60 Stimmen verpaßt. Zwar erhielt Gorsuch drei Stimmen aus dem Lager der Demokraten-Partei, doch zusammen mit den 51 republikanischen Stimmen blieben die Republikaner noch unterhalb des erforderlichen Quorums.

Darauf starteten die Demokraten einen sog. Filibuster, eine in der Geschäftsordnung des Senats erlaubte Endlosdebatte, die das einzige Ziel verfolgt, die Schlußabstimmung auf unbestimmte Zeit hinauszuzögern und letztlich zu verhindern. Die Republikaner beendeten dieses Szenario, indem sie mit einfacher Mehrheit die Geschäftsordnung änderten. Bei der folgenden Abstimmung reichte die einfache Mehrheit, um Gorsuch durchzusetzen.

Mit der Bestätigung dieses Bundesrichters stehen im Obersten Gerichtshof fünf konservative Verfassungshüter vier linkliberal orienterten Richtern gegenüber. Damit herrscht eine konservative Mehrheit, was vor allem für die Abtreibungssituation in den USA wichtig ist.

Weitere Infos über Gorsuch in unserem früheren Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2017/02/01/praesident-trump-beruft-lebensrechtler-neil-gorsuch-fuer-das-hoechste-us-gericht/


USA: Super-Bowl mit sensationellem Sieg der „Patriots“ – von Donald Trump angekündigt

Von Dr. med. Edith Breburda

Als Nicht-Amerikaner versteht man oft nicht die Begeisterung des Landes für Super Bowl. Doch wenn es sich um ein noch nie dagewesenes historisches Spiel handelt, kann sich die Anschauung schnell ändern. dr-breburda

Einige Tage vor Super-Bowl interviewte der politische Kommentator von Fox News, Bill O’Railly, seinen jahrelangen Freund Donald Trump im Weißen Haus.

Die letzte Frage war, wer wohl das Spiel gewinnt. Der Präsident zierte sich, seine Meinung sei nicht so entscheidend. Doch auf Drängen seines Freundes sagte Trump: „Die Patriots werden mit 8 Punkten gewinnen.“

Die Rede kam auf einen weiteren Freund des Präsidenten, Tom Brady, der für die New England Patriot spielt. Seit Sonntag hat Brady fünf Super-Bowl-Siege. Noch nie gab es solch einen guten Spieler. Es gab auch noch nie einen Spielgleichstand mit 28/28 am Ende des dreistündigen Spiels. Und noch nie war eine Verlängerung nötig, um das Spiel zu entscheiden.

Dass die New England Patriots seine Gegner  –  die Atlanta Falcons  –  schlagen würde, hatte keiner erwartet. Noch nach der Halbzeit hatten die Patriots nicht mehr als drei Punkte, während die Gegenseite schon 28 Punkte besaß. 

Viel Furore um die schrille Lady Gaga

Der Auftritt von Lady Gaga war plötzlich uninteressant. Mit Spannung erwartete man die zweite Halbzeit. Gerade um Lady Gaga wurde sehr viel Furore gemacht. Es veranlasste den Publizisten John Horvat, zu schreiben, man solle den Fernseher während der Einlage von Lady Gaga abschalten. img_27901

Das Spiel symbolisiere die Werte Amerikas. Es sei das Sportereignis, welches von fast jedem Amerikaner, aber auch von vielen Menschen in der ganzen Welt angeschaut wird.

BILD: Ein siegreicher Patriot-Spieler mit seinem Kind

2017 ist alles anders. Die Organisatoren von Super-Bowl gaben Lady Gaga eine Plattform, um gegen die Werte von Ehe und Familie zu polemisieren.

Lady Gagas Musik, ihr Outfit und ihre Gebärden sind dunkel, unmoralisch und bizarr. Sie hatte zudem angekündigt, den Präsidenten zu kritisieren. Lady Gagas Unterhaltungseinlage, welche die moralischen und politischen Anschauungen der meisten Amerikaner lächerlich macht, spaltet das Land.

In einem Super-Bowl Spiel sollte es nicht darum gehen, die Moral des Landes weiterhin zu schwächen, sondern um Teamgeist. Es sollte Amerika vereinen, um gemeinsam unser Land zu dem zu machen, was es einmal war“, schreibt der Publizist John Horvat.

Sein Artikel steht in Einklang mit seinem Buch Return to order.

Grußbotschaft von Papst Franziskus

Auch Papst Franziskus schickte an die Amerikaner eine Grußadresse in einem Video, welches vor dem Spiel in das Stadium von Houston übertragen wurde. Er erinnert daran, dass es möglich ist, eine Kultur der Begegnung und eine Welt des Friedens zu erreichen: „Beim Sport sind wir fähig, über unsere Eigeninteressen hinaus zu gehen und wir lernen, auf eine gesunde Art Opfer zu bringen und in Redlichkeit und Respekt für die Regeln zu wachsen.“ img_27861

Der katholische Quarterback Brady wurde vor nicht allzu langer Zeit vom Spiel gesperrt. Der angeblich zu wenig aufgeblasene Ball hätte ihn fast die Karriere gekostet. Doch das, was Trainer Belichick sagte, als er die Vince-Lombardy-Trophäe in den Händen hielt, zeigte seine Grundeinstellung zum Spiel:

Wir lagen 3:28 hinten, aber wir haben nie zurück geschaut, wir haben großartige Spieler, die machen einfach weiter.“

Keiner kann nachvollziehen, wie es sich anfühlte, als ausgerechnet jener Mann Tom Brady gratulierte, der ihm all die Schwierigkeiten der letzten Jahre bescherte hatte.

BILD: Tom Brady, katholischer Super-Spieler, Freund von US-Präsident Trump

Die Ereignisse haben damals auch an seiner Ehe gerüttelt. Tom kommt aus einer sehr katholischen Familie. Das älteste seiner 3 Kinder ist unehelich. Tom’s Vater sagte dazu nur, dies sei nicht ganz so katholisch. Das Spiel widmete Tom seiner Mutter, zu der er eine sehr innige Beziehung hat. Sie hatte gerade eine Chemo hinter sich und war im Stadium dabei. Sie sagte: „Ich habe die ganze Zeit während des Spiel’s gebetet.“

Brady, Coach Belichick und der Besitzer der Patriots, Robert Kraft, hatten es nicht leicht in den letzten Tagen. Sie unterstützen ihren neuen Präsidenten Trump.

Für den TV-Show-Chef der Bill Maher Produktion, Bill Maher, war die Sache einfach. Er ließ Tom Brady die vulgäre Nachricht zukommen: „Hey Tom, f-you. Du bist ein großer Spieler, aber Deine politische Ansicht stinkt.“  – Und weiter sagte er: „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Patriot verlieren, mit 0 Punkten zu f-ing 1000.“

Präsident Trump twitterte: „Unglaubliches Comeback und unglaublicher Sieg der Patriots, Tom Brady, Bobo Kraft und Coach B. sind totale Gewinner. Wow!“bookcoverimage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Sport-Fotos: Fox-News, Dr. E. Breburda


INSA-Umfrage: Knappe Mehrheit befürwortet das Motto „Deutschland zuerst“

Stärkste Ablehnung bei grünen Wählern

Im aktuellen Meinungstrend wollte das Erfurter INSA-Institut von den Befragten wissen, ob sie Donald Trumps Leitwort „America first“ (Amerika zuerst) auch übertragen für Deutschland begrüßen würden. Die Mehrheit der Befragten (51 %) meint, für Deutschland sollte „Deutschland zuerst“ gelten. 28 Prozent lehnen dies ab. Die Ablehnung ist bei Männern größer als bei Frauen (32 % zu 24 %).     AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

Betrachtet man die Frage aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, zeigt sich, dass ältere Befragte dem Motto positiver gegenüberstehen als jüngere. Die Mehrheit der Befragten ab 45 Jahren steht der Aussage zustimmend gegenüber (45 bis 54 Jahre: 56 %; 55 bis 64 Jahre: 57 %; über 65 Jahre: 55 %). Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt die Zustimmung  bei 37 Prozent und die Ablehnung bei 35 Prozent.

Betrachtet man die Zustimmung und Ablehnung der Aussage nach Parteipräferenz, zeigt sich, dass etwa jeder zweite CDU/CSU- (50 %), SPD- (48 %), Linke- (47 %) und FDP- (46 %) Wähler der Aussage zustimmt. Wähler der AfD stimmen zu 93 Prozent zu. Die größte Ablehnung findet sich bei den Anhängern der Grünen (47 %). 

Hier geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Präsident Trump beruft Lebensrechtler Neil Gorsuch für das höchste US-Gericht

Von Felizitas Küble

Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat am gestrigen Dienstagabend, den 31. Januar 2017, seine Ankündigung wahrgemacht und einen konservativen Lebensrechtler als neuen Richter für das höchste Gericht des Landes, den Supreme Court, berufen.    img_27191

Es handelt sich um den 49-jährigen Bundesrichter Neil Gorsuch (siehe Foto) aus Denver im US-Bundesstaat Colorado. Er hat in drei Elite-Universitäten (darunter Harvard) studiert; zuvor besuchte er eine katholischen Jesuitenschule, wenngleich er selber Mitglied der anglikanischen Episkopalkirche ist.

Die Entscheidung für Gorsuch gilt als sehr bedeutungsvoll, denn die Richter für den Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt.

Trump hofft darauf, daß sich sowohl die regierenden Republikaner wie auch die oppositionellen Demokraten auf diesen Kandidaten einigen, denn sein Vorschlag muß vom Senat, in welchem die Republikaner über eine knappe Mehrheit von 52 Sitzen verfügen, noch bestätigt werden, wozu 60 Stimmen nötig sind, also auch einige von Seiten der Demokraten.

Gorsuch gilt als Abtreibungsgegner; zudem hat er sich stark gegen Euthanasie bzw. „Sterbehilfe“ sowie als Verteidiger der Religionsfreiheit (vor allem im Sinne einer Freiheit der Kirche vor staatlichen Eingriffen) positioniert. Er hatte bislang zum Thema Abtreibung zwar noch kein Urteil zu fällen, bekennt sich aber umfassend zum Lebensschutz am Anfang und Ende des Lebens.

Foto: EuroProLifeSein Buch mit dem Titel „Die Zukunft des assistierten Selbstmordes und der Euthanasie“ wurde vom Verlag der Princeton-Universität herausgegeben.

Wenngleich der umsichtige Jurist mit den guten Manieren als wertkonservativ bekannt ist, wird er zugleich als unideologischer Rechtsgelehrter über Parteigrenzen hinweg geschätzt und anerkannt. Dazu heißt es in der Tageszeitung „Die Welt“: „Mit seiner intellektuellen Integrität und seinem freundlichen Auftreten hat er sich auch bei denen Respekt erworben, die seine juristischen Ansichten nicht teilen.“

Nach dem Tod von Richter Scalia herrrscht derzeit in dem sonst neunköpfigen Verfassungsgerichtshof eine Pattsituation von vier eher konservativen zu vier eher liberalen Richtern. Mit dem Familienvater Gorsuch würde eine konservative Mehrheit ermöglicht, was auch für die Abtreibungsgesetzgebung in den USA von größter Bedeutung sein könnte.

Gorsuch-Foto: Fox-News, Dr. E. Breburda