Vorfahrt für die Familie: Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting ergänzen

Von Birgit Kelle

Wie ein gutes Anliegen kippen kann in eine Forderung, die manchen Müttern schadet, zeigen am heutigen Muttertag ausgerechnet Mütter bei einer Demo in Berlin. Ein Bündnis gegen Kinderarmut, darunter  sehr viele Alleinerziehende, die genau wie wir bei Frau 2000plus e.V. politisch engagiert sind, demonstrieren dort für eine bessere Politik für Menschen mit Kindern, sodass nicht mehr so viele Kinder an der Armutsgrenze leben in einem der reichsten Länder der Welt.

Alleinerziehende benötigen bekanntlich besonders häufig staatliche Unterstützung, nahezu 40 Prozent von ihnen leben von Hartz 4 oder müssen aufstocken, ihre finanzielle Situation ist in der Regel nicht einfach. So weit ein wichtiges Anliegen.  

Das Ganze kippt an dem Punkt, an dem  dort auf der Demo gefordert wird, das Ehegattensplitting zu streichen, wie es die Bloggerin Fee Linke in der TAZ erklärt: „Wenn das Ehegattensplitting abgeschafft würde, hätten wir schon viel gewonnen. Wir brauchen ein Steuerrecht, das Kinder fördert, nicht Ehen“.

Und genau an diesem Punkt kann ich nicht mehr mitgehen, denn vom Ehegattensplitting profitieren Millionen anderer Mütter und Familien. Warum fordert man nicht einfach ein zusätzliches Familiensplitting?

Denn Ehegattensplitting ist nicht nur eine Steuererleichterung  – die Kehrseite bedeutet eine Verpflichtung zum Unterhalt eines Ehepartners, das was Alleinerziehende als Verpflichtung ja nicht haben.

Warum enden alle diese Debatten immer darin, dass die am häufigsten gewählte Familienform in Deutschland: Vater-Mutter-Kind, finanziell trocken gelegt werden soll zu Gunsten anderer Familienformen?

Wir werden nie vorankommen, wenn sich Eltern gegenseitig das Wasser abgraben. Ja gerne helfen wir mit, Alleinerziehende finanziell zu sichern, aber bitte: Lasst uns zusammen stehen als Mütter, egal, welches Leben wir wählen.


CSU soll Normenkontrollklage gegen verfassungswidrige „Ehe für alle“ starten

Hedwig von Beverfoerde

Die CSU war seit der Bundestagswahl in innerparteilichen Machtkämpfen gefangen – in der Sachpolitik herrschte völliger Stillstand.

Jetzt, da die Entscheidung gefallen und Dr. Markus Söder als neuer Ministerpräsident Bayerns designiert ist, wollen wir keine Zeit verlieren, ihm die Dringlichkeit des Ehe-Themas klarzumachen, denn die Normenkontrollklage gegen die verfassungswidrige Ehe-Öffnung steht noch immer aus.

Bayern muß handeln, denn die Konsequenzen der Ehe-Öffnung sind verhängnisvoll: Gleichgeschlechtliche Paare können jetzt nicht nur heiraten, sondern auch Kinder adoptieren – entgegen dem Kindeswohl! Denn das natürliche Recht des Kindes auf Mutter und Vater wird damit abgeschafft.

Stattdessen wird aus der Homo-„Ehe“ ein „Recht auf Kinder“ abgeleitet. Bereits jetzt verwirklichen Homo-Paare ihren Kinderwunsch mit Eizellspende und Leihmutterschaft im Ausland, da beides in Deutschland als menschenunwürdig verboten ist. Aber der Ruf nach einer Legalisierung wird immer lauter.

Mit dem wachsenden Einfluß des Islam kommen Forderungen nach Legalisierung der Polygamie und Kinderehe hinzu.

Schreiben Sie jetzt dem designierten Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder eine persönliche Mail und fordern Sie ihn auf, nach seiner Amtseinführung eine Normenkontrollklage zur Überprüfung des Ehe-Öffnungsgesetzes einzuleiten. Machen Sie ihm deutlich, daß die Tage der CSU-Alleinherrschaft gezählt sind, wenn die Ehe wegen christsozialer Untätigkeit gekapert bleibt.

Weitere Argumente finden Sie hier. (Die Mailadresse von Dr. Markus Söder lautet: markus.soeder@soeder.de.)

Auch in Österreich droht jetzt die Ehe-Öffnung. Vor wenigen Tagen hat der dortige Verfassungsgerichtshof die unterschiedlichen Voraussetzungen für Lebenspartnerschaft und Ehe aufgehoben. Demnach würden ab dem 1. Januar 2019 homosexuelle Paare auch heiraten können.

Aber die Österreicher sind nicht bereit, die Ehe kampflos preiszugeben. Wenige Stunden nach der Entscheidung startete auf CitizenGO eine Online-Petition an die künftige ÖVP/FPÖ-Regierung gegen die Ehe-Öffnung.

Bitte unterstützen Sie unsere österreichischen Nachbarn bei ihrem Einsatz: Jetzt unterschreiben und weiterverbreiten!


Schweiz: Konservativer Bischof Huonder ließ sein Hirtenwort von Birgit Kelle schreiben

Katholischer Oberhirte von Chur wendet sich gegen Gender

Der als theologisch konservativ bekannte Bischof Vitus Huonder aus Chur (Schweiz) hat sich schon mehrfach sehr kritisch mit der Gender-Ideologie befaßt, die Unterschiede zwischen Mann und Frau außerhalb der Biologie leugnet oder zumindest stark einebnet und behauptet, jeder Mensch könne sich sein soziales „Geschlecht“ (Gender) selber wählen.

Nun hat der Oberhirte (siehe Foto) für den „Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember – zugleich der 2. Adventssonntag –  ein Hirtenwort veröffentlicht, das eine Frau verfaßt hat: Die deutsche Gender-Kritikerin Birgit Kelle (siehe Foto), die als evangelikale Protestantin vor einigen Jahren in die katholische Kirche eingetreten ist.

Die durch Fernsehauftritte und erfolgreiche Bücher bekannt gewordene Familienmutter, die seit Jahrzehnten auch als Lebensrechtlerin aktiv ist, wird in dem offiziellen Bischofswort ausdrücklich als Autorin erwähnt.

Es handelt sich hier wohl um den ersten Bischofsbrief in der Geschichte der katholischen Kirche, der offiziell von einer Frau geschrieben wurde. Der Churer Oberhirte hat das Vorwort dazu verfaßt.

Wir dokumentieren dieses „Wort zum Tag der Menschenrechte  –  10. Dezember 2017“ mit dem Titel „Birgit Kelle – Gender Mainstreaming: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ sowie vorweg das bischöfliche Vorwort im vollen Wortlaut:

VORWORT von Bischof Vitus Huonder:

Papst Franziskus schreibt in großer Sorge um eine gesunde gesellschaftliche Entwicklung:

„Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus verschiedenen Formen einer Ideologie, die gemeinhin ‘Gender’ genannt wird und die den Unterschied und die natürliche Aufeinander-Verwiesenheit von Mann und Frau leugnet. Sie stellt eine Gesellschaft ohne Geschlechterdifferenz in Aussicht und höhlt die anthropologische Grundlage der Familie aus. 

Diese Ideologie fördert die Erziehungspläne und eine Ausrichtung der Gesetzgebung, welche eine persönliche Identität und affektive Intimität fördern, die von der biologischen Verschiedenheit zwischen Mann und Frau radikal abgekoppelt sind“.

Für den Heiligen Vater ist diese Entwicklung beunruhigend, und er fordert uns auf: „Verfallen wir nicht der Sünde, den Schöpfer ersetzen zu wollen!“

Im Sinne dieses Aufrufs gelange ich heute an alle Menschen guten Willens, indem ich einer Frau die Stimme gebe, einer Ehefrau und Mutter. Ich habe Frau Birgit Kelle, die in Deutschland für ihre mutige publizistische Arbeit bekannt ist, gebeten, einen exklusiven Text für das Bistum Chur zum Tag der Menschenrechte 2017 zu verfassen.

Ihre Ausführungen, gewonnen aus persönlicher Erfahrung, welche aus dem Leben einer starken Frau und Mutter kommen, sind beeindruckend. Es sind Worte, die mich als Bischof berühren.

Ich danke Frau Kelle für ihre Stellungnahme und hoffe, dass diese der Meinungsbildung, ja der Abwehr einer großen Gefahr für die Menschheit dient.

Dabei möchte ich einen Blick auf die Gottesmutter, auf die Hilfe der Christen, werfen und ihrer Fürbitte die gesunde Entwicklung der Menschheit anvertrauen, damit wir begreifen, dass uns die Schöpfung vorausgeht und wir sie als Geschenk empfangen müssen, und dass wir unser Menschsein so behüten und akzeptieren und respektieren, wie es erschaffen worden ist .

+ Vitus Huonder, Bischof von Chur

Gender Mainstreaming: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Von Birgit Kelle

Wem beim Anblick eines leidenden Kindes nicht das Herz aufgeht, hat seine Menschlichkeit bereits eingebüßt. Kinder rühren unser Herz an. Instinktiv will man sie schützen, sich vor sie stellen, sie hüten, sie vor allem Bösen bewahren. Sei es vor Hunger und Kälte, oder auch nur vor den eingebildeten Monstern unter dem Kinderbettchen.

Vor zwei Jahren rührte eine Fotografie halb Europa zu Herzen. Sie zeigte den kleinen Aylan Kurdi, mit drei Jahren auf der Flucht aus Syrien im Mittelmeer ertrunken. Diese Fotografie hat das Tor zu Europa damals noch ein Stück weit mehr aufgestoßen, als es sowieso schon offen stand. Das ist einerseits menschlich gut, zeigt aber auch anschaulich die Gefahr, wenn die Politik das „Wohl des Kindes“ oder auch die „Rechte von Kindern“ instrumentalisiert, um politische Entscheidungen zu rechtfertigen.

Oder um es deutlicher auszusprechen: Wenn die Definition des Kindeswohles zum Spielball der Mächtigen wird, sind in der Regel viele Interessen im Spiel, und oft sind es gar nicht jene der Kinder. Nicht umsonst versuchten alle totalitären politischen Ideen der vergangenen Jahrhunderte und alle diktatorischen Regimes weltweit, sich der Kinder eines Volkes zu bemächtigen. Man hat immer wieder versucht, einen Keil in die Familien zu treiben, Eltern und Kinder zu entzweien, Kinder von ihrem Glauben und den Kirchen zu entfremden und sie so schnell wie möglich in staatlicher Obhut nach staatlichen Vorstellungen groß zu ziehen.  Selbstverständlich geschah das nur zu ihrem „Wohl“.

Egal ob es sich Marxismus, Leninismus, Nationalsozialismus oder Kommunismus nannte. „Die Lufthoheit über den Kinderbetten gehört uns“ – so formulierte es einst großherrlich ein bekannter deutscher Politiker, eingefärbt in sozialdemokratische Wolle. Der Staat sollte also definieren, was gut ist für Kinder, und nicht die Eltern.

Wer mit den Rechten von Kindern argumentiert, steht in der öffentlichen Debatte moralisch wohlig warm auf der Seite der Guten. Wer Kindern etwas verweigert, auf der dunklen Seite der Macht. Schließlich wollen wir ja alle, dass sich Kinder frei entfalten, ihr ganzes Potenzial entdecken und ausleben und in ihrer Entwicklung nicht etwa behindert, sondern gefördert werden. Oder?

So sicher wie das Amen in der Kirche ereilt uns alljährlich zum Weltkindertag die Debatte über die Verankerung von eigenen Kinderrechten in der Verfassung. So als wären Kinder nicht auch Menschen, und somit durch die universalen Menschenrechte bereits hinreichend berücksichtigt. Ein Schelm, wer Böses denkt, wenn der Staat ein eigenes „Schutzrecht“ für die Kinder propagiert, neben den Eltern – und in Wahrheit im Zweifel gegen die Eltern.

Wie die Definition des „Kinderwohls“ zu einem Instrument der Indoktrination von Kindern umgedeutet wird, zeigt sich nämlich gerade in allen europäischen Ländern, die unter dem Deckmantel von „Bildung“ die neue Ideologie des Gender Mainstreaming mit ihren unheiligen Beibooten, der „sexuellen Vielfalt“, der „Gleichstellung der Geschlechter“ und der „Bildung zu Toleranz“ in unsere Klassenzimmer schleusen wollen.

Da heiß es dann plötzlich, Kinder hätten ein eigenes Recht auf Sexualität, auch gegen den Willen ihrer Eltern. Ein Recht auf Wissen um diverse sexuelle Orientierungen bis hin zu Sexualpraktiken. Da sprießen zweifelhafte „Gender-Experten“ aus dem Boden, mit Sexualkunde-Plänen schon für Kindergartenkinder.

Hat nicht gar die WHO als weltweit tätige Gesundheits-Organisation definiert, dass man bei Kindern bereits ab vier Jahren (!) möglichst mit der sexuellen Bildung beginnen sollte? Längst existiert Lehrmaterial, das Kinder nicht etwa in ihrer gesunden Entwicklung als Mädchen und Jungen bestärken oder in ihrer Identitätsbildung festigen soll, sondern diese sogar explizit zerstören will.

Wer sich nämlich eine Gender-Ideologie zu eigen macht, die im Unterschied zwischen Mann und Frau nicht etwa die wunderbare Schöpfung Gottes erkennt, sondern die Unterdrückung der Vielfalt von Geschlechtern, der hat den Boden der Realität schon lange verlassen. Wie Pilze sprießen derzeit Gender-Lehrstühle aus dem Boden, die ständig nicht nur neue „Geschlechter“ schaffen, sondern statt Lösungen immer mehr Probleme.

Längst hat sich eine Bewegung, die einst antrat, die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu schaffen, zu Handlangern von Lobbyisten der so genannten „sexuellen Vielfalt“ machen lassen.

Nutzt es unseren Kindern, wenn wir in Zweifel ziehen, ob sie Junge oder Mädchen sind, wenn wir ihnen keine Moral, keinen Anstand auf den Weg geben, sondern sexuelle Freizügigkeit von Kindesbeinen an? Oder haben wir nicht gar als Eltern sogar die Pflicht, unsere Kinder vor solchen Einflüssen zu schützen? Weil sie unsere Kinder sind, und wir unsere Werte und unseren Glauben, unsere Vorstellungen von Falsch und Richtig an sie weiter reichen wollen und im Sinn des Rechtes der Eltern auf Erziehung auch explizit dürfen?

„An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen,“ steht bei Matthäus (7, 16). Deswegen dürfen wir nicht stehen bleiben bei den blumigen Formulierungen über Toleranz unter dem Regenbogen, die man uns zum Thema Gender vorsetzt. Wir sollten auf das schauen, was im Namen von „Gender“ tatsächlich politisch umgesetzt wird. Und da muss die Frage erlaubt sein, warum es eigentlich als Straftat gilt, wenn ein Erwachsener einem anderen Erwachsenen seine Sexualität ungefragt aufdrängt. Dann sprechen wir selbstverständlich von Belästigung und Nötigung.

Wenn aber in den Kindergärten und Schulen Erwachsene den Kindern die Sexualität von Erwachsenen aufdrängen in Wort und Bild, dann wird aus der Straftat plötzlich „kindliche Bildung“.

Und dann gibt es da ja noch die guten Taten, die wir als Gesellschaft gar nicht mehr leisten. Die Sünden, die wir durch unterlassene Hilfeleistung zulassen, während wir über Kinderrechte reden. Auch an diesen Unterlassungen sollten wir die Gesellschaft und ihre Ambitionen messen. Denn in welcher weltweiten Charta schützen wir eigentlich das Kinderrecht, geboren zu werden? Das Recht auf Leben von Anfang an? Wir schützen also das Recht von Vierjährigen, zu wissen, wie Kinder gezeugt werden, nicht aber ihr Recht, auf die Welt zu kommen. Es ist noch freundlich, das als Zynismus zu bezeichnen.

Wo ist das Recht von Kindern, nicht schon früh von ihren Eltern getrennt zu werden? Etwas, was wir im Namen von Tierschutz-Rechten jedenfalls Hundewelpen zugestehen. Es gibt kein Gesetz, dass Kinder davor schützt, zu jung von ihrer Mutter getrennt zu werden. Und wer schützt behinderte Kinder davor, im Mutterleib getötet zu werden, weil sie nicht den Ansprüchen einer perfekten Welt genügen? Wer schützt das Recht von Kindern, überhaupt bei ihren biologischen Eltern groß zu werden, bei Mutter und Vater, die es gezeugt haben und nicht in einer künstlich zusammen gewürfelten modernen Familienkonstellation?

Gerade entsteht nicht zuletzt im Namen von „Gender-Gerechtigkeit“ eine neue Form von Kinderhandel, unter dem hübschen Pseudonym „Leihmutterschaft“. Nur, dass die Mutter nicht geliehen wird, sondern ihr Bauch als Brutstätte ausgenutzt wird und das Kind danach an Fremde verkauft wird. Ein perfider Service, der gerne vor allem durch homosexuelle Paare genutzt wird, die naturgemäß kein Kind zeugen können. Aber durchaus bereit sind, eines zu kaufen.

Oh ja, Kinderrechte sind ein wichtiges Thema, und wir sollten sie schützen. Wir sollten mit dem elementarsten dieser Rechte anfangen: Das Recht der Kinder, überhaupt das Licht dieser wunderbaren Welt zu erblicken.

Birgit Kelle, geboren 1975, verheiratet, Mutter von vier Kindern. Kolumnistin beim Meinungs- und Debattenportal The European und bei der Zeitung WELT. Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus, Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes New Women For Europe, Autorin der Bücher “Gendergaga” (adeo Verlag München, 2015) sowie “Muttertier – eine Ansage” (Fontis Verlag, Basel).

Quelle: http://www.bistum-chur.ch/bistumsleitung/wort-des-bischofs-zum-tag-der-menschenrechte-2017-parola-del-vescovo-per-la-giornata-dei-diritti-umani-2017/


CSU-Politiker Holmeier gegen „Homo-Ehe“: Wir haben „Lust auf Zukunft“!

Der bayerische Politiker Karl Holmeier (siehe Foto) gehört zu jenen fast 90% CSU-Bundestagsabgeordneten, die gegen eine „Ehe für alle“ stimmten. Er leitet den Arbeitskreis Wirtschaft/Bildung/Forschung der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag.

In einer Erklärung hat er seine Entscheidung ausführlich begründet. Zunächst kritisiert er, daß die Abstimmung durch Druck der SPD „kurzfristig angesetzt“ worden sei, was wegen der „gesellschaftlichen Tragweite“ des Themas „nicht sachgerecht“ und „reine Wahlkampftatik“ sei: Die SPD scheint angesichts der schwindenden Zustimmung von der Panik getrieben zu sein.“

Er fügt hinzu: „Seit dem Bekanntwerden dieses Vertragsbruchs durch die SPD haben mich über 1000 Bürgerzuschriften aus dem gesamten Bundesgebiet erreicht, die ihren Widerspruch zur Ehe für Alle ausdrücken.“  – Er und seine Partei aber hätten „Lust auf Zukunft“. Hier die weitere Begründung Holmeiers:

„Ehe zwischen Mann und Frau ist deutsche Leitkultur“

„Ich habe heute gegen den Gesetzentwurf gestimmt, weil die Ehe traditionell von Mann und Frau eingegangen wird. Das ist ein Grundpfeiler unserer auch vom christlichen Glauben geprägten Kultur. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist deutsche Leitkultur.

Wenn auf Betreiben einiger Alt-68er jetzt eine Änderung eingeleitet worden ist, schädigt das durchaus das Ansehen der klassischen Ehe. Wenn künftig alles als Ehe bezeichnet wird, wertet das die Ehe zwischen Mann und Frau ab. Und das widerspricht meinen christlichen Wertvorstellungen.

Auch der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum Begriff Ehe in Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes ist zu entnehmen, dass die Ehe ein Bündnis zwischen Mann und Frau ist. Das Verfassungsgericht hat die Vereinigung von Mann und Frau dabei als ein Wesensmerkmal der Ehe festgelegt.

Deshalb ist es für mich die richtige Entscheidung, andere Bündnisse nicht mit der Ehe gleichzustellen. Ich bin gespannt, inwiefern Gerichte die Rechtmäßigkeit des heute verabschiedeten Gesetzes bewerten werden.

Nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland 17,5 Millionen Ehen. Dem stehen lediglich 41.000 Eingetragene Lebenspartnerschaften entgegen, was einem prozentualen Anteil von äußerst geringen 0,2 Prozent entspricht.

Unbenommen der für mich unverrückbaren Tatsache der Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau respektiere ich die Menschen, die in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und dort füreinander Verantwortung übernehmen. Hier wurde bereits vieles auf den Weg gebracht. Die Eingetragenen Lebenspartnerschaften sind inzwischen weitestgehend mit den Rechten, die sich aus der Ehe ergeben, gleichgestellt. Seit 2013 können Eingetragene Lebenspartnerschaften sogar rückwirkend bis 2001 das Ehegattensplitting für sich in Anspruch nehmen.

Adoption: Kinder sollen bei Vater und Mutter aufwachsen

Lediglich ein einziger Punkt unterscheidet ein Ehepaar von einer Eingetragen Lebenspartnerschaft: das volle Adoptionsrecht.

Einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft ist das volle Adoptionsrecht verwehrt und es besteht für mich auch keine Notwendigkeit, dieses zu ändern.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 3.812 Kinder adoptiert. Dieser Zahl adoptierter Kinder steht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes regelmäßig eine siebenfach höhere Zahl adoptionswilliger Ehepaare gegenüber.

Aus Sicht der Kinder, die im Idealfall in einer aus Vater und Mutter bestehenden Familie aufwachsen sollen, gibt es daher gar keine Notwendigkeit, den Kreis der Adoptionsberechtigen auf Eingetragene Lebenspartnerschaften zu erweitern.

Für mich hat der Staat die sehr wichtige Wächterfunktion für die Kinder, dass diese gerade nicht in die unübliche Form der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (zur Erinnerung: 17,5 Mio. Ehen stehen nur 41.000 Eingetragene Lebenspartnerschaften gegenüber, was einem Anteil von 0,2 entspricht) gegeben werden.

Kinder sollen im Idealfall mit Vater und Mutter aufwachsen. Das dies in der Realität durch Scheidungen und alleinerziehende Elternteile nicht immer erfolgen kann, ist eine ganz andere Frage.“

Quelle:

Klicke, um auf 30.06.2017:%20Ich%20habe%20gegen%20die%20Ehe%20fur%20Alle%20gestimmt.pdf zuzugreifen