Ehem. leitender evangelischer Bischof G. Müller: EKD-Familienpapier zurückziehen!

Der frühere Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Prof. Gerhard Müller, hat den Rat der EKD aufgefordert, die umstrittene Orientierungshilfe zu Ehe und Familie zurückzuziehen: „Dazu gehört Größe. Denn wer gibt schon gerne zu, dass er unter Niveau geraten ist?“ schreibt der 84-jährige ehem. braunschweigische Landesbischof in einem Offenen Brief.

Das mehr als 160 Seiten umfassende EKD-Papier ist nach seinen Worten „überflüssig, vergangenheitsorientiert und perspektivlos“.  – Vor dem „breiten Weg“ der postmodernen Beliebigkeit, „der zur Verdammnis führt“, habe schon Jesus gewarnt (Mt 5,13).

Zu den Hauptkritikpunkten zählt eine mangelnde theologische Grundlegung des Textes. Dazu Prof. Müller: „Der lediglich fragmentarische Rückgriff auf die Heilige Schrift und Behauptungen ohne Belege sind unwissenschaftlich.“

Zu den 14 Kommissionsmitgliedern, die das Papier erarbeitet haben, habe weder ein Neu- noch ein Alt-Testamentler gehört. Indem die Autoren die Kirchen aufforderten, „Familie neu zu denken und die neue Vielfalt von privaten Lebensformen anzuerkennen“, machten sie die Lebensvielfalt zur neuen Norm.

Müller erwidert: „Bisher galt in allen christlichen Kirchen: Die Ehe von Frau und Mann ist von Gott gestiftet und kann nicht nach Belieben verändert werden.“ –  Auch werde die Ehe von den Reformatoren nicht geringer geachtet als von den Katholiken.

Quelle: http://www.idea.de


Evangelikale gratulieren Gerhard Ulrich, dem neuen Landesbischof der evang. „Nordkirche“

Angesichts des „starken Säkularisierungsdrucks“ braucht die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) einen Bischof, „der mutig die Lehre der Kirche schützt und der Irrlehre wehrt“.

Diese Überzeugung hat die theologisch konservative Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in ihrem Gratulationsschreiben an Landesbischof Gerhard Ulrich zum Ausdruck gebracht.

Der 61-Jährige   –   auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)   –   war am 21. Februar 2013 in Lübeck mit 144 von 153 abgegebenen Stimmen zum ersten Landesbischof der „Nordkirche“ gewählt worden; sie zählt 2,25 Millionen Mitglieder und ist im vorigen Jahr aus der Vereinigung der nordelbischen, mecklenburgischen und pommerschen Kirchen entstanden.

Der Vorsitzende der evangelikalen Sammlung, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), gratulierte Ulrich zu der „beeindruckenden Wahl“. Die Vereinigung wünsche ihm „die Kraft des Heiligen Geistes für die geistlichen Entscheidungsprozesse im Sinn von Schrift und Bekenntnis, wie sie in der Bekenntnisschrift, der Confessio Augustana, vorgezeichnet sind“.

Pastor Rüß: „Wir erwarten mit Ihnen einen guten lutherischen Bischof, der die VELKD und die ‚Nordkirche’ vor einer EKDisierung schützt.“   – Ulrich habe bisher schon eine „gute Gesprächskultur“ mit der Sammlung gepflegt; man hoffe auf eine „vertiefende Fortführung des Dialogs“.

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