Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, künftiger Bischof von Regensburg, nimmt Abschied von der Theologischen Fakultät Trier

Sein bischöflicher Wappenspruch: „Christus ist unter Euch  –  die Hoffnung auf Herrlichkeit!“

Am gestrigen Mittwoch fand an der Theologischen Fakultät Trier die Verabschiedung von Prof. Dr. Rudolf Voderholzer statt, der dort seit 2005 als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte gewirkt hatte.

Zunächst wurde in der Jesuitenkirche des Priesterseminars die hl. Messe gefeiert. In der Promotions-Aula fand danach ein Festakt statt. Prof. Dr. Klaus Peter Dannecker, Rektor der Theologischen Fakultät Trier, begrüßte die Anwesenden. 

In seiner Predigt sprach Prof. Voderholzer über seinen bischöflichen Wappenspruch, der in der deutschen Übersetzung bereits sein Primizspruch war: „Christus in vobis spes gloriae!“  –  „Christus ist unter Euch  –  die Hoffnung auf Herrlichkeit!“ Verabschiedung Theologie Trier

Dies sei „fast wie eine Kurzformel der Verkündigung“, sagte Voderholzer: „Es ist, wie wenn man den heiligen Paulus gefragt hätte: Sag es uns doch in einem Satz, was Du zu bringen hast! Was ist das Entscheidende, für wen, für was nimmst Du solche Strapazen auf Dich?“

Prof. Dr. Christoph Ohly, Dekan und Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Fakultät Trier, ging in seiner Würdigung des künftigen Bischofs von Regensburg der Frage nach, inwieweit sich Voderholzers wissenschaftliches Arbeiten und Wirken auf seine künftige Aufgabe „in vorzüglichster Weise“ vorbereitet hat.

Prof. Ohly sprach von drei Schwerpunkten, die einerseits die „drei konstitutiven Bauelemente der Kirche erkennen“ ließen, andererseits zugleich die „drei Markensteine“ des wissenschaftlichen, aber nun auch bischöflichen Wirkens Prof. Voderholzers sein würden:

die Heilige Schrift und die Verkündigung des Wortes Gottes,
der Glaube an die Heilsgeheimnisse Gottes, gegenwärtig in den Sakramenten der Kirche,
und die Liebe Gottes, die in der Geschichte der Kirche Gestalt gewinnt und in der Heiligkeit der Gläubigen wirksam wird:

„Wort, Sakrament und Caritas mögen Dir immer wieder Quelle, Richtschnur und Ziel Deines bischöflichen Dienstes sein“, fasste der Laudator zusammen.

Judith Klinkner, Sprecherin des Asta an der Theol. Fakultät Trier, hob hervor, dass Prof. Voderholzer „auf Dinge schaut, die andere vielleicht für klein und unbedeutend halten“.

Er beachte nicht nur das große Prächtige, das einem jeden direkt ins Auge springt, sondern er achte auf kleine Details, die evtl. von größerer Bedeutung sind:

„Und gerade diese Eigenschaft halte ich für einen Bischof sehr wichtig: nicht nur die vordergründigen Dinge in den Blick zu fassen, sondern auch die kleinen unscheinbaren Details zu erfassen.“

Die Vertreterin drückte ihre feste Überzeugung aus, dass „Professor Voderholzer ein guter Bischof für das Bistum Regensburg sein wird, denn er wird ein Bischof für alle sein, ein Bischof, der nah an den Menschen ist und sich um sie sorgt“.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Staatsministerin Müller würdigt Erzbischof Müller als „Oberhirte von Format“

Apostolischer Nuntius: „Die Kirche vor der Infizierung durch den Zeitgeist bewahrt“

Am Sonntag hat das Bistum Regensburg Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in einem festlichen Rahmen verabschiedet. Papst Benedikt XVI. hatte am 2. Juli 2012 den langjährigen Bischof von Regensburg als Präfekten an die Spitze der römischen Glaubenskongregation berufen.

Höhepunkt der Verabschiedung in Regensburg war das Pontifikalamt im überfüllten Dom St. Peter, das Erzbischof Müller gemeinsam mit Kardinälen, Bischöfen und dem Domkapitel Regensburg feierte und das die Regensburger Domspatzen musikalisch gestalteten.

Vorausgegangen war ein Festakt zur Verabschiedung im Kolpinghaus Regensburg. Am Nachmittag gab es eine festliche Begegnung auf dem Domplatz ein, an der rund 5000 Gläubige teilnahmen.

Dabei kam es zu sehr bewegenden und anrührenden Szenen des Abschieds zahlreicher Menschen im persönlichen Kontakt mit dem Erzbischof, der viele Kinder segnete.

Zwei Stunden lang drängten sich Menschen allen Alters und aus allen Regionen des Bistums, um ihre Verbundenheit mit dem Erzbischof auszudrücken.

Zum Abschluss des Tages fand ein kurzes Orgelkonzert in der Kathedrale St. Peter statt, das mit einem festlichen Domgeläut begann und endete.

Ministerin Emilia Müller: „Vielseitigkeit und Geradlinigkeit“

Beim Festakt im Kolpinghaus sprach die bayerische Staatsministerin Emilia Müller In Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer ein Grußwort. An Erzbischof Müller gewandt, sagte die Ministerin: „Mit Ihnen verliert unser Bistum einen Oberhirten von Format.“

Die CSU-Politikerin würdigte die Vielseitigkeit des bisherigen Oberhirten von Regensburg, zu der die Geradlinigkeit dazukomme: „Sie sind ein Kirchenmann von klarem Wort, sicherem Urteil und festem Glauben.“

Die Ernennung zum Präfekten der römischen Glaubenskongregration zeige, welch hohes Vertrauen Papst Benedikt XVI. in ihn setze. Gleichzeitig sei die Berufung eine besondere Ehre für Bayern, stellte die Ministerin fest.

Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, hob in seinem Grußwort hervor, als Bischof von Regensburg habe Dr. Gerhard L. Müller die Kirche vor der Infizierung durch den Zeitgeist bewahrt. Nun sei es seine Aufgabe, Strömungen innerhalb der Theologie auf der ganzen Welt zur Einheit des Glaubens zu führen.“

Philipp Graf v. Lerchenfeld: „Achtung und große Zuneigung erworben“

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Diözesankomitees der Katholiken, erinnerte daran, dass es „einige gab, die Ihre Ernennung zum Bischof von Regensburg heftig kritisierten und Ihnen von Anfang an Steine in den Weg legen wollten“.

Aber die übergroße Mehrheit der Katholiken im Bistum habe Bischof Müller voll freudiger Erwartung begrüßt. Die Menschen hätten verspürt, „dass Sie in allem den Glauben, die Kirche in den Mittelpunkt stellen und Ihr Hirtenamt sehr ernst nehmen“.

Der Erzbischof habe sich mit seiner Art die Achtung und die große Zuneigung dieser Menschen erworben.

Anschließend dankte die BdkJ-Diözesanvorsitzende Lisa Praßer sowie Vertreter katholischer Verbände Erzbischof Müller mit Blumen.

In persönlich gehaltenen Dankesworten erinnerte Glaubenspräfekt Müller an die Anwesenheit Christi in seiner eigenen katholischen Familie.

Die Kirche habe er nie als eine äußere Organisation, sondern immer als eine Communio   – eine Gemeinschaft in Christus  – erfahren, die trägt. Auf diesem Boden sei seine Liebe zur Seelsorge und zur Theologie erwachsen.

Seine tiefsten Grundüberzeugungen habe er nicht bei Aristoteles, Platon oder Thomas von Aquin gefunden, sondern bei seiner Mutter, die ihn gelehrt habe, zu leben und leben zu lassen.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg

 


Regensburg: Das Kirchenvolk verabschiedet Bischof Gerhard L. Müller am 23. September

Meldung der Bischöflichen Pressestelle Regensburg:

Papst Benedikt hat Erzbischof Gerhard Ludwig Müller zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Nach fast zehnjähriger Amtszeit verlässt der Regensburger Oberhirte unsere Diözese und wird in Zukunft in Rom wirken.

In Dankbarkeit für sein segensreiches Wirken für die Kirche von Regensburg von 2002 bis 2012 verabschiedet das Bistum seinen bisherigen Bischof. Den Dank gegenüber Gott feiern die Gläubigen in einem festlichen Pontifikalamt um 15 Uhr im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg, dem Erzbischof Gerhard Ludwig Müller vorstehen wird.

Im Anschluss daran, gegen 16.30 Uhr, lädt Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner alle Gläubigen zu einer Begegnung auf dem Domplatz ein, die um 19 Uhr mit einem kurzen Orgelkonzert in der Kathedrale St. Peter ihren Abschluss findet.

Auf dem südlichen Domplatz werden zusätzliche Sitzplätze sowie eine Bild‐ und Tonübertragung für die Mitfeier des Pontifikalamts bereitgestellt.

Während der Begegnung auf dem Domplatz gibt es für alle Gäste kostenlos kalte und warme Getränke. Gegen einen Unkostenbeitrag von 1 Euro werden Bratwurstsemmeln, Brezeln und Gebäckstücke angeboten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Jugendblaskapelle St. Konrad.

An zwei Stehpulten können sich die Gläubigen in Gästebücher eintragen und so ihrem bisherigen Oberhirten einen persönlichen Gruß zukommen lassen.

Alle Gläubigen sind zur Mitfeier des Gottesdienstes, der Begegnung auf dem Domplatz und dem Orgelkonzert im Dom recht herzlich eingeladen.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller bittet, auf persönliche Geschenke zu verzichten. Stattdessen freut er sich über eine Spende zugunsten der Caritas‐Schwangerenberatung im Bistum Regensburg. Spendenkonto 760 – BLZ 750 903 00.  – Verwendungszweck: Helfen und Beraten.

Von 15 Uhr bis 19.30 Uhr besteht auf dem Domplatz eine Vollsperrung. Es gibt keine Umleitung zu den umliegenden Straßen. Parkmöglichkeiten findet man in den Parkhäusern „Dachauplatz“ und „Bismarckplatz“ sowie auf dem „Donaumarkt“ und „Am alten Eisstadion“.

Mit bestem Gruß
Jakob Schötz

stellv. Leiter / Pressesprecher
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