Bistum Essen: Was dem „Zukunftsforum“ zum Thema Schuld und Beichte einfällt

Von Felizitas Küble

Im Bistum Essen – bekanntlich umfaßt es das dicht bevölkerte Ruhrgebiet  – wurde von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ein „Zukunftsforum“ einberufen, wozu mehrere Veranstaltungen gehörten und auch für das nächste Jahr weiter geplant sind.  
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Die bisherigen Ergebnisse dieses „Dialogprozesses“ wurden in einer offiziellen kirchlichen Broschüre zusammengefaßt: https://zukunftsbild.bistum-essen.de/fileadmin/medien/bistumsfest/Bistum_Essen_Zukunftsforum_2015_klein.pdf
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Wie heutzutage nicht anders zu erwarten, findet der Leser neben sinnvollen Vorschlägen eine Reihe fraglicher oder problematischer Ideen. Das Sakrament der Buße  –  also die Beichte  –  wird dort im Grunde gleich „entsorgt“.
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Auf S. 86 heißt es unter der Rubrik „Rituale zu Schuld, Vergebung und Versöhnung“ kurzerhand:
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„Dennoch werden wir als Kirche hier kaum noch wahrgenommen, weil unsere überkommenen Rituale (Beichte, Bußgottesdienste …) selbst unter geübten Katholiken nur noch wenige Menschen ansprechen.“
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Die „Projektidee“  lautet also: „Im Bistum werden Rituale, Symbole, liturgische Feiern entwickelt, die sich mit den Fragen von Schuld, Vergebung und Versöhnung befassen….Eine Arbeitsgruppe entwickelt neue Angebote, die Menschen helfen, Schuld und Scheitern anzunehmen und zu verarbeiten – und diesen Prozess auch in eine liturgische Feier münden zu lassen.“
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Merke: Nicht einmal die bisherige kirchliche Bußandacht (die ohnehin im Falle schwerer Sünden keine Einzelbeiche ersetzt, sondern darauf vorbereiten soll) findet Gnade in den Augen dieses „Zukunftsforums“.
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Was freilich an die Stelle von Beichte und Bußandacht treten soll, bleibt letztlich offen. Schuld wird nicht mehr im Bekenntnis bereut und von Christus durch den Priester vergeben, sondern „angenommen und verarbeitet“ – was immer das heißen mag.
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Wie wäre es mit dem Gang zur Couch des Psychologen?  – Aber für diesen „heißen“ Tip benötigt kein Mensch eine katholische Dokumentation!

Staat Israel wird bald 68: Die ILI-Tage 2016

Am 17. Mai 2016 feiert Israel seinen 68. Geburtstag  – und Freunde Israels von Aachen bis Welzheim feiern bundesweit mit.

Dabei sind die Veranstaltungen anlässlich der Geburtstagsparty so unterschiedlich wie originell. So variieren sie vom großen Israeltag-Straßenfest wie es bspw. in Berlin, Köln, München oder Stuttgart begangen wird, bis hin zu einer interessanten Lesung (Hamburg), einem tollen Konzert (Münster) oder gar einer Ausstellung zum Thema Israelis und Deutsche (Dresden).

Die Veranstaltungen erstrecken sich über einen Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte Juni und finden mit dem Israelkongress am 19. Juni 2016 in Frankfurt ihren krönenden Abschluss. Das Programm der einzelnen Israeltage ist vielfältig, eine Teilnahme lohnt bestimmt!

Die bundesweiten Schirmherren der Israeltage (ILI = I like Israel) sind Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, und der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman.

Zur Homepage von ILI – I like Israel »


Hebräische Bibliothek mit 2000 Büchern in Berlin eröffnet / Zahlreiche Veranstaltungen

Viel konnte man in letzter Zeit vom lebendigen israelischen Leben in Berlin lesen. Einen besonderen kulturellen Beitrag leistet Michal Zamir, die das Projekt „Ha-Sifriya ha-ivrit be-Berlin“ (Hebräische Bücherei Berlin) ins Leben rief.  globe_germany

Die „Sifriya“ ist ein Gemeinschaftsprojekt zur Förderung der hebräischen Sprache und Kultur in Berlin. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat zu Kaffee und Kuchen und zur Ausleihe aus den mittlerweile mehr als zweitausend Bänden der Bibliothek.

Darüber hinaus organisiert Michael mit einem Freiwilligen-Team Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, von Autorenlesungen und -gesprächen, über Film- und Theatervorführungen bis hin zu Konzerten mit israelischen Musikern, die in Berlin wohnen oder nach Berlin kommen.

Einige dieser Veranstaltungen finden in deutscher Sprache statt, um der interessierten Öffentlichkeit einen Zugang zu hebräischer Sprache und Kultur zu ermöglichen.

Im Moment befindet sich die Bibliothek noch in ihrer Wohnung und Michal öffnet einmal monatlich ihre Tür für alle, die gern hebräische Bücher ausleihen möchten – oder sich einfach mit anderen Interessierten austauschen wollen.

Die meisten Veranstaltungen finden in wechselnden Cafés in der ganzen Stadt statt. Allerdings suchen Michal und ihre Mitstreiter derzeit nach einem festen Standort für die Bibliothek und als Veranstaltungsort für die Konzerte und Lesungen. Außerdem planen sie, eine Internetseite zu öffnen, auf der der Bücherkatalog einsehbar ist.

Wer sich für die Arbeit und die Veranstaltungen der Sifriya interessiert, erhält aktuelle Infos auf der Facebook-Seite unter: http://bit.ly/HaSifriya

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin