Vatikan: Kurienkardinal Becciu verurteilt Polizeieingriff bei unerlaubter Meßfeier

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Keiner staatlichen Autorität in Italien steht es zu, einen Gottesdienst zu unterbrechen. Mit diesen Worten hat der italienische Kurienkardinal Angelo Becciu einen Priester verteidigt, der in Norditalien die hl. Messe mit rund 15 Gläubigen feierte und dafür bestraft wurde.

„Wenn der Zelebrant sich einer Übertretung schuldig gemacht hat, soll er nachher und nicht währenddessen belangt werden“, schrieb der Kardinal auf Twitter. In Italien ist das Feiern von Gottesdiensten mit Gläubigen wegen der Corona-Pandemie seit Wochen nicht erlaubt.

In dem Dorf Gallignano im Bistum Cremona verwies der Pfarrer Lino Viola dennoch nicht die wenigen Gläubigen vom Platz, die sich zur Feier der Messe eingefunden hatten. Die Carabinieri schritten während der Messe ein, doch der Pfarrer zelebrierte weiter. Sowohl der Priester als auch die anwesenden Gläubigen erhielten eine Geldstrafe.

Das Bistum drückte sein Bedauern über den Vorfall aus und hielt fest, der Pfarrer habe die staatlichen und kirchlichen Vorgaben nicht beachtet. Die anhaltende Trennung vom Altarsakrament sei allerdings schmerzhaft für viele Priester und Gläubige.

Quelle und volle Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2020-04/kardinal-becciu-priester-cremona-verbotene-messe-corona.html


Berlin: Verfassungsbeschwerde gegen das Verbot von Gottesdiensten geplant

Der Freundeskreis St. Philipp Neri in Berlin legt gegen das Verbot von Gottesdiensten in der Corona-Krise Verfassungsbeschwerde ein.

Pressemeldung vom 9. April:

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am gestrigen Abend die Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom Vortag zurückgewiesen hat, bleibt dem Freundeskreis jetzt nur noch das Instrument der Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Propst Dr. Gerald Goesche erklärte dazu:
„Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg folgt in seiner Begründung im wesentlichen den Ausführungen des Verwaltungsgerichts Berlin aus der ersten Instanz. Gleichwohl ist aus unserer Sicht die Kernfrage immer noch nicht geklärt, ob der Staat Art und Form der Religionsausübung bestimmen darf.

Dies wollen wir insbesondere klären und rufen deshalb das Bundesverfassungsgericht an.“

SIEHE hierzu unsere vorhergehende Berichterstattung: https://charismatismus.wordpress.com/2020/03/28/berlin-institut-st-philipp-neri-will-eine-gottesdiensterlaubnis-per-gericht-erreichen/

Zum Institut St. Philipp Neri: Die katholische Einrichtung ist eine Gesellschaft des apostolischen Lebens päpstlichen Rechts und damit direkt dem Papst in Rom unterstellt. 2004 gegründet, verbindet sie die große Tradition der katholischen Kirche mit einer zeitgemäßen Form der Seelsorge. Ihren Sitz hat die Gemeinschaft direkt am Mauerpark in der Mitte Berlins. Das Institut erhält keine Zuwendungen aus dem Kirchensteueraufkommen und ist auf Spenden angewiesen.

Quelle und Internetpräsenz: http://www.institut-philipp-neri.de/index.php

 

 


Unionsfraktion begrüßt gerichtliches Verbot von „linksunten.indymedia“

Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern Abend entschieden, dass die linksextremistische Internet-Plattform „linksunten.indymedia“ verboten bliebt. Hierzu können erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Mathias Middelberg:

„Gut, dass ‚linksunten.indymedia‘ verboten bleibt. Auf der Internet-Plattform wurde immer wieder z.B. zu Gewalttaten gegen Polizisten aufgerufen und die Bastelanleitung für Brandsätze gleich mitgeliefert. Das kann unser Rechtsstaat nicht dulden.

Bundesinnenminister de Maizière hat die Plattform 2017 zurecht verboten. Die rechtskräftigen Verbote von ,linksunten.indymedia‘ und der rechtsextremen Plattform Altermedia 2016 zeigen: Unser demokratische Staat ist auch im Internet wehrhaft gegenüber seinen Feinden, egal ob sie von linksaußen oder von rechtsaußen kommen.

Die Bundesregierung sollte weiter wachsam sein und prüfen, ob auch gegen weitere Internetplattformen wie z.B. de.indymedia.org ein Vereinsverbot angezeigt ist.“


AfD wollte zuerst Combat 18 verbieten

Zum Verbot der rechtsradikalen Gruppe Combat 18 erklärt der erste parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann:

„Es ist gut, jedoch viel zu spät, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer die rechtsradikale Gruppe Combat 18 verboten hat.

Dabei hatte die AfD-Fraktion doch bereits im Oktober 2019 den Verbotsantrag gegen Combat 18 fertig. Die Aufsetzung unseres Antrages zur Debatte im Bundestag hat Jan Korte, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, verhindert.

Daher ist es ein Hohn, dass ausgerechnet er nun öffentlich ein Verzögern des Verbots beklagt – niemand anders als er selbst und die Linken haben es verhindert. Das wissen auch alle anderen Fraktionen.

Nur die AfD war bereit, Combat 18 zu verbieten – schon vor über einem Vierteljahr.“


Komoren: Weihnachtsfeiern strikt verboten

Zuwiderhandlungen werden mit Haft bestraft

Auf den Komoren, einer Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas, wurden kurz vor Weihnachten alle Bürger des Landes in einer Erklärung davor gewarnt, Weihnachten zu feiern.

Derartige Feste seien, so der Generaldirektor für Islamische Angelegenheiten in dem offiziellen Dokument, „gleichbedeutend mit Korruption und moralischer Dekadenz“ und „mit den islamischen Werten, Prinzipien und der islamischen Zivilisation unvereinbar.“

Weiter heißt es: „Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten, das Justizministerium, das Innenministerium, das Informationsministerium und der Mufti verurteilen und verbieten hiermit alle Feiern, Zeremonien und Aktivitäten im Zusammenhang mit Weihnachten an allen öffentlichen Orten, Hotels, Clubs und Häusern […].

Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten weist die Sicherheitsbehörden […] an, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um alle Teilnehmer an christlichen Aktivitäten zu verhaften und ihre Treffen zu verhindern.“

Auf den Komoren ist der Islam seit 2009 eine Staatsreligion; nur 0,5 % der Einwohner sind Christen.

Quelle: Open Doors – Foto: Alexander Hepp


Cromwells Herrschaft: Historischer Roman spielt im England des 17. Jahrhunderts

Die Neuerscheinung „Tanz mit mir, Aurelia“ von Bestseller-Autor Titus Müller umfaßt 178 Seiten: Es spielt vor einem historischem Hintergrund und ist soeben im adeoVerlag für 12 Euro erschienen (nähere Buchdaten hier: https://www.adeo-verlag.de/index.php?id=details&sku=835239

Kann es „heidnisch“ oder gar „unbiblisch“ sein, Weihnachten zu feiern?
Und kann eine junge Liebe religiöse Spaltungen überwinden?

Diese Frage durchzieht die neue romantische Weihnachtserzählung. Sie spielt im London des 17. Jahrhundert, der Blütezeit des strengen protestantischen Puritanismus. Dessen Anführer, der diktatorische Herrscher Oliver Cromwell, lässt das Christfest verbieten.

Als die lebensfrohe Aurelia sich dem Verbot widersetzt, steht für das zarte Band der Liebe zum Puritaner John eine Zerreißprobe an. 

Titus Müller verbindet seine Erzählung gekonnt mit dem Zeitgeschehen aus dem Jahr 1647.

Zum Inhalt: John ist davon überzeugt, dass ein gottgefälliges Leben aus Entsagung und Disziplin besteht. Sein eigener Vater starb an Trunksucht und so folgt er den puritanischen Idealen seines Ziehvaters ohne Zögern.

Doch dann begegnet er der lebenslustigen Aurelia Fox, die ihm zeigt, dass Gott auch in Schönheit, Freude und Musik zu finden ist. Und Aurelia begreift durch John, dass die fromme Strenge der Puritaner eine wichtige Facette Gottes lebendig werden lässt.

Doch ihrer jungen Liebe droht Gefahr: Aurelias Familie bereitet heimlich einen Weihnachtsgottesdienst vor, obwohl darauf hohe Strafen stehen. Und dann bekommt Johns strenger Ziehvater Wind davon…

 


Selbstbestimmungsrecht für alle: Warum diese Intoleranz bei Konversionstherapien?

Von Uwe C. Lay

Die Konversionstherapie soll in Deutschland künftig verboten werden: „Verbot der Konversionstherapie. Gegen solche Praktiken braucht es empfindliche Strafen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die sogenannten Konversionstherapien für Homosexuelle noch in diesem Jahr verbieten. Dass so etwas überhaupt noch erlaubt sei, sage viel aus über den Stand von Schwulen und Lesben, kommentiert Christoph Schäfer. Umso wichtiger sei Spahns Vorstoß jetzt.“(Deutschlandfunk 14.6.2019

Was dem gläubigen Muslim das Verbot des Abfalls vom Islam bzw. die Konversion zu einer anderen Religion ist, verbunden mit dem Anliegen, wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, jede Art von Mission unter Muslimen staatlich zu verbieten, das ist der Homosexlobby der Kampf gegen Konversionstherapien: Wer einmal homosexuell ist, der muß es auch bleiben.

Wenn nun ein Homosexueller an seiner eigenen Neigung leidet und sie los werden möchte, soll es zukünftig verboten sein, ihm eine Therapie anzubieten. 

Homosexualität sei keine Krankheit und deshalb dürfe sie auch nicht therapiert werden, so lautet der Slogan der Homosexobby.

Was wäre dann aber von einem vergleichbaren Argument zu halten: Die Schönheitschirugie sei zu verbieten, weil ein Mangel an gutem Aussehen, zumal wenn er nur subjektiv empfunden wird, keine Krankheit sei, so daß sie zu verbieten sei: Jeder solle sich mit seinem Aussehen zufrieden geben.

Der Wikipedia Artikel zur Konversionsterapie diffamiert dieselbe in den ersten Sätzen sogleich: „Konversionstherapie (von lateinisch conversio‚ Umwendung, Umkehr) oder auch „Reparativtherapie“ wird eine Gruppe von umstrittenen Methoden der Psychotherapie genannt, welche die Abnahme homosexueller Neigungen und die Entwicklung heterosexueller Potentiale als Ziel postulieren. Sie wird auch Reorientierungstherapie genannt und von verschiedenen Gruppen der überwiegend evangelikal eprägten Ex-Gay-Bewegung propagiert.

A) Was umstritten ist, gilt von vornherein als negativ – so der heutige Sprachgebrauch. Aber was ist bei echter Meinungsfreiheit nicht „umstritten“? Nur politisch Korrekte kennen Unumstrittenes, das sind ihre eigenen Dogmen  – und was nicht denen entspricht, wird kurzerhand als umstritten diskreditiert.

B) Was von Evangelikalen propagiert wird, ist anscheinend per se verwerflich. Liberale und Linke propagieren nie etwas, so negativ verhalten sich nur Konservative bzw. Rechte und dazu gehören ja dann auch die Evangelikalen.

Aber nun erlauben wir uns, den Text gegen die offensichtliche Absicht der Autoren zu lesen:

Da wird von einer Ex-Gay-Bewegung gesprochen, also von Menschen, die einst homosexuell waren und nun öffentlich bekunden, daß sie es gut finden nunmehr , heterosexuell zu sein. Für die Homosexlobby ein klarer Fall: Verräter, Renegaten – nichts verachtet jede vitale ideologische Bewegung mehr als Abtrünnige. So spricht auch jeder Zeuge Jehovas mit jedem liebend gern über die Bibel, aber auf keinen Fall mit einem Ex-Zeugen!

BILD: Uwe Lay ist Autor des theologischen Buches „Der zensierte Gott“

Wenn nun Ex-Homosexuelle ihre Umwendung zur Heterosexualität bejahen und bezeugen, diese Konversion sei durch eine Therapie gelungen, dann ist das für die Homosexlobby sozusagen die unverzeihliche Sünde wider den Heiligen Geist.

Gehört eine freiwilige Änderung der eigenen sexuellen Orientierung aber nicht zum Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen?

Jeder gläubige Muslim wird sagen, daß es kein Recht gibt, sich von der wahren Religion abzukehren. Genauso urteilt da im Grunde die Homosexlobby.

Der Skandal der Konversionstherapien ist also, daß es Homosexuelle gibt, die heterosexuell wurden und bekunden: Das ist gut so! Eine Therapie kann helfen! Dieses Angebot soll nun verboten werden. Warum? Weil die Homosexlobby keine Mitglieder verlieren will, denn das bewirkt in der Regel einen Verlust an Einfluß in pluralistisch verfaßten Gesellschaften.    


Die AfD verlangt ein Verbot der Hisbollah

Zum Antrag der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag (Drucksache 19/10624), die libanesische Partei und Miliz Hisbollah zu verbieten, weil sie eine Bedrohung für die verfassungsmäßige Ordnung unseres Landes darstellt, teilt die stellv. Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch (siehe Foto) mit:

„Die Hisbollah will Israel von der Landkarte tilgen, betreibt terroristische Angriffe gegen Israel und agiert im Bereich der organisierten Kriminalität, des internationalen Drogenhandels und der Geldwäsche.

Die von der Bundesregierung vorgenommene Unterscheidung zwischen einem militärischen und einem politischen Arm der Hisbollah ist grotesk. Auch der politische Arm der Hisbollah ist extremistisch, islamistisch und antisemitisch – und muss verboten werden.

Denn die Hisbollah rekrutiert bei ihren bisher nicht verbotenen politischen Veranstaltungen weitere Unterstützer für ihren terroristischen Kampf. Die Legalität ihres politischen Arms macht es der Hisbollah bis heute leicht, in Deutschland gewerbsmäßig Drogenhandel zu betreiben, Gelder zu waschen und sich an Spenden angeblicher Hilfsorganisationen zu bereichern.

Die Duldung der Hisbollah in Deutschland macht unser Land zu einem Rückzugsraum des internationalen islamischen Terrorismus.“


Unionsfraktion gegen Al Quds-Marsch

Zu dem am morgigen Samstag in Berlin stattfindenden Al Quds-Marsch erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei:

„Es ist inakzeptabel, dass der Al Quds-Marsch alljährlich offen für antisemitische Ziele eintritt. Natürlich sind die Schwellen für ein Versammlungsverbot aus guten Gründen sehr hoch, da die verfassungsrechtlich verbürgte Demonstrationsfreiheit ein wichtiges Gut ist.

Sobald aber der Al Quds-Marsch zu Straf- und Gewalttaten benutzt wird, muss es zu einem Verbot kommen. Aus meiner Sicht ist dies vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre zu erwarten:

Hinter den Märschen steht schließlich die terroristische Hisbollah, die gegen das Existenzrecht Israels demonstriert. Dafür dürfen wir keine Bühne bieten!“


Zur BDS-Kampagne: Warum ignoriert die Unionsfraktion den Antisemitismus von links?

Von Felizitas Küble

Am heutigen Freitag (17.5.) wird im Bundestag über die BDS-Bewegung beraten. Es handelt sich hierbei um eine linke (!) Boykott-Kampagne gegen Israel, die z.B. derzeit auch gegen den internationalen ESC-Liederwettbewerb in Tel Aviv protestiert.

Das Kürzel BDS steht fürBoykott, Desinvestitionen und Sanktionen“; die weltweit agierende Aktion ist pro-palästinensisch, pro-islamisch und judenfeindlich; sie erinnert an die frühere NS-Parole: „Kauft nicht bei Juden!“ – nur diesmal von links und gegen den jüdischen Staat gerichtet.

Daß BDS im wesentlichen von links kommt (und nicht zuletzt in der Linkspartei vielfach Sympathien findet), das räumt sogar der entsprechende „Wikipedia“-Artikel ein: „BDS-Aktivisten stammen meist aus linken Milieus. Nur einzelne Rechtsextremisten beteiligen sich an BDS-Aktionen.“

Nun hat sich die Unionsfraktion – was erfreulich ist – grundsätzlich gegen die BDS-Kampagne positioniert: https://www.cducsu.de/presse/pressestatement/kein-platz-unserer-gesellschaft-fuer-antisemitische-bewegungen

Allerdings nicht so konsequent wie die AfD, die glasklar ein VERBOT des BDS fordert: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/15/esc-in-tel-aviv-afd-fordert-verbot-der-israelfeindlichen-bds-boykott-bewegung/

Hingegen heißt es in der Pressemitteilung des Vize-Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, lediglich, es sei ein „starkes Zeichen, dass sich die Mehrheit der Fraktionen mit dem Antrag gegen die Zusammenarbeit mit der BDS-Bewegung von staatlicher Seite ausgesprochen haben.“

Es wäre ja wohl auch der Hammer bzw. die Krönung des Absurden, wenn die „staatliche Seite“ mit dieser Antisemiten-Bewegung auch noch „zusammenarbeiten“ würde.

Immerhin stellt die Unions-Pressemeldung zutreffend fest, daß BDS „unter dem Deckmantel des friedlichen Protests gegen Israel hetzt, judenfeindlich agitiert und das Existenzrecht Israels in Frage stellt.“

Für eine solche Bewegung dürfe es daher „keinen Platz in unserer Gesellschaft geben“  –  was immer das konkret heißen mag.

Merkwürdig an dieser Stellungnahme ist aber folgender Satz: „Sowohl von rechts, aber auch durch muslimische Zuwanderer wird versucht, Stimmung gegen jüdische Mitbürger zu machen.“

Es ist für eine CDU-Erklärung  schon recht erstaunlich, „muslimische Zuwanderer“ überhaupt kritisch zu erwähnen – was aber komplett fehlt, ist der Hinweis auf die Antisemitismus von links.

Das ist in diesem Fall umso seltsamer, weil es sich gerade bei der hier zur Debatte stehenden BDS-Kampagne um eine  l i n k e   Bewegung handelt. Der Hinweis auf „rechts“ ist in diesem Kontext eher irreführend, erst recht, wenn zugleich kein Wort vom linken Antizionismus fällt. 

Oder will man den SPD-Koalitionspartner wieder einmal um jeden Preis schonen? Oder sich Liebkind bei den rotgrünen Medien machen?