FDP-Politiker fordert Unabhängigkeit des RKI

Die heutige Ausgabe der „WELT am Sonntag“ (WamS) vom 25.4. veröffentlicht ein Interview mit dem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki.

Der Bundestagsvizepräsident meint darin, der „Verfall der Union“ sei nicht zu bremsen – und zwar unabhängig von den Personen Laschet oder Söder.

Die CDU habe in den letzten 16 Jahren „keine inhaltlichen Debatten geführt“, so Kubicki, „sondern fast ausschließlich strategische Machtüberlegungen angestellt“. Hinsichtlich des Kanzlerkandidaten Laschet erkärt der Freidemokrat: „Die Rolle als kleiner Sohn von Angela Merkel reicht nicht.“

Die WamS spricht Kubicki auf das FDP-Wahlprogramm an, das die Unabhängigkeit des Robert-Koch-Instituts (RKI) fordert und fragt: „Sehen Sie Herrn Wieler als weisungsgebundenen Erfüllungsgehilfen des Gesundheitsministers?“

„Ja, das ist er tatsächlich“, antwortet Kubicki: „Die Behörde RKI untersteht dem Bundesgesundheitsministerium.“ – Er fügt hinzu:

„Und wenn sie als Regierung massiv einschneidende Maßnahmen an Erklärungen dieser Behörde und den von ihr ermittelten Inzidenzwert binden, dann müssen sie schon dafür Sorge tragen, dass es unabhängig geschieht.“

Aufschlußreich erscheint eine weitere Mitteilung des FDP-Politikers:

„Übrigens hat mir das Ministerium schriftlich bestätigt, daß die vom RKI ermittelte Inzidenz gar keinen Aussagewert hat, was die reale Abbildung des Pandemiegeschehens angeht. Dennoch steht sie als einziger Maßstab im Gesetz.“

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Sittenverfall: Warum Christus in seinen Endzeitreden an Noah und Lot erinnerte

Von Klaus Moshe Pülz, deutsch-israelischer Autor

Offensichtlich kennt der Limburger Bischof Bätzing, der zudem noch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, nicht seine Bibel, da er dem vatikanischen Verbot einer Segnung homosexueller Partnerschaften widerspricht.

Männer, die homosexuelle Handlungen an sich und anderen ausüben, begehen eine schwere Sünde, die auch aus kulturell-ethischen Gründen (Hygiene) abzulehnen ist. Hierfür noch einen kirchlichen Segen zu erwarten, ist völlig absurd.

Welcher „Erkenntnisfortschritt“ soll es sein, wenn das eherne Wort Gottes in der Bibel nicht mehr gelten soll?!

Dies wiederum erinnert uns an die Worte des Heilandes, der die Tage vor seiner Wiederkunft mit den „Tagen Noahs und Lots“ vergleicht (Lukas 17,26).

Es zeigt sich die Authentizität der Worte Jesu, wenn uns Sein Wort sagt, daß bei Seiner Wiederkunft zur Errichtung Seines Reiches die Welt trotz einer zweitausendjährigen Evangelisation nicht nur sorglos dahinlebt, sondern Sünde nicht mehr als Sünde genannt werden soll.

Denn mit dem Kommen des Messias, der für unsere Sünden ans Kreuz gegangen ist, bricht auch das Gericht über die Unbußfertigen herein.

Für uns bedeutet dies „im Glauben zu wandeln“, denn der Hinweis auf die Zeiten Noahs und Lots besagt nicht nur eine diesseitige Orientierung, sondern ist ein Synonym für Gottlosigkeit und Sinnenfreudigkeit, wenn Dinge des täglichen Lebens und die Befriedigung leiblicher Bedürfnisse zur Selbstsucht generieren.

Gottes Willen erfüllen heißt, sich freimachen von solchen äußeren Bindungen an das Fleisch und sich selbst den Abschied zu geben.

Die „eilige Flucht“ im Kontext unserer Bibelstelle soll der Errettung der Seele aus der Versuchung dienen, also nicht zur Erhaltung des natürlichen Lebens!

Der Hinweis auf Lots Frau signalisiert, daß auch gläubige Christen in Gefahr sind, wenn sie dem Fleische folgen anstatt dem Geiste Gottes.

Unsere Zeit ist eine Zeit der Scheidung und letzten Entscheidung, Annahme oder Ablehnung durch Christus, was auch Trennung von Ehepaaren und Familien bedeuten kann (vgl. Luk. 17,34).

Und so schnell wie die Geier ein Aas ausmachen, so schnell wird auch das Gericht zur Scheidung eintreten.

Und dies ist der Sinn der Endzeit: denn unsere Tage bilden einen Offenbarungsprozeß, wo es gilt, daß die durch Christus Gerechtfertigten in zunehmender Dunkelheit und Verwirrung der Geister leuchten und sich für die Ewigkeit qualifizieren.

Als „Überwinder“ sind wir Erben des Reiches Gottes! Daher wachet und betet, damit Ihr nicht in Anfechtung fallet!

Unser Autor Klaus Moshe Pülz ist deutsch-israelischer Judenchrist (messianischer Jude; er leitet das „Institut für israels universale Berufung“ und die Zeitschrift „Bote Neues Israel“. Weitere Infos dazu auf http://www.zelem.de


Jungfrau Maria oder „Frau aller Völker“?

Von Felizitas Küble

Unter Berufung auf die Amsterdamer Marienerscheinungen der selbsternannten „Frau aller Völker“ wird seit Jahrzehnten folgendes „Gebet“ verbreitet:beten

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters,
sende jetzt deinen Geist über die Erde.
Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker,
damit sie bewahrt bleiben vor Verfall , Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war,
unsere Fürsprecherin sein. Amen.“

Obwohl jene anstößige Formel „…die einst Maria war….“ schon früh zu kritischen Rückfragen führte, blieb die „Seherin“ Ida Peerdemann hartnäckig dabei mit der Begründung, die „Frau aller Völker“ wünsche diese Anrufung ausdrücklich so und nicht anders.

Jene Erscheinung erklärte zB. am 2.7.1951: „Die „einst Maria war“ bedeutet: Viele Menschen haben Maria als Maria gekannt. Nun aber will ich in diesem neuen Zeitabschnitt, der anbricht, die Frau aller Völker sein.“  – Hier meldet sich eine sehr eigenwillige „Maria“ zu Wort („nun aber will ich…“). Im Evangelium weht uns ein anderer Ton entgegen: „Magd des HERRN“, „Was ER euch sagt, das tut“ usw.

Der Vatikan hat vor einigen Jahren die „Notbremse“ gezogen und diese Anrufung an einer entscheidenden Stelle korrigiert: es muß nunmehr heißen „Möge die selige Jungfrau Maria, um als kirchlich erlaubt zu gelten. Foto: Dr. F. Pelz

Viele Amsterdam-Fans stört das wenig, sie bleiben beharrlich bei der „alten“ Formel oder verwenden eine alt-neue Version, die noch absonderlicher ist  –  z.B. diese: „…Möge die Frau aller Völker, die einst die selige Jungfrau Maria war…“

Man stellt sich ohnehin die Frage, ob es bei der Propagierung der neuen Bezeichnung „Frau aller Völker“ letzten Endes auf listige Weise darum geht, den  grundlegenden Titel JUNGFRAU für Maria zu verdrängen  – aber nicht, indem er direkt geleugnet wird, sondern auf „fromme“ Art, indem er nämlich durch einen wohlklingenden anderen Begriff ersetzt wird, der aber theologisch nichtssagend ist.

Noch schlimmer ist die Verdrängung des Titels „Gottesmutter“, denn damit entschwindet Christus komplett aus dem Blickwinkel. Diese Frage ergibt sich auch angesichts der Tatsache, daß sich diese Erscheinungs-Maria bei dem von ihr gewünschten „Gnadenbild“ frontal vor das Kreuz Christi stellt, so daß man unseren Erlöser nicht mehr sehen kann.

Welche theologische Absicht steckt hinter der Anrufung „Frau aller Völker“? Geht es womöglich um heidnische Anklänge, um eine Art Halbgöttin, eine mythische Symbolfigur, unter deren Fittiche sich Anhänger vieler verschiedener Religionen versammeln können?

Grundsätzlich gilt bei irrgeistigen Phänomenen das Verdrängungs-Prinzip, daß etwas sehr Gutes durch etwas weniger Gutes oder Fragwürdiges auf raffinierte Weise ersetzt wird, so daß es den meisten Leuten nicht einmal auffällt.

Abgesehen davon gibt es zu diesem „Gebet“ an die Frau aller Völker weitere Rückfragen:

1. Was bedeutet: „Sende jetzt Deinen Geist über die Erde“?  –  Warum „jetzt“? War dies nicht bereits zu Pfingsten der Fall?  –  Und was heißt „über die Erde“?  Warum nicht „über die Christgläubigen“?!  –   Oder soll der Himmel den Heiligen Geist unterschiedslos auf alle Erdenbewohner „absenden“?!  –  Sind Taufe und der Glaube an Christus keine Voraussetzung mehr? Ist das Sakrament der Firmung vergessen, das uns die „Sieben Gaben des Hl. Geistes“ verleiht?131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

2. „Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker“  – Haben die Völker neuerdings ein „Herz“?  Der einzelne Mensch verfügt über ein Herz, aber nicht die Nationen als solche. Zudem kommt erst der Christusglaube, danach die Gaben des Geistes, denn der Hl. Geist vollendet das Heilswerk Christi, er läßt sich davon nicht loslösen.

3. „…damit sie bewahrt bleiben vor Verfall, Unheil und Krieg.“  –  In der Heiligen Schrift heißt es: „Die Sünde ist der Völker Verderben.“ (AT, Spr 14,34) Aber im Amsterdamer Gebet ist von „Verfall“ die Rede, was immer das heißen mag  – von „Unheil“ und von „Krieg“  –  aber nicht mit einem einzigen Wort von Schuld oder Sünde!   

Jeder Liberalist, Atheist, Humanist, Agnostiker oder sonstige Freidenker könnte im Grunde dasselbe unterschreiben, nämlich daß die Völker bewahrt bleiben mögen vor…. –  siehe Amsterdam!  Um sich diese netten Floskeln auf die Fahnen zu schreiben, bedarf es keines christlichen Glaubens, es sind verständliche, aber rein weltliche Wünsche.

Ganz anders steht es mit einem Gebet wie das von Christus gelehrte Vaterunser: „….Geheiligt werde DEIN NAME….DEIN WILLE geschehe!….Vergib uns UNSERE SCHULD…“

Das Vaterunser könnte ein ungläubiger „Humanist“ eben  n i c h t  unterschreiben.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

Nähere Infos über die kirchliche Stellung zu „Amsterdam“ hier von Frau Hildegard Alles im „Theologischen“: http://de.gloria.tv/?media=24933

Marien-Foto: Dr. Bernd F. Pelz