Zwischen Verharmlosung und Panikmache

Von Dr. Edith Breburda

Wir sahen uns noch nie einer derartigen Pandemie wie jetzt ausgesetzt und so wissen viele Menschen nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Das Haus fast nicht zu verlassen, Opfer auf uns zu nehmen und nur minimalsten Kontakt mit anderen zu haben, das sind wir nicht gewohnt.

Einige reagieren ängstlich, andere ignorieren die Covid-19 ganz allgemein. Trotz der Warnungen der amerikanischen Regierung, zuhause zu bleiben, kümmert es manche Studenten nicht und man findet sie – wie es während ihrer Frühlingsferien üblich war – zum Beispiel am Strand.

In den Supermärkten treten sich die Leute auf die Füße und meist ältere Menschen rennen in die Kirche. Psychologen geben uns Anweisungen, wie wir uns in der Stress-Situation richtig verhalten sollen. Eigentlich ist das, was wir tun, nur allzu menschlich, sagen sie. Sie reden von den sozialisierten Menschen (socializers) und den „under-responders“, also jenen, die nicht angemessen auf eine Katastrophe reagieren.  

Gordan Asmundson, Psychologieprofessor der Regina-Universität in Saskatchewan (Kanada), untersucht den Impact, den Covid-19 auf die Bevölkerung ausübt.

Unter die Over-Responder fallen die Panik-Käufer, die zuhause Waren für mehrere Monate gehortet haben. Um mit ihrer Angst umzugehen und dennoch eine Art Kontrolle zu haben, kann man bei ihnen Toilettenpapier für die nächsten Jahre finden.

BILD: Großes Autobahn-Warnschild in den USA

Als pandemische Goldlöckchen (Goldilocks) bezeichnet Dr. Asmundson die Leute, welche sich an die Anweisungen halten, ohne in Panik zu verfallen oder die problematische Lage zu verleugnen.

Zuletzt bleiben die „under-responders“, die sich ganz und gar über die Lage der Nation hinwegsetzen. Sie halten sich gleichsam für unverwundbar und folgen keiner der Anweisungen.

Sie halten keinen Sozialabstand, weil sie meinen, sowieso nicht krank zu werden. Sie denken gar nicht daran, dass sie damit Andere gefährden und die auferlegte Selbstquarantäne, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, unterminieren. Dieser Gruppe von Leuten haben wir es wahrscheinlich zu verdanken, einer Covid-19-Pandemie schwer Herr zu werden, schreibt Prof. Asmundson.

„Wie die Panik-Käufer fühlen sich die Gegner einer Sozialen-Distanzierung machtlos. Wenn sie weiterhin Menschenansammlungen aufsuchen, dezimieren sie Ihrer Meinung nach die Macht einer Pandemie“, erklärt Vaile Wright, Direktor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft.

„In Zeiten der Ungewissheit haben wir keinerlei Kontrolle. Um sie zurück zu gewinnen, regieren jene mit dieser Art von Trotz. Und so wie das Horten von Vorräten der Eindämmung eines Virus abträglich ist, so ist auch das Ignorieren von Ratschlägen schädlich. Wenn man sich in Menschenmengen versammelt, erhöht sich das Risiko einer Exposition. Die Einschränkung des Kontakts mit anderen ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“

Manche denken, Covid-19 sei nicht ihr Problem. Menschen, bei denen der Ausbruch nicht akut ist und bei denen keine Einschränkungen verhängt worden sind, sind kaum dazu bereit, sich mit Sozialkontakten zu distanzieren.

„Vielleicht ist es ein Wunschdenken, weil die Menschen in ihrer Gemeinde keine Infizierten sehen und so spielt man an die Bedeutung herunter“, sagt Steven Taylor. Er ist klinischer Psychologe und Autor der Buches „The Psychology of Pandemics.“ – Er fügt hinzu: „Wenn in den Medien das einzige Thema Cocid-19 ist, können wir gegenüber der Schwere des Ausbruchs desensibilisiert werden.“

Für Taylor erzeugt das Coronavirus das, was er als „infodemisch“ bezeichnet. „Die Menschen werden nicht nur betäubt, es wird auch eine Art gemischter Botschaften vermittelt. Jüngere Menschen seien nicht betroffen“, heißt es: „Die Neigung junger Erwachsener zu einem gewissen Risiko kann bewirken, dass sie das Virus nicht fürchten.“

In der westlichen Welt, aber vor allem in den USA legt man sehr viel Wert auf individuelle Freiheit, die selbst über dem Nutzen für eine Gemeinschaft liegt. In einer Pandemie ist diese Denkweise für den Schwächsten einer Gesellschaft tödlich.

Deshalb flehen Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Öffentlichkeit an, nicht nur für sich selbst, sondern für andere zuhause zu bleiben. „Nur durch gemeinschaftliche Anstrengung lässt sich die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Taylor.

Die Psychologen wissen, dass der Mensch sich nach einer Verbindung sehnt. So leiden wir, wenn eine soziale Interaktion über einen längeren Zeitraum verweigert wird. Ältere Menschen leiden bereits unter einem erhöhten Sterberisiko  –  und nun kommen noch Depressionen und Einsamkeit hinzu. Sie wissen nicht, wie sie FaceTime oder Zoom-Videokonferenzen zur Kommunikation einsetzen können.  

Eine Identifizierung der psychologischen Faktoren könnte die Verantwortlichen bewegen, ihre Botschaften umzugestalten. Es würde die Menschen überzeugen, zu Hause zu bleiben und dem Kampf gegen eine Pandemie eine bessere Chance geben.

„Menschen sollten keine Angst haben, zuhause zu bleiben. Denn ein panischer Mensch kann keine logischen Entscheidungen treffen. So kommt es zu Über- und Unterreagierenden, zu maßlosen Handlungen wie ein Masseneinkauf‘, sagt Asmundson.

Quelle für die Zitate: Scottie Andrew: Some people just want stay home during a pandemic. Six reasons my explain why. CNN march 24, 2020

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv


Chef des Hamburger Verfassungsschutzes warnt vor dem Linksterrorismus

Beatrix von Storch

Linker Terror nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Der Chef des Hamburger Verfassungsschutzes, Torsten Voß, warnt vor einem neuen Linksterrorismus:

Die Taten der linksradikalen Szene würden eine neue Eskalationsstufe erreichen. Jetzt werden nicht nur Sachen beschädigt, sondern auch Menschen angegriffen.

Linksextremisten würden sich sogar in Kampfsportgruppen ausbilden lassen. Erst vor kurzem wurde in Leipzig ein Polizist schwer verletzt.

Nur die AfD weist klar auf die Gefahren des Linksterrorismus hin. Die Altparteien verharmlosen und relativieren dieses Problem oder unterstützen sogar linke Gewalttäter, wie manche grünen und linken Politiker dies tun.

Link zum Thema hier


Causa Doris Wagner: Zwischen Verharmlosung und reformkatholischer Agenda

Von Felizitas Küble

Doris Wagner gehörte einst der ordensähnlichen Gemeinschaft „Das Werk“ an, fühlte sich dort sexuell und geistlich manipuliert, trat nach vielen Jahren aus dem Kloster in Thalbach (Bregenz) aus und schrieb zwei Bücher über ihre Erfahrungen, das erste ein Erlebnisbericht, das zweite –  kürzlich erschienen – eher ein Sachbuch unter dem Titel „Spiritueller Missbrauch“.

Nun signalisiert schon das Vorwort durch den progressiven Jesuitenpater Klaus Mertes, daß die Autorin einen reformkatholischen Kurs verfolgt und auch ihre persönliche „Story“ mit dazu verwendet, um ihre kirchenpolitischen Vorstellungen und einige merkwürdige „spirituelle“ Ansichten zu untermauern.

Das ist freilich nicht weiter erstaunlich, wobei die Verfasserin bei ihren grundsätzlich berechtigten Ansagen gegen „geistlichen Missbrauch“ bisweilen übers Ziel hinausschießt, etwa wenn sie es im Falle einer geistlichen Begleitung sogar ablehnt, daß z.B. der Priester eine/n Ratsuchende/n auf die Lehre der Kirche hinweist, selbst wenn der Betreffende andere „spirituelle Ressourcen“ bevorzugt usw…

Daß Frau Wagner bei ihrem „Blick zurück im Zorn“ mitunter das Kind mit dem Bade ausschüttet, geht zumindest aus ihrem zweiten Buch, das ich von A – Z gelesen habe, klar hervor. (Eine ausführliche Besprechung ist noch vorgesehen.)

Nun ist diese Reaktionsweise zwar wenig souverän und nicht gerade sachorientert, aber angesichts ihrer Erfahrungen teilweise verständlich.

Allerdings sollte das konservativ-katholische „Lager“ nun nicht in das andere Extrem verfallen und allein auf Doris Wagner ein kritisches Licht werfen, aber die Gemeinschaft „Das Werk“ allzu unbedacht verteidigen:

Auf dem charismatisch orientierten Webportal „Kath.net“ wurde gestern ein Artikel zur Causa Wagner veröffentlicht: http://www.kath.net/news/66809

Darin heißt es beispielweise, die Autorin sei „eine Ex-Schwester, die aus ihrem Leben einen Feldzug gegen die Kirche und gegen gottgeweihte Kongregationen gemacht hat“.

Dazu sei klargestellt, daß es keine „gottgeweihten“ Kongregationen gibt, auch nicht etwa „Das Werk“.

Gottgeweiht ist nicht die Organisation als solche, sondern das Leben, das die Mitglieder dort führen (sollen). Die Lebensform ist gottgeweiht, nicht etwa die ganze Organisation. Man sieht hier eine gewisse Neigung zur Glorifizierung und Übertreibung.

Danach wird zur Abschreckung der Leserschaft die kirchenpolitische Agenda und die persönliche Lebenssituation von Frau Wagner aufgelistet, wogegen an sich nichts einzuwenden ist.

Sodann heißt es: „Ihre Geschichte beginnt 2008, als sie als Schwester eine kurze sexuelle Beziehung mit einem Mitbruder, Pater B., hatte. Im Oktober 2011 verließ sie in freundschaftlicher Weise die Gemeinschaft.“

Dazu sei der Wahrheit halber klargestellt: Jener „Mitbruder“ gehörte zwar auch zum „Werk“, war aber nicht nur Klostermönch, sondern stand als Priester in der Hierarchie des „Werkes“ deutlich über ihr, erst recht als Hausoberer. Somit bestand ein Machtgefälle, das von „Kath.net“ aber nicht zur Sprache gebracht wird.  

Warum heißt es überhaupt, Frau Wagner „habe“ diese sexuelle Beziehung zu dem Mitbruder „gehabt“ –  und nicht umgekehrt? Der Pater war doch ein Verhältnis zu ihr eingegangen.

Wenngleich es sich nicht um eine Vergewaltigung handelte, was  juristisch feststeht, so trägt der Priester die größere moralische Verantwortung, zumal es naheliegend erscheint, daß er seine Stellung für diese Bettgeschichte ausgenutzt hat. (Es handelt sich hier – um das klarzustellen – nicht um Pater Geißler aus dem Vatikan  –  das ist wiederum eine andere Causa.)

Was sodann „Das Werk“ gegenüber dem ORF zu diesem Fall erklärte, wirkt nicht nur dürftig und befremdlich, sondern zeugt von einem mangelnden Bewußtsein für Schutzbefohlene, wozu eine junge Ordensfrau in der eigenen Gemeinschaft gehört.

In der Meldung heißt es:

„Pater Alois Felder bestätigt…, dass es damals eine sexuelle Beziehung zwischen den Ordensleuten gegeben habe, nicht aber den Vorwurf der Vergewaltigung…Das sexuelle Vergehen des Mitbruders habe die Gemeinschaft aber gut aufgenommen. Die Priestergemeinschaft sei zu ihrem Mitbruder gestanden. Er habe auch Buße getan, und eine kurze Behandlung auf sich genommen. Es sei ein Ausrutscher gewesen“.

Man fragt sich, was in diesem „Werk“ für ein Geist herrscht, wenn zu den schweren Sünden des Priesters, der eine junge Nonne verführte, solch eine verharmlosende Erklärung („Vergehen“ – „Ausrutscher“) abgegeben wird?!

Zudem hätte man gerne gewußt, warum Pater Felder von dieser sog. „geistlichen Familie“ (Das Werk) zwar mitteilt, man habe zu dem „Mitbruder“ gestanden, nicht jedoch zur „Mitschwester“. Warum werden Solidarität und Mitgefühl ausgerechnet  gegenüber dem „gefallenen“ Priester derart hervorgehoben?

Wobei durchaus klar ist, daß das Verhalten des Geistlichen rein strafrechtlich betrachtet nicht relevant ist (bei einem Psychologen wäre dies hingegen der Fall, wenn er sich mit einer Ratsuchenden einläßt, weil es sich dann juristisch um einen Schutzbefohlenen-Fall handelt.)

Im konservativen Spektrum wurde früher auch der Medjugorje-gläubige neue Orden „Legionäre Christi“ vielfach hochgepriesen (leider auch von Johannes Paul II. selber), was sich erst änderte, als Papst Benedikt sich schon zu Beginn seiner Amtszeit den Missbrauchs-Gründer vorknöpfte: https://gloria.tv/article/RUBhykbBY4oU4JRzEdHPTKMoh

 


ARD-Auslandsreporter Schirmbeck kritisiert linke Verharmlosung des Islam

Einen unkritischen Umgang mit dem Islam hat der frühere ARD-Korrespondent in Algerien, Samuel Schirmbeck, den linksorientierten Parteien in Deutschland vorgeworfen.

Der Autor des Buches „Gefährliche Toleranz. Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam“ meint damit SPD, Grüne und die Linkspartei.

Kritik am Christentum habe bei den Linken und den Grünen allerdings immer dazugehört. „Sobald das Wort ‚Islam‘ fällt, hört das auf“, sagte Schirmbeck dem Deutschlandfunk.

Aus seiner Sicht gibt es bei den Linken keine Kritik am Frauenbild im Islam, am Umgang mit Homosexuellen, keine Auseinandersetzung mit muslimischen Parallelgesellschaften oder der Gewaltfrage. Im Gegenteil: Sie hofierten rabiate Islamvertreter.

Wenn man kritische Fragen in Bezug auf den Islam stelle, sprächen Grüne und Linke von Rassismus: „Damit ist die Diskussion gekillt.“  

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: https://www.idea.de/politik/detail/vorwurf-linke-parteien-sind-unkritisch-im-umgang-mit-dem-islam-106798.html


Der Islam als „Weckruf“ für uns Christen

Christen sollten sich in der Islamdebatte nicht von extremen Positionen vereinnahmen lassen, sondern die persönliche Begegnung mit Muslimen suchen und dabei auch kritische Fragen ansprechen.

Diese Ansicht vertrat der Wissenschaftliche Referent beim Institut für Islamfragen der Dt. Evangelischen Allianz, Carsten Polanz (siehe Foto), am 29. September beim Allianztag im thüringischen Bad Blankenburg.

Polanz zufolge dominieren in der Islamdebatte in Deutschland zwei gegensätzliche Haltungen: Einerseits sehe er „destruktive Pauschalisierungen und lähmende Angst“, andererseits starke Tendenzen der Verharmlosung und Beschwichtigung realer Herausforderungen. Christen sollten jedoch nicht „einen Irrtum mit dem anderen bekämpfen“, sondern sich ausgewogen einbringen.

Für einen zukünftigen Frieden sei es notwendig, einen ehrlichen Dialog zu führen, in dem auch fundamentale Unterschiede im Gottes-, Menschen- und Gesellschaftsbild und gegenseitige Vorbehalte sachlich zur Sprache kämen. Dazu muss die Gesellschaft laut Polanz wieder lernen, zwischen Wahrheits- und Machtanspruch zu unterscheiden: „In unserer Gesellschaft gibt es das seltsame Verständnis, dass derjenige tolerant sei, dem alles gleichgültig ist.

Eine echte Toleranz setze aber immer auch fundamentale Überzeugungen und die sachliche Ablehnung gegenteiliger Überzeugungen voraus: „Wer alles gleichsetzt, verliert jegliches Unterscheidungsvermögen und weiß nicht mehr, an welchen Stellen er mutig und klar Position beziehen sollte.“

Zudem werde das christliche Zeugnis in der Öffentlichkeit heute dringend gebraucht. Auch in Kirchen und Gemeinden nehme er teilweise eine Entfremdung von der Bibel und eine Leichtfertigkeit im Umgang mit christlichen Grundaussagen wahr. Die Begegnung mit Muslimen und die islamische Herausforderung verstehe er daher auch als Weckruf, sich wieder neu auf das Evangelium und die biblischen Grundaussagen zurückzubesinnen.

Quelle (Text/Foto): https://ead.de/aktuelles/


Kardinal Marx über Karl Marx: Teils Lob, teils Kritik, aber ingesamt verharmlosend

Von Felizitas Küble

Der Münchner Oberhirte Reinhard Marx kokettiert gerne mit seinem Nachnamen, der an den Gründer des MARXismus erinnert. Nicht ohne Grund gab der Kardinal einem seiner Bücher den Titel „Das Kapital“  –  wörtlich dem Hauptwerk von Karl Marx entsprechend.

Ist dieser gleichsam spielerische, tendenziell eher wohlwollende Umgang mit dem atheistischen, kämpferisch kirchenfeindlichen Begründer des Marxismus-Kommunismus für einen katholischen Kirchenmann wirklich angemessen?

Anläßlich des 2oo. Geburtstags von Karl Marx am 5. Mai dieses Jahres gab Reinhard Marx dem Zeitungsportal RP-online am 20. April ein entsprechendes Interview; es wurde unter dem Titel „Was Marx über Marx denkt“ veröffentlicht. – Der Untertitel lautet:Der Kardinal würdigt seinen Namensvetter Karl als großen Denker“.

Der heutige Erzbischof von München war zuvor als Bischof von Trier im Amt – der Heimatstadt von Karl Marx, woran er gerne erinnert.

Auf die aufschlußreiche Frage „Warum befasst sich ein Erzbischof mit Karl Marx, der einer der schärfsten Kritiker der Kirche und der „Pfaffen“ war?“, antwortet der Kardinal folgendermaßen:

„Die Katholische Soziallehre hat sich intensiv an Marx abgearbeitet, daher das Wort von Oswald von Nell-Breuning: „Wir stehen alle auf den Schultern von Karl Marx“. Das soll nicht bedeuten, dass er ein „Kirchenvater“ sei. Aber seine Position war immer ein Diskussionspunkt für die Katholische Soziallehre. Meistens in kritischer Absetzung, aber eben auch in der Fragestellung: Was meint er  eigentlich, was was treibt diesen Mann um?“

Auf die Frage, inwieweit Marx für die Verbrechen in seinem Namen mitverantwortlich sei, erklärte der katholische Oberhirte, man könne ihn davon „nicht einfach freisprechen“, doch zugleich müsse er keineswegs „für alles haften“, was sich auf ihn berief bis hin zu Stalins Gulags (KZ-Lagersystem).

Zugleich meint er, Marx sei ein „scharfsinniger Analytiker des Kapitalismus“ und stellt die Überlegung an: „Vielleicht ist nach dem Ende des realen Sozialismus in Europa ein unbefangenerer Blick auf seine Philosophie möglich.“

„Kath.net“ berichtet am heutigen 1. Mai unter dem Titel „Münchner Erzbischof würdigt den Theoretiker des Kommunismus“, Marx habe das Kommunistische Manifest als „durchaus beeindruckend“ bezeichnet. 

Der Kardinal habe zwar eingeräumt, daß es in Marxens Schriften „den einen oder anderen totalitären Gedanken“ gäbe, gleichwohl sei sein Werk ein „wichtiges Korrektiv des kapitalistischen Systems“.

Das gelte nicht nur für das damalige 19. Jahrhundert, sondern sei auch heute noch aktuell: Erzbischof Marx warnte in seinem Interview mit der FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) davor, nur auf „materielle Verbesserungen zu schauen“. Man müsse auch sehen, wer bei den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen die Lasten trage und wer die Verlierer seien. Dabei könne „ein Blick“ auf Marx sehr hilfreich sein.

Was der Kardinal allerdings – nebst weiteren Negativposten  – nicht kritisch unter die Lupe nimmt, sind die judenfeindlichen Aussagen von Karl Marx (ungeachtet der jüdischen Herkunft dieses getauften Atheisten). Er hat ohnehin jedwede Religion abgelehnt und sie als „Opium des Volkes“ diffamiert.

Es läßt sich somit meiner Ansicht nach feststellen: Kardinal Marx verteilt teils Lob und teils Kritik an seinen Namensvetter, aber insgesamt verharmlost er den antichristlichen und kirchenfeindlichen Begründer des Marxismus-Kommunismus.

Wer sich mit dem Thema MARXismus gründlicher beschäftigen möchte, dem empfehlen wir das oben abgebildete Buch des als Marxismus-Forscher bekannten Professors Dr. Konrad Löw. Der Politikwissenschaftler befaßt sich darin sowohl mit der Biografie von Marx wie auch mit dessen Hauptwerk „Das Kapital“, aber auch mit der verhängnisvollen Wirkungsgeschichte bis hin zum Stalinismus etc.

Das fundierte Werk „Der Mythos Marx und seine Macher“ (480 Seiten, fest gebunden) gibt es bei uns statt für 24,80 € (Ladenpreis) zum Sonderpreis von nur 9,80 € und Porto. – Bestellungen bitte an: Felizitas Küble, Tel. 0251-616768


Bundesregierung verharmlost und fördert muslimischen Antisemitismus

Beatrix von Storch

Antisemitismus und Judenhass nehmen in Deutschland rapide zu. Der neue Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat daraufhin erklärt: „Jeder Form von Antisemitismus und Rassismus müssen wir uns entschieden entgegenstellen – überall und jeden Tag“. Auch stellte er sich selbst als Freund Israels und Vorkämpfer gegen Antisemitismus dar.

Dass seine Aussagen einen großen Teil Heuchelei enthalten, wird aber schnell klar.

Der Islamismus  – und damit auch die Judenfeindlichkeit –  greifen an deutschen Grundschulen um sich. Zwar tut beispielsweise der Berliner Oberbürgermeister Michael Müller (SPD) die Probleme als „hoffentlich nur ein Einzelfall“ ab, doch die Realität spricht eine klare Sprache. Immer mehr Eltern aus ganz Deutschland, die voller Zorn und Fassungslosigkeit von eigenen Erlebnissen sind, wagen es mittlerweile davon zu berichten (siehe hier).

Oft sind es Berichte von christlichen und jüdischen Eltern, deren Kinder massive Probleme mit muslimischen Schülern haben. Verbale und physische Gewalt bis hin zu Todesdrohungen sind keine Seltenheit. Auch Fälle von Diskriminierung von christlichen und jüdischen Schülern durch muslimische Lehrer gibt es.

Statt den islamischen Hass auf Christen und Juden klar zu benennen, nutzen die Mainstream-Medien und die Öffentlich-Rechtlichen aber lieber den Begriff „religiöses Mobbing“.

Solange die SPD weiterhin den Kurs der ungeschützten Grenzen fährt und damit der Migration von Christen- und Judenfeindlichkeit in unser Land Tür und Tor öffnet, kann sie die aktuellen Probleme also nicht glaubhaft kritisieren.

Der Zentralrat der Muslime schlägt nun vor, dass Imame durch Schulklassen gehen und für „Dialog, Aufklärung und gegenseitige Achtung“ werben. Im Deutschen gibt es dafür ein Sprichwort: Den Bock zum Gärtner machen.

Regierung finanziert palästinensischen Judenhass 

Doch nicht nur innenpolitisch, auch außenpolitisch zeigt sich die Heuchelei der Altparteien  –  und besonders die von Heiko Maas und seiner SPD, sehr deutlich. Zum Thema finanzielle Zahlungen Deutschlands an die Palästinenser habe ich der Bundesregierungen mehrere schriftliche Fragen gestellt.

Eine meiner Einzelanfragen hat ergeben, dass die Bundesregierung seit dem Amtsantritt von Angela Merkel das umstrittene „Palästinenserhilfswerk“ der Vereinten Nationen (UNRWA) mit mehr als 350 Millionen Euro unterstützt hat. Die jährlichen Zahlungen sind in Merkels Regierungszeit von 2,9 Millionen Euro im Jahr 2005 auf fast 80 Millionen Euro im Jahr 2017 angehoben worden:

UNRWA betreibt unter anderem auch das größte Schulsystem im Nahen Osten. In den Schulbüchern von UNRWA werden die Schüler zum Dschihad und zur Judenfeindschaft erzogen, Israel wird auf Karten als nicht-existent dargestellt. Selbst im Mathematikunterricht lernen die Kinder mit der Zahl der „Märtyrer“, also islamische Selbstmordattentäter, zu rechnen. Das wird finanziert mit deutschen Steuergeldern (mehr zum Thema finden Sie auch hier).

Obwohl das in zahlreichen Studien untersucht worden ist und auch in der öffentlichen Berichterstattung immer wieder thematisiert wurde, weigert sich die Bundesregierung dazu Stellung zu nehmen.

In ihrer Antwort auf meine Anfrage, ob die Bundesregierung über diese Zustände Kenntnis hat, erklärt sie lediglich, sie befinde sich in einem „kontinuierlichen Dialog“ mit UNRWA über die „Werte“ und „Grundsätze“ der Vereinten Nationen. UNRWA verwende die „im jeweiligen Gebiet geltenden Lehrpläne“.

Während Angela Merkel (CDU) und die SPD in Deutschland vorgeben, gegen Antisemitismus vorzugehen, fördert die Bundesregierung mit ihrer Finanzierung von UNRWA palästinensische Juden- und Israelfeindschaft im Nahen Osten auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.

Das ist ein politischer Skandal, der auch in Israel Aufsehen erregt hat (siehe hier). Die Mittel für UNRWA müssen gestrichen werden.

www.beatrixvonstorch.de