Westlicher Neokolonialismus in Afrika durch Abtreibung und Verhütungspolitik

Mythos „Bevölkerungxeplosion“ führt in die Irre

Afrika wird heute wieder kolonialisiert – nicht durch Armeen, sondern durch westliche Regierungen und humanitäre Organisationen, die sexuelle Befreiung, Geburtenkontrolle und Abtreibung propagieren. Das ist die Überzeugung der Medizinerin und Autorin Obianju Ekeocha (siehe Foto).

Diese neue Form der Kolonialisierung gründe in einem Herrschaftsdenken, wie Ekeocha in ihrem Buch «Target Africa: Ideologischer Neo-Kolonialismus im 21. Jahrhundert» beschreibt, wobei auch obskure Geldströme und politische Absichten hinter viel westlicher Entwicklungshilfe stecken.

Ekeocha stammt aus Nigeria und lebt heute in London. Alles begann, als Melinda Gates, die Gattin von Bill Gates, 2012 mit einem Fünf-Milliarden-Entwurf zur Empfängnisverhütung für Afrika auftrat. Ekeocha schrieb Melinda Gates, dass sie als nigerianische Katholikin dergleichen weder wolle noch nötig habe. Was Afrikaner brauchten, seien gute Gesundheitssysteme, Nahrungsprogramme für Kinder und bessere Bildungsmöglichkeiten.

Fast alle «Hilfsprogramme» des Westens gründen auf dem Gedankengang «Klimakatastrophe – weniger Nahrung – immer mehr Menschen – Bevölkerungsreduktion ist nötig». Basierend auf dem Buch von Paul Ehrlich «Die Bevölkerungsbombe» von 1968, dessen Katastrophen-Voraussagen nie eintrafen, setzen all diese Lösungsvorschläge bei der Kontrolle weiblicher Fruchtbarkeit an.

Das habe 1994 begonnen, als auf einer Konferenz in Kairo definiert wurde, dass auch Pillen und Mittel zur Geburtenkontrolle für afrikanische Länder als Entwicklungshilfe gelten.

Obianiju Ekeocha ist Biomedizinerin und spezialisiert in Hämatologie. 2013 gründete sie «Culture of Life Africa», um die verhängnisvolle Verbindung zwischen  Abtreibungsindustrie und Entwicklungshilfe zu dokumentieren.

Die Katholikin schreibt: «Unsere kulturellen Standards sagen uns, dass eine Abtreibung ein direkter Angriff auf das menschliche Leben ist. Wenn man also eine afrikanische Frau überzeugen will, dass Abtreibung etwas Gutes sein kann, muss man ihr zuerst sagen, dass das, was ihre Eltern und ihre Grosseltern glaubten, falsch sei – und das ist Kolonialisierung.»

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/ethik/331261-der_westen_kolonialisiert_afrika_neu.html


Franziskus und seine Richtungsänderung bei der „Päpstlichen Akademie für das Leben“

Folgt bald ein vatikanisches JA zur künstlichen Verhütung?

Es war ziemlich klar, warum Papst Franziskus die von Johannes Paul II. gegründete „Päpstliche Akademie für das Leben“ zerstört hat, indem er alle 172 Mitglieder entließ, eine Neufassung der Statuten anordnete und den vorgeschriebenen Eid für das Leben abschaffte.

Sein Plan war, die „Päpstliche Akademie für das Leben“ in ein Instrument umzuwandeln, das sein jetzt laufendes unglaubliches Programm fördern soll: nämlich den Versuch, die Lehre der Kirche über in sich sündhafte Handlungen, die dem 6. Gebot zuwiderlaufen, zu untergraben. Das geschieht über die Schiene des apostolischen Schreibens Amoris Laetita (AL), das in Kapitel 8 eine Form der Situationsethik vertritt, die „komplexe Umstände“ berücksichtigt.

Dieses Programm wird über die neukonstituierte „Päpstliche Akademie für das Leben“ nun zu einem Angriff auf die Lehre der Kirche über Empfängnisverhütung als einer in sich sündhafte Handlung führen. Wir haben jetzt Beweise für diese Absicht:

Wie der amerikanische Internetdienst „LifeSiteNews“ berichtet, erklärte der neue Beauftragte der Akademie, der Moraltheologe Pater Maurizio Chiodi während eines öffentlichen Vortrags am 14. Dezember 2017 an der päpstlichen Universität Gregoriana, dass es „Umstände gibt – ich beziehe mich auf Amoris Laetitia, Kapitel 8 -, die gerade aus Verantwortungsgründen eine Empfängnisverhütung erfordern„.

Chiodi fuhr fort, dass, wenn „natürliche Methoden unmöglich oder nicht durchführbar sind, andere verantwortungsvolle Formen gefunden werden müssen“ und dass „eine künstliche Methode zur Regulierung von Geburten als ein Akt der Verantwortung anerkannt werden könnte, der ausgeführt wird, nicht um das Geschenk eines Kindes radikal abzulehnen, sondern weil in solchen Situationen das Paar und die Familie aus Verantwortung zu anderen Formen des Willkommens und der Aufnahme aufgerufen ist„.

So werden wir nun von einem Vertreter des Papstes an der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ darüber informiert, dass ein Hauptelement der von Johannes Paul II. so genannten „Kultur des Todes“ nicht nur erlaubt, sondern sogar verpflichtend sei  – nämlich dann, wenn der Gehorsam gegenüber dem 6. und dem 5. Gebot (denn Verhütungsmittel sind in ihrer Wirkung oft abtreibend) „unmöglich oder nicht realisierbar“ ist.

Diese bedenkliche Auffassung würde natürlich das Ende aller Moralvorstellung bedeuten. Nach Professor Josef Seifert würde Chiodi, indem er sich allein auf „Amoris Laetitia“ stützt, „die subjektive Verantwortung über objektive moralische Situationen stellen„, ein Irrtum, der „zerstörerisch nicht nur für die Morallehre der katholischen Kirche, sondern auch für das Wesen der Moral, und in der Tat für jede Wahrheit und jede kirchliche Lehre darüber“ ist.

Englischsprachige Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Christopher A. Ferrara hier:  http://www.fatimaperspectives.com/fe/perspective1138.asp

Die Übersetzung ins Deutsche erfolgte durch eine Leserin unseres Forums.


Neue Impftests gegen Fruchtbarkeit bei Tieren, Zwangssterilisationen bei armen Völkern

Von Dr. med. Edith Breburda

Alle Reproduktionsmethoden haben wir der Tiermedizin zu verdanken. Eines Tages werden die neuesten Methoden der Verhütung, die heute noch bei Hunden und Katzen angewendet werden, auf den Menschen übertragen. dr-breburda1

Wissenschaftler forschen bereits über eine permanente Verhinderung der Reproduktion, die bald bei kleinen Haustieren zum Einsatz kommen wird. Eine neuartige einmalige Injektion kann männliche und weibliche Mäuse unfruchtbar machen, heißt es im Science Magazin vom 5. Oktober 2015. Die Spritze bewirkt, dass die Muskulatur der Nagetiere eine Substanz herstellt, welche die Bildung von (GnRH-)Hormonen blockiert und Unfruchtbarkeit verursacht.

GnRH (Gonadotropin releasing hormone) werden im Zwischenhirn gebildet und bewirken eine zyklische pulsative Freisetzung der Gonadotropine ins Blut, die für eine normale männliche und weibliche Sexualfunktion nötig ist.

Prof. William Swanson, Direktor der Forschungseinrichtung am Cincinnati Zoo in Ohio ist begeistert:

„Bisher konnten wir Hunden und Katzen nur durch eine sehr kostspielige chirurgische Sterilisation unfruchtbar machen. Die Reproduktionsraten der Haustiere und auch der Nager sind sehr hoch. In den USA werden jährlich 2,7 Millionen Hunde und Katzen euthanasiert. Ein billigerer und schnellerer Weg, Tiere unfruchtbar zu machen, wird als der Heilige Gral in der Tierpopulation betrachtet.“

Um dieses Ziel zu erreichen, hat man mit Impfstoffen experimentiert, welche die Hormone attackieren, die für die Ei-und Samenzellproduktion verantwortlich sind. Dieser Impfstoff scheint zu wirken. Nur braucht man, wie bei jedem Impfstoff, bald eine weitere Impfung.

Neue Tests bei Mäusen gegen Fruchtbarkeit

Bruce Hay vom California Institute of Technology in Pasadena versuchte nun einen anderen Weg, um GnRH zu blockieren. Anstatt das Immunsystem heranzuziehenAdoption fair, inserierte der Forscher ein von ihm geschaffenes Stück der Erbsubstanz (DNA) in einen Virus, der als Vehikel für die Einbringung in die Muskelzelle der Mäuse dient.

Die Muskelzellen bilden daraufhin anti-GnRH Antikörper. Weil Muskelzellen sehr lange im Körper leben, werden die Antikörper mindestens 10 Jahre produziert. Männliche und weibliche Mäuse werden zwei Monate nach dieser Injektion unfruchtbar.

„Es dauert zwei Monate, weil der Muskel so lange braucht, bis er genug Antikörper bildet“, sagt Hay’s Forschungsteam in dem Magazin Current Biloogy.

Eine andere Lösung besteht darin, dass die Antikörper in der Zona pellucida gebildet werden. Das ist eine Zellschicht, welche die reife Eizelle umgibt. Spermien können dadurch die Eizelle nicht mehr befruchten, weil sie am Eindringen gehindert werden. Durch diese Methode wird der Hormonspiegel nicht beeinflusst, was sicher von Vorteil ist, weil unsere Hormone unser Verhalten regulieren. Bei manchen Tieren will man nur die Fruchtbarkeit regulieren, nicht jedoch das Verhalten ändern.

Wenn diese Methode beim Menschen eingesetzt werden sollte, möchte man auch keine drastische Veränderung des Hormonspiegels erzielen.

„Momentan wollen wir erst mal ausprobieren, wie das Modell bei anderen Tieren funktioniert. Es ist immer eine Herausforderung, Forschungen auf eine andere Spezies zu übertragen“, sagt Prof. Swanson.

Übertragung des Experiments auf Katzen

In Kürze will er anfangen, die Methode von Prof. Hay an Katzen auszuprobieren: „Wenn es funktioniert, hätten wir einen neuen, sicheren Weg für eine lebenslange Verhütung gefunden, um so der oft lästigen Katzenüberpopulation Herr zu werden, ohne dass wir den Tieren direkt schaden.“

Joyce Briggs, Präsident der Alliance für die Kontrazeption bei Katzen und Hunden (Alliance for Contraception in Cats an Dogs), die sich dafür einsetzt, weibliche Tiere nicht mehr chirurgisch zu sterilisieren oder männliche zu kastrieren, sagte:Adopt 6

„Eine Langzeitverhütung die 10 Jahr anhält, würde eine grundlegende Veränderung bedeuten. Sie würde dem Wohl der Tiere dienen und unerwünschten Nachwuchs verhindern. Es ist unmöglich, alle Tiere einer kostspieligen Operation zu unterziehen. Auch für die Besitzer der Tiere wäre das eine kostengünstige Lösung“.

Prof. Hay und sein Forschungsteam versucht nun, bei Mäusen andere Hormone und Proteine mit seiner Methode zu blockieren. „Es gibt so viele Moleküle, die wir nun ins Visier nehmen können, weil wir ja jetzt wissen, dass es funktioniert.“ (1)

Tiere, die man auf sogenannten Adoption-Fairs (Adoptionsmärkten) in den USA kaufen kann (siehe Foto), sind chirurgisch sterilisiert, geimpft, entwurmt, haben einen Chip mit ihren Daten unter der Haut und besitzen einen Haustierarzt.

Zwangsimpfungen bei Frauen in Entwicklungsländern

Menschen werden bereits gegen Fruchtbarkeit geimpft. In den frühen 1990iger Jahren fanden Forscher heraus, dass das menschliche Schwangerschafts-Hormon chorionic gonadotropine (Beta-hCG)  –  mit dem Tetanusimpfstoff vermischt  –  genau dieser Impfstoff sein könnte. Damit wird das körpereigne Hormon Beta-hCG attackiert. Ohne das Hormon kann sich ein Baby nicht im Mutterleib entwickeln.Scannen0003

Aber wie soll man afrikanische Frauen dazu bekommen, sich gegen ihre Fruchtbarkeit impfen zu lassen? Sie sehen ihre Fertilität als ein Geschenk an. Sie sind stolz auf ihre vielen Kinder.

Einige dieser Impfstoffe kamen 1993 in Mexiko und 1994 auf den Philippinen und in Nicaragua zum Einsatz. Lokale Ärzte wunderten sich, dass anstatt der üblichen zwei Impfungen jetzt fünfmal hintereinander gespritzt werden musste. Auch beobachteten sie, dass ihre Patientinnen nach der Impfung Fehlgeburten hatten und keine Kinder mehr bekamen.

Ärzte aus Peru ließen den Impfstoff von der WHO (UNO-Weltgesundheitsorganisation) untersuchen. Dort fand man, dass der Tetanusimpfstoff mit Beta-hCG vermischt war. „Es handelt sich um ein Versehen“, wehrte sich die WHO.

Katholische Bischofskonferenz in Kenia protestierte

Die gleichen UN-Organisationen benutzen ihre Impfstoffe in Kenia. Die Kenianische Katholische Medizinische Gesellschaft und die Kenianische Bischofskonferenz verurteilen den Impfstoff. Die Bischöfe waren nicht generell gegen Impfungen. Sie ließen die Impfstoffe von der WHO/UNICEF untersuchen und stellten fest, dass sie mit Beta-hCG vermischt waren. Das Parlament stritt dies ab und verunglimpfte stattdessen die Ärzte, die den Mut hatten, das aufzudecken.

Schon öfters brachte man Frauen in Kenia nicht den nötigen Respekt entgegen. Ihre Rechte wurden von der USAID (United States Agency for International Development) erst neulich beschnitten, als man über die Nebenwirkungen der ausgegebenen Verhütungsmethoden wie der Pille oder auch der Depo-Provera-Injektionen schwieg. Acht Prozent der Frauen, die man sterilisierte, wurden nicht informiert, dass die Eileiterdurchtrennung für immer unfruchtbar macht.

Um Licht in das Dunkel zu bringen, entnahmen Ärzte Urinproben von Frauen, die kürzlich geimpft wurden. Man fand Anti-Körper gegen das Schwangerschafts-Hormon Beta-hCG.

Seit einem halben Jahrhundert will man die Bevölkerung durch Programme der Familienplanung“ oder der „Reproduktiven Gesundheit“ kontrollieren. Die arme Bevölkerung Afrikas hat das Gefühl, zu Versuchstieren geworden zu sein. (2)

Literatur:
1) William S.C.P.: DNA vaccine sterilize mice, could lead to one-shot birth control. 5. Okt. Science 2015
2) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? Scivias, 18. Juni 2015, 358 Seiten, ISBN-10: 0692447261, ISBN-13: 978-0692447260

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Fotos: Dr. E. Breburda (1. bis 3. Bild)


Die Mißachtung der Schöpfungsordnung und das veränderte Familienbild in den USA

Von Dr. med. Edith Breburda

Im September 2015 werden zwei Millionen Menschen mit Papst Franziskus in Philadelphia das Welt-Treffen der Familien feiern. Dr. Breburda

Ein paar Monate vor diesem Ereignis könnte es passieren, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Gesetze für die traditionelle Familie ändert und auch gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Das Verständnis für Familie und Ehe hat sich seit der sexuellen Revolution geändert.

Wie ist es soweit gekommen?

Die Einführung der Pille in den fünfziger und sechziger Jahren machte es möglich, Sex ohne Folgen erleben zu können.

Die rezeptfreien Pille danach, die jetzt in Deutschland zugelassen wurde, „wird Geschlechtskrankheiten en masse verursachen, den demographischen Wandel und Unterhaltszahlungen für jeden zweiten Mann stoppen”, erläutert der Arzt Dr. Johannes [1].1_0_809751

Der hl. Papst Johannes Paul II. warnte in „Evangelium Vitae“ vor den Gefahren, die der Gebrauch von künstlichen Verhütungsmitteln mit sich bringt: “Der Mensch macht die persönliche Erfüllung zum Mittelpunkt seines Lebenszweckes. Damit strebt er eine egozentrische Freiheit an, die sich von der wahren Freiheit separiert.“

Ego-Freiheit bedeutet, das zu tun, was immer Du tun willst. Wobei die Grenzen des Anderen beachtet werden sollen. Freiheit bedeutet auch Disziplin und Selbstbeherrschung und darf den Menschen nicht versklaven.

Wenn wir den Sex von der Reproduktion bzw. Fruchtbarkeit trennen, machen wir ihn zu einer sterilen Handlung, die nicht mehr ihre eigentliche Intention erfüllt. Mit Hilfe reproduktiver Technologien überlassen wir das Kinderkriegen Mitarbeitern von Fertilitäts-Kliniken und Ei- und Samenzell-Agenturen. DSC05485

Elternschaft wird heute als kommerzielles Vorhaben betrachtet. Kinder werden nicht mehr so gezeugt, wie es die Biologie vorsieht. Sie mutieren zu einem rechtlichen Gegenstand, der den Absichten und Wünschen des Erwachsenen zugeordnet wird.

Liebe ist eine Handlung, ein Versprechen, eine Verpflichtung, ein willentlicher Akt und nicht nur ein Gefühl oder eine Stimmung, die Schmetterlinge im Bauch hervorruft. Wenn die Emotionen vergehen, kann man die Scheidung einreichen. Einen Grund muss man nicht mehr erwähnen. Man handelt ganz so, wie es uns in jeder Soap-Opera (Seifenoper) vorgespielt wird.

Man fragt sich gar nicht mehr, was der Zweck einer Ehe ist. Als eine dauerhafte Beziehung wird sie schon lange nicht mehr angesehen.

Rayan T. Anderson schreibt in seinem Buch: What is Marriage: a Man and a Woman: A Defense, dass eine Ehe immer die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist. Vater und Mutter geben ihren Kindern Schutz, geborgen aufzuwachsen. Es ist eine anthropologische Wahrheit, dass sich beide Geschlechter ergänzen.

Beide Geschlechter sind notwendig, um neues Leben hervorzubringen. Kinder brauchen Vater und Mutter, erklären uns die Soziologen. Am besten entfalten die Sprößlinge sich, wenn sie von ihren biologischen Eltern großgezogen werden.

Fast die Hälfte der Erstgeburten in den USA haben eine unverheiratete Mutter. Familien sind instabil, wenn Eltern nur zusammenleben, ohne verheiratetet zu sein. Alleinerziehende Eltern sind oft prädestiniert, arm zu sein. Kinder, die ohne Vater aufwachsen, werden häufiger drogenabhängig, kriminell oder werden selber als Teenager schwanger. frage

In der heutigen Hook-up-Kultur, die ubiquitär für amerikanische Universtäten scheint, wird Sex als eine andere Form der Entspannung angesehen. Sex hat keine tiefere Bedeutung mehr und dient nur dem Mann, seine sexuellen Begierden auszuleben.

Die Frau wird abgestumpft, ihre wirklichen Gefühle spielen keine Rolle. Dazu kommen eventuell ungewollte Schwangerschaften, vermehrte Geschlechtskrankheiten, ein erhöhte Gefahr von sexueller Gewalt sowie emotionale und psychische Probleme, die den Weg zu einer authentischen Liebe mit Hindernissen zuschütten [2].

Wie es scheint, streben wir heute eine Ehe an, in der das Geschlecht der Partner in den Hintergrund rückt.

Selbst die italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana betrachten die Naturgesetzte als Norm. Sie stießen mit ihrer Aussage, die sie in einem Interview in der Zeitung Panorama [3] machten: „Wir sind Gay und gegen die Homo-Ehe“ auf Ablehnung.

Die beiden Homosexuellen wurden massiv kritisiert, als sie weiterhin verkündeten, dass nur die traditionelle Familie als authentisch betrachtet werden könne. Kinder sollten ohne künstliche Befruchtung entstehen. Man kann sie nicht von Leihmüttern, die ihre Gebärmutter vermieten, bekommen. Das Leben muss durch einen Akt der Liebe weitergegeben werden.

Leben hat einen natürlichen Werdegang, den wir nicht ändern können. Domenico Dolce wurde sogar noch deutlicher, er sagte: „Kinder der Chemie sind synthetische Babys. Uteri bietet man zum Vermieten an und Samen kann man sich aus einem Katalog aussuchen. Nicht einmal Psychiater sind darauf vorbereitet, mit den Folgen dieser Experimente umzugehen.“

Als sich Elton John, der selber zwei surrogate Söhne mit seinem Partner David Furnish hat, darüber mit der Bemerkung beschwerte, dass diese Ansichten mittelalterlich seien, lenkten die Designer ein.

Sie gaben zu, dass sie die Lebensentscheidungen anderer Leute respektieren. Im Gegenzug forderten sie, Respekt vor unterschiedlichen Ansichten füreinander aufzubringen. BILD0222

Sir Elton John ärgerte sich am meisten über das Statement der Designer, dass Kinder, die für Gleichgeschlechtliche gentechnisch erschaffen werden, in einer bestimmten Weise synthetisch seien:

„Wie kann man es wagen, meine wunderschönen Kinder als synthetisch zu bezeichnen? Schande soll über dich kommen, wenn du mit deinen Zeigefinger wackelst und voreingenommen über die In-Vitro-Fertilisation denkst. Legionen von lieben Menschen, Homosexuellen und Heterosexuellen, haben das Wunder der IVF in Anspruch genommen, um ihren Traum nach Kindern zu erfüllen. Das archaische Denken von Dolce und Gabbana ist nicht mehr zeitgemäß, so wie ihre Mode.“

Doug Mainwaring, ein Schriftsteller, der für das Witherspoon Institute arbeitet, kommentiert den Vorfall:

„Man muss bedenken, dass Sir Elton John 63 Jahre alt war, als er sein erstes Kind mithilfe einer Surrogat-Mutter bekam. Sein Partner David Furnish war 48, und beim zweiten Sohn 50. Wenn der jüngere Sohn aus der Schule kommt, werden die Väter 81 und 68 Jahre alt sein.

Verdienen Kinder nicht biologische Eltern, Mutter und Vater und nicht zwei Opas, wenn ihre Kinder noch klein sind?  – Die beiden mögen zwar ihre Kinder lieben, trotzdem bleibt die Frage, ob das Interesse der Kinder nicht vor den Wünschen egoistischer Eltern Vorrang hat.“imagesCAHIF86C

Normalerweise wird der In-Vitro-Technologie eine Altersgrenze gesetzt, ganz so wie bei der Adoption. Doch Kinder durch den Kauf von Gameten in einem gemieteten Uterus herzustellen, unterliegt keinerlei Regulierung.

Jedes unfruchtbare Paar, das mit einer Adoptionsgesellschaft zusammenarbeitet, weiß, dass es nach einer Altersgrenze von 40 Jahren kein Neugeborenes mehr adoptieren darf. Aber zahlenden weißen Männern, die ihre Familie mit eigens für sie angefertigten Kindern bestücken wollen, scheinen keinerlei Grenzen auferlegt zu sein.

Domenico Dolce erregte mit dem Begriff synthetische Babyss Aufsehen. Aber es gibt im Leben Dinge, die eben nicht geändert werden können. Dass sich Mann und Frau ergänzen, ist unabdingbar. Es handelt sich nicht um eine religiöse Erfindung.

Es ist unabdingbar in unser Herz geschrieben, spiegelt sich in unserer DNA wieder und wir können es überall um uns herum entdecken: Das Naturgesetz.

Es kann nicht ausgetrickst oder verändert werden. Zumindest nicht ohne unvorhersehbare Folgen. Warum haben wir solch eine Eile, den Begriff der Ehe neu zu definieren?

Auch wenn Gerichte vorgeben, die besten Absichten zu haben: Die Leidtragenden sind die Kinder. Wir werden erst darüber erfahren, wenn sie alt genug sind, um uns über ihr Schicksal zu berichten[4].“

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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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INFOs über ihr jüngstes bioethisches Sachbuch in Romanform: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
 
Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Philippinen: Katholischer Massenprotest gegen staatliche Sexkunde und Verhütungs-Politik

Zehntausende Katholiken haben am gestrigen Samstag auf den Philippinen gegen einen Gesetzentwurf  protestiert, der  Sexualaufklärung als Pflichtveranstaltung an Schulen sowie kostenlose staatliche Bereitstellung künstlicher Verhütungsmitteln einführen will.

Angeführt von Priestern und Ordensleuten fand die zentrale Kundgebung der Philippinischen Bischofskonferenz  in der Hauptstadt Manila statt. In seiner Botschaft an die Demonstranten bezeichnete Erzbischof Socrates Villegas die Korruption als das größte Problem der Philippinen, das durch den Gesetzentwurf nur verschlimmert werde.

„Der Einsatz von Mitteln der Regierung und der Steuerzahler für Verhütungspillen ist Korruption“, erklärte Villegas laut Nachrichtenportal der Bischofskonferenz. Das umstrittene „Gesetz über reproduktive Gesundheit“  will der schulischen Sexkunde sowie der kostenlosen Abgabe vonVerhütungsmitteln durch staatliche Gesundheitseinrichtungen den Weg ebnen.

Voraussichtlich am kommenden Dienstag wird das philippinische Repräsentantenhaus darüber abstimmen. Dessen Zustimmung gilt als wahrscheinlich, weil Präsident Benigno Aquino im Repräsentantenhaus über die Mehrheit verfügt. Im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments, dominieren jedoch die Gegner einer Neuregelung. 

Am Tag vor der Massenkundgebung hatte der Direktor der bischöflichen Familien-Kommission, Pater Melvin Castro, mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Parlamentswahlen die „Macht der katholischen Wähler“ hervorgehoben. Die Kirche werde alles daran setzen, damit die Befürworter des Gesetzentwurfs abgewählt würden.

Quelle: Radio Vatikan