Terroranschlag in Berlin: Die Israelin Dalia Elyakim ist tot, ihr Mann liegt im Koma

Pressemeldung der Israelischen Botschaft in Berlin:

Botschaften und Konsulate sind die Vertretungen eines Landes im Ausland, sie sind jedoch auch Ansprechpartner für die eigenen Staatsbürger in den jeweiligen Ländern. 

Auch im Fall des Anschlags auf dem Breitscheidplatz begann für die israelische Botschaft eine Arbeit, die niemals zur Routine wird:

Angehörige und Freunde kontaktierten uns, weil sie in Sorge um ihre Lieben waren, zu denen sie keinen Kontakt herstellen konnten, gleichzeitig gab es erste Kontakte zu den deutschen Behörden, nachdem bekannt wurde, dass der Israeli Rami Elyakim unter den Verletzten war und seine Frau Dalia (siehe Foto) vermisst wurde.

Konsulin Liora Givon erzählt, wie sie schließlich von der Identifizierung des Leichnams von Dalia Elyakim erfuhr:

„Gestern nacht um halb eins haben wir von den Behörden die offizielle Nachricht von der Identifizierung des Leichnams von Dalia Elyakim, seligen Angedenkens, erhalten. Wir sind sofort losgefahren, um die Familie zu treffen und haben ihnen die traurige Nachricht überbracht. Sie waren natürlich sehr, sehr traurig, da sie immer noch die Hoffnung hatten, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Verletzten befindet.

Heute früh morgens haben wir begonnen, die Vorkehrungen für die Überführung zu treffen. Es ist noch nicht sicher, wann die Überführung stattfinden kann. Dies hängt auch an Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Einige Mitglieder der Familie, die jetzt in Berlin sind, fliegen zurück nach Israel, die Übrigen bleiben an Ramis Krankenbett. Er wird immer noch künstlich beatmet und befindet sich im künstlichen Koma.“ 


CDU/CSU-Fraktion erinnert an zwei entführte syrische Erzbischöfe

Die bereits vor drei Jahren in Syrien entführten Erzbischöfe Mor Gregorios Y. Ibrahim und Boulos Yazigi sind weiterhin vermisst. Dazu erklärt die menschenrechtspolitisches Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

„Am dritten Jahrestag der Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs Mor Gregorios Y. Ibrahim und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs Boulos Yazigi verurteilen wir diese Tat erneut aufs schärfste und fordern die Entführer auf, die hohen kirchlichen Würdenträger unverzüglich freizulassen.

Ihr Schicksal ist ungewiss. Seit drei Jahren fehlt von ihnen jegliches Lebenszeichen und alle Bemühungen um die Freilassung der Bischöfe blieben erfolglos. Wir werden die Botschafter des interreligiösen Dialogs und der Versöhnung niemals vergessen und uns weiterhin mit Nachdruck für ihre Freiheit einsetzen. Beide Würdenträger gelten als Befürworter der friedlichen Koexistenz der Religionsgemeinschaften und aller in Syrien lebenden Ethnien.

Aus Anlass dieses traurigen Jahrestages erinnert der Bundesverband der Aramäer in Deutschland auch in diesem Jahr vor allem an die Versöhnungsbotschaft der Roadmap für den Frieden in Syrien, die Erzbischof Mor Gregorios Y. Ibrahim im Juli 2012 veröffentlichte.

Damit rief er zu Versöhnung, Vergebung, Dialog und Gegenseitigkeit auf, um einen Weg zu einer Beendigung der Gewalt, der Bewahrung des einmaligen pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft und der nationalen Einheit Syriens aufzuzeigen.“


Rot-China: 82-j. kath. Bischof war 40 Jahre inhaftiert: er wird seit 1997 vermißt

Am 8. Oktober 1997 wurde der katholische Bischof Jakob Su Zhimin der Diözese Baoding (Provinz Hebei) vom chinesischen Staatssicherheitsdienst an einen unbekannten Ort gebracht.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Seither wurde er wenige Male gesehen, doch freigelassen haben ihn die Kommunisten nicht. Fragen nach seinem Aufenthaltsort werden mit „Wir wissen nichts über ihn“ beantwortet.

Dies ist der Racheakt dafür, dass der Kirchenmann sich weigerte, der regimetreuen „Patriotischen Vereinigung“ beizutreten, mit der die Kommunistische Partei die Katholische Kirche in der Volksrepublik China zu kontrollieren und von Rom abzuspalten versucht.

Stets hatte der Bischof tapfer und treu seine Verbundenheit mit dem Papst beteuert.  Ca 40 Jahre hat er dafür im Gefängnis oder in Arbeitslagern verbracht. Seinen Vorgänger Bischof Joseph Fan Xueyan hatte die Polizei 1993 zu Tode gefoltert.

Für die Gläubigen ist Bischof Su Zhimin wegen seiner Unbeugsamkeit „der größte und bedeutendste chinesische Bischof“, so die Nachrichtenagentur „Asia News“.

Gesehen hat ihn seit 2003 niemand mehr  –  und selbst die engste Familie weiß nicht, ob er noch lebt. Gläubige versuchen immer wieder, sich an seinem Geburtstag zu treffen.

Dass er wahrscheinlich noch lebt, unterstreichen hunderte Polizisten in Zivil und uniformiert, die diese Gebetstreffen durch Überwachungsmaßnahmen und Versammlungsverbote zu verhindern versuchen.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) fordert seit 15 Jahren die chinesische Regierung auf, Auskunft über den Aufenthaltsort von Bischof Jakob Su Zhimin zu geben und ihn freizulassen. 

Quelle und weitere INFOS über Menschenrechts-Schicksale und verfolgte Bürgerrechtler hier: www.akm-online.info