Neuer Abtreibungsstreit in USA: Erzbischof Cordileone will eine Entschuldigung von Pelosi

Von Felizitas Küble

Nancy Pelosi ist eine katholische Demokraten-Abgeordnete des linken Flügels und zugleich Sprecherin des Repräsentantenhauses der USA. Für Provokationen ist sie gerne zu haben, etwa als sie Vizepräsident Mike Pence unlängst aufforderte, Präsident Trump sofort abzusetzen (was dieser natürlich ablehnte, zumal es keinerlei Rechtsgrund hierfür gab).

Schon im Vorjahr gefiel es ihr, als Parlaments-Vorsitzende das Manuskript einer Trump-Rede öffentlich zu zerreißen (siehe Foto). Dergleichen erdreistet sich hierzulande nicht einmal die grüne Claudia Roth gegenüber politischen Gegnern.

Nun hat Frau Pelosi den gerechten Zorn eines hohen katholischen Würdenträgers erregt, nachdem sie katholische Lebensrechtler, die Trump wählten, als „Verräter“ diffamierte. Sie warf ihnen vor, für ihre Anti-Abtreibungs-Agenda „die gesamte Demokratie zu verkaufen und zu verraten“ usw.

Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, der Heimatdiözese von Pelosi, sprach jetzt Klartext: „Unser Land ist mit dem Blut der Unschuldigen getränkt, und das muss aufhören.“ – Der Oberhirte forderte Pelosi zu einer Entschuldigung gegenüber den Trump wählenden Lebensrechtlern auf und erklärte am 22.1.2021 wörtlich:

„In der Frage der gleichrangigen Würde des menschlichen Lebens im Mutterleib steht sie in direktem Widerspruch zu einem grundlegenden Menschenrecht, das die katholische Lehre seit 2000 Jahren konsequent vertritt“.

Die von Pelosi propagierte „Entscheidungsfreiheit“ (in puncto Abtreibung) sei in Wirklichkeit „ein Deckmantel für die Aufrechterhaltung einer ganzen Industrie, die von einem der abscheulichsten Übel profitiert, die man sich vorstellen kann.

Quelle für die Zitate: https://de.catholicnewsagency.com/story/kein-katholik-kann-guten-gewissens-fur-abtreibung-sein-cordileone-antwortet-pelosi-7703?


Papst poltert gegen „Verräter“ im Vatikan

Von Richard Dorn

Papst Franziskus liebt bekanntlich die deftige Ausdrucksweise, ob es um Katholiken geht, die sich nicht wie Karnickel vermehren sollen oder um einen Klaps, der noch keinem Kind geschadet hat.

Auch seine Weihnachtsansprachen an die Kurie werden immer mit gemischten Gefühlen erwartet, hatte er der versammelten Belegschaft doch bereits „spirituellen Alzheimer“ und anderes bescheinigt —> HIER !

Nun hat er es wieder getan, offenbar ziemlich genervt von der anhaltenden Kritik an seiner Art, wie er die Reformen in der Kirche umsetzt – und weil er immer noch deutliche Widerstände im Vatikan spürt.

Es gäbe „Verräter“ in der Kurie, ließ er verlauten; die „kleinen Gruppen“ seien zwar von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, aber in Wahrheit seien sie wie „ein Krebsgeschwür“ im Organismus der Kirche. Es gäbe auch „böswillige Widerstände“, die sich hinter Traditionen und Formalem versteckten. 

Diese „selbsternannten Märtyrer“, so polterte der Papst in seiner Ansprache, würden ihrer Verantwortung nicht gerecht und würden „sanft aus ihrem Amt entfernt“.  Zugleich bedankte er sich bei denjenigen Mitarbeitern, die loyal und kompetent für ihn arbeiten. 
Man schaue —> HIER und HIER !

Quelle: http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/12/papst-poltert-bei-weihnachtsansprache.html