Kuba: 1000 Protestteilnehmer verhaftet oder vermißt – Die IGFM verlangt Auskunft 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verlangt Auskunft über das Schicksal des am 11. Juli verschleppten prominenten Bürgerrechtler José Daniel Ferrer und weiterer seither vermisster Bürgerrechtler.

Die IGFM, die auf Kuba durch eine Sektion vertreten ist, verurteilt die Aufrufe von Partei- und Staats-Chefs Díaz-Canel zur „Verteidigung der Revolution“ als Aufforderung zur Gewalt gegen Regimekritiker.

Zur Täuschung der Öffentlichkeit inszeniert das Regime „Treffen mit der Bevölkerung‘“, bei denen nur das von der seit 61 Jahren allein regierenden Kommunistischen Partei ausgewählte Publikum gegen die Demokratiebewegung agitiert und bei denen zur „Verteidigung der Revolution“ aufgerufen wird.

Die IGFM fordert von Díaz-Canel Auskunft über den Aufenthaltsort und Gesundheitszustand von José Daniel Ferrer. So wie Ferrer, Gründer und Sprecher der Unión Patriótica de Cuba (UNPACU), werden zahlreiche Bürgerrechtler seit dem 11. Juli vermisst. Seine Familie hat keine Informationen über seine Gesundheit und den Ort seiner Inhaftierung.

„Weit über 1000 Protestteilnehmer sind weiter inhaftiert oder werden vermisst. Die Zahl der verurteilten politischen Gefangenen ist auf 274 angestiegen. Innerhalb eines Monats wurden allein 124 Protestteilnehmer in Schnellverfahren abgeurteilt. Die Strafen reichen von einigen Monaten bis hin zu zehn Jahren.

Zugleich verspricht die Kommunistische Partei ein weiteres Mal Wirtschaftsreformen, um so dem Druck aus der Bevölkerung zur Freilassung aller Protestteilnehmer und aller politischen Gefangenen auszuweichen“, kritisiert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Über 11.000 Zivilisten werden auf Kuba vor Gericht gestellt und mit Urteilsbegründungen verurteilt wie „Verbündung mit antisozialen Elementen und Störung der öffentlichen Ordnung „.

Die verwendeten Musterdokumente enthalten bereits Urteil und Sicherungsverwahrung der Angeklagten. Die standardisierten Klageschriften verzichten auf Beweise und basieren ausschließlich auf Bewertungen von Staatssicherheitsdienst und Polizei. Den Angeklagten steht kein Verteidiger zur Seite, so die IGFM.

Weitere Infos zur Lage auf Kuba

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Mosambik: Islamisten verschleppen Kinder, Jugendliche und Ordensleute

In der umkämpften Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks sind zahlreiche Kinder und Jugendliche verschleppt worden. Das teilt der Kommunikationsbeauftragte der Diözese Pemba, Kwiriwi Fonseca, mit.

Wir können von hunderten Entführungen sprechen“, sagte der Priester gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. „Die Terroristen benutzen die Jungen, um sie als Kindersoldaten zu rekrutieren. Die Mädchen machen sie zu ihren Ehefrauen und vergewaltigen sie. Wenn sie kein Interesse mehr an ihnen haben, werden sie ,entsorgt‘.“

Seit 2017 wird der Norden von Mosambik von dschihadistischen Angriffen heimgesucht. Lokalen Angaben zufolge sollen dabei 2500 Menschen ermordet und über eine Dreiviertelmillion vertrieben worden sein.

Selbst Experten wissen wenig über die Herkunft und die Hintergründe der bewaffneten Einheiten; sie gelten als Splittergruppen der Terrormilizen „Islamischer Staat“, Al-Shabaab und anderer Gruppen.

Die Terrortruppen dürften auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der Küste im Norden Mosambiks sind große Erdöl-Bohrungen in Vorbereitungen – eines der größten Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika.

Wie der Kommunikationsbeauftragte mitteilt, gehören zu den Entführungsopfern auch kirchliche Mitarbeiter, z.B. die Ordensschwester Eliane da Costa. Die Brasilianerin hielt sich vergangenen August in Mocímboa da Praia auf, als die Küstenstadt von Terroreinheiten erobert wurde. Dabei wurden dutzende Menschen verschleppt – unter ihnen die Nonne zusammen mit einer Mitschwester der Kongregation der St. Josephsschwestern von Chambéry.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-06/mosambik-terror-entfuehrungen-kirche-capo-delgado-kinder-hilfe.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Union erinnert an den 75. Jahrestag der Deportation von 1 Mio. Rußlanddeutschen

Vor genau 75 Jahren (28.8.1941) begann in der damaligen UdSSR die Deportation der Russlanddeutschen. Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach: 159481-3x2-teaser296

„Die damaligen Ereignisse hinterließen tiefe Traumata in den Familien, unter denen die Nachfahren heute noch leiden – obwohl viele von ihnen längst in Deutschland leben und die jüngeren bereits hier geboren wurden.

Deshalb bleibt es auch weiterhin notwendig, den Opfern und ihren Angehörigen beizustehen, indem wir gemeinsam an das Schicksal der Russlanddeutschen erinnern. Nahezu alle Russlanddeutschen mussten schwerste Zwangsarbeit leisten.

Mit der am 1. August 2016 in Kraft getretenen Richtlinie zur Entschädigung ehemaliger deutscher Zwangsarbeiter hat die Bundesregierung auch für die Russlanddeutschen ein wichtiges Signal der Solidarität gesendet. Sie würdigt damit das schwere Schicksal all jener Deutschen, die als Zivilpersonen zur Zwangsarbeit verpflichtet waren.

Das ist ein spätes, aber wichtiges Zeichen, das uns bewusst macht, was viele Deutsche erleiden mussten, die unter meist unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit herangezogen wurden.“

Hintergrund:
Unmittelbar nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion erließ das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR am 28. August 1941 ein Dekret ‚Über die Umsiedlung der in den Rayons des Wolgagebiets lebenden Deutschen‘. Denn die deutschstämmige Bevölkerung wurde unter den Pauschalverdacht gestellt, mit Deutschland zu kollaborieren.

In der Folge wurden die Wolgadeutschen nach Westsibirien und Nordkasachstan deportiert. Dieser Erlass bedeutete den Beginn der größten Odyssee in der Geschichte der Russlanddeutschen. Insgesamt wurden rund eine Million Menschen deportiert. Schwerste Zwangsarbeit in den Strafbataillonen der sogenannten Trudarmee kostete  Hunderttausende das Leben oder ihre Gesundheit.  


Nigeria: Islamisten entführen und zwangsverheiraten christliche Schülerinnen

Die meisten der in Nigeria verschleppten christlichen Schülerinnen sind von ihren Entführern für umgerechnet zehn Euro „gekauft“ worden. Sie würden als Sexsklavinnen missbraucht, berichtet die Londoner Zeitung „The Times“. Fussmatte__

Am 14. April hatten Kämpfer der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram eine Realschule im Ort Chibok überfallen, einer christlichen Enklave im überwiegend muslimischen Bundesstaat Borno.

Die bewaffneten Männer verfrachteten rund 230 Schülerinnen im Alter zwischen 26 und 20 Jahren auf Lastwagen. Etwa 40 konnten unterwegs fliehen; die anderen wurden nach Angaben der Times über die Grenze nach Kamerun und in den Tschad gebracht.

Pogo Bitrus, ein Dorfältester aus Chibok, berichtet, dass die Christinnen für ein geringes „Ehegeld“ mit Männern der Gruppe Boko Haram zwangsverheiratet worden seien. Auf diese Weise zwingen radikale Muslime Christinnen zum Religionswechsel; denn als Ehefrau eines Muslimen nehmen sie automatisch dessen Glauben an.

Bitrus beschrieb herzzerreißende Szenen unter den Eltern der entführten Schülerinnen. Die Mütter weinten „Tag und Nacht“. Väter und Freunde hätten auch selbst nach den Vermissten gesucht, unter anderem im Wald Sambisa. Dorthin hatten sich die Boko-Haram-Kämpfer zuerst begeben. Den Verfolgern fehle es jedoch an Ausrüstung und Waffen, um die militanten Muslime angreifen oder bezwingen zu können.  

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/detail/menschenrechte/detail/nigeria-entfuehrte-schuelerinnen-als-sexsklavinnen-verkauft-27698.html

Foto: IGFM


Pakistan: Menschenrechtler beklagen Rechtsverstöße, Mord und Verschleppungen

In jüngster Zeit kam es in der islamisch geprägten Provinz Beluchistan in Pakistan zu neuen Menschenrechtsverstößen.

Wie die Organisation Baloch Human Rights Organisation berichtet, verschleppten bzw. ermordeten die Sicherheitskräfte dort fünf Personen, darunter einen zehnjährigen Jungen.

Im Verlauf einer öffentlichen Kundgebung machte der Menschenrechtsverband auch internationale Organisationen auf die Missstände aufmerksam und forderte Maßnahmen gegen den grausamen Mord an vier unschuldigen Opfern in Dera Bugti und an einem Kind in Turbat.

Dabei bekräftigt die Organisation, dass die Sicherheitskräfte die Leichen der verstümmelten Opfer in verschiedenen Regionen der Provinz “entsorgt” haben sollen. Nach Aussage der Baloch Human Rights Organisation beweisen die jüngsten Menschenrechtsverstöße durch Mitglieder der Sicherheitskräfte die völlige Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien und der grundlegenden Rechte der Bürger.

Quelle: Agenzia Fides