Eritrea: Katholische Bischöfe beklagen Beschlagnahmung von kirchlichen Schulen

Nach der Enteignung von Krankenhäusern und Apotheken beginnt die Regierung in Eritrea nun mit der Beschlagnahmung von Schulen, die von religiösen Gemeinden getragen werden.

In den letzten zwei Jahren wurden 29 Kliniken beschlagnahmt und in den letzten Wochen sieben Schulen (davon vier katholische Schulen).

Zu dieser erzwungenen Verstaatlichung äußerten sich nun auch eritreische Kirchenvertreter, darunter Erzbischof Mengistheb Tesfamariam von Asmara. 

Er und drei weitere Bischöfe schreiben in einem an den Bildungsminister Semere Re’esom gerichteten Brief:

„In Anbetracht dessen, dass die Maßnahmen, die gegen unsere Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ergriffen werden, gegen das Gesetz verstoßen und die Religionsfreiheit sowie die Ausübung des Glaubens, der Mission und ihrer sozialen Dienste stark beeinträchtigen, fordern wir, dass die jüngsten Beschlüsse überprüft werden und die daraus resultierende Vorgehensweise unverzüglich gestoppt wird.“

 Zudem wird beklagt, daß die Regierung jeden Gesprächswunsch von bischöflicher Seite abgelehnt habe.

Quelle: Fidesdienst


Präsident des Lehrerverbands gegen „Verstaatlichung“ der Erziehung

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, warnt vor einer Verstaatlichung der Erziehung.

Der Ausbau von Ganztagsschulen darf nicht dazu führen, dass Eltern bei jeglichen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben denken: Dafür haben wir ja den Staat“, sagte Kraus der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS.).

Wer seine Kinder abends „ohne Konflikte, ohne Hausaufgaben, nur noch zum Kuscheln“ abholen wolle, mache es sich zu bequem.

Es sei auch nicht erwiesen, dass die Ganztagsschulen den Halbtagsschulen überlegen seien. „Dafür gibt es keinen einzigen Pisa-Beweis“, so der Verbandschef.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Katastrophe für Simbabwe: Wiederwahl des kommunistischen Diktators Mugabe

Massive Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen in Simbabwe begleiten den überwältigenden Wahlsieg von Präsident Robert Mugabe. Pfarrer Stefan Hippler war lange Jahre Pfarrer der deutschen Gemeinde in Kapstadt und arbeitet seit 2009 dort in einem HIV-Zentrum.

Dem „Kölner Domradio“ berichtet er, was für Folgen die Entwicklung in Simbabwe auch für die Nachbarländer hat:

„In Südafrika leben Millionen Flüchtlinge aus Simbabwe, jene Menschen, die gegen Mugabe sind und deshalb ausgewanderten. Und bei denen ist natürlich Frust angesagt. Sie sind sehr enttäuscht. Man hatte gehofft, dass Mugabe diesmal nicht gewinnt. Jetzt gab es zwar Meldungen über Wahlfälschungen und andere Unregelmäßigkeiten. Aber sein Sieg ist so hoch ausgefallen, dass man davon ausgehen kann: Viele Menschen haben ihn wirklich gewählt!“

Mugabes Sieg ist ein Rätsel für Beobachter

Ein Wahlausgang, den sich die Beteiligten und Nachbarn nicht wirklich erklären können, so Pfarrer Hippler:

„Es ist ein Rätsel; alle, die sich mit Simbabwe beschäftigen, fragen sich: Wie kann es sein, dass Robert Mugabe zum siebten Mal in Folge gewonnen hat? Ein Stück weit liegt es wohl auch daran, dass sein Wahlgegner in der Vergangenheit mit Mugabe koaliert hatte. In dieser Zeit ging es auch ein wenig bergauf mit dem Land. Und wer hat dafür in Simbabwe Kredit erhalten? Mugabe! Es ist eine Katastrophe für das Land.

Sicherlich werden wir jetzt Veränderungen der Verfassung leben. Dann hat Mugabe ja bereits angedroht, dass mehr Fabriken verstaatlicht werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich MDC-Präsident Morgan Tsvangirai wirklich nicht an einer neuen Regierung beteiligt. Damit die Menschen sehen, wohin es führt, wenn man Robert Mugabe wählt.“

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/08/05/pr%C3%A4sidentschaftswahl:_%E2%80%9Ekatastrophe_f%C3%BCr_simbabwe/ted-717162

 


Norbert Blüm warnt vor einer weiteren Auflösung und Verstaatlichung der Familie

„Familie nicht unter die Knute des Erwerbslebens stellen“

„Von wegen Vereinbarkeit“ lautet der Titel von Norbert Blüms jüngster Kritik an den familienfeindlichen Entwicklungen,  die der frühere Bundesarbeitsminister in der Wochenzeitung DIE ZEIT unter die Lupe nimmt. Der CDU-Politiker warnt darin vor einer fortschreitenden Auflösung der Familie. 

Mit jenen gängigen Vorstellungen, die Familie und Beruf vereinbar machen sollen, werde die Familie unter die „Knute des Erwerbslebens“ gestellt, so Blüm. 

Die Konsequenzen sind massiv. Die vollständige Integration in das Erwerbsleben und Anpassungen an die Forderungen der Arbeitswelt, eine zunehmende Zahl von Fernbeziehungen sowie die Fremderziehung der Kinder in Kinderhorten und Ganztagsschulen führt Blüm als Beleg dafür an, daß sich die Familie immer weiter auflöse und der Verlust der Familienwelt immer weiter fortschreite. Gemeinsam sei dann nur noch die Schlafenszeit.

Blüm warnt vor dieser „Verwirtschaftung der Familie“ und ihren Folgen, dem Verlust ihrer Eigenständigkeit, und tritt dafür ein, die Ehe und Familie auch gegen den Zeitgeist zu verteidigen. Doch dafür, so Blüm, „müssen wir uns Gedanken machen, wie wir eine gute Gesellschaft gestalten wollen, in der ein gelungenes Leben möglich ist“. Hierin sieht  der frühere Arbeitsminister gerade auch eine Forderung an die CDU.

Bereits in seiner Streitschrift „Freiheit“, die Norbert Blüm Anfang 2012 in der ZEIT veröffentlichte, legte er pointiert dar, daß die Familie durch die Entwicklungen der Gegenwart bedroht ist und warnte vor einer Enteignung der Kindheit und der Verstaatlichung der Familie.

Quellen: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch / Die Zeit / Medrum