Evangelikale SCM-Verlagsgruppe trauert um ihr Urgestein Friedrich Hänssler

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Friedrich Hänssler, der langjährige Geschäftsführer des SCM-Hänssler-Verlags, verstarb am 7. Mai 2019 im Alter von 92 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, nur wenige Wochen nach dem 100-jährigen Jubiläum des Verlages. 395790000

„Mit dem Tod von Friedrich Hänssler haben wir einen der bedeutendsten evangelischen Verleger des 20. Jahrhunderts verloren“, erklärt Klaus Jost, Vorsitzender der Geschäftsführung der SCM Verlagsgruppe:

„Die Familie Hänssler und der Verlag mit allen Mitarbeitern sind froh und dankbar für sein Lebenswerk“.

BILD: Lebenserinnerungen „Unter Gottes Führung“ von Friedrich Hänssler sen.
 
Über viele Jahre prägte sein Sohn – Friedrich Hänssler jun.  – den Verlag. Seit 1950 arbeitete er im Verlag seines Vaters, übernahm ab 1958 die Verantwortung für das Unternehmen und machte ihn zu dem, was der Verlag heute ist: einer der größten evangelikalen Verlage Deutschlands mit einem breiten Verlagsprogramm rund um Gemeinde- und Familienthemen und christlicher Musik.

Friedrich Hänssler schöpfte seine Zuversicht aus der Bibel und seinem tief verwurzelten Glauben: „Nie aufgeben, auch wenn es hoffnungslos aussieht, Gott hat einen Plan und lässt dich niemals allein!“.

Auch in seinen schweren letzten Stunden hatte er diesen Glaubensmut: „Wir sehen uns wieder!“, sagte er seiner Familie noch kurz vor seinem Abschied.
 
 


Die Unionsfraktion würdigt den verstorbenen Historiker Arnulf Baring als großen Deutschen

Am vergangenen Wochenende starb der bedeutende Historiker und Buchautor Prof. Dr. Arnulf Baring. Dazu erklärt der vertriebenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Eckhard Pols (siehe Foto):

„Arnulf Baring hat in seiner fast 30jährigen Schaffenszeit als Professor für Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen am F.-Meinecke-Institut der Berliner Universität bis heute gültige Standardwerke geschrieben.

Sein hohes Ansehen gründete auf den gründlichen Analysen etwa der Außenpolitik des ersten Bundeskanzlers („Im Anfang war Adenauer“) oder der neuen Ostpolitik in der Ära Brandt-Scheel (Bestseller „Machtwechsel“). Baring zählt damit zu den maßgebenden Chronisten der Bundesrepublik.

Der Autor hat darüber hinaus die aktuelle politische Entwicklung der Bundesrepublik mit seinem immensen publizistischen Wirken stets kritisch – mitunter provokant – begleitet und wurde dadurch zum bekanntesten deutschen Historiker.

Dabei trat Baring, der 1945 den Dresdner Feuersturm überlebt hatte, entschieden für ein demokratisch verfasstes Deutschland ein.

Mit der Wiedervereinigung war das mögliche Scheitern der Berliner Republik sein unermüdlicher Antrieb, auf die bislang – insbesondere von der Politik – nicht verinnerlichte neue alte Mittelage in Europa und notwendige Strukturreformen aufmerksam zu machen, damit der deutsche Staat inneren wie äußeren Krisen gewachsen ist.

Der Konservative Arnulf Baring wurde mit seinen grundlegenden Betrachtungen über den Zustand unserer Nation zum  – so schrieb etwa der SPIEGEL  –  „Praeceptor Germaniae“; aufgrund seiner hervorragenden Leistungen für das Gemeinwesen wurde ihm 2011 das Große Verdienstkreuz verliehen.

Sein eindringlicher Appell an uns Parlamentarier zu offenem Vordenken, die wirklichen Probleme des Landes anzugehen und Führungsbereitschaft neu herauszubilden, hallt nach.

Noch 2014 mahnte Baring auf dem Deutschlandtreffen der Ostpreußen, den Blick nach Osten zu richten. Es sei die historische Aufgabe Deutschlands, auf die außerordentliche Sorge der östlichen Nachbarn zu reagieren, wieder unter russische Vormacht zu fallen. Nur vier Jahre später sind ausgerechnet auf dem Gebiet des ehemaligen Königsbergs atomar bestückbare Raketen mit einer Reichweite bis nach Berlin stationiert worden.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag würdigt Arnulf Baring als einen bedeutenden Geisteswissenschaftler und herausragenden Verfechter der Republik: Der Patriot Arnulf Baring gehört zu den großen Deutschen.

Seinem Andenken verpflichten wir uns und unser tiefes Beileid gilt seiner Familie.

Wir setzen uns dafür ein, dass das Bundesarchiv, Nachlassverwalter der Unterlagen des Historikers Baring, eine vollständige Dokumentation seiner publizistischen Werke, insbesondere die Berichte seiner legendären Exkursionen in die versunkenen Landschaften Schlesiens oder Böhmens erstellt.“


+++ Wir trauern um Pastor Fouad Adel +++

Von Felizitas Küble

Der Islamexperte und Pastor Fouad Adel ist am vergangenen Dienstag, dem 16. Januar, im Alter von 62 Jahren im Krankenhaus verstorben.

Der evangelische Prediger (siehe Foto) war zunächst bis 1991 als koptischer Priester in Ägypten und im Sudan tätig.

Er warnte in Deutschland vor der islamischen Gefahr auch für den Westen, zumal er den Islam im Nordsudan hautnah kennenlernte. Zugleich hatte er im Westsudan in den Al-Buba-Bergen gewirk t und dort unter den schwarzen  Stämmen viele Heiden und Muslime zu Christus geführt. Das war sehr riskant und geschah unter Diktator Numeri, der 1983 die islamische Scharia einführte.

Gleichwohl unterschied der Geistliche im wahrhaft christlichen Geist zwischen dem Islam an sich und den Muslimen als Menschen, denen wir mit Nächstenliebe begegnen sollen, wie er immer wieder betonte. Er wirkte gemäß dem alten christlichen Grundsatz: Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden!

Nachdem der Pastor aufgrund der Verfolgung im Nordsudan 1991 nach Deutschland gelangte, setzte er sich vor allem für Christen aus arabischen Ländern ein, die hier leben. Er reiste in nahöstliche Länder und half den unterdrückten Glaubensgeschwistern tatkräftig. Dabei beherzigte er den Rat des hl. Paulus: „Helft allen Menschen, besonders aber des Glaubens Genossen.“

Im Jahr 2001 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Arabisch ist die Muttersprache des 1955 im Khartum (Sudan) geborenen Geistlichen. Daher kannte er sich im Koran bestens aus. Zugleich erläuterte der Pastor in seinen Schriften die Fundamente des christlichen Glaubens und bat um mehr Solidarität mit verfolgten Christen in aller Welt.

Er trat manchmal gemeinsam mit der bekannten syrisch-orthodoxen Ordensfrau Hatune Dogan (siehe Foto) bei Veranstaltungen auf.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freunden in aller Welt. Möge der Ewige ihm die „Krone der Gerechtigkeit“ zuteil werden lassen und immerwährende Freude in seinem Reich schenken.

Hier haben wir einen Artikel des Pastors veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/28/mohammed-und-sein-massenmord-an-juden/

Fotos: Dors de Boer  – Felizitas Küble


+ Wir trauern um Kaplan René Pfeiffer +

Vor genau 16 Jahren zum Priester geweiht

Wir konnten es kaum fassen, als wir kürzlich durch einem befreundeten Kaplan erfuhren, daß ein Mitbruder überraschend verstarb bzw. tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde  –  nämlich unser jahrzehntelanger Freund: Kaplan René Pfeiffer aus Berlin.

Noch wenige Tage zuvor hatte ich ihm zu seinem Geburtstag und Namensfest gratuliert, wobei er keine gesundheitliche Probleme erwähnte. Auch sonst schien er recht guter Dinge zu sein und wir führten ein gutes Telefonat.

Bei seinem vorletzten Anruf plante er, uns in Münster wieder für einige Tage zu besuchen, wofür der kommende Winter aber nicht so passend war, daher verschoben wir dies aufs nächste Frühjahr.

Der Geistliche  – geboren am 11. November 1970 in Potsdam – wurde am 1. Dezember 2001 in der Hedwigs-Kathedrale zu Berlin von Kardinal Sterzinsky zum Priester geweiht  –  also auf den heutigen Tag genau vor 16 Jahren.

Wenn unser Verlagsleiter und Jugendschriftsteller Günter Stiff Leserbriefe durchstudierte, die ihm besonders gefielen, schrieb er mit einem dicken Filzschreiber Ia (Eins-A) darüber – so geschah es auch bereits bei Renès erster Zuschrift vom 2.9.1990. 

„Konservativ, aber dennoch nicht verstaubt“

Er bestellte darin einiges aus unseren Angeboten sowie unsere Jugend-Zeitschrift KOMM-MIT. Unsere KM-Schriften bekam er von seinem Heimatpfarrer geschenkt und war „sehr erfreut“ darüber.

Zudem schrieb uns der damals 19-Jährige: „Bei vielen anderen christlichen Jugendzeitschriften hatte ich bis jetzt fast immer den Eindruck, daß dort mehr der „zeitliche Ungeist“ statt dem Heiligen Geist zum Zuge kam. So kann ich euch nur gratulieren: Ihr seid konservativ, aber dennoch nicht verstaubt, sondern spritzig und aktuell.“

Sodann berichtete er, daß er von Potsdam nach Magdeburg zog, um „meine Ausbildung zum katholischen Priester zu beginnen“. Er holte dort sein Abitur nach (später kam er ins Priesterseminar nach Erfurt).

Unser KOMM-MIT-Freund hat im Magdeburger Norbertuswerk wieder die Schulbank gedrückt, denn von Haus aus war er Facharbeiter für Werkzeugmaschinen. Sein Vater arbeitete als Maurer, seine Mutter stammte aus Oberschlesien. Gefirmt wurde René von Kardinal Meisner, der zu kommunistischen Diktatur-Zeiten als Oberhirte von Berlin amtierte (später Erzbischof von Köln).

Traditionsbewußt und jugendbewegt zugleich

Unser erstes FOTO zeigt René in jungen Jahren beim Zelten am Lagerfeuer. Unser Freund war sehr jugendbewegt, sportlich, unternehmungslustig, kontaktfreudig  – und zugleich traditionsbewußt. Er liebte konservative Inhalte in zeitgemäßen Formen – so wie er dies in unserem KOMM-MIT-Verlag und Christoferuswerk vorfand.

Das zweite FOTO stammt von einem der ersten Besuche des jungen Priesteranwärters als Ferienhelfer bei uns in Münster –  er hat unsere KOMM-MIT-Jugendzeitschrift in der Hand und sitzt auf unserem Redaktionstisch.

BILD: Gedenkzettel an die Priesterweihe (1. Dez. 2001)

Wir haben uns mit René wegen seiner frischen, unkomplizierten, freundlichen und aufrichtigen Art stets prima verstanden – es gab nie Streit oder Konflikte, nur in Nebensachen manchmal andere Ansichten, was aber keinen störte.

Auch er war grundsatztreu und tolerant zugleich. Einer seiner besten Freunde war ein jüngerer evangelischer Kamerad.

René fühlte sich der katholischen Tradition verbunden, ohne dabei jedoch verbissen oder gar fanatisch zu sein. Er schätzte persönlich die klassische, überlieferte Liturgie (sog. „alte Messe“), zelebrierte aber im Normalfall die übliche Meßfeier, was in den Pfarrgemeinden auch gar nicht anders möglich war.

Präfekt bei den Wiener Sängerknaben

Besonders gefreut hat René sich darüber, daß er am Ende seines Theologiestudiums 1996 zu den Wiener Sängerknaben übersiedeln konnte – aber nicht, um dort im Chor mitzusingen, sondern als Präfekt, als geistlicher Leiter der etwa hundert Jungen. Diese Zeit in der österreichischen Hauptstadt war eine der schönsten Phasen seines Lebens, denn die Jugendarbeit lag ihm besonders am Herzen.

Einige Jahre später, als er Priesteramskandidat war, gehörte er mehrfach zur Leitung von Familienfreizeiten der traditionsorientieren Petrusbruderschaft in Obertauern.

Sowohl über seine Wiener Sängerknaben-Zeit wie auch über seine Freizeit-Einsätze in Obertauern haben wir informative und anschaulich geschriebene Berichte in unserer KOMM-MIT-Jugendzeitschrift veröffentlicht, zudem seine Fahrtenberichte und Stellungnahmen zu aktuellen Themen.

Auch hier im CHRISTLICHEN FORUM hat sich René zu Wort gemeldet. So befaßte er sich kritisch mit der Erklärung der Dt. Bischofskonferenz zur Bundestagswahl 2013: https://charismatismus.wordpress.com/2013/09/15/kritik-eines-junges-priesters-am-hirtenwort-der-dt-bischofe-zur-bundestagswahl/

Im Jahre 2009 beteiligte er sich als Kaplan am Marsch für das Leben in Berlin und hielt darüber eine Predigt: http://www.dvck-sosleben.de/nachrichten/news_81.html

Auf sein Primizbild zur Priesterweihe setzte er die bescheidenen Worte: „Ein Priester muß sein: ganz groß und ganz klein…ein Held, der sich selbst bezwungen, ein Mensch, der mit Gott gerungen. Ein Quelle von heiligem Leben, ein Sünder, dem Gott vergeben…Feststehend in sich. Ganz anders als ich. Betet für mich!“

„Betet für mich!“  –  Ja, diese Bitte gilt auch nach seinem Heimgang in die Ewigkeit: R.I.P.  – Unser unvergeßlicher Freund René möge eingehen in die Freude des HERRN!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Weiterer NACHRUF auf den verstorbenen Kaplan aus einer Berliner Pfarrei siehe hier: http://www.mater-dolorosa-lankwitz.de/wiki/doku.php/personen%3arene_pfeiffer


Wir trauern um Pater Otto Maier SJM

Publizist, Priester und Lebensrechtler

Am 18. August 2017 ist Pater Otto Maier (siehe Foto), ein Geistlicher der SJM-Kongregation (Diener Jesu und Mariens), im Alter von 68 Jahren in die Ewigkeit abberufen worden. Die Beerdigung fand am 25. August in der diözesanen Gebetsstätte Marienfried bei Ulm statt. 

Das Requiem (Totenamt, hl. Messe für Verstorbene) wurde in der überlieferten lateinischen Liturgie (außerordentliche Form des römischen Ritus) zelebriert.

Günter Annen, katholischer Lebensrechtler und Publizist aus Weinheim, schrieb folgenden Nachruf auf Pater Maier SJM, den auch wir seit Anfang der 80er Jahren persönlich gekannt und wertgeschätzt haben:

Wer sich in Deutschland oder Österreich schon länger für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder einsetzt, wird diesen unermüdlichen und mutigen Pater wahrscheinlich auch einmal persönlich kennengelernt haben.

Der Geistliche war ein Ordensgründer und glühender Marienverehrer. Er sprach voller Hochschätzung über die Gottesmutter und ihre liebevolle Fürsprache für die Gläubigen.

Verständlich, daß der Pater eine besondere Liebe zu den Schutzlosesten in unserer Gesellschaft empfand, zu den ungeborenen Kindern. Seit Jahrzehnten wies er auf das größte Verbrechen unserer Zeit hin: die vorgeburtliche Kindstötung. Er galt als „der Experte“ auch in puncto Hintergrundwissen um  die Abtreibungsorganisationen IPP und „Pro Familia“ und beschrieb deren Verführungspraktiken und Beteiligung am Tötungsgeschäft der Kinder im Mutterleib.

Bereits vor Jahrzehnten warnte Pater Maier zudem vor der Euthanasie, die eine Folge der menschenverachtenden Einstellung zum Leben darstellt.

Die Pro-life-Bewegungen verlieren in Pater Otto Maier einen tapferen, geradlinigen und furchtlosen Kämpfer für das Lebensrecht aller Menschen.

Der HERR möge seinen Einsatz reich belohnen: R.I.P.

HINWEIS: SJM-Patres wirken auch auf Schloß Assen im östlichen Münsterland; dort gibt es ansprechende und grundsolide Familienfreizeiten, Jugendveranstaltungen, Exerzitien, Theateraufführungen usw: http://www.haus-assen.de/de/aktuelles.html

 


Wir trauern um Wolfram Ellinghaus

Von Felizitas Küble

Leider haben wir erst mit einiger Verspätung erfahren, daß unser Leser und Mitstreiter, der evangelische Familienvater Wolfram Ellinghaus, am 12. September dieses Jahres in Harsewinkel (Westfalen-Lippe) verstorben ist.
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Auch wenn ich den einsatzfreudigen Pädagogen persönlich leider nicht kennenlernen konnte, so waren wir jahrzehntelang schriftlich und telefonisch in einem guten ubuchtitelnd anregenden Kontakt  –  dies umso mehr, als der Kirchenchorleiter, Buchautor und Zeitgeistkritiker der katholischen Kirche vor allem in moralischer Hinsicht, aber teils auch hinsichtlich theologischer Themen sehr nahe stand, etwa im zentralen Punkt der „Rechtfertigungslehre“.
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Kein Wunder also, daß er sich über unsere Rundsendungen und Artikel im CHRISTLICHEN FORUM gefreut hat und sich immer wieder positiv dazu äußerte. Er pflegte auch guten Kontakt mit katholischen Priestern, z.B. mit dem Jesuitenpater und Publizisten Lothar Groppe, der zudem auf seinen Tagungen referierte.
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BILD: eines der Bücher von Wolfram Ellinghaus
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Wolfram Ellinghaus war Gründer und jahrzehntelang Vorsitzender bzw. Geschäftsführer des LDEZ (Lernen für die Deutsche und Europäische Zukunft e. V.), zudem der Leiter des Kuratoriums. Vermutlich auf seine Anregung hin wurde ich voriges Jahr in den Beirat des LDEZ aufgenommen, der heute von Josef Kraus, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, geleitet wird. Den Verein selbst führt Prof. Dr. Walter Schweidler aus Eichstätt.
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Der LDEZ verbreitet pädagisch wertvolle Schriften und hat mehrfach geeignete Schulbücher mit dem „Deutschen Schulbuchpreis“ ausgezeichnet, darunter auch katholische, unterrichts-geeignete Literatur, zB. von Weihbischof Dr. Andreas Laun aus Salzburg.
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Der evangelikal geprägte Verstorbene hat sich unermüdlich für Schulgesetze und Lehrpläne eingesetzt, die mit unserer christlich-abendländischen Kultur und Ethik vereinbar sind. Aber Ellinghaus übte nicht nur Kritik an Fehlentwicklungen, sondern wollte vor allem das Gute fördern, daher die Schulbuchpreise für lobenswertes Unterrichtsmaterial. Näheres dazu hier: http://www.schulbuchpreis.de/index.html
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Möge der Ewige ihn in sein himmlisches Reich aufnehmen: R.I.P.

 


Wir trauern um unsere Freundin und ehrenamtliche MITarbeiterin Ursula Reinsch

Von Felizitas Küble

Am heutigen Samstag, den 27. August 2016, ist unsere liebe KOMM-MIT-Freundin und ehrenamtliche Helferin Ursula Reinsch im gesegneten Alter von 90 Jahre verstorben. Die traurige Nachricht traf mich heute Vormittag ziemlich überraschend, wenngleich „unsere Ursel“ bereits schwerkrank war und in diesem Jahr mehrfach in der Klinik lag (auch vor drei Wochen war es wieder soweit).  Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie

Als ich Ursula vor zwei Tagen im Klarastift besuchte, konnte sie noch kurze Worte sprechen, wenngleich sie schon recht müde wirkte, was ich vor allem auf das schwüle Wetter zurückführte.

Wir haben gemeinsam für einen älteren Freund, der zur Zeit im Krankenhaus liegt, gebetet. Besonders schön fand es Ursel immer, wenn ich ihr Psalmen, geistliche Hymnen oder klassische Gedichte vorlas. Gestern schien sie vormittags und nachmittags im Tiefschlaf zu sein, so daß ich sie nicht wecken wollte, doch rechnete ich nicht mit einem solch schnellen Heimgang in die Ewigkeit.

Ursula Reinsch und ich können seit Jahrzehnten am selben Tag unseren Geburtstag feiern, nämlich am 28. April. Dieses Mal fiel die „Party“ aber bescheiden aus und bestand aus gesundheitlichen Gründen (sie war schon seit einiger Zeit bettlägerig) nur aus Schokoladeneis mit Sahne. Trotzdem war die Stimmung gut, zumal Ursel von ihrem Gemüt und ihrer Lebenseinstellung her ein zufriedener Mensch war, der auch aus einer unerfreulichen Situation noch das Beste machte.

Leider ist unsere KOMM-MIT-Freundin vor 4 bis 5 Jahren weitgehend blind geworden, denn sie bekam Macula-Degeneration (Netzhautablösung). Dadurch konnte sie Menschen, Möbel und Gegenstände etc. nur noch in Umrissen erkennen.Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie - Kopie

Das war auch der Grund, warum sie ihre ehrenamtliche Arbeit in unserem gemeinnützigen Christoferuswerk und KOMM-MIT-Verlag mit etwa 85 Jahren beenden mußte, was sie recht traurig stimmte, denn sie hat mit großer Freude, echtem Teamgeist, Regelmäßigkeit und Selbstverständlichkeit über 15 Jahre lang bei uns mitgeholfen.

Bis ins hohe Alter fuhr sie mit ihrem Elektro-Wägelchen ca zehn Kilometer hin und zurück, um bei uns z.B. für die Adressenverwaltung am Computer (!) zu sitzen, bei Versand und Buchhaltung mitzuarbeiten, Texte abzutippen oder unsere Manuskripte zu korrigieren.

Wir hatte immer viel Spaß mit ihrer humorvollen und geselligen Art, wie das Foto oben ahnen läßt, wo sie bei einem unserer Verlagsfeste ihre Kräfte stemmte…

Das zweite Bild zeigt Ursel mit unserer damaligen Buchhalterin Martina Bremshey beim 80. Geburtstag unseres Verlagsgründers Günter Stiff, der im September 2002 verstarb.Kurz vor seinem Tod hat sie ihn noch in der Klinik besucht.

Günter und Ursel waren immer ein fröhliches Gespann, die sich gegenseitig gerne neckten. Kein Wunder auch: Günter war ein typischer Rheinländer, immer gut gelaunt und zu Flaxereien aufgelegt – und unsere Ursula ist in Niederschlesien (Strehlen) aufgewachsen und kannte natürlich das Sprichwort, daß die Schlesier die „Rheinländer des Ostens“ seien. Jedenfalls verstand sie sich mit unserem Team und vor allem mit Günter hervorragend.  Scannen0002

Beide waren aber nicht nur lustig, sondern auch nachdenklich, vor allem, wenn es Weihnachten zuging. Dann gerieten Günter und Ursel in feierlich-romantische Stimmung  –  wie das dritte Foto zeigt, wobei unser Günter ein Stofftierchen von ihr geschenkt bekam, das er erfreut in der Hand hält…

Wenngleich Ursel evangelisch-konservativ (also evangelikal) war, sind wir uns in den meisten religiösen Fragen weitgehend einig gewesen. Als sie Anfang der 90er Jahre mit ihrer MITarbeit bei uns begann, fand sie es ganz selbstverständlich, gemeinsam mit uns das Kreuzzeichen beim Tischgebet zu machen.

Auch das Ave-Maria und den „Engel des HERRN“ betete sie gerne mit uns. Gerade die Marien- und Heiligenverehrung schätzte sie sehr an der katholischen Kirche, ebenso ihre Lehre über die Eucharistie bzw. das Altarsakrament. Die Lebensbeschreibungen von Heiligen suchte sie aus  Büchern heraus und tippte sie auf ihrer Schreibmaschine ab  – für jeden Heiligen ein eigenes Blatt.

Als Ursula noch lesen konnte, wünschte sie von mir zu Weihnachten das gerade erschienene Jesus-Buch von Papst Benedikt, ein Jahr später seine Meditationen über die Heilige Schrift. Mit diesem Pontifex fühlte sie sich eng verbunden. Ihre Frömmigkeit war christozentrisch und speiste sich stark aus der Bibel und geistlichen Liedern.

In ihrer Handtasche trug Ursel eine Anleitung zum Rosenkranzgebet sowie eine kleine Marienbroschüre. Zudem sammelte sie Madonnen-Postkarten aus aller Herren Länder und vielerlei Kunstepochen. In ihrer Wohnung stand eine geschnitzte Marienstatue mit Christkind aus schwarzem Elfenbein, die aus Afrika stammte. Scannen0001 - Kopie - Kopie

Als unser Verlagsleiter Günter Stiff verstarb, wir natürlich viel „um die Ohren hatten“ und eine Menge Dinge regeln mußten, fragte Ursula uns bei Tisch etwas verblüfft: „Sagt mal, wann gehen wir denn jetzt zu Günter und beten den Rosenkranz?!“ – Oho, dachte ich mir,  d a s  muß uns von evangelischer Seite gesagt werden, vielleicht hätten wir es sonst noch verbummelt…

Jedenfalls wußten wir nun, was die Stunde geschlagen hatte und fuhren mit Ursel los zum Beerdigungsinstitut  – gemeinsam mit unserem damaligen Praktikanten Olaf Pioch, unserer Ferienhelferin Michaela Koller (heute ist sie IGFM-Mitarbeiterin in Frankfurt) und mir.

Das letzte Foto zeigt Michaela, Ursel und Olaf  –  wir waren ein tolles Team und werden „unsere Ursel“ sehr vermissen, denn sie war ein warmherziger, hilfsbereiter und im guten Sinne frommer Mensch, zudem sehr belesen, vielseitig und vor allem bibelkundig.

Auch in ihrer evangelischen Kirchengemeinde (der Friedenskirche in Münster-Gremmendorf) war sie jahrzehntelang gerne aktiv, vor allem in der Evangelischen Frauenhilfe von Münster-Gremmendorf, wo sie noch bis Anfang dieses Jahres, wenn es irgendwie möglich war, an den monatlichen Treffen teilnahm, obwohl sie bereits einen Rollstuhl benötigte.

Als Ursel noch besser auf den Beinen war, besuchte sie öfter Vorträge und Seminare von katholischer wie von evangelischer Seite. Beruflich war Ursula vielseitig tätig, als Krankenschwester, Kontoristin, Stenotypistin, Sekretärin und als evang. Gemeindeschwester in Münster-Wolbeck.

Nun weilt unsere bewährte liebe Freundin seit dem heutigen Tage nicht mehr irdisch unter uns, doch in unserem Herzen und auch in unseren Gebeten bleibt sie unvergessen: R.I.P.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

HINWEISE: Der Trauergottesdienst ist am Mittwoch, den 7. September 2016, um 10 Uhr in der evangelischen Friedenskirche in Münster-Gremmendorf. Die Beisetzung um 11 Uhr auf dem 1 – 2 km entfernten Friedhof „Hohes Ufer“.

Kontakt: Felizitas Küble, 48167 Münster, Schlesienstr. 32, Tel. 0251-616768, Fax 0251-614020, Mail: felizitas.kueble@web.de