Seit einem Jahr 4000 Intensivbetten weniger

Innerhalb eines Jahres, zwischen April 2020 und März 2021, hat sich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in Deutschland um über 4.000 Betten reduziert – ausweislich der offiziell von der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) mitgeteilten Zahlen.

Dann kam die „zweite Welle“ und als im Dezember der angebliche Klinik-Kollaps wieder ein Thema wurde und die Intensivbelegungen zunahmen, fiel schon kaum niemand mehr auf, dass sich die Zahl der Betten auf nur mehr knapp über 28.000 verringert hatte.

Die dritte Welle manifestiert sich aktuell in einem Anteil an Verstorbenen, der gegen Null tendiert, sowie einer Hospitalisierungs-Quote der Infizierten im Bereich von 5 Prozent (zum Vergleich: in der ersten Welle lag diese noch bei über 20 Prozent), wie ein Blick auf die aktuellen Covid-19-Lageberichte des RKI zeigt.

Quelle und vollständiger Bericht hier: https://www.journalistenwatch.com/2021/03/31/intensivbetten-jahr-pandemie/


Leverkusen: Corona-Ausbruch im Altenheim nach Impfung, 13 Verstorbene

In einem Seniorenheim in Leverkusen-Rheindorf sind 13 Bewohner gestorben, die mit der mutierten Variante des Coronavirus B 1.1.7 infiziert waren. Insgesamt 47 Bewohner und 25 Mitarbeiter haben sich angesteckt.

Am 30. Dezember wurden die ersten 150 Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenheims geimpft. 110 von ihnen erhielten am 20. Januar die zweite Impfung. 40 waren mit dem Coronavirus infiziert und wurden kein zweites Mal geimpft. Darunter sind die 13 verstorbenen Bewohner. Laut Gesundheitsamt Leverkusen tritt der volle Schutz der Impfung erst rund zwei Wochen nach erhaltener zweiter Impfdosis ein.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/leverkusen-altersheim-coronavirus-100.html


Feier in Regensburg: Achter Jahrestag der Bischofsweihe von Dr. Rudolf Voderholzer

Anlässlich des Jahrestags der Bischofsweihe von Dr. Rudolf Voderholzer ist am Sonntagnachmittag im Regensburger Dom eine Pontifikalvesper gefeiert worden. Der Oberhirte wurde vor acht Jahren, am 26. Januar 2013, im Dom geweiht.

Er dankte bei dieser Gelegenheit allen, die ihn bei der Leitung der Diözese unterstützen sowie überhaupt allen, die sich für Verkündigung und Weitergabe des Glaubens einsetzen. Unter Wahrung aller Abstandsregeln war der Dom gut gefüllt mit Besuchern.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die 51.000 Menschen, die in Deutschland bisher am Corona-Virus verstorben sind, sowie an die rund 2 Millionen Menschen, die weltweit verstorben sind. An dem Corona-Virus sei etwas „geradezu Teuflisches“, weil es die leibhaftige Gemeinschaft verhindert.

Soziale Distanz sei gerade das Gegenprogramm zur Kirche als Communio, sagte der Bischof: „Die Versammlung gehört dazu.“

Die schwierigste Aufgabe, die Sammlung der Menschen, stünde aber erst noch bevor – wenn das Virus überwunden ist.

Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs beschrieb das Wirken des Bischofs mit den Worten „mutig“ und „ermunternd“.

Ganz im Sinne des „Wir lassen nicht ausfallen, sondern wir lassen uns etwas einfallen“ gingen von dem Bischof unzählige Ideen aus, um die Nähe Christi den Menschen in Worten und Zeichen erfahrbar zu halten.

Quelle (Text/Bilder): Bistum Regensburg


Es ist ein heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
2 Makk 12,43-45.

In jenen Tagen veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe.
Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung.
Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.
Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und heilsamer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.


Dreifache jüdische Jenseitsvorstellung: Himmel, Hölle und ein Zwischenreich

Von Felizitas Küble

In mancher Hinsicht stehen religiöse Juden dem katholischen Glauben näher als der Protestantismus. Dies gilt z.B. für die im Judentum hochgehaltene „Heiligkeit“ der Ehe (die der katholischen Lehre vom „Sakrament“ der Ehe ähnelt) oder etwa in puncto Bedeutung der „guten Werke“.

Diese Geistesverwandtschaft läßt sich aber auch bei den „Letzten Dingen“ feststellen, also den Vorstellungen von der Ewigkeit.

Während das evangelische Christentum – zumindest auf amtlicher Ebene bzw. doktrinärer Basis  – kein Gebet für die Verstorbenen kennt (denn aus protestantischer Sicht gibt es nur Himmel oder Hölle, so daß sich jedwede Fürbitte erübrigt), betet die katholische, orthodoxe und altorientalische Christenheit seit jeher und bis heute für ihre Toten – und zwar nicht nur in der persönlichen Frömmigkeit, sondern auch in der liturgisch-gottesdienstlichen Praxis.

Am deutlichsten ausgeprägt ist hierbei die katholische Begründung:

Es gibt neben Himmel und Hölle auch ein Fegefeuer (allerdings nur bis zum Jüngsten Gericht), in das die Seelen jener Gerechten gelangen, die zu gut für die Hölle und zu schlecht für den Himmel sind, also beispielsweise Gläubige, die es hinsichtlich guter Werke an Eifer fehlen ließen bzw. deren Lebenswandel zu mittelmäßig für den Himmel war, ohne sich jedoch im „Stand der Todsünde“ zu befinden.

Es kommt hierbei auf den Grundgedanken an, nicht auf den Ausdruck „Fegefeuer“, der ohnehin nicht kirchlich-offiziell ist (dieser lautet nämlich Purgatorium = Reinigung, Läuterung).

Auch Juden beten für ihre Verstorbenen, teils durch das Kaddisch-Totengebet, teils durch weitere liturgische oder persönliche Fürbitten, vor allem für die eigenen Eltern, was geradezu als moralische Pflicht angesehen wird.

Das Gebet für die Gläubigen, die uns „vorausgegangen“ sind, wird im 2. Buch der Makkabäer ausdrücklich gutgeheißen: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, damit sie von den Makeln ihrer Schuld befreit werden“ (2 Makk 12,46).

Dies ist eine jener Bibelstellen, auf welche sich die katholische Kirche hinsichtlich ihrer Fegfeuer-Lehre beruft.

Das Judentum hat sich in der frührabbinischen Zeit (1. und 2. Jahrh. n. Chr.), in welcher auch der Talmud entstand, verstärkt mit der eigenen Jenseitslehre beschäftigt.

Hierüber berichtet der französische Historiker Jaques Le Goff in seinem systematischen Werk „Die Geburt des Fegfeuers“ ab S. 56 ff.

Der Autor schreibt sogar, daß das entsprechende Denken in der jüdischen Gelehrtenschulen für die weitere Entwicklung der katholischen Fegfeuer-Idee „entscheidend“ war.

Dabei zeichnen sich zwei Vorstellungswelten ab, die aber so oder so von einem „Zwischenreich“ ausgehen:

A. Die erste Version unterscheidet zwischen Himmel (Paradies, jenseitiger „Garten Eden“), Hölle („Gehenna“ genannt) und einem allgemeinen Totenreich (Scheol).

Professor Le Goff bezeichnet dieses Totenreich als „intermediären Ort“, somit als Zwischenreich. Die Hölle lag nach dieser jüdischer Vorstellung noch unter diesem tristen und öden Scheol.

B. Ab der Mitte des 1. Jahrh. n. Chr. kristallisiert sich bei führenden Rabbinern eine Idee heraus, die der katholischen Lehre vom Purgatorium (Läuterungszustand, Reinigungsort) recht nahe kommt: „Die Schule von Sammajs sagt: Drei Klassen gibt es am Gerichtstage: eine der völlig Frommen, eine der völlig Gottlosen und eine der Mittelmäßigen.“

Diese Mittelmäßigen kommen für 12 Monate in eine Art Vorhölle oder „Hölle Light“, aus der sie durch Gottes Gnade befreit werden.

Auch der bekannte Rabbi Akiba (einer der großen Mischna-Gelehrten) vertrat diese Ansicht.

Der Verfasser schreibt als Resultat seiner mentalitätsgeschichtlichen Untersuchungen des antiken Judentums:

„Es gibt also eine mittlere Kategorie, die Kategorie jener, die weder nur gut noch nur schlecht sind, und daher nach dem Tode eine zeitlich begrenzte Strafe abbüßen und anschließend in den Garten Eden kommen“.

Der Garten Eden wurde von den Israeliten auch als Paradies, Himmel, als „ewiger Lohn“ oder „Abrahams Schoß“ bezeichnet.

WEITERE theologische Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und kath. Kirche: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/19/die-besondere-nahe-zwischen-dem-judentum-und-der-katholischen-kirche/

 


Unfallopfer und Tote fotografisch schützen

Bisher schützt das Strafrecht nur lebende Menschen vor entwürdigenden Bildern – nun soll laut einem Vorschlag des Justizministeriums auch das Fotografieren von toten Opfern als Straftat gewertet werden.

Künftig müssen Gaffer, die Unfallopfer filmen oder fotografieren, mit Strafen rechnen. Das Justizministerium will das „Herstellen und Übertragen einer Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt“, als Straftat werten.

Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Justizministerium vor kurzem an Länder und Verbände zur Stellungnahme verschickt hat, auch an die Polizeigewerkschaft.

Nicht nur Unfallopfer, auch Opfer von Gewaltverbrechen würden durch dieses Gesetz geschützt. Bislang ist das nicht so – nur das Herstellen entwürdigender Bilder von lebenden Menschen steht unter Strafe.

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/verbesserung-des-persoenlichkeitsschutzes-von-verstorbenen/


Wir trauern um Dr. Angelika Pokropp-Hippen

Von Felizitas Küble

Am Dienstag, dem 26. März 2019, verstarb nach langem Krebsleiden eine katholische Christin aus Münster-Amelsbüren, die weit über das Münsterland hinaus bekannt war, besonders als engagierte und kompetente Lebensrechtlerin und Buchautorin.

Durch den gemeinsamen Einsatz gegen Abtreibung haben wir die 1954 geborene Allgemeinärztin – auch ihr Mann ist als Mediziner tätig – bereits vor Jahrzehnten persönlich kennengelernt.

In Münster führte die Mutter von drei Kindern ab November 1997 für Samstag-Mittag ein regelmäßiges ökumenisches „Beten für das Leben“ in der Lamberti-Kirche ein. Danach folgten monatliche abendliche Votivmessen für die ungeborenen Kinder in der Aegidii-Kirche.

Jährlich führte sie zudem am 28. Dezember – dem Tag der Unschuldigen Kinder von Bethlehem – im St-Paulus-Dom eine Kreuzwegandacht durch, wobei die Gläubigen betend und betrachtend an den inneren Kapellen der Bischofskathedrale vorbeischritten.

Die Publizistin und Vortragsreisende veranstaltete jährlich marianische Tagungen in Freckenhorst mit namhaften Referenten – hier z. B. das Programm von 2014: http://nahe-dem-herzen.de/freckenhorster-marientagungen/programm-freckenhorster-marientagung-2014.html

Sie selbst war eine tiefgläubige Marienverehrerin und fühlte sich zudem sehr mit der seliggesprochenen Ordensfrau Euthymia aus Münster verbunden, zu derem Gedenken sie eine Gebetsbroschüre verfaßte. Zudem war sie zeitweise Schriftführerin des bundesweiten „Fatima-Weltapostolats“.

Unser Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, hat im vorigen Jahrzehnt in mehreren tausend Exemplaren den von ihr verfaßten „Kreuzweg für Ungeborene“ verschickt und verbreitet, der im Fe-Verlag erschien.

In diesem katholischen Medienzentrum aus Kisslegg wurden weitere Bücher von der einsatzfrohen Medizinerin und Psychotherapeutin veröffentlicht, darunter der Titel „Wege zum Schattenkind“, der sich mit den Hintergründen und Folgeschäden von Abtreibungen befaßt, aber auch mit seelischer Heilung und christlicher Hilfestellung: siehe HIER

Die engagierte Katholikin, die über 25 Jahre lang ärztlich und psychotherapeutisch aktiv war, hat an mehreren Filmen mitgewirkt, so etwa in der Dokumentation „Maria und ihre Kinder“ sowie im Film „Tabu Abtreibung“, der auf ARTE ausgestrahlt wurde und den sie fachlich begleitet hat – hierzu unser damaliger Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/17/heute-17-3-auf-arte-informativer-film-uber-das-tabu-abtreibung/

Dr. Angelika Pokropp-Hippen hat sich zudem –  sowohl beruflich wie ehrenamtlich –  um PAS-geschädigte Frauen gekümmert, also um Betroffene, die an den seelischen bzw. psychosomatischen Auswirkungen einer Abtreibung leiden, wobei sie hierbei sicherlich auch ihre Kenntnisse als Traumatherapeutin einsetzen konnte. (PAS = Post-Abortion-Syndrom = Folge-Erkrankungen von Abtreibung)

Noch im vorigen Monat veröffentlichte das evangelische Nachrichtenmagazin IDEA eine Stellungnahme von ihr, in welcher die Ärztin sich zugunsten der von Gesundheitsminister Spahn geplanten Studie über Psycho-Folgen der Abtreibung aussprach: https://www.idea.de/politik/detail/psychotherapeutin-kritik-an-spahn-studie-ist-unberechtigt-108193.html

Frau Dr. Pokropp-Hippen gehörte zum Vorstand der „Ärzte für das Leben“, der von dem Bioethik-Experten Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster geleitet wird. Auf der Jahrestagung der Mediziner-Vereinigung im Mai 2017 in Fulda hielt sie einen Vortrag über „Auseinandersetzung mit den Folgen der Abtreibung für betroffene Frauen und ihre Angehörigen“.

Hier einer ihrer Vorträge zu dieser Thematik, den die „Aktion Leben“ aus Abtsteinach online dokumentiert: siehe HIER

Außerdem wurde die Expertin vom Bistum Münster über ihre PAS-bezogene Tätigkeit interviewt:https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/interview_pokropp_hippen/

Die Verstorbene, die jahrzehntelang in der „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA) aktiv war, gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Lebensrechtsbewegung.

Zugleich beschränkte sie ihr ehrenamtliches Engagement nicht auf die Lebensrechtsthematik; sie hielt z.B. Vorträge über den Münsteraner Bekennerbischof Clemens August Graf von Galen undüber die judenchristliche Philosophin Edith Stein. Zudem war sie im Hiltruper Bernhard-Poether-Arbeitskreis tätig, der sich für die Seligsprechung dieses Märtyrers aus der NS-Zeit einsetzt: hierzu erschien ein Zeitungsbericht in den WN.

Wir bleiben mit Dr. Angelika Pokropp-Hippen im Gedenken und im Gebet verbunden – möge sie durch Christus in die ewige Herrlichkeit eingehen!

Die Beisetzung der Verstorbenen beginnt am Montag, dem 1. April 2019 um 14.30 Uhr in der Sebastian-Kirche in 48163 Münster-Amelsbüren mit einem Requiem, anschließend folgt die Beerdigung auf dem dortigen Friedhof.

Porträt-Foto: http://www.dr-hippen.de/

 


„Grabsaugen“/Gravesucking für eine „Salbung“ durch verstorbene Charismatiker

Von Felizitas Küble

Es gibt im charismatischen Lager  – zumal in seinem extremen Flügel – nichts, was es nicht gibt – und mag es noch so bizarr wirken.

Zu den mehr als gewöhnungsbedürftigen Praktiken in der pfingstlerischen Bethel-Church des kalifornischen Star-Pastors Bill Johnson gehört z.B. das sogenannte „Grave Sucking“ – gemeint ist ein Aufsaugen der „Salbung“ von toten Predigern oder Pastoren, deren charismatische Geistesgaben man dadurch empfangen möchte, daß man sich auf deren Grab legt.

Falls die Grabstätte sich dafür nicht eignet, weil sie mehr hoch als lang ist, wird sie umarmt.

Unter „Salbung“ versteht man in schwarmgeistigen Kreisen einen besonderen Geist-Empfang – sei es durch die Handauflegung eines „vollmächtigen“ Predigers oder durch ein sonstiges persönliches Erlebnis einer speziellen „Sendung“ durch den Hl. Geist….

Bekannt ist z.B. die besondere Beziehung des pfingstlerischen Predigers Benny Hinn zur verstorbenen Charismatikerin Kathryn Kuhlmann und ihrem Grab, wo er seine vollmächtige „Salbung“ zum Heilungsdienst empfangen habe.

Das Foto oben zeigt die Ehefrau von Pastor Johnson beim „Grave-Sucking“ auf dem Grab des christlichen Schriftstellers C.S. Lewis in Oxford liegend, um dessen Charismen „aufzusaugen“. (Daß dieser anglikanische Autor mit der Charismatik  durchaus nichts am Hut hatte, steht auf einem anderen Blatt.)

Es gibt Äußerungen von Pastor Bill Johnson, die einen solchen Totenkult bzw. nekromantische Praktiken begünstigen, z.B. diese:

„Es gibt Salbungen, Deckungen, Offenbarungen und Geheimnisse, die nicht beansprucht wurden und buchstäblich dort sind, wo sie verlassen wurden, weil die damalige Generation sie nie weitergab.

Ich glaube, es ist uns möglich, die Salbung mit ihrer Einsicht in die Reiche Gottes zu holen, nachdem sie seit Jahrzehnten einfach nicht gepflegt wurden – und sie zurückzufordern und zu verewigen für künftige Generationen.“

Näheres zu dieser extrem-charismatischen Praxis: https://bewareofthewolves.blogspot.com/2015/03/david-hind-trinity-life-church.html

Weitere Belege zur „Salbung durch Verstorbene“ hier: https://verfuehrungderbraut.wordpress.com/2016/06/09/salbung-verstorbener/

Bill Johnson ist übrigens ein bekannter Anhänger des Star-Charismatikers John Wimber (+) und des Toronto-„Segens“ mit seinen massenhaften Ausuferungen und beklemmenden Manifestationen, z.B. Rückwärtskippen in Trance, „Lachen im Geist“, „Wiehern im Geist“, Grunzen im Geist bzw. Ungeist usw….

Im Juni 2017 fand in Bern (Schweiz) die Vineyard-Konferenz statt  – die Vineyard-Bewegung wurde von dem vorhin erwähnten John Wimber gegründet: http://www.vineyard-konferenz.ch/

Und welches waren u.a. die Star-Redner dieses protestantisch-pfingstlerischen Kongresses?

Bill Johnson und Dr. Johannes Hartl, jener katholische Theologe, der das ökumenische Gebetshaus Augsburg leitet.

Erst vor kurzem warb er für den Extrem-Charismatiker Mike Bickle: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/06/mehr-gruender-dr-johannes-hartl-wirbt-fuer-den-extrem-pfingstler-mike-bickle/

 

 

 


„Es ist ein heilsamer und frommer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Makk 12,43-45:

In jenen Tagen veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe.

Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.

Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heilsamer und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie vom Sündenmakel befreit werden.

 


Sind „Arme Seelen“ falsch im Bilde? – Maria Simma und die Causa Medjugorje

Von Felizitas Küble

Jahrzehntelang will sie Kontakt mit Verstorbenen gehabt haben: Maria Simma, eine sogenannte „Arme-Seelen-Mutter“ aus der Ortschaft Sonntag in Vorarlberg (Österreich).

Die katholische Bäuerin wurde durch ihr Buch „Meine Erlebnisse mit Armen Seelen“ weit über die Alpenrepublik hinaus bekannt. Die Publikation wurde in mehreren Sprachen übersetzt und erreichte eine beachtliche Gesamtauflage von ca. 300.000 Exemplaren.

Um nicht „mistverstanden“ zu werden, sei vorausgeschickt:

1. Es gibt das Purgatorium (im Volksmund „Fegfeuer“ genannt) als „Vorstation“ für den Himmel.  –  2. Den Seelen im Läuterungszustand kann durch die Fürbitte der Gläubigen, besonders aber durch das Gedenken in der hl. Messe wirksam geholfen werden. Dies ist eine wichtige, Himmel und Erde verbindende „Solidarität“ der Christen über den Tod hinaus.

3. Grundsätzlich sind Erscheinungen von „Armen Seelen“ denkbar. Das bedeutet freilich noch lange nicht, daß es sich bei vermeintlichen Manifestationen von Verstorbenen tatsächlich um ein solches Phänomen handelt. (Möglich sind auch innerseelische Selbsttäuschungen, dissoziative Störungen  – oder gar die Trickkiste von  Finsternismächten, die sich als „Arme Seelen“ ausgeben.)

Zu beachten ist vor allem, daß das Jenseits kein Auskunftsbüro ist und nicht der Befriedigung einer unangemessenen religiösen Neugier dient. Überdies ist jedes „Herbeizitieren“ von Toten als gefährlicher Spiritismus zu werten und biblisch sowie kirchlich strikt verboten.

Kein Datenschutz im Jenseits?

Höchst bedenklich sind insbesondere vermeintliche „Dialoge“ mit Verstorbenen, die sich über dies und jenes auslassen, zu religiösen Detailfragen Stellung beziehen oder gar Informationen über das Schicksal anderer Toten geben. Fehlt es in der Ewigkeit etwa an jedem „Datenschutz“? 

Das erwähnte Buch von Simma (siehe Foto) habe ich gründlich durchgelesen. Schon als Schülerin fand ich es aufschlußreich, daß die „Armen Seelen“ passenderweise die persönlichen religiösen Ansichten der Autorin „bestätigen“ und ihr Weltbild gleichsam „absegnen“ und zementieren. Wer wird ihren Auffassungen noch widersprechen wollen, wenn sie sich doch direkt auf das Jenseits berufen kann?

BILD: Ausschnitt aus dem Toten-Gedenkzettel Simmas

Überdies war es in einigen katholischen Kreisen gang und gäbe, sich brieflich (oft mit Geldschein-Spenden) an Simma zu wenden und über diese ohne jene verstorbenen Verwandten, Freunde und Bekannten auszufragen.

Dabei wollte man gerne wissen, wie viele Gebete bzw. Hl. Messen diese oder jene Seele wohl noch benötigt. Interessanterweise sind offenbar fast alle Verstorbenen ins Fegefeuer, manche schon gar bald in den Himmel gekommen (die Hölle scheint es wohl nur noch „auf dem Papier“ zu geben?!). 

Wird für die Verstorbenen weniger gebetet?

Abgesehen von der grundsätzlichen Ausfrage-Problematik sollte man sich zudem rein praktisch und pastoral folgendes klarmachen:

Wenn Simma jemandem z.B. antwortete, seine verstorbene Mutter benötige noch drei Rosenkränze und vier hl. Messen, um zur Anschauung Gottes gelangen, dann schien die Sachlage „geritzt“: Nach „Ableistens“ dieser Forderung waren offenbar keine weiteren Gebete, Fürbitten oder Meßintentionen mehr nötig. Ob das wohl im Sinne der Armen Seelen ist?

Darüber hinaus scheint die „Mysterikerin“ von ihren jenseitigen Informanten nicht immer die richtigen Auskünfte erhalten zu haben:

So pilgerte sie z.B. mehrfach nach Medjugorje, einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte. In öffentlichen Stellungnahmen berief sie sich darauf, daß ihr eine Arme Seele schon bald nach Beginn der dortigen „Marienbotschaften“ deren Echtheit bestätigt habe. Später sei ihr ein verstorbener kroatischer Soldat erschienen, der sich ebenfalls für Medjugorje ausgesprochen habe. (Quellen: HIER und HIER)

Außerdem setzte sich Maria Simma für den –  schon in den 60er Jahren kirchlich abgelehnten – Erscheinungsort Garabandal in Spanien ein und reiste dorthin.

Alles in allem: Die am 16. März 2004 verstorbene „Arme-Seelen-Mutter“ ist zu bedauern, denn sie ließ sich vorwiegend von „Visionen“ und außernatürlich anmutenden Erlebnissen leiten, nicht von den tatsächlichen Stützpfeilern unseres Glaubens: Der Heiligen Schrift und der apostolischen Überlieferung.

Die geweihten kirchlichen Amtsträger (und nicht etwa angeblich „begnadete Seelen“) erhielten von Christus den Auftrag, die Botschaft Gottes in aller Welt zu verkünden. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.