Israel unter Raketenbeschuß der Hamas

​Auf den Süden Israels sind am Montag und Dienstag insgesamt mehr als 400 Raketen der Hamas aus dem Gazastreifen gefeuert worden.

Ein Mensch wurde getötet, mehrere schwer verletzt und Dutzende weitere mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Die Raketen nahmen auch Wohnhäuser ins Visier, von denen viele schwer beschädigt wurden. Hunderttausende Bürger mussten die Nacht von Montag auf Dienstag in Luftschutzräumen verbringen, Schulen und Kindergärten blieben am Dienstag geschlossen, ebenso wurde die Bahnstrecke von Sderot nach Ashkelon unterbrochen.

Nach Differenzen über die angemessene Reaktion auf die jüngste Eskalation trat am Mittwoch Verteidigungsminister Avigdor Lieberman zurück.

Quelle (Text/Abb.): Israelische Botschaft in Berlin


Israelischer Regierungschef empfängt amerikanischen Verteidigungsminister Mattis

„Wir teilen gemeinsame Werte und Gefahren“

Premierminister Benjamin Netanyahu hat am vergangenen Freitag in Jerusalem den US-amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis empfangen. Zu Beginn des Treffens erklärte der israelische Regierungschef: 

„Israel hat keinen besseren Freund als Amerika. Amerika hat keinen besseren Freund als Israel. Und dies ist eine Partnerschaft, die auf gemeinsamen Werten beruht, im besten Sinne des Wortes.

Wir fühlen, dass es in der amerikanischen Politik einen großen Richtungswechsel gegeben hat. Wir wissen, dass die sehr deutlichen Worte, Herr Minister, die Sie über Iran gesagt haben, sehr deutlichen Worten seitens Präsident Trump folgen und sehr deutlichen Taten gegen den Einsatz von Chemiewaffen durch den iranischen Verbündeten Syrien.

Dies wurde in der ganzen Welt und in unserer Region sehr geschätzt. Ich denke, es handelt sich um einen willkommenen Wandel, einen strategischen Wandel in der amerikanischen Führerschaft und der amerikanischen Politik.

Wir teilen gemeinsame Werte und auch gemeinsame Gefahren. Die gemeinsamen Gefahren basieren auf der doppelten Bedrohung durch den militanten Islam – der schiitischen Extremisten, die von Iran geführt werden und der sunnitischen Extremisten, die vom IS geführt werden.

Wir sind entschlossen, diese Gefahren abzuwenden, ebenso, wie wir auch der Ausnutzung der gemeinsamen großartigen Möglichkeiten verpflichtet sind, die, so denke ich, uns zur Verfügung stehen, Herr Minister, da viele unserer arabischen Nachbarn sowohl die gemeinsame Bedrohung, als auch die Möglichkeiten für die Zukunft sehen.“

Der amerikanische Verteidigungsminister Mattis erklärte:

„Die beiden Gefahren, denen Israel und alle anderen Nationen in der Region gegenüber stehen, die versuchen, eine stabile, friedliche und prosperierende Region zu bewahren, sind es, die ich mit dem Premierminister besprechen möchte […].

Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass, wenn gute Menschen nicht zusammenhalten, schlechte Menschen in dieser Welt viel Schaden anrichten können. Und wir sind entschlossen, dies zu beenden und zu tun, was nötig ist, um Frieden und Freiheit auch an die nächste Generation weitergeben zu können.“


Israel: Regierungschef Netanjahu und der Verteidigungsminister besuchen Terroropfer

Seit 2014 hat Israel über 200 Attentate vereitelt

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Moshe Yaalon haben am Mittwoch (1.7.2015) die Opfer der Terroranschläge in Jerusalem besucht.

Im Krankenhaus Hadassah-Ein Kerem trafen sie die IDF-Militärpolizistin, die Anfang der Woche am Grab Rachels niedergestochen wurde, und einen Mann, der bei dem Attentat in der Nähe von Shilo am Montag (29.6.2015) angeschossen wurde.

BILD: Netanyahu und Verteidigungsminister Yaalon besuchten Terroropfer in Jerusalem (Foto: GPO/Kobi Gideon)

Ministerpräsident Netanyahu sagte:

„Wir haben gerade die Verletzten besucht, die mutig, besonnen und sehr stark waren. Der Verteidigungsminister wünschte ihnen eine schnelle Besserung. Natürlich sprechen wir auch Eliezer und Sarah Rosenfeld, die vor Kurzem ihren Sohn Malachi, einen außergewöhnlichen und besonderen jungen Mann, verloren haben, unser Beileid aus. Wir teilen ihr Leid. Es gibt keinen größeren Kummer, als den der Eltern, die einen Sohn oder eine Tochter verloren haben. Die Herzen aller Israelis sind bei ihnen.

Der Terrorismus klopft an unsere Grenzen. Der Islamische Staat (IS) befindet sich in der Nähe der Golanhöhen. Zurzeit ist er auch in Ägypten, in der Nähe von Rafiah, mit Blick auf unsere Grenzen. Wir sind vereint mit Ägypten und vielen anderen Ländern im Nahen Osten und in der Welt im Kampf gegen den extremen islamischen Terrorismus, der von zwei Akteuren angeführt wird: von Iran und den schiitischen Extremisten, von dem Islamischen Staat und den sunnitischen Extremisten sowie von anderen Fraktionen wie Hamas.

Wir bekämpfen sie. Wir wissen, dass sie auch innerhalb unserer Grenzen zuschlagen, wie in diesem Fall, aber wir wissen auch, dass wir seit Beginn des letzten Jahres über 200 Attentate vereitelt haben.“


Berlin: Linksradikale Chaoten verhinderten Vortrag des Verteidigungsministers in der Universität

Ultralinke Störer haben am Mittwochabend einen Vortrag von Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Berlin verhindert. Der CDU-Politiker de Maizière hatte an der Humboldt-Universität darüber sprechen wollen, wie die Bundeswehr als Armee der Wiedervereinigung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitrage.

Doch noch bevor der Minister mit seiner Rede beginnen konnte, begann ein Großteil der etwa 300 Zuhörer laut zu klatschen und zu jubeln. Dazu entrollte ein Protestierer ein Plakat mit der Aufschrift: „Krieg dem Krieg! Nie wieder Deutschland!“. Andere Störer enterten das Podium und stellten sich mit rot-beschmierten T-Shirts tot.

Universitätspräsident enttäuscht

Als die Störer auch nach längerer Zeit nicht aufhörten, ironisch Beifall zu spenden und zu lärmen, gab de Maizière sein Vorhaben auf und verließ die Universität.

Der Präsident der Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz, zeigte sich enttäuscht von den linken Protesten. „Ein Dialog konnte ja überhaupt nicht stattfinden. Ich hätte ja gerne geredet“, sagte er nach einem Bericht von Spiegel Online zu einem Studenten. Er sei in der DDR aufgewachsen: „Mir macht es Angst, wenn eine Masse mich niederschreit und mir keine Chance gibt.“

Bereits im vergangenen Dezember hatten linksextreme Störer einen Vortrag de Maizières an der Universität Leipzig verhindert.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“