Facebook sperrt kritische Texte über Vietnam

Reporter ohne Grenzen (RSF) hält es für inakzeptabel, dass Facebook im sozialistisch regierten Vietnam Beiträge gesperrt hat, die Links zu regierungskritischen Artikeln deutscher Medien enthalten.

Nach RSF-Informationen wurden Mitte Oktober vier Facebook-Posts des in Deutschland lebenden vietnamesischen Journalisten Trung Khoa Le „aufgrund lokaler rechtlicher Beschränkungen“ in Vietnam blockiert.

Einer der Beiträge enthält einen Link zu einem DeutscheWelle-Artikel über die Festnahme der prominenten vietnamesischen Journalistin Pham Doan Trang, ein weiterer verlinkt auf die deutsche Seite von Reporter ohne Grenzen. Die Organisation hat Trang 2019 in Berlin mit dem Press Freedom Award für besonders wirkungsvollen Journalismus ausgezeichnet.

„Soziale Medien wie Facebook eröffnen gerade in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit vielen Journalisten die Chance auf freie Berichterstattung. Facebook muss sich dieser Verantwortung bewusst sein, sich klar zur Pressefreiheit bekennen und darf sich möglichen Zensurvorgaben autoritärer Regime nicht beugen“, sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/facebook-sperrt-regierungskritische-beitraege


Sozialistisches Regime in Vietnam verhaftet Bürgerrechtlerin Trang

„Ich will Freiheit für Vietnam!“

Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung von Pham Doan Trang. Die vietnamesische Journalistin wurde am Dienstagabend wegen angeblicher „Propaganda gegen den Staat“ festgenommen. RSF hat Trang 2019 mit dem Press Freedom Award für besonders wirkungsvollen Journalismus ausgezeichnet.

Trang setzt sich unermüdlich für die Bürgerrechte in ihrem Land ein. Die Gründerin des Magazins Luât Khoa und Redakteurin bei thevietnamese berät ihre Mitmenschen juristisch und tritt für Minderheiten ein. Dafür wurde die Journalistin bereits mehrfach willkürlich verhaftet. „Ich will Freiheit nicht nur für mich selbst, das ist zu einfach. Nein, ich will etwas Größeres – Freiheit für Vietnam“, schrieb Trang im Mai 2019 in einem Brief mit der Absicht, dass dies im Falle ihrer Festnahme veröffentlicht werden sollte.

Vietnam gehört neben China, Saudi-Arabien, Ägypten und Syrien zu

den Ländern, in denen weltweit die meisten Medienschaffenden wegen ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen, derzeit sind es mindestens 23.

Um ihre Inhaftierung zu rechtfertigen, greift das sozialistische Regime auf Vorwürfe wie „Propaganda gegen den Staat“ oder „Aktivitäten, die den Sturz der Regierung herbeiführen sollen“, zurück, die mit langen Haftstrafen geahndet werden können. Immer wieder werden Betroffene im Gefängnis misshandelt.

Im Dezember 2017 gab das Militär den Einsatz einer Cyber-Armee zur Bekämpfung „falscher“ Informationen im Internet bekannt. Ein 2019 in Kraft getretenes Gesetz gegen Internetkriminalität schreibt ausländischen Online-Plattformen vor, die Daten einheimischer Nutzerinnen und Nutzer auf Servern in Vietnam zu speichern und sie den Behörden auf Anweisung auszuhändigen. 

Quelle und vollständige Meldung hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/journalistin-und-rsf-preistraegerin-festgenommen


Zunehmende Zwangsheiraten in Asien

Zehntausende von Mädchen in verschiedenen Ländern Asiens sind aufgrund der Covid-19-Pandemie gezwungen, sehr jung zu heiraten. Darauf weist die vatikanische Nachrichtenagentur Fides hin. Die Mädchen stammten aus Familien, die in Armut lebten und deren Lebenslage durch das Coronavirus noch verschlimmert wurde.

Es werde befürchtet, dass jahrelange Fortschritte bei der Bekämpfung des Phänomens der „Mädchenbräute“ zunichte gemacht würden:

Alarm schlägt diesbezüglich etwa die Organisation „Girls Not Brides“. Das Netzwerk führt weltweit mehr als 1.460 Organisationen zusammen.

„Alles, was wir im letzten Jahrzehnt erreicht haben, wird von dieser Entwicklung betroffen sein“, sagt Shipra Jha, verantwortlich für „Girls Not Brides“, die sich auf internationaler Ebene für die Bekämpfung der Geißel der Kinderbräute einsetzt.

Nach Angaben der Vereinten Nationen seien jedes Jahr 12 Millionen Mädchen unter 18 Jahren von diesem Phänomen betroffen.

Frühe Heirat sei in islamischen oder hinduistischen Ländern von Indonesien bis Indien, Pakistan und Vietnam eine weit verbreitete Praxis, aber die Zahl des Phänomens war in den letzten Jahren dank des Engagements von Verbänden  allmählich zurückgegangen. Diese Verbesserungen würden jedoch durch die Auswirkungen der Pandemie zunichte gemacht, die in vielen asiatischen Staaten zu Arbeitsplatzverlusten führe und Familien in ernsthafte Schwierigkeiten bringe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2020-09/vatikan-fides-weist-auf-steigende-zwangsheirat-in-asien-hin.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Vietnamesischer Exil-Reporter eingeschüchtert

Vietnams Medien unter kommunistischem Druck

Reporter ohne Grenzen ist bestürzt, dass der in Deutschland lebende Exilblogger Bui Thanh Hieu jetzt Selbstzensur üben muss. Auch bekannt unter dem Namen Nguoi Buon Gio („Windhändler“), kündigte Hieu in einem Facebook-Beitrag an, das Bloggen einzustellen, weil die vietnamesischen Behörden seine noch in Vietnam lebenden Verwandten schikanieren. Unter ihnen ist auch seine 86-jährige Mutter, die derzeit im Krankenhaus liegt.

„Es ist abscheulich, dass der vietnamesische Sicherheitsapparat den schlechten Gesundheitszustand von Personen ausnutzt, um einen im Ausland lebenden Dissidenten zum Schweigen zu bringen“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

„Die vietnamesischen Behörden sind erschreckend kreativ in ihren Versuchen, Personen mundtot zu machen, die ihren Mitmenschen eine Alternative zur Propaganda der Kommunistischen Partei bieten. Wir fordern die in Hanoi ansässigen ausländischen Diplomaten – insbesondere die deutsche Botschaft – auf, die Schikanen gegen Bui Thanh Hieus Familie genau zu beobachten.“

Hieu kam 2013 mit einem Stipendium der Schriftstellervereinigung PEN nach Deutschland. Der bekannte Blogger schreibt seit 2005 unter anderem über Korruption in seinem Heimatland und saß mehrmals in Haft. Sein Blog gehört zu den meistgelesenen in Vietnam und wird auch über Facebook verbreitet. Hieus dortige Seite hatte über 160.000 Follower.

In einem bewegenden Facebook-Post schrieb er: „Ich bitte euch um Verständnis, dass ich mich für eine lange Zeit von euch verabschieden muss. Lebt wohl, meine Freunde.“

Vietnams Medien halten sich alle an die Anweisungen der Kommunistischen Partei. Daher sind die einzigen Quellen für unabhängig recherchierte Informationen Blogger sowie Bürgerjournalisten, die immer härteren Formen der Verfolgung ausgesetzt sind.

Vietnam gehört zu den sechs Ländern, in denen weltweit die meisten Medienschaffenden wegen ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen. 

Quelle und vollständige Meldung hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/exilblogger-in-deutschland-eingeschuechtert/


Vietnam: Evang. Pastor von sozialistischem Staat zu 12 Jahren Haft verurteilt

Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den vietnamesischen Pastor Nguyen Trung Ton benannt. Sie rufen dazu auf, für ihn einzutreten und zu beten.

Der evangelische Christ (siehe Foto) setzt sich seit vielen Jahren unter persönlichen Opfern für umfassende Religionsfreiheit in seinem Heimatland ein, das sozialistisch-kommunistisch regiert wird.

Seit dem 30. Juli 2017 sitzt er zum zweiten Mal hinter Gittern.

Bereits im Jahr 2011 war er zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt worden. Während dieser Haftzeit im März 2011 war er erstmals „Gefangener des Monats“.

Nach seiner Haftentlassung drohten ihm Sicherheitskräfte. Dennoch setzte er sich weiter beharrlich für die Menschenrechte ein. Im April vorigen Jahres kam es zu einer erneuten Verurteilung, diesmal zu zwölf Jahren Haft. Das Urteil wurde bereits im Juni 2018 durch eine höhere Gerichtsinstanz bestätigt.

Insbesondere wegen seines Engagements für Religionsfreiheit werden dem Pastor „umstürzlerische Aktivitäten“ vorgeworfen. Die kommunistischen Ermittlungsbehörden verweigerten Nguyen Trung Ton die Verteidigung durch einen Anwalt. Erst ein halbes Jahr nach der Inhaftierung durfte er seine Familie sehen.

Inzwischen befindet er sich in einem Straflager, wo ihm trotz ernsthafter gesundheitlicher Probleme medizinische Versorgung vorenthalten wird.

Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Pastor Ton zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben an die genannten Stellen schicken. – Näheres siehe HIER: http://www.akm-online.info/index2.html


Wien: Streit um Büste des vietnamesischen Kommunistenführers Ho Chi Minh

Im Donaupark steht bereits eine Che-Guevara-Statue

Die Stadt Wien hat die geplante Aufstellung einer Ho-Chi-Minh-Statue im Wiener Donaupark vorläufig gestoppt. Die Entscheidungsgrundlagen würden einer Prüfung unterzogen, sagte eine Sprecherin nach einem Bericht der Kronen-Zeitung. Facebook-Zitat-Stein

Für die Zukunft sollen Richtlinien ausgearbeitet werden, um zu verhindern, daß künftig Denkmäler „unabhängig von ihrem ästhetischen oder kulturhistorischen Wert und Wienbezug“ errichtet werden können. Zuvor hatten FPÖ und ÖVP die Pläne kritisiert.

„Eigentlich müßte sich nun Kulturminister Drozda lautstark zu Wort melden und gegen die Aufstellung einer Statue zu Ehren des kommunistischen Massenmörders Ho Chi Minh im Wiener Donaupark auftreten“, sagte der 3. Nationalratspräsident Norbert Hofer.

Die Initiative geht zurück auf die „Gesellschaft Österreich-Vietnam“. Ihr Präsident Peter Jankowitsch (SPÖ) rechtfertigt das Vorhaben mit dem 45. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Vietnam. „Darum plant die vietnamesische Regierung verschiedene Dinge. Eine Idee war, daß sie Wien eine Büste schenkt“, sagte Jankowitsch der Zeitung Die Presse.

Für das Vorhaben gibt es offenbar bereits eine Genehmigung des Stadtgartenamts. Die Kosten trägt die vietnamesische Regierung. Nach Fertigstellung soll das Bauwerk in das Eigentum der Stadt Wien übergehen, die dann für Pflege und Unterhalt aufkommen soll.

Nationalratspräsident Hofer sieht Ho Chi Minh als „geschichtlich belastet“ an und wundert sich, warum der SPÖ-Kulturminister zwar versuche, den Heldenplatz wegen dessen angeblicher historischer Vorbelastung umzubenennen, aber keine Einwände gegen die Ho-Chi-Minh-Büste habe.

Im Donaupark steht bereits eine Statue des kubanischen Kommunistenrevolutionärs Che Guevara.

Dem früheren vietnamesischen Präsidenten wird der Mord an zehntausenden vietnamesischen Oppositionellen – darunter vielen Landbesitzer und Christen – vorgeworfen. Manche Schätzungen gehen von mehreren hunderttausend Opfern aus. Allein vor dem amerikanischen Einmarsch in Südvietnam 1965 gehen nach Meinung von Historikern mindestens 10.000 willkürliche Exekutionen auf sein Konto.


Unionsfraktion fordert Freiheit für verhafteten Bürgerrechtler in Vietnam

Vor einem Treffen mit EU-Vertretern ist der vietnamesische Bürgerrechtler Nguyen Van Dai am Dienstag von der sozialistischen Regierung in Hanoi verhaftet worden. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder: IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859

„Die Verhaftung des Bürgerrechtlers Nguyen Van Dai verurteile ich auf das Schärfste. Die vietnamesische Regierung muss den Anwalt und Blogger unmittelbar frei lassen. Es liegt der Verdacht nahe, dass mit seiner Verhaftung eine kritische Stimme des Landes für eine unbestimmte Zeit zum Schweigen gebracht werden sollte.  Der Fall zeigt, dass die Situation der Menschenrechte in dem Land nach wie vor nicht befriedigend ist.

Zusammen mit anderen Mitgliedern der Fraktion habe ich Nguyen Van Dai erst im Sommer in Hanoi gesprochen und ihn als eine Person erlebt, die sich im Sinne seines Landes für Pluralismus und Meinungsfreiheit einsetzt. Dabei kam auch zum Ausdruck, dass für ihn auch die Religionsfreiheit, die in Vietnam nicht voll verwirklicht ist, ein wichtiges Anliegen bedeutet.

Wir in Deutschland streben gute politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Vietnam an. Das Potenzial der Beziehungen kann sich aber nur voll entfalten, wenn sich die Menschenrechtslage in dem Land verbessert und Probleme auf diesem Gebiet gelöst werden können. Der Fall Nguyen ist dafür ein Lackmustest.“

Hintergrund:
Kauder hatte im August zum ersten Mal Vietnam bereist. Neben der wirtschaftliche Entwicklung stand vor allem die Situation der Menschenrechte und speziell der Religionsfreiheit im Mittelpunkt seiner Gespräche. Nguyen Van Dai ist unter anderem Gründer eines Komitees für Menschenrechte. Er saß wegen seines Engagements schon in der Vergangenheit im Gefängnis oder stand unter Hausarrest.

Foto: IGFM


Vietnam: UN-Berichterstatter rügt “schwere Verstöße gegen die Religionsfreiheit”

 “Schwere Verstöße gegen die Religions- und Glaubensfreiheit sind in Vietnam eine weit verbreitete Realität”, erklärte Heiner Bielefeldt, Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats, am Rande eines offiziellen Besuchs in Vietnam, der am heutigen 1. August zu Ende geht. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Im Rahmen seines Besuches begegnete der UN-Beauftragte sowohl Vertretern der sozialistischen Regierung, der lokalen Behörden wie auch der verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Wie “Christian Solidarity Worldwide” (CSW) mitteilt, wurden im Vorfeld der geplanten Besuche in den Provinzen An Giang, Gia Lai und Kon Tum engagierte Religionsvertreter und Menschenrechtsaktive, die den UN-Berichterstatter treffen wollten, „eingeschüchtert, belästigt und von der Polizei aufgehalten”.

In den drei Provinzen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verstößen gegen die Religionsfreiheit, darunter insbesondere auch Übergriffe gegen katholische und protestantische Gläubige in Kon Tum in den Jahren 2012 und 2013. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Am Ende seines Besuchs erinnerte Bielefeldt an “die im allgemeinen geringe Wertschätzung und negative Haltung im Hinblick auf die Rechte von Minderheiten und Einzelpersonen, die ihre Religion außerhalb der institutionellen Kanäle praktizieren” und an “missverständliche Formulierungen des Strafgesetzbuchs bezüglich der Verstöße gegen demokratische Freiheiten”.

Bielefeldt wird seine Schlussfolgerungen in einem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat 2015 darlegen. CSW teilt die von dem Berichterstatter formulierten Sorgen und fordert die vietnamesische Regierung auf, die Gesprächspartner Bielefeldts nach dessen Abreise nicht zu benachteiligen.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Fotos: IGFM


Vietnam: Kommunistische Diktatur verhaftete evangelische Pastoren und Bürgerrechtler

In vier verschiedenen vietnamesischen Arbeitslagern sind 63 protestantische Pastoren und Religionsvertreter inhaftiert. Sie sind zu Haftstrafen von 5 bis 18 Jahren verurteilt und leben unter schwierigen Bedingungen, wobei sie oft 14 Stunden am Tag arbeiten müssen und nur sehr eingeschränkte medizinische Versorgung erhalten.

Dies teilte jetzt die Organisation „International Christian Concern“ (ICC) mit Sitz in Washington mit:

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

„Fast alle Inhaftierten“, so ICC in einer Verlautbarung, „sind Mitglieder der ethnischen Minderheiten aus den Hochebenen in Zentralvietnam“. Als solche sind diese Christen „größerer Diskriminierung und Unterdrückung ausgesetzt, als die meisten anderen vietnamesischen Bürger“.

Der Franziskaner-Pater Nguyen Van Si, Theologe und Rektor des Kollegs „St. Antonio“ in Rom, erklärte gegenüber dem Fidesdienst, er halte die in dem Bericht veröffentlichten Daten für „höchst glaubwürdig“:

„Es gibt immer noch eine Einschränkung und Begrenzung der Ausdrucks- und Gewissensfreiheit: wer Meinungen vertritt, die sich von der der Regierung unterscheiden, wird bestraft. Dies ist bedauernswert, vor allem weil von den willkürlichen Festnahmen oft Jugendliche betroffen sind, die sich für Menschenrechte einsetzen.

Darunter leiden vor allem auch ethnische Minderheiten, die auch als sog. „Montagnards“ (Bergbewohner) bekannt sind, und immer noch als Gefahr für die Stabilität des Landes betrachtet werden. Bei den meisten handelt es sich um protestantische Christen. Ich wünsche diesen Brüdern und Schwestern mehr Augenmerk“.

Hintergrund:

Nach Angeben des ICC überwacht die vietnamesische Regierung religiöse Einrichtungen auf den Hochebenen besonders streng. Viele der 63 inhaftierten Religionsvertreter befinden sich seit 2004 in Haft, als die vietnamesischen Behörden mit der Unterdrückung von Bürgern begann, die gegen die sich gegen die illegale Beschlagnahme von Grundstücken und Verstöße gegen die Religionsfreiheit wehrten.

In der Provinz Binh Phuoc hält die Regierung an der Demolierung von 116 Kapellen der Gläubigen aus dem Volk der „Stieng“ fest, die sich offiziell im Besitz der „Evangelischen Kirche Südvietnams“ befinden und bei den Behörden gemeldet sind.

Die Regierung befürchtet, dass unter den Minderheiten eine Unabhängigkeitsbewegung entstehen könnte. In den vergangenen Jahren wurden Hunderte Menschen wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ oder „illegaler Aktivitäten“ festgenommen.

Quelle: katholischer Fidesdienst


Vietnam setzt Christenverfolgung fort

Religionsführer aus dem kommunistisch regierten Vietnam fordern in einer gemeinsamen Petition die umgehende Freilassung von 14 katholischen und protestantischen Gläubigen, die sich derzeit aus politischen Gründen in Haft befinden.

Katholische, evangelische und buddhistische Religionsvertreter bitten in dem Schreiben an die Nationalversammlung und an internationale Einrichtungen, darunter der UN-Menschenrechtsrat, um „Gerechtigkeit und Achtung der Menschenrechte in Vietnam“ und um „größeres Augenmerk“.

In den vergangenen Monaten beklagten verschiedene Menschenrechtsverbände in Vietnam ein rabiates staatliches Vorgehen gegen Bürgerrechtler, die sich für Religionsfreiheit und Menschenrechte einsetzen.

Wie „Christian Solidarity Worldwide“ in einer Verlautbarung mitteilt, verbietet die sozialistische Regierung unterdessen auch öffentliche Kundgebungen von Katholiken, bei denen diese das Recht auf Grundbesitz einforderten und die Freilassung von politischen Häftlingen verlangten.

Quelle: Fidesdienst