Neues Treffen zwischen Netanyahu und Putin

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu traf gestern (27.2.) Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau. Der jüdische Regierungschef lud Putin zur Eröffnung eines Denkmals für die Opfer der Leningrader Blockade in Jerusalem ein, die dieser annahm.

Premierminister Netanyahu sagte zu Beginn des Treffens:

„Herr Präsident, wir haben uns seit September 2015 elfmal getroffen. Die direkte Verbindung zwischen uns ist ein vitaler Bestandteil, um Risiken und Spannungen zwischen unseren Militärs zu vermeiden und trägt zur Sicherheit und Stabilität in der Region bei.

Die größte Gefahr für die Stabilität in der Region geht vom Iran und seinen Handlangern aus. Wir werden weiterhin entschlossen handeln gegenüber dem Iran, der zu unserer Zerstörung aufruft und versucht, sich militärisch in Syrien festzusetzen.

Ich möchte darüber mit Ihnen sprechen, aber auch über unsere exzellenten bilateralen Beziehungen, auch dank der über 1 Million russischsprachigen Israelis, die sehr viel zu Israel beigetragen haben, ein Teil von uns geworden sind und die russische Kultur zu einem Teil der israelischen gemacht haben. (…)

Ich danke Ihnen für Ihre Freundschaft und die direkte, offene und ehrliche Art, mit der wir die Verbindung zwischen Russland und Israel pflegen.“

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Premierminister-Netanyahu-trifft-Praesident-Putin-in-Moskau.aspx


Israelischer Regierungschef verhandelte mit Präsident Putin über Syrien

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (siehe Foto) ist am gestrigen Mittwoch im russischen Sotchi mit Präsident Vladimir Putin zusammengekommen. Netanyahu erklärte nach dem Treffen: 

„Ich habe hier heute in Sotchi am Schwarzen Meer für etwa drei Stunden mit Präsident Vladimir Putin gesprochen. Der größte Teil des Gesprächs drehte sich um den Versuch Irans, in Syrien Fuß zu fassen, an Orten, wo der sog. Islamische Staat besiegt ist und die er verlässt. Der Sieg über den Islamischen Staat ist uns willkommen. Doch der Einzug Irans ist es nicht, er ist für uns eine Bedrohung, und meiner Meinung nach ist er eine Bedrohung für die Region und die Welt.

Ich habe Präsident Putin unsere Position in dieser Angelegenheit sehr deutlich übermittelt, und die Tatsache, dass dies für uns nicht zu akzeptieren ist. Ich kann über vorangegangene Treffen mit Präsident Putin sagen, dass solche Gespräche der Sicherheit Israels und israelischen Interessen gedient haben und ich glaube, auch russischen Interessen. Basierend auf den heutigen Gesprächen gilt das auch für diese.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Bevölkerungsrückgang: Russische Regierung will Massenabtreibung bekämpfen

Rußlands Präsident Wladimir Putin möchte sich mit Lebensrechtsgruppen seines Landes treffen, um Maßnahmen für einen besseren Schutz ungeborener Kinder zu erörtern. Mutter-Kind

 

Anlaß für diesen politischen Wandel ist die demographische Krise, die dort noch schlimmer als in Deutschland ist.  Die russischen Politiker nehmen aber  – im Unterschied zu den meisten deutschen Politikern  – eine der wichtigsten Ursachen dieser Krise ernst: Die Vernichtung hunderttausender Babys im Mutterleib.

Seit 2005 versucht Rußland, den Geburtentrend wieder umzukehren. Damals wurde ein höheres Mutterschaftsgeld  eingeführt.

Doch das Hauptproblem ist zweifellos die Massenabtreibung, die in der Zeit des Kommunismus praktisch wie ein beliebiges Verhütungsmittel eingesetzt wurde. Entsprechend gering ist das Bewußtsein des Volkes für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.

Nun hat die Regierung begonnen, Gespräche mit der russischen Lebensrechtsbewegung zu führen. Pro-Life Initiativen gibt es zerstreut im gesamten russischen Gebiet; sie versuchen, ihre Arbeit in der „Nationalen Eltern-Vereinigung“ zu koordinieren.

Quellen:  Lifesitenews, Kultur und Medien online


Italienischer Soziologe M. Introvigne: „Pussy Riot sind keine Heldinnen“

„Christen haben ein Recht auf Achtung ihrer Kultstätten“

Der  angesehene Turiner Soziologe Massimo Introvigne  –  er ist Koordinator des vom italienischen Außenministerium unterstützten Observatoriums für Religionsfreiheit  –  äußerte sich kritisch zur Aktion der russischen Punkband „Pussy Riot“, nachdem drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Haft verurteilt wurden.

„Natürlich haben die Stimmen, die sich gegen zu harte Haftbedingungen und gegen das übermäßig strenge Urteil erhoben haben, recht und sind zu unterstützen, auch in Hinblick auf die persönlichen Lebensverhältnisse der jungen Angeklagten“, erklärte Introvigne.

Trotzdem darf man nicht zu weit gehen und die Aktion, für die jene Mitglieder von Pussy Riot verklagt wurden, gutheißen. Ich habe den Eindruck, dass nicht jeder, der in dieser Angelegenheit mitreden möchte, die Fakten kennt.

Die Pussy Riot haben ein Lied gesungen, das sich nicht auf politische Aussagen beschränkt, sondern z. B. den Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche eine ‚Hure‘ nennt.

Der Refrain äfft die orthodoxe Liturgie nach und wiederholt mehrmals ‚die Scheiße, die Scheiße, die Scheiße des Herrn‘. Obendrein haben sie dieses Lied nicht in irgendeiner Kneipe gesungen und auch auf einem öffentlichen Platz, sondern in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, einem der heiligsten Orte der russischen Kirche.“

Zudem sagte Introvigne in seiner Mitteilung:

„Wie so oft, ist es auch in diesem Fall schwer, das richtige Gleichgewicht zu finden, wenn sich Meinungsfreiheit und das Recht der Religionen, nicht verunglimpft zu werden – zumal an den Kultstätten – gegenüberstehen.

Aber ich denke, man kann es der russisch-orthodoxen Kirche nicht verübeln, wenn sie in der sog. ‚künstlerischen‘ Darbietung von Pussy Riot eine Verletzung des Christenrechts auf Achtung ihrer Kultstätten sieht. Eine Kirche kann ja nicht zur Bühne für politische Protestauftritte werden, selbst wenn diese gerechtfertigt sind; schon gar nicht, wenn dabei die Gefühle der christlichen Gemeinde verletzt werden.“

Die Erklärung des Turiner Soziologen endet mit der Feststellung, daß manche Verteidiger von Pussy Riot von christenfeindlichen Gefühlen angetrieben seien:

„Das zeigt zum Beispiel die Aktion der ‚Oben-ohne-Aktivistinnen‘ der ukrainischen Gruppe ‚Femen‘, die auf dem Hauptplatz in Kiew mit der Motorsäge ein Kreuz gefällt haben  –  kein einfaches Holzkreuz, wie teils geschrieben wurde, sondern ein Kruzifix mit Christusfigur, das unter Ausrufen antireligiöser Sprüche in den Staub geworfen wurde.“

Quelle: Internationale kath. Nachrichtenagentur ZENIT:  http://www.zenit.org


Präsident Putin in Israel: gemeinsame Sorge wegen wachsendem Islam?

Der russische Präsident Vladimir Putin befindet sich auf Besuch in Israel. Am gestrigen Montag wurde er zunächst von Außenminister A. Lieberman am Flughafen Ben Gurion empfangen.

Am Nachmittag traf er mit Ministerpräsident Binyamin Netanyahu zusammen. Bei einer anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz bekannte Netanyahu sich zu den engen Beziehungen zwischen Israel und Rußland. (Zur kommunistisch-sowjetischen Zeit waren die Kontakte  zwischen beiden Staten äußerst  gespannt.)

Der israelische Premier erklärte u.a., daß eingewanderte russischsprachige Juden in Israel als lebendige Brücke zwischen beiden Staaten dienen. Außerdem fügte er hinzu: „Allein im letzten Jahr waren eine halbe Million russischer Touristen in Israel. In den drei Jahren, die vergangen sind, seitdem wir den visafreien Reiseverkehr zwischen unseren beiden Ländern eingeführt haben, hat sich die Zahl der Touristen versiebenfacht.“


Präsident Putin und Ministerpräsident Netanyahu  (Foto: GPO)

Der Hintergrund dieser wachsenden „Gemeinsamkeit“ zwischen Rußland und Israel  – die auf den ersten Blick überrascht  –  dürfte die beiderseits erkannte islamische Gefahr sein.

Der vielgepriesene „arabische Frühling“ wirkt sich für Israel immer „frostiger“ aus, was durch jüngste Entwicklungen in Ägypten besorgniserregende Ausmaße annimmt.

Aber auch für Rußland könnte eine weitere Erstarkung des politischen Islam bedrohlich werden –  man denke an den muslimisch geprägten Kaukasus, besonders an die radikale Islamistenszene in Tschetschenien.

So kommt es, daß zwei einstmals gegnerische Länder wie Rußland und Israel nun angesichts einer gemeinsam erlebten Gefahr enger zusammenrücken.

Quelle für Foto und aktuelle Nachricht: Botschaft des Staates Israel in Berlin