Schweiz: Bürgerinitiative gegen die schulische Sexualisierung der Kinder

Erklärung der „Schweizer Schutzinitiative“:

Die Einführung von «Sexboxen» mit pornografischem Aufklärungsmaterial an baselstädtischen Kindergärten und Primarschulen hat landesweit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Trotzdem will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schweizweit eine obligatorische Sexualerziehung ab Kindergarten einführen. Bereits Vierjährige sollen früh sexualisiert werden. Eltern sollen nichts mehr zu sagen haben. 

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Die Volksinitiative will die Kinder vor einer Sexualisierung durch die Schule schützen:

1. Sexualerziehung ist Sache der Eltern!

Die Sexual- und Werteerziehung der Kinder ist eine Kernaufgabe und ein Grundrecht der Eltern. Die Volksinitiative stärkt die Rolle der Eltern.

2. Vor dem 9. Altersjahr darf es keinen Sexualkundeunterricht geben!

Sexboxen oder Ähnliches müssen eingezogen werden.

3. Kinder sollen ihre Kindheit unbeschwert erleben dürfen! 

Die Schule darf die Sexualisierung unserer Jüngsten nicht noch mit Steuergeldern beschleunigen und verschlimmern.

Immer häufiger werden unsere Kinder in Kindergärten und Primarschulen mit Pornografie und Sexualkundeunterricht belästigt:

1. Im Kanton Basel-Stadt wurden für Kindergärten und Primarschulen «Sexboxen» mit pornografischem Inhalt bereitgestellt.

2. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will mit Millionen von Steuergeldern in allen Kindergärten und Primarschulen der Schweiz obligatorischen Sexualkundeunterricht einführen.

Diese staatlich geförderte Sexualisierung unserer Kinder müssen wir stoppen!

Deshalb fordert die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule»:

1. Kein Sexualkundeunterricht vor 9 Jahren.  
Sexboxen oder Ähnliches in Kindergarten und den ersten zwei Primarklassen müssen eingezogen werden.

2. Ab 9 Jahren freiwilliger Sexualkundeunterricht.  
Mit dem Einverständnis der Eltern können Klassenlehrpersonen freiwilligen Sexualkundeunterricht erteilen.

3. Ab 12 Jahren obligatorischer  Biologieunterricht.
Biologielehrpersonen können Unterricht über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung erteilen. Damit schützen wir unsere Kleinsten vor Pornografie und Sexualisierung. Aufklärung der Kinder bleibt Sache der Eltern. Das Recht der Kinder auf ein altersgerechtes Grundwissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung sowie der Schutz vor sexuellem Missbrauch bleiben gewahrt.

Quelle und Unterschrifts-Aktion hier: http://www.livenet.ch/node/239285


Kirchenskandal: Schweizer Bischofskonferenz verweigert Unterstützung für Volksinitiative gegen Abtreibungsfinanzierung

Der Schweizer Nationalrat lehnte in dieser Woche die Volksinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ nach einer langen Debatte deutlich ab. Geht es nach dem Willen des Parlaments, sollen Abtreibungen also weiter durch die Krankenkassen bezahlt werden. 

Doch Elvira Bader, Co-Präsidentin des Initiativkomitees, will sich davon nicht entmutigen lassen: Die Initiative, die zur Volksabstimmung ansteht, finde mehrheitlich Zustimmung in der Bevölkerung, erklärt die ehem. CVP-Nationalrätin.

Dabei verweist sie auf eine US-Studie aus dem Jahr 1996. Diese belege, daß Abtreibungen zurückgehen, wenn sie privat finanziert werden müssen.Baby (2)

Dazu kommt, daß bei einer Annahme der Volksinitiative jene Beitragszahler,  die aus sittlichen oder religiösen Gründen eine vorgeburtliche Kindstötung ablehnen, nicht mehr weiter dazu gezwungen werden, Abtreibungen mitzufinanzieren; diese erzwungene Mitfinanzierung widerspricht sowohl der Gewissensfreiheit des einzelnen wie auch dem Respekt vor der Religionsfreiheit im freiheitlichen Rechtstaat.

Die Volksinitiative wurde bereits im Juli 2011 eingereicht.  Die Schweizer Bischofskonferenz sagt aber weder JA noch NEIN dazu. Die katholischen Oberhirten möchten stattdessen eine neue Grundsatzdebatte über das Thema Abtreibung in die Wege leiten, erklärten sie im Dezember.

Es soll also offenbar nicht gehandelt, sondern nach wie vor lediglich diskutiert werden (als ob das nicht schon seit Jahrzehnten der Fall wäre!)   – eine blamable, geradezu skandalöse Haltung.

Sieht so etwa ein glaubwürdiger und wirksamer Einsatz für die bedrohten Kinder im Mutterleib aus?

Linken und feministischen Gegnern der Volksinitiative gefällt diese zeitgeistliche Anbiederung der lauwarmen Oberhirten; auf ihrer Facebook-Seite jubeln sie:

„Wir bekommen überraschende Unterstützung: Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) will die umstrittene Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» nicht unterstützen. Der künftige Präsident der Schweizer Bischofskonferenz und St. Gallener Bischof Markus Büchel lehnt die Initiative sogar offen ab.“

Orientiert sich die Schweizer Bischofskonferenz in dieser Causa überhaupt noch an den Zehn Geboten?  Ist ihr der Zeitgeist wichtiger als der Heilige Geist? Fürchtet sie das Mißfallen der Medien stärker als das Jüngste Gericht? 

Dies ist ein höchst betrüblicher, ärgerniserregender Vorgang, um den sich der Vatikan schnellstmöglich kümmern sollte.

Es genügt nicht, wenn einzelne Persönlichkeiten sich zu Wort melden wie zB. Philosophieprofessor Josef Seifert, Gründer und Präsident der „Internationalen Akademie für Philosophie“ in Liechtenstein; er ist zudem Mitglied der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ und kritisierte bereits vor Monaten die Haltung der Schweizer katholischen Bischöfe in dieser Causa. Wenngleich er manche Formulierungen der Volksinitiative für verbesserungswürdig halte, so seine Stellungnahme, sei diese Aktion dennoch unterstützenswert.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster